InDesign2:Wer kann Erfahrungen berichten

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von typneun, 27. November 2002.

  1. typneun

    typneun New Member

    hallihallo!

    ich muss mal wieder auf der indesign-sache rumreiten. nun ist ja indesign 2 schon ne zeit lang heraus, und man hört von xpress 6 ja wirklich gaaar nix mehr, geschweige denn von einer osx-version von xpress...

    da wollte ich mal die leute fragen, die nun mit indesign2 arbeiten - professionell, nicht nur zuhause - oder vor einer zeit umgestiegen sind. aber auch leute, die es probiert haben und dann wieder zurück zu xpress sind, können hier gerne mal probleme schildern!

    danke für die info - das gibt mir einen überblick, ob ich auf des richtige weil weit verbreitete pferd setze ;-)
     
  2. typneun

    typneun New Member

    nunja, vielleicht sind ja die leute mit erfahrungen im prepress mit indesign erst jetzt im forum... deshalb:

    *nach-oben-schieb*

    danke ;-)
     
  3. schnabbel

    schnabbel New Member

    Ich bin vor gut einem Jahr komplett nach InDesign geswitcht und hab es keine Sekunde bereut. Mit allen Druckereien gab es bisher keine Probleme. Und ich wohne in der Pampa! Seit InDesign 2 exportiere ich sogar PDF's direkt und ohne Distiller. PSD-Dateien mit Transparenz, Illustrator-Dateien alles kein Problem.
     
  4. typneun

    typneun New Member

    ist denn das ne größere druckerei, der du die indesign-daten lieferst, oder lieferst du gar pdf-dateien? puuuh, so fortschrittlich will ich auch sein ;-)

    leider liegts derzeit nicht in meiner macht zu entscheiden welche dateiformate ich liefere: xpress 4, mehr geht nicht. aber ich glaub, da muss ich mal druck machen :)
     
  5. anoshi

    anoshi Member

    Also, ich kann (fast) nur Gutes über ID 2 berichten (war allerdings auch nie Quark-Fan).

    Die Geschwindigkeit hat sich gegenüber Version 1.5 deutlich gesteigert. ID2 läuft auf meinem G4/800 ausreichend schnell. Da ich allerdings immer die wichtigsten Paletten offen habe (2. Bildschirm), bremsen diese manchmal etwas, was sich aber nur bei Programmwechseln wirklich bemerkbar macht. Quark ist zwar zugegebenermaßen immer noch schneller, was ID2 aber durch direkteren übersichtlicheren Zugriff auf alle Einstellungen, den besseren Satz und die "smoothere" Bedienbarkeit locker wieder ausgleicht.

    Die Zusammenarbeit mit Druckereien ist zwar nach wie vor das wohl größte Problem, was aber nicht an ID2 sondern an den Druckereien liegt, da hier alles meistens auf Quark eingeschworen ist, was wohl auch noch eine Zeitlang so bleiben wird. Ich verschicke jetzt nur noch EPS/PDF-Dateien, die ID2 perfekt herstellt und die können die Druckereien schnell in Quark-Dokumente oder in deren Ausschießprogramm übernehmen. Bisher hat das alles reibungslos geklappt.

    Hier noch ein paar der wichtigsten Highlights:
    - PDF-Dokumente werden sauber geschrieben (kein Distiller mehr nötig)
    - EPS Importe können in voller Auflösung angezeigt werden
    - Preflight der Dokumente vor der Abgabe an die Druckerei, selbst EPSe werden auf fehlende Schriften/RGB-Farben untersucht
    - Quark- und Pagemaker-Dokumente werden recht ordentlich geöffnet, Nacharbeit ist allerdings notwendig, Absatzformate werden korrekt übernommen
    - Druckausgabe über Apple Standardtreiber (o.k., sollte grundsätzlich so sein, war aber in ID 1.5 nicht so)
    - Hohe Satzqualität, die man sehr genau beeinflussen kann, auch um zu umfließende Objekte (extrem gesperrte Buchstabenabstände kommen selbst in der Standareinstellung so gut wie nicht mehr vor)
    - Saubere Trennungen wahlweise nach neuer oder alter deutscher Rechtschr. und auch in den wichtigsten Fremdsprachen (kein Vergleich zu Quark, da waren die Trennungen manchmal echt gruselig). Trefferquote gefühlsmäßig bei 99%.
    - Keine zusätzlichen Extensions für den täglichen Betrieb notwendig.
    - Komplette, direkt sichtbare Kontrolle über das Dokument (allerdings nur bei allen geöffneten Paletten, s.o.)
    - Das Tabellentool soll wohl das bessere (gegnüber Quark) sein, mich verwirrt es allerdings ein bißchen.

