ist dem glauben zu schenken ?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von XYMOS, 17. Januar 2003.

  1. XYMOS

    XYMOS New Member

    dieses fand ich heute bei der suche im netz nach artikeln über die firma apple....

    chon im Jahr 2000 wurde bekannt, dass Apple an einer ganz speziellen Designtechnik arbeitete, um den Oberflächen der damaligen iMacs noch mehr Pfiff zu verleihen. Apple experimentierte damals mit Mustern, die bei jedem iMac etwas unterschiedlich ausfallen sollten. Auch mit einer Innenbeleuchtung wurde experimentiert.
    Apple hat sich nun eine verblüffende Technologie patentieren lassen, mit der das Äußere eines Gehäuses per Software jederzeit verändert werden kann. Wir haben uns die umfangreichen Patentunterlagen angesehen und erklären, wie diese Technologie funktioniert und was Apple damit anstellen will.

    Wie es funktioniert

    Apple will auf die Innenseiten eines Gehäuses bestimmte Lichtreflexe projezieren. Dazu wird vorausgesetzt, dass die Gehäusewand aus einem halbdurchlässigem Material besteht, möglicherweise mit einer darüber liegenden durchsichtigen Schicht. Das halbdurchlässige Material dient als Leinwand für die Projektion.
    Die Lichtquelle besteht idealerweise aus LEDs, denn diese sind billig, langlebig und leistungsstark. Das Patent bezieht sich aber auch auf andere Lichtquellen. Je eine grüne, blaue und rote LED bilden zusammen ein Lichtelement, mit dem theoretisch alle möglichen Farben gemischt werden können. Eine Vielzahl dieser Elemente werden im Inneren des Geräts an bestimmten Stellen platziert.
    Weiterhin besteht die Innenhülle (die Leinwand) nicht einfach nur aus halbdurchsichtigem Plastik, sondern sie enthält möglicherweise bestimmte, nicht näher definierte lichtbrechende Strukturen, die das Licht z.B. fokussieren oder verteilen können.
    Man könnte sich also einen Cube vorstellen, dessen Kanten im Inneren mit einer Kette von Leuchtelementen versehen sind. Damit ließe sich das Gehäuse in alle möglichen Farben tauchen.
    Aber Apple hat noch mehr vor. Aus dem Patent geht leider nicht hervor, wie es technisch genau erreicht wird, aber Apple will auch Muster, gestaltete Flächen und Verläufe realisieren. Das geht weit über das bloße Einfärben einer Plastikfläche hinaus.

    Was es soll

    Was zum Kuckuck ist bloß in Apple gefahren, eine solch ulkige Technologie zu entwickeln? Was steckt dahinter? Welchen Nutzen soll das haben?
    Zum einen hat Apple bei der Gestaltung der späteren Röhren-iMacs nach immer ausgefalleneren Methoden gesucht, das bekannte Design weiter aufzupeppen. Schön muss es nicht sein, aber cool und einzigartig.
    Zum anderen hat Apple bei den Experimenten gemerkt, dass weitaus mehr in dieser Technologie steckt, als nur ein abgefahrenes Design. Das war der Startschuss für die Entwicklung jener ausgefeilten Methodik, die sich Apple schließlich in diesem Herbst patentieren ließ, und um die es hier geht.
    Was Apple wirklich vorhat, ist nicht weniger als ein neues Zeitalter des Computers aufzuschlagen. Es ist nicht bekannt, wann Apple diese Pläne in die Tat umsetzen will, aber wohin die Reise gehen soll, hat Apple in der Patentschrift frank und frei beschrieben: Apple plant eine Art ,aktives Device?, ein Gerät, welches aktiv mit dem Anwender kommuniziert, aber nicht über den Monitor, sondern über das Gerät selbst. Anstatt dass das Gerät ein ,Hilfsorgan? (nämlich den Monitor) bemüht, wird es selbst aktiv. Das klingt nebulös, deshalb hier ein paar Beispiele:
    - Der iPod zeigt nicht mit einem winzigen Symbol an, dass der Akku geladen wird, sobald man ihn an den Computer anschließt. Sondern die komplette Hülle zeigt den ,Füllstand? oder eine Art ,Pulsieren?, womit der Stromfluss symbolisiert würde.
    - Der iPod wird plötzlich rot und immer ,dunkelroter?, wenn unterwegs der Akku zur Neige geht. Nicht der Monitor zeigt es an, sondern das Gerät selbst teilt sich mit.
    - Man schickt einen Druckbefehl an den Drucker. Der Computer fängt daraufhin an, blau zu schimmern. Der Drucker schimmert ebenfalls blau und man weiß sofort, dass beide Geräte miteinander kommunizieren.
    - Brennt man eine CD, wird der Bereich um das Laufwerk rötlich glimmend eingefärbt. Es wird grün, wenn der Vorgang erfolgreich abgeschlossen wurde.
    Das Ergebnis ist, dass man das Gefühl bekommt, die Geräte würden irgendwie ,lebendig? ausdrücken können, was los ist.
    Die Idee hat natürlich auch modische Aspekte. Apple weist ausdrücklich darauf hin, dass zum Beispiel das Gehäuse von Monitor und Computer mit dem gewählten Desktop-Hintergrund korrespondieren könnten. Jemand entscheidet sich für ein blaues Muster: Voila, auch der Monitor und der Tower nehmen diese Farbe an. Apple skizziert sogar ein Szenario, bei dem ständig der Desktopinhalt abgetastet wird, um die dortigen Farbveränderungen auch sofort auf den Monitor oder dessen Umrahmung anzuzeigen, sodass sich das Design des Monitors fortlaufend ändert. Ein weiterer Anwendungszweck besteht darin, dass sich jeder Anwender das persönliche Lieblingsdesign seines Computers per Kontrollfeld zusammenklicken kann ? etwa wie beim Desktop-Hintergrund.

