iMovie Absturz - Film hinüber?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von anoshi, 14. August 2004.

  1. anoshi

    anoshi Member

    Habe mir gestern voller Vorfreude iLife 4 auf den Rechner gepackt. Schnell noch einen kurz zuvor mit iMovie 3 erstellten Film mit iMovie 4 geöffnet und an iDVD 4 übergeben. Nur um mal zu gucken, wie es geht. Hatte bisher noch kein iDVD. iMovie meldet, dass einige rückwärts laufende Szenen gerendert werden müssten. O.K., wenns sein muss - kann ja wohl nix passieren, ist ja ein Apple-Programm! Gespeichert habe ich schließlich vorher auch.

    Und dann (bei der Übergabe an iDVD) passierts: "Das Programm iDVD wurde unerwartet beendet ..." Parallel dazu rotiert in iMovie der Strandball! Nichts geht mehr! Bleibt nur noch, iMovie abzuschießen und neu zu starten, oder? Nach dem Neustart will ich den Fehler untersuchen und öffne nochmals das iMovie Projekt: "Die Datei XXXX konnte nicht gefunden werden". Einfach ignorieren denke ich. Dann das gleiche Spiel noch einmal - und nochmal - und nochmal - und nochmal ... (Wahrscheinlich die gerenderten Dateien, die Dateinamen hatte ich jedenfalls noch nie vorher gehört). Am Schluss dann der nette Hinweis: Das Projekt kann nicht geöffnet werden!!!

    Und jetzt? Heißt das etwa, zig Wochenenden waren umsonst? Der Film ist ein für alle mal hinüber? Das kann doch wohl nicht sein!! Ein Backup gibts natürlich nicht. Gibt es sonst noch irgendeine Möglichkeit, das Projekt wieder zu retten?
    ------------------
    (Rechner: G4, 1,4 GHz (Sonnet Karte), 1,5 GB RAM, OS X 10.3.3, Externe 250 GB-FW-Platte)
     
  2. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Tja, das ist bekannt: iMovie 4 mag iMovie 3- Projekte überhaupt nicht. Hättest Du zuerst gefragt, ich und viele andere hätten Dich gewarnt.

    Wenn Du Glück hast, findest Du im Ordner Deines iMovie-Projekts noch die einzelnen Clips. Das sind nichts anderes als DV-Files. Die kannst Du ganz einfach in einem neuen iMovie-Projekt wieder hinzufügen: Neues iMovie-Projekt erstellen, iMovie beenden. Dann die alten Clips in den neuen iMovie-Projektordner legen und iMovie starten. Jetzt meldet iMovie, dass es einige Clips gefunden hat und fragt, ob es diese dem Projekt hinzufügen soll.

    Gruss
    Andreas
     
  3. DieterBo

    DieterBo New Member

    War mir auch nicht bekannt und ich hätte auch nicht gefragt da es sich um die Software ein und des selben Herstellers handelt und man davon ausgeht das alles funktioniert.
    Da könnte ich ja auch gleich wieder auf die Dose wechseln wenn ich unzuverlässigkeit bräuchte.
     
  4. anoshi

    anoshi Member

    Völlig meine Meinung (ähh... Deiner Meinung)! Habe ebenfalls nichts von Probs bei der Übernahme von iMovie 3 Dateien gelesen oder gehört. Dass iMovie wackelt und zickt ist bekannt. Aber gleich kompletter Datenverlust? Bei einem Apple-Programm? Ein Unding!!! Ich fühle mich an alte Pagemaker (Gott hab ihn selig)-Zeiten erinnert, wo sowas durchaus auch mal vorkam. Aber das dürfte heutzutage nicht mehr passieren! Auch wenn's Programm (fast) umsonst ist!

    @AndreasG:
    Die Daten neu zu importieren ist mir natürlich auch als erstes eingefallen. Hat auch im Großen und Ganzen auch geklappt. Aber jetzt heißt es: an die 800 Clips wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen - und das mit einem Programm, bei dem man immer Angst haben muss, dass beim nächsten Crash wieder alles weg ist! Da überleg ich doch, ob ich gleich auf Final Cut umsteigen sollte. Aber sich wieder einem Programm eines solchen Herstellers anzuvertrauen - da schaut man sich doch lieber erstmal die Alternativen an. Think different!
     
  5. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Das mit den iLife-Produkten ist halt so eine Sache: Für sehr wenig Geld (na ja...) bekommt man Applikationen, die ein Leistungsspektrum bieten, die in der DOSen-Welt seinesgleichen suchen. Dass Apple mal da und mal dort pfuscht bzw. nicht da hält, was es verspricht, finde ich irgendwie nachvollziehbar - wenn auch wie in Deinem Fall natürlich sehr ärgerlich. Wenn man aber Tests in der c't verfolgt, wenn die mal wieder Win-Software unter die Lupe nehmen, dann erkennt man schnell, dass man mit Apples iLife noch auf der guten Seite liegt.