    Wenn man jetzt noch den Preis (bzw. den unverschämt hohen Preis von Xpress) ansieht, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, schleunigst auf das bessere, vielfältigere und zukunftsträchtigere Programm zu wechseln, oder?
     
  6. typneun

    typneun New Member

    wenn du mit dem letzten satz meinst, dass ich flott wechseln sollte, dann haste recht ;-)

    werde die nächsten projekte mal probehalber mit indesign machen und mal sehn was dabei rauskommt - drück mir die daumen... achja: wenn ich fragen habe, dann biste gleich mein erster ansprechpartner, ok? ;-)
     
  7. tom7894

    tom7894 New Member

    Bin auch super zufrieden mit ID. Wir machen seit Version 1.0 eine monatliche Jugendzeitschrift damit. Zurzeit stellen wir weitere Periodika, die vorher auf XPress waren, um. Man muss aber sagen, dass erst mit Version 2.0 alles bestens und schnell genug läuft. Vorher war es zeitweise ein Geduldsspiel.

    Was ich immer noch nicht hinkriege: Wie belichtet bzw. distillt man ein ID-Dokument mit Schlagschatten. Das funktioniert bei uns nicht. Wenn der Schlagschatten an einem Text ankommt, wird der Text fett und "bröselig".

    System 9.2.2, Acrobat 5.05

    Das würde mich echt interessieren, weil die Schatten viel einfacher in ID zu machen sind, als wenn man dafür jedesmal zu Photoshop wechseln muss.

    Weiß einer von euch was dazu?
     
  8. Sunny

    Sunny New Member

    InDesign 3 soll schon in der "Mache" sein. QXP 6 beinhaltet (lt. Quark) wesentlich weniger Verbesserungen als ursprünglich angekündigt wurde und der Termin bewegt sich zur Zeit so etwa Mitte des nächsten Jahres. Also: wage es und probiers einfach mal aus.
     
  9. typneun

    typneun New Member

    schau mal in das forum http://www.hilfdirselbst.ch/

    da gibts ein extra indesign-forum, vielleicht kann dir da jemand helfen. werde demnächst wohl auch dort stammkunde sein ;-)
     
  10. typneun

    typneun New Member

  11. sj0133

    sj0133 New Member

    Hallo

    Wir haben in der Agentur vor einem Jahr auf Indesign umgestellt und es will keiner mehr wechslen. Die Zusammenarbeit mit den Druckerein läft deshalb reibungslos, weil wir nur noch über PDFs arbeiten, seitdem gibt es auch keine Probleme mit Schriften etc. mehr.

    Ich war zwar kein Quark-Fan, aber lange Zeit zu faul um umzusteigen, weil ich dachte es würde lange dauern bis ich in einem neuen Programm auf dem Level arbeiten kann wie ich es mit Quark inzwischen konnte. Aber wenn man jemand hat, den man ab und zu was fragen kann, muss ich sagen, dass ich noch nie mit einem neuen Programm so gut zurecht gekommen bin. Wenn ich aus irgendeinem Grund nochmal etwas in Quark bearbeiten muss, kommt mir das Programm inzwischen sowas von altmodisch vor, dass ich nicht mehr verstehen kann, warum ich mich so gesträubt habe.

    Drei Funktionen alleine sind für mich schon ein Grund zu wechseln:

    1. Man kann alles rückgängig machen und zwar nicht nur einen Schritt sondern so viele, dass ich gar nicht weiss wieviele eigentlich! Das ist der Oberwitz in Quark 5!!!

    2. Die Funktion an "Originalstelle einsetzen". Kopierte Objekte werden auf einer neuen Seite an exakt der gleichen Position wieder eingesetzt wie auf der Ursprungsseite.

    3. Die Transparenzen in InDesign 2. Wer sowas mal probiert hat mit ständigem Ausmessen und mit Photoshop hin- und herwechseln, kann sich vorstellen welche Erleichterung das ist.

    Wie gesagt - alleine schon deshalb. Die ganzen weiteren Punkte sind ja in diversen Vergleichstests aufgeführt.