    Welche Produkte es betrifft

    Man merkt der Technik deutlich an, dass sie ihren Ursprung in jener Zeit hatte, in der die Gehäuse noch mehr Platz boten als heute. Der alte G3-iMac wäre ein ideales Gerät gewesen für eine zentrale Lichtquelle in der Mitte des Gehäuses, welche den iMac von innen ausleuchtet. Der Platz war vorhanden. Beim TFT-iMac ist das nicht der Fall.
    Aber Apple hat die Technik dahingehend fortentwickelt, dass die Lichtquelle nicht wie ein Projektor das Gehäuse anstrahlen muss. Sondern das Gehäuse selbst transportiert das Licht. Man kennt das ja von diversen Reklameapparillos, bei denen Licht in eine Plastikscheibe gestrahlt wird. Die Scheibe strahlt dann quasi ,aus sich selbst heraus?. Meist wird dann ein Text auf die Scheibe geritzt. Dort tritt das Licht dann aus. Apples Patent beinhaltet ausdrücklich einen Hinweis auf ein Gehäusematerial, welches das Licht brechen kann, um es kontrolliert aus dem Material herauszuleiten. So etwas ließe sich also auch auf engstem Raum und mit allen Gehäuseformen realisieren.
    Unter dieser Voraussetzung wäre es also technisch möglich, jedes Gehäuse mit solchen ,Lichtspielen? auszustatten. Das Gehäuse muss nur sichtbar sein, damit es Sinn macht. Daraus ergibt sich eventuell eine Einschränkung für die PowerMacs. Erstens müsste Apple ein wenig daran arbeiten, die Laustärke der Geräte zu reduzieren, damit man sie überhaupt auf den Tisch stellen kann. Zweitens stellt sich die Frage, ob die Technik nicht vielleicht etwas zu abgefahren ist für eine sog. ,professionelle? Kundschaft, denen selbst die hüpfenden Dock-Icons zu quatschig sind. Wenn Apple nun anstelle des G5 ein Gehäuse auf den Markt wirft, welches sich wie die Visualisierung in iTunes verhält, werden manche Kunden eventuell das Gefühl haben, dass Apple sich ein wenig in Firlefanz verzettelt habe, anstatt pure Performance zu liefern.
    Andererseits ist es natürlich ohne jede Frage ein ,Must Have?-Feature, welches wunderbar zum NEXT-GENERATION-Computer passen würde, mit dem Apple die Welt irgendwann beglücken wird. Diese Dinger wären dermaßen abgefahren, dass dagegen ein beiger PC selbst dann reichlich blass aussehen würde, wenn er irgendeines dieser bunten Plastikteile am Gehäuse hat, die bei PCs seit dem iMac allgemein im Schwange sind.
    Bei den Comsumer-Macs wäre eine sich verändernde Oberfläche ein echter Hingucker. Gerade in den USA, wo zitronengrüne Klodeckel als iBooks reißenden Absatz fanden, wären solche Gimmicks vermutlich ein Killer-Feature. Aber wie schon gesagt: Die Technik könnte den Einsteigern helfen, verschiedene Funktion zu visualisieren und wäre daher mehr als nur eine Spielerei.
    Bei den mobilen Devices könnte vielleicht wirklich der nützlichste Verwendungszweck liegen. Hier gibt es nur kleine Displays und winzige Icons, daher wäre es prima, wenn ein Gerät allein durch das Aussehen der Hülle mitteilen könnte, was ihm es geht und was es gerade zu tun gedenkt. Ich stelle mir zum Beispiel einen PDA vor, der gerade per Bluetooth Kontakt zu einem Drucker oder zum Desktop-Computer aufnimmt, wobei man gerne sehen würde, welche Geräte sich da gerade verbinden und ob sie überhaupt Daten austauschen. Ein Desktop-Mac, der plötzlich die Farbe des PDAs annimmt und ein PDA, aus dem die Daten in Richtung Mac sichtbar ,herauspulsieren?, als ob man die Funkwellen sehen könnte, würden dem Anwender auf Anhieb verständlich machen, was passiert. Ok, ein großes Farbdisplay täte es auch, aber es wäre nicht halb so cool.
    Derzeit weiß niemand, ob Apple wirklich schon Produkte in der Pipeline hat, bei denen diese Technologie implementiert ist. Vielleicht ist man einfach über die bunten iMacs auf eine nette Idee gestoßen und hat sie sich schnell patentieren lassen, ohne konkrete Pläne damit zu haben. Andererseits kostet die Entwicklung jeder Technologie Geld, und es ist bekannt, dass alle Entwickler bei Apple an konkreten Produkten arbeiten. ,Grundlagenforschung? ohne ein konkretes Produktziel gibt es bei Apple seit 1997 nicht mehr. (Allerdings wurde hin und wieder ein Produkt verworfen.)
    Eines wissen aber schon jetzt: Apple ist eine Firma, der die Ideen nicht ausgehen. Während alle anderen PC-Firmen ohne Ausnahme jede Initiative für einen wahrhaft neuen Computer aufgegeben haben, blitzt bei Apple immer wieder jene trotzige Genialität durch, die immer wieder einen besseren Weg findet. Kaum auszudenken, wie in den Köpfen der Apple-Ingenieure der ,Computer von morgen? aussehen mag.
     
