Interessante Spekulationen bei Mac-TV

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Florian, 6. Januar 2002.

  1. Florian

    Florian New Member

    Folgendes habe ich gerade bei Mac-TV http://217.6.133.43/index_neu.html gelesen - entscheidet selbst:

    "Apple bringt tatsächlich etwas "ganz anderes"!

    Würde ein GHz-G4 einen Händler vor größere Probleme stellen? Gäbe es einen grossen Erklärungbedarf bei einem ansonsten normalen iMac, eben mit TFT? Nein, diese Produktneuheiten müssten nicht gross erklärt werden. Wie kommt es also, dass Apple Deutschland seine Vertriebspartner zu einem zweitägigen (!) Seminar einlädt, bei dem die neuen Modelle erklärt werden soll? Würde das nicht nur dann Sinn machen, wenn Apple wirklich ein ganz neues Kapitel seiner Geschichte aufschlagen würde? Unsere Leser sind sich großteils einig, dass ein normaler TFT-iMac und ein normaler, schnellerer G4 am wahrscheinlichsten zu erwarten sind. Nun sieht es so aus, als müsste man seine Erwartungen in eine andere Richtung lenken. Es könnte zumindest EINE Sache geben, die keine Fortführung einer bekannten Technik ist, sondern komplett neue Wege geht. Und selbst dann ist ein zweitägiges Seminar noch sehr lang. Bisher war es immer vernünftig, nicht zu viel zu erwarten, aber diesmal könnte es die falsche Strategie sein.
    UPDATE: Wie eben bekannt wurde, sind auch die iTeamer zu diesem Seminar eingeladen. Diese werden ausschliesslich in Retail-Märkten eingesetzt, um dort im wesentlichen den Verkauf der Consumer-Geräte zu unterstützen. Das mysteriöse neue Produkt müsste also etwas mit diesem Marktsegment zu tun haben. Entweder ist der neue iMac wirklich ganz extrem "strange", oder es kommt zusätzlich eine neue Kategorie von Computer, die es bislang nicht gab.
    Es ist wohl nicht zu weit hergeholt, wenn man vermutet, dass dieses neue Gerät weniger durch pure Rechenkraft, als vielmer durch eine bessere Integration in den Alltag der Verbraucher glänzen wird. Wie schon in Ansätzen der erste iMac, könnte das neue Gerät der Versuch sein, einen "Wohnzimmer-tauglichen" Computer zu bauen, der möglichst "un-computerisch" daherkommt und eher wie eine HiFi-Komponente anmutet, die jeder bedienen kann. Denkbar wäre auch, dass Apple die neuen digitalen Techniken der Unterhaltungselektronik wie DVD, CD, MP3 mit Techniken aus dem Internet verbindet (z.B. Email), weil das viele Normaluser interessiert, diese aber keine Lust haben, sich einen Computer zu kaufen. Das Ergebnis wäre eine internetfähige Multimedia-Station mit einfachster Bedienung, die bei Bedarf als vollwertiger Computer benutzt werden kann, wenn man z.B. einen Drucker anschliesst. Der Witz wäre, dass Apple die neuen "Volkstechniken" wie eben Internet, Email, MP3, CDs brennen usw. abkoppelt von der Notwendigkeit, ein OS bedienen zu können. Steve Jobs hat sogar schon zugegeben, dass Apple in diese Richtung gehen will. Er hat gesagt, diverse Programme würden in Zukunft so funktionieren, dass man mit dem OS gar nicht in Verbindung kommt. Er hat das z.B. in Zusammenhang mit dem OS-X-Finder und dem Apple-Menü gesagt, nämlich, dass die Leute in Zukunft nicht mehr erst in den Finder wechseln sollen, um den Computer in den Ruhestand zu versetzen. Viele Programme werden ohne Finder auskommen, und er hat die Anwendung "Email" dabei explizit genannt. Email-Programme würden dem User die nötigen Ordner und Dateien viel logischer präsentieren als ein Finder, und es wird Leute geben, die gar nicht wissen, was ein Finder ist, weil sie ihn nicht brauchen. (Aus diesem Grund ist der Finder für Apple nichts anderes als ein weiteres Programm. Früher war der Finder und das OS in etwa das Gleiche, jedenfalls sah es für den User so aus. Das ist bei OS X anders geworden.)
    Und sehen wir uns Apples "i-Programme" an. iMovie blendet das OS ja direkt aus. Es hat seine eigene Art, Dateien zu zeigen. Gleiches gilt für iTunes. "Mail" könnte man mit etwas Fantasie dazuzählen. Was wäre also, wenn Apple ein Gerät und ein angepasstes OS vorstellt (im Grunde müsste nur nach dem Booten statt dem Finder ein spezielles Programm starten), mit dem man DVDs ansehen, CDs abspielen, rippen und brennen, MP3s nutzen, Photos und Videos bearbeiten, Email empfangen und schreiben, und im Internet surfen kann -- und alles das ohne mit dem OS in Berührung zu kommen, höchstens vielleicht mit einer Art "Programme-Starter", der zufällig so aussieht wie das Dock?
    Wobei manche Programme auch von selbst starten. CD einlegen -- iTunes startet. DV-Kamera anschliessen -- iMovie startet. iPod -- na, das kennen wir ja schon. Übrigens, OS X erwacht aus dem Ruhezustand innerhalb einer Sekunde. Ungefähr so wie ein CD-Player. Na, klingelt's? Und warum beginnt Apple seit einigen Monaten, alle Modelle standardmäßig mit Airport zu bestücken? - Weil Apples neue "HomeStation" in Zukunft die Sendezentrale eines Haushalts ist. Hier liegen die ganzen MP3s, und über sie gelangen alle Computer eines Haushalts ins Internet. Airport ist in Zukunft bei Apple kein optionaler Luxus, sondern eine Schlüsseltechnologie. Erinnern Sie sich bei Gelegenheit daran, dass Sie es hier zuerst gelesen haben.
    Wäre ein solches Gerät überhaupt ein erstrebenswertes Ziel für eine Computerfirma? Ja, natürlich! Die Schreibtische dieser Welt sind ja schon weitgehend versorgt! Jetzt müssen die Wohnzimmer dran glauben. Und da Apple in den Büros wenig Chancen hat, ist das Wohnzimmer umso attraktiver. Ausserdem hat keine andere Firma schon so viele Elemente beieinander, die man für ein solches Gerät braucht. Apples muss es im Grunde nur noch zusammenbauen. Naja, fast.
    Das klingt natürlich reichlich abgefahren. Aber der Bedarf für ein solches Gerät wäre da. Der Markt wartet im Grunde darauf, dass irgendein "Device" die unterhaltsamen neuen Techniken vom Computer-Desktop ins Wohnzimmer holt, wo sie ja eigentlich hingehören. Und zu Apples Seminar passt eine abgefahrene Idee besser, als die Vorstellung, Apple brächte jetzt einen G4 mit 15 Prozent mehr Megahertz, hurra, Glückwunsch. Habe ich recht?"