    Mich würde wirklich mal interessieren wo Quark Vorteile haben soll und wer das ernsthaft behauptet nachdem er sich mit InDesign beschäftigt hat. Klar ist es Quatsch darauf umzusteigen, wenn alle um einen herum noch Quark benutzen. Und mit Sicherheit braucht das Programm länger zum Starten und schließen und für die eine oder andere Operation, aber das ist für mich kein Kriterium, wenn ich überlege wie oft ich wegen anderen alltäglichen Agenturproblemen sehr viel mehr Zeit sinnlos rumsitze als die fünf Minuten die ich vielleicht pro Tag durch XPress sparen würde.

    Also nur Mut!

    P.S. Es gibt unter www.adobe.elementk.com sehr gute (englische) Tutorials für InDesign. Das kostst zwar Geld, aber lohnt sich. Alle interaktiv und man kann zwei Tutorials umsonst unverbindlich testen.
     
  12. jamsi

    jamsi New Member

    hallo, arbeite auf mac und pc damit, bin noch gelernter schriftsetzer und kann nur sagen, alles drin was dem typographen immer gefehlt hat außer blei und aus der anwendung pdfs schreiben klappt auch wunderbar, quark liegt bei mir jetzt im mülleimer. tabellen fast wie exel. soll zum lernen auch cds geben. selbst hab ichs halt aus der praxis (lerning bei ...). bin aber froh über jede unterstützung
     
  13. maculli

    maculli New Member

    Als "Quarkgewohnheitstier" ist der Umstieg holperig. Was mich etwas stört ist, dass du keinen vernünftigen Ausdruck ohne Rip oder postscriptfähigen Drucker hinkriegst. Oder mache ich da was falsch?
     
  14. typneun

    typneun New Member

    >>bin noch gelernter schriftsetzer<<

    KOLLEGE! ;-)
    da haste recht, was die typo angeht ist indesign um einiges stärker. werde wohl demnächst auch auf ind2 setzen um ein neues prpjekt zu starten. da soll dann alles rein, was typografen-herz begehrt:

    echte ligaturen, überstehende satzzeichen, richtige automatische trennungen (ohja, welch fortschritt), richtig guter automatischer blocksatz, optisches kerning... JAJAJAJA, mehr davon!!!

    hoppla, sorry, jez bin ich wieer ins schwärmen gekommen. das einzige was noch felht, ist die geschwindigkeit von xpress - da sind mir selbst bei nem neuen g4 dual zu viele denkpausen drin ;-)
     
  15. grufti

    grufti New Member

    typneun,
    ich bin auch grad dabei, mit InDesign "vorsorglich" Erfahrungen zu sammeln. Insgesamt wäre das Programm durchaus "mein Fall", die Geschwindigkeit mit großen Bilddaten scheint jedoch ein echtes Problem zu sein. Ich habe das mit einem bei uns typischen Buch und einem ehemaligen Quark-Job getestet. 144 A4-Seiten. 4,5 GB Abbildungen. Das nervt ungemein und ist mit Quark ein Klacks, kreuz und quer zu korrigieren. Bei überschaubaren Jobs, jedoch toll. Hab ich aber viel zu selten.
    Kurzfristig kann ich ohnedies nicht umstellen. 80% der "bunten" Projekte erfolgen im ständigen Datenaustausch mit den Kunden, die alle mit Quark 4 arbeiten. Kann auch keinem der Kollegen zumuten, 3 Stunden mit InDesign und den Rest des Tages mit Quark zu arbeiten.
    Wenn ich jedoch jetzt "Einzelkämpfer" mit Schwerpunkt Industrie wäre: sofort Umstieg. Selbst wenn der einzige Grund nur der großkotzige Umgang von Quark mit seinen Usern wäre.
    Gruß
     
  16. typneun

    typneun New Member

    yep, ganz meine meinung... in jeder hinsicht. ist aber gut für mich zu wissen, dass meine erfahrungen (sind ja noch wenige) auch bei anderen leuten so aufgetaucht sind. hab auch nen 130 seiten-job, den werd ich wohl auch in xpress lassen, aber bei kleineren sachen, va. dort wo es auf feine typografie ankommt, da werd ich demnächst wohl auf indesign setzen.

    apropos: habt ihr schon den artikel auf macwelt gelesen, nach dem ein quark-ceo gesagt haben soll (obs stimmt? wer weiss...), der umstieg auf indesign käme einem selbstmord gleich? wenn er das tatsächlich gesagt hat, na dann gute nacht quark ;-)

    achja, noch was: das heisst schon einiges, wenn man heutzutage gar keine xpress-5-dateien bekommt, sondern nur xpress4-daten: da stimmt doch dann was bei quark nicht, oder?
     

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