  2. MacELCH

    MacELCH New Member

    Sexy wäre das schon.

    Gruß

    MacELCH
     
  3. miserlou

    miserlou New Member

    Geil! Ich stelle mir gerade die SoundSticks vor, wie sie von grün über gelb nach rot die lautstärke und pegel anzeigen.

    muss ich haben!
     
  4. mac-g4

    mac-g4 New Member

    > dieses fand ich heute bei der suche im netz nach artikeln über die firma apple....

    Kannst Du vielleicht die Quelle angeben?
    Das liest sich dermaßen futuristisch, fast schon wie "StarTrek"!
    Auf jeden Fall genial...

    mac-g4
     
  5. mac_the_mighty

    mac_the_mighty New Member

    klingt interesant, aber apple hat schon so einige designexperimente entwickelt und nie auf den markt gebracht.
    aber ich denke apple hat ein paar handfestere probleme im moment als daß den leuten das design nicht mehr gefallen würde. die meisten leute die ich treffe, sind vom g4, vom ibook und vor allem vom tft-imac sehr angetan.
     
  6. Olley

    Olley Gast

    naja die düseng4 sehen ja nicht unbedingt toll aus.
    die gehäusefrabe ist klasse aber das pseudochrom sieht bescheiden aus und passt nicht dazu.

    Olley
     
  7. rmweinert

    rmweinert New Member

    .... echt cool - dafür würde ich Geld ausgeben :)

    ... sie könnten ja auch mal Geruchssensoren mit einbauen, dann könnten bestimmte Websiten diverse Gerüche aktivieren :)

    Mike
     
  8. thesky

    thesky New Member

    Apple Rulez!!! ;-)))

    thesky
     
  9. Zerwi

    Zerwi Wiederhergestellt

    Alter Hut. Das ist, wie der Schreibstil schon zeigt, von Mac-TV. http://www.mac-tv.de im Archiv. Eine Quellenangabe hätte schon dazugehört.
     
  10. duda

    duda Gast

    xymos, was für ein name...
    dankedankedanke
    du machst es mir nicht leicht zu antworten, dafür umso errengender...
    ich habe nämlich gerade eben vernommen, dass apple sogar mit diversen
    führenden sprachtechnologieexperten zusammenarbeit, und unter anderem
    bereits feststeht, dass die firma sony in der finalen herstellungsperiode eines
    "round-alive-surrounding-systems" steht, und ich deswegen die vermutung hege,
    dass deinen visionären ausführungen zufolge, uns nicht nur die visuelle, sondern auch
    noch eine audiovisuelle revolution des computerzeitalters bevorsteht. noch lange nicht die spitze des pfeils.
    diese engere zusammenarbeit von sony mit apple wird demnächst (eine internationale
    grösse in der werbeindustrie wird demnächst auf der ganzen welt heisse kleine
    gerüchte verbreiten lassen, die die phantasie der zukünftigen jünger anheizt)
    einen neuen erlöser der zivilisation zeugen, nennen wir ihn mal plump
    "applony", welcher wiederum in einem beschleunigten masse
    von neuen fusionen grosser wirtschaftsunternehmen
    angezogen wird (stell dir vor "applony" trifft
    auf dass fusionserzeugnis von mcdonald
    und coca cola company...