    Spekulative Grüße,
    Florian
     
  2. robeson

    robeson Active Member

    Heise schreibt:

    Microsoft will Fernseher und PC verheiraten

    Microsoft-Chef Bill Gates wird am Montag zur Eröffnung der Consumer Electronics Show in Las Vegas ein "Media Pad" präsentieren. Es soll Computer und Fernseher zusammenbringen, will der News-Dienst CNet aus "gut unterrichteten Kreisen" erfahren haben. Mira, so der vermutliche Name des drahtlosen Gerätes, ist eine Mischung aus Pocket-PC, Internet-Terminal, Fernbedienung und aufgemotztem Joystick. Es soll einen eigenen Bildschirm enthalten, um beispielsweise Menüs darzustellen, und als zentrale Fernsteuerung für Fernseher, PC und die Spielkonsole Xbox dienen; das ganze soll im Rahmen von Microsofts eHome-Strategie mit dem Terminal-Server und .NET-Techniken arbeiten. (odi/c't)
     
  3. airwalk

    airwalk New Member

    ja auf soein "device" warte ich schon lange ... ein zentrales system, wo alle meine daten liegen, und via airport an die sub-devices gelangen. der home-server zum kleinen preis (naja ... zum "apple-kleinen" preis). nur der iPod würd in diese strategie nicht ganz reinpassen weil kein airport.
    und nur blöd, dass sony so ein ähnliches teil schon hat. ein vaio desktop mit minidisc laufwerk, integrierten harddiscrecorder (!!!!), dvd, cd-rw, firewire usw usw usw mit tft-screen (optional tft touch-screen !!!). den preis können wir uns ja mal vorstellen :)
    vielleicht sagt steve uns morgen ja, dass sony und apple fusionieren
    :) *lechz*
     

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