    Ich selber halte es mit iMovie und iDVD so: Immer Backups erstellen, vor allem bei kritischen Vorgängen. Kritisch ist ganz klar ein Import von einer älteren Version, aber auch wenn zwischenzeitlich OSX upgedatet wurde, bin ich vorsichtig. Aber auch Filter und Effekte sind kritisch.

    Backup ist das halbe leben. Diese Binsenwahrheit gilt nicht nur für iLife. Auch bei FCP bzw. FCP Express würde ich so vorgehen. Und erst recht bei Windows-Software...

    Weitere Tipps im Umgang mit iMovie/iDVD:
    - Vor dem Export immer den iMovie-Papierkorb leeren
    - iDVD nie im Hintergrund rendern lassen - das geht bei der einzig sinnvollen Einstellung "Beste Qualität" zum Glück eh nicht mehr.
    - iDVD nach dem Zusammenstellen der Menus etc. erst mal beenden und neu starten, bevor man auf "Brennen" klickt.
    - Nie an mehreren iDVD-Projekten gleichzeitig arbeiten. Ein iDVD-Projekt immer abschliessen, bevor mit dem nächsten angefangen wird. iDVD verwendet teilweise globale Daten, die für ein Chaos sorgen können: Plötzlich findet er Dinge nicht mehr, die vorher da waren u.a.

    Gruss
    Andreas
     
  6. anoshi

    anoshi Member

    Nee, find ich nicht nachvollziehbar. Immerhin verkauft man das "beste, sicherste, schönste, stabilste, .... Betriebssystem aller Zeiten". Davon bin ich eigentlich grundsätzlich auch überzeugt und versuche, das meiner Windows-Umwelt immer wieder klar zu machen. Wenn sich dann aber endlich einer der mühselig Konvertierten auf die iApps stürzt und gleich mit solchen Erfahren konfrontiert wird, dann hat er einen derartigen Frust, dass er sich fragt, ob er nicht doch lieber zur Dose gegriffen hätte. Dann hätte er den gleichen Sch... immerhin billiger gehabt.

    Backups - ganz klar, keine Frage, muss sein. Mach ich auch eigentlich immer - im Büro sogar täglich. Aber da arbeite ich auch noch mit OS9. Zu Hause hab ich aber doch OSX - das "Vorbild an Stabilität". Da hab ich's mit den Backups halt nicht so genau genommen. (Übrigens: System 9.2.2 rennt, OSX knallt an allen Ecken und Enden. Vielleicht liegts daran, dass ich unter 9 nur mit professionellen Anwendungen arbeite ... ?!)


    Genau darüber hab ich noch doch schon viel Schlechtes gehört. Also lass ich den Papierkorb immer schön ungeleert und schlepp lieber 1 GB an Müll mit mir rum, damit es wenigstens von daher keine Probleme gibt.

    O.K. Werd ich mir merken.
    Wie meinst Du das? iDVD öffnet ja automatisch immer das letzte Projekt. Schließen beendet das Programm. 2 Projekte gleichzeitig kann man doch gar nicht öffnen, da das bereits geöffnet doch immer wieder geschlossen wird. Und auf der Platte wird man ja wohl mehr als ein Projekt liegen haben dürfen - oder etwa nicht?
     
  7. 55DSL

    55DSL New Member

    Hier die Vielleicht letzte Rettung deines Projektes


    gehe zu deinem Projektordner dort wo die Ordner mit den Endungen Name/iMovie proj ,Media und Name/move sind. Doppelklicke auf den Ordner Mov dort ist der Film enthalten so wie du ihn bearbeitet hast also mit allen Übergängen ,Titel usw. Schließe ihn wieder .Öffne iDVD 4 und ziehe per drag and Drop den Film ins Fenster. Es sollten alle Kapitel enthalten sein. Wenn die Rückwärtsclips hast die gerendert werden müßen könnt es sein das du den Film nach dem du ihn per Doppelclick geöffnet hast nochmal neu als mov oder dv stream sichern mußt. Tuhe dies nur wenn dir iDVD4 wieder abstürzt.


    Von einem Löschen des Papierkorbes würde ich Dringend abraten!!!!!!!
    Warum: Sollten bei der Aufnahme in iMovie man die Option Clips in den Filmbereich ablegen oder später die Orginalclips aus dem Clipbereich in den Filmbereich ziehen und dort die Clips bearbeiten zb. schneiden, so landen alle nicht benötigten Clip -Schnipsel per Rüchschritttaste im Papierkorb. Beim späteren löschen kann der Originalclip nicht wieder hergstellt werden.
    Dem ist nicht so wenn der Papierkorb wirklich bis zum Schluß also nach Erstellung der DVD erhalten bleibt bzw. das iMovie Projekt gelöscht wird.
    Solange der Papierkorb nicht geleert wird ist es Möglich einen geschnittenen Clip wieder vollständig herzustellen!!!!
    Dabei reicht ein Frame eines Clips ( ca 1/25s) der maximalen Länge eines Clip von 9minuten und 27 Sekunden aus um ihn wieder vollständig herzustellen. Einfach den Clip markieren und unter Erweitert die Option Clip wiederherstellen auswählen!
    Löscht man den Papierkorb in iMovie ist nichts mehr zu retten!!!!
     