    dieses feeling mit einer solchen maschine zu "arbeiten" hält meine kühnen jugendsehnsüchte wach.
    es grüsst
    duda
     
  11. Blaubeere

    Blaubeere Active Member

    Neueren Gerüchten zufolge soll Apple vorhaben, die "Stimmung" des Rechners nicht nur visuell darzustellen, sondern auch akustisch. Demnach soll das Gehäuse künftig so beschaffen sein, dass es Geräusche aus dem Innern gezielt nach außen leitet. Eine Vielzahl kleiner und größerer Propeller sollen dabei als Schallemittenten genutzt werden. Erste Versuche Apples seien erfolgreich verlaufen, wie aus einer nicht näher genannten Quelle berichtet wird.

    Blaubeere
     
  12. duda

    duda Gast

    airport-stationen...
    ...die direkt im rückenmark implantiert werden, womit wir das booten und mounten, das aufspringen der ordner (multi-aliasing empfohlen), das initialisieren-partitionieren und löschen der festplatte, das backup unserer daten, das remoten unser www-verbindung, die bomben- und fehlermeldungen, das einfrieren unseres systems, das schärfen und störungenentferen unserer jpeg-bilder......
    direkt von zeh bis hirn mitempfinden können.
    dieser sensationelle sensitive austausch zwischen computer und user (natürlich auch das file- und websharing) bekämen eine ganz neue dimension...
    wie sähe dann wohl die firewall-entwicklung aus?
     
  13. XYMOS

    XYMOS New Member

    dieses fand ich heute bei der suche im netz nach artikeln über die firma apple....

    chon im Jahr 2000 wurde bekannt, dass Apple an einer ganz speziellen Designtechnik arbeitete, um den Oberflächen der damaligen iMacs noch mehr Pfiff zu verleihen. Apple experimentierte damals mit Mustern, die bei jedem iMac etwas unterschiedlich ausfallen sollten. Auch mit einer Innenbeleuchtung wurde experimentiert.
    Apple hat sich nun eine verblüffende Technologie patentieren lassen, mit der das Äußere eines Gehäuses per Software jederzeit verändert werden kann. Wir haben uns die umfangreichen Patentunterlagen angesehen und erklären, wie diese Technologie funktioniert und was Apple damit anstellen will.

    Wie es funktioniert

    Apple will auf die Innenseiten eines Gehäuses bestimmte Lichtreflexe projezieren. Dazu wird vorausgesetzt, dass die Gehäusewand aus einem halbdurchlässigem Material besteht, möglicherweise mit einer darüber liegenden durchsichtigen Schicht. Das halbdurchlässige Material dient als Leinwand für die Projektion.
    Die Lichtquelle besteht idealerweise aus LEDs, denn diese sind billig, langlebig und leistungsstark. Das Patent bezieht sich aber auch auf andere Lichtquellen. Je eine grüne, blaue und rote LED bilden zusammen ein Lichtelement, mit dem theoretisch alle möglichen Farben gemischt werden können. Eine Vielzahl dieser Elemente werden im Inneren des Geräts an bestimmten Stellen platziert.
    Weiterhin besteht die Innenhülle (die Leinwand) nicht einfach nur aus halbdurchsichtigem Plastik, sondern sie enthält möglicherweise bestimmte, nicht näher definierte lichtbrechende Strukturen, die das Licht z.B. fokussieren oder verteilen können.
    Man könnte sich also einen Cube vorstellen, dessen Kanten im Inneren mit einer Kette von Leuchtelementen versehen sind. Damit ließe sich das Gehäuse in alle möglichen Farben tauchen.
    Aber Apple hat noch mehr vor. Aus dem Patent geht leider nicht hervor, wie es technisch genau erreicht wird, aber Apple will auch Muster, gestaltete Flächen und Verläufe realisieren. Das geht weit über das bloße Einfärben einer Plastikfläche hinaus.

    Was es soll

    Was zum Kuckuck ist bloß in Apple gefahren, eine solch ulkige Technologie zu entwickeln? Was steckt dahinter? Welchen Nutzen soll das haben?
    Zum einen hat Apple bei der Gestaltung der späteren Röhren-iMacs nach immer ausgefalleneren Methoden gesucht, das bekannte Design weiter aufzupeppen. Schön muss es nicht sein, aber cool und einzigartig.
    Zum anderen hat Apple bei den Experimenten gemerkt, dass weitaus mehr in dieser Technologie steckt, als nur ein abgefahrenes Design. