InDesign - auch nicht das Gelbe vom Ei

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von tazmandevil, 21. Januar 2003.

  1. tazmandevil

    tazmandevil New Member

    Nicht mal einen simplen Illustrator EPS 8 Verlauf von 50% Schwarz, nach 8% Schwarz und wieder zu 50% Schwarz, in InDesign 2.0.1 platziert vermag dieses "ach so tolle" Programm auszugeben in ein anderes Datenformat wie z.Bsp: EPS, PDF oder PS! Nein, er muss draus ein "Bild" machen. *hahahaha*.... :)
     
  2. tazmandevil

    tazmandevil New Member

    Habt ihr schon mal ein EPS - Level 2 File aus InDesign Exportiert? *ggg*...

    kuckt euch dessen Output mal in einem Texteditor an und sucht vor lauter Müll mal den Anfang des EPS-Headers... welcher da nach einigen Zeilen Schrott lautet:
    "%!PS-Adobe-3.1 EPSF-3.0"
    Na sowas, hab ich ihm nicht "befohlen ein Level 2 PS zu schreiben?
     
  3. ident-i-fix

    ident-i-fix Feels good

    Habe den Illu-Verlauf so wie von dir "erdacht" angelegt... und kann diesen, entgegen deiner Aussage, problemlos exportieren als PDF, EPS etc. ohne (!) das ID daraus ein Bild machen muss.

    Mach mal genauere Angaben zu deinen Problemen. Hier laut auf die Trommel zu hauen ohne Genaueres von sich zu geben ist nur Luft!

    Ich verwende Illu 10, ID 2.02... alles unter Jaguar.
     
  4. Anindo

    Anindo New Member

    Ich verstehe dein Problem nicht, bei mir funktioniert das und auch Quark schluckt das inDesign eps ohne Mucken. Was meinst du denn mit "Bild"?
     
  5. tazmandevil

    tazmandevil New Member

    ok, ich präzisiere:

    Versuch das mit InDesign generierte EPS danach in den Illustrator 10 zu laden und kuck Dir mal die Verläufe an. Diese sind zu Bildern konvertiert worden, entweder in RGB oder in CMYK Bilder! Das mag ja noch bei einigen Sachen hinhauen, hast Du aber Schmuckfarben bist du weg vom Fenster.
     
  6. tazmandevil

    tazmandevil New Member

    ok, ich meine damit, dass aus dem Definierten Verlauf (von Punkt A nach Punkt B = 50% - 8% und von Punkt B nach Punkt C 8% - 50% in einem Konturinhalt) anstelle dieser Definition schlicht und einfach kurzerhand ein PICT erstellt wird.

    Möglicherweise tritt dieser Effekt nur auf, wenn dieses Kontur noch ein paar grad gedreht wird und über einem Schmuckfarben-Hintergrund liegt, kann ich jetzt im Moment noch nicht sagen.

    Jetzt stell Dir mal vor, der Verlauf ist in Sonderfarben. Dann hast Du nur 2 Wahlen: Entweder er macht aus dem Verlauf ein RGB oder ein CMYK Bild.

    Und jetzt, stell Dir mal vor, der vom Kunde (Leihengraphiker) angelegte Verlauf gefällt nicht und muss bearbeitet werden! :) *hehehe*

    -> "man" liefert ja heute nur noch Export-Daten wie z.Bsp. PDF und höchstens noch mal n'EPS, gell *grins* und natürlich sind schon alle Rips, Vernutzungsprogramme und Belichter total lupenrein PS-Level 3 fähig.
     
  7. Anindo

    Anindo New Member

    Ich hab´s ausprobiert. Pantone und HKS Farben verwendet mit Verlauf und die ganze Sache als eps gespeichert. Mal abgesehen davon, wenn das ein nur Tiff oder Pict gewesen wäre, hätte ich mind. die fünffache Dateigröße und 2. würde mir Quark dieses EPS nicht mit allen Sonderfarben importieren. Ein Quark eps ist genauso wenig editierbar wie ein inDesign eps, egal im welchen der beiden Programme, für die Datei inc. Bildern und Schriften gilt das gleiche umgekehrt.
    Das Vorschaubild kann wahlweise als Pict/ Tiff, CMYK/RGB gespeichert werden, genau wie bei Quark. Deine Interpretation des Source Codes ist auch mehr als ungeheuerlich. Was willst du denn bei diesem Fitzelchen erkennen?
    inDesign ist also nicht Level 2 kompatibel? Da bist du wohl der erste, der das rausgefunden hat. Gratuliere.
     
  8. mikrokokkus

    mikrokokkus New Member

    Schick mir mal Deine Quark-EPSe -- ich editier die Dir schon ;-))

    Im Ernst: Selbst wenn tazman in diesem speziellen Fall nicht Recht hat, so bleibt mir ob der InDesignschen Featuritis auch immer ein flaues Gefühl im Magen. Transparenzen, weiche Kanten an Beschneidungspfaden, "echte" Schatten -- alles echt Klasse, aber irgendwie fehlt mir da die wirkliche Kontrolle. PS Level 1-Unterstützung soll nicht oder nur jämmerlich vorhanden sein (von Quark wird das nach wie vor erwartet!).
    Ganz allgemein hab ich ein Problem mit Prox, die eierlegende Wollmilchsäue sein wollen.
    Wenn ich ein Satz-/Layoutprogramm will, dann brauch ich keine Bildbearbeitung -- dafür gibts andere Apps. Ich mach ja kritische Verläufe auch nicht im Quark.
    Schon klar, dass das v. A. im Entwurfsprozess Abläufe extrem beschleunigen kann: Textschatten über Bildern (ach schieb den Text mal nach rechts...), aber wie heißt es so schön: Power is nothing without control...
     