  8. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Zum iMovie-Papierkorb: Wenn der geleert ist, besteht der Film wieder aus zusammenhängenden und abgeschlossenen Clips. Vorher bestand der Film aus vielen Referenzen: Wenn Du ein Filter oder einen Effekt anwendest, wird ja nicht der Original-Clip verändert. Stattdessen legt iMovie eine neue Datei mit den neuen Effekten an. iMovie muss sich nun aber merken, an welcher Steller er aus dem Original-Clip in den neuen und wieder zurück springen muss. Das alles ist sehr komplex, vor allem, wenn mehrere Effekte überlagert werden. Da iDVD aber direkt aus dem iMovie-Projekt-Ordner liest, hat iDVD es deutlich einfacher, wenn er zusammenhängende Clips anstelle einer riesigen Sprung- und Verweistabelle vorfindet. Noch sicherer wäre der Export des iMovie-Clips als DV-Datei, aber das kostet recht viel Zeit und Harddisk-Platz.
    Einziger Nachteil, wenn der iMovie-Papierkorb gelöscht ist: Man kann nichts mehr rückgängig machen. Ansonsten habe ich noch nie etwas negatives über das Löschen des iMovie-Papierkorbes gehört. Ich leere den, seit iMovie diese Option anbietet, regelmässig.

    Mehrere iDVD-Projekte: Wenn Du an Projekt a) arbeitest und z.B. eigene DV-Clips als Menus verwendest und danach zu Projekt b) wechselst, ist noch alles ok. Sobald Du wieder an Projekt a) weitermachen willt, findet iDVD plötzlich einige DV-Clips für die Menus nicht mehr. Das Projekt a) musste ich löschen und von vorne beginnen. Auch weitere unschöne Effekte habe ich schon gesehen. Daraus schliesse ich, dass iDVD längst nicht alles in seiner Projekt-Datei aufbewahrt, sondern globale Referenzen auf Dateien verwendet.

    Noch ein weitere unschöner Effekt mit iDVD4: Wenn man animierte Menus mit eigenen DV-Clips verwendet und zu oft die Vorschau abspielt oder die Animation stoppt, kommt es bei mir immer wieder vor, dass sich die animierten Menus nicht mehr aktivieren lassen. iDVD glaubt zwar, die Animation laufe, aber sie tut es nicht. Auch die fertig gerenderte DVD hat daraufhin keine animierten Menus mehr. Ich habe das nun schon 4x erlebt. Nie ist es mir gelungen, die Menus wieder zum laufen zu bringen. Ich musste immer ein neues Projekt anlegen. Ich bin nun sehr vorsichtig geworden, wenn ich mit animierten Menus arbeite: Ich kopiere das iDVD-Projektfile immer erst weg, bevor ich die Vorschau verwende...

    Gruss
    Andreas
     
  9. anoshi

    anoshi Member

    Vielen Dank für den Tipp. Die Movie Datei funktioniert auch noch und zum Glück hatte ich einen DV-Stream des Projektes abgespeichert. Der Schaden hält sich also in Grenzen. Aber natürlich würde ich gerne die Projektdatei wieder herstellen können, um den Feinschliff (z.B. Abstimmen des Tons auf die Clips) machen zu können.

    @ AndreasG
    Papierkorb leeren - o.k. Kann ich nachvollziehen. Sollte man aber doch wohl nur an einer Kopie und vor dem Senden an iDVD machen, ansonsten ist ja wirklich alles festgenagelt und man kann keinen Clip mehr wiederherstellen, wenn man ihn z.B. verlängern möchte. Ist es denn so, dass alle Clips im Projektordner auf die beschnittene Länge gekürzt werden, oder bleiben die vom Papierkorb entleeren unangetastet?
    Was Deine Anmerkungen zu iDVD angeht, fühl ich mich doch ein bißchen bestätigt. Bei iLife scheint alles ein wenig mit der heißen Nadel gestrickt zu sein (außer vielleicht iTunes, aber das bringt ja auch Geld).

    @ McDil
    Also ehrlich, das ist mir völlig neu. In der Regel gibt es bei 1 Versionssprung (z.B. von 3 > 4) zumindest aufwärts überhaupt keine Probleme. Ich kenne jedenfalls überhaupt kein Programm, bei dem das der Fall gewesen wäre. Wenn es denn irgendwo doch so gewesen sein sollte, wird es in der Regel unübersehbar dokumentiert. Und das ist bei iMovie ja wohl nicht der Fall.
     

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