IDE, ATA, ATAPI, S-ATA: Was ist das?

Dieses Thema im Forum "How to..." wurde erstellt von AndreasG, 13. Mai 2004.

  1. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Es gibt sehr viele verschiedene, zum Teil verwirrende Bezeichnungen für die gebräuchlichste Schnittstelle für Harddisks und andere Laufwerke.

    Der offizielle Name für diese Schnittstelle ist "ATA" ("AT Attachment"). Die Bezeichnung IDE ("Integrated Drive Electronics") beschreibt eigentlich die technische Entwicklung, die Kontroll-Logik für die Steuerung der Festplatte nicht mehr in der Controller-Karte, sondern direkt in der Festplattte einzubauen und nur noch Daten über eine Schnittstelle zu senden. Wenn von IDE gesprochen wird, ist also eigentlich ATA gemeint. Es können pro Schnittstelle ("Kanal") zwei Geräte angeschlossen werden, die meisten Mainboards verfügen über zwei Kanäle zum Anschluss von bis zu vier Geräten. Es gibt verschiedene Weiterentwicklungen der Schnittstelle mit erhöhten Geschwindigkeiten (PIO Modi 0 bis 4, Ultra DMA 33 bis 133), sowie eine spezielle Erweiterung für optische Laufwerke und Wechselmedienlaufwerke (CD, DVD, MOD, ZIP, JAZ etc.) namens ATAPI ("AT Attachment Packet Interface"). Diese ATA-Erweiterung ist eigentlich ein völlig eigenes Protokoll mit den gleichen Steckern und Kabeln wie IDE/ATA. Dadurch können Festplatten und zum Beispiel CD-ROM-Laufwerke bei Bedarf an einem gemeinsamen Kabel angeschlossen werden. Dabei ist zu beachten, dass ältere, langsame Laufwerke die modernen, schnelleren ausbremsen können, sofern sie an einem gemeinsamen Kabel oder einem gemeinsamen Kanal angeschlossen sind. Es empfiehlt sich also, jeweils schnelle und langsame Geräte an eigenen Kabeln / Kanälen zu kombinieren. Aktuell sind IDE/ATA-Schnittstellen mit 66, 100 und 133 MB/s maximaler Übertragungsleistung.

    Eine moderne Weiterentwicklung der IDE/ATA-Schnittstelle ist Serial-ATA. Hierbei wurde die Übertragungsart der Daten von parallel auf seriell verändert. Dadurch können längere und dünnere Kabel verwendet, sowie die Übertragungsgeschwindigkeit erheblich gesteigert werden. Bereits die erste Version von Serial-ATA bietet bis zu 150 MB/s pro Kanal. Jede Festplatte wird mit einem eigenen Kabel am Schnittstellen-Controller angeschlossen, verschiedene Festplatten können sich so nicht mehr gegenseitig ausbremsen. Serial-ATA eignet sich auch sehr gut für RAID-Systeme und wird dort zuerst Fuss fassen. Für eine Weile werden IDE/ATA und Serial-ATA parallel existieren.
     
  2. Tambo

    Tambo New Member

    HIER noch eine Umbauanleitung des MDD für S-ATA.
     

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