  9. Anindo

    Anindo New Member

    Ich werde mich erst ab nächster Woche eindringlicher mit inDesign beschäftigen, ich jubel hier ja nichts hoch und ich habe nichts gegen berechtigte Kritik, wenn die denn berechtigt ist.
    Quark kenne ich besser, aber um kreativ und zu sein fehlen diese Tools leider völlig. Da macht man das halt mit Photoshop, was gerade bei Änderungen sehr umständlich oder halt komplett in FreeHand.
    Für ein Layoutprogramm bringt es ja auch nichts ewig abwärtskompatibel zur ältesten Druckmaschine zu sein, von Photoshop und FreeHand erwartet das ja auch niemand.
    Ein inDesign eps mit Transparenzen und Schlagschatten sieht jedenfalls auch in Photoshop gerastert so aus, als hätte man es auch da gemacht. Wer auf Nr. Sicher gehen will kann es ja da als Tiff oder EPS abspeichern und in Quark legen. inDesign ist Quark ja schon recht ähnlich. Da sind dann halt noch Illustrator und Photoshopfunktionen integriert plus eine Art Distiller. Wirklich neu daran ist doch nur, dass man die Effekte direkt im Layoutprogramm vornehmen kann. Und wo hat man in Quark denn die große Kontrolle? Ohne Distiller, Photoshop oder zumindest einen PS-Drucker für den proof bietet das Programm doch keine echte Vorschaufunktion.
     
  10. mikrokokkus

    mikrokokkus New Member

    >>"Für ein Layoutprogramm bringt es ja auch nichts ewig abwärtskompatibel zur ältesten Druckmaschine zu sein, von Photoshop und FreeHand erwartet das ja auch niemand."

    Doch das wird erwartet! Und zwar da, wo RICHTIG große Workflows umzustellen wären und extreme Kosten bei der Hard- und Software-Neuanschaffung (Ausschießen, Datenbankanbindung, OPI, RIPs) drohen, also z.B. bei Zeitungen und großen Verlagen. Deshalb hat sich InDesign dort auch (noch) nicht wirklich durchgesetzt. Den mit lautem PR-Tamtam proklamierten Umstieg von Focus hat Adobe "unterstützt" und keiner weiß wirklich, ob die ALLES mit InDesign machen...

    >>"Ein inDesign eps mit Transparenzen und Schlagschatten sieht jedenfalls auch in Photoshop gerastert so aus, als hätte man es auch da gemacht."

    Nur ein Beispiel: Wo bitte kann ich in InDesign den Schlagschatten die nötigen Störungen hinzufügen, damit ich in dessen Verlauf nachher keine Streifen/Bandings habe?
     
  11. donfritzl

    donfritzl New Member

    Ich kenn ja die aktuelle Version von Quark nicht, für mich war die Vorschau von Bildern schon immer unbrauchbar - Quark mag ja zum Bilder und Text genau platzieren ganz famos sein aber zum Gestalten naja... ich muß aber zugeben, daß InDesign bei mir eher das olle Freehand ersetzt...
    Und für den gelieferten Funktionsumfang is Quark ganz schön teuer.
    Ich find übrigens den Mehrzeilensetzer von InDesign nicht schlecht - der löst so manches Textumbruchproblem ganz schnell.
     
  12. JogiS

    JogiS New Member

    Hi tazman,

    also ich hab das ganze jetzt mal komplett durchgespielt. Die Illustrator-Verläufe werden NICHT in CMYK oder RGB gewandelt. Sie werden lediglich in die exportierte EPS-Datei eingebettet und sind deshalb nach dem Öffnen in Illustrator nich mehr "einzeln" bearbeitbar. Die Farbdefinitionen (egal ob im Verlauf Sonderfarben oder nicht verwendet werden) bleiben dabei erhalten und werden von einem Level-2-RIP (in meinem Fall eine Brisque) korrekt umgesetzt. Drehung oder nicht spielt keine Rolle. Funktioniert übrigens auch ohne Probleme, wenn der Verlauf auf einer Sonderfarbe platziert wird.

    Gruß
    Jogi
     
  13. Anindo

    Anindo New Member

    Ich bin auch nicht dafür, dass inDesign Quark verdrängt. Mit Photoshop, PDF und den PostScrip Lizenzen haben die schon mehr als genug Macht und Kohle. Ich sehe inDesign momentan mehr als Layoutprogramm für Broschüren und feinen Drucksachen. Habe übrigens gerade eine Hochglanzbroschüre vor mir, von welchem Unternehmen will ich jetzt mal nicht verraten, nur so weit: Apple ist da ein kleines Licht gegen. Die ist 100% in inDesign gesetzt und soweit ich weiß auch über PDF belichtet. Sieht schon cool aus, auch auf dem Bildschirm;-)
    Wenn man ein Problem mit den inDesign Schatten hat, schaltet man die halt wieder aus, kostet in dem Fall kaum Mühe. So lange mein billiger Tintenpisser gut damit parat kommt ist die Funktion nicht umsonst.
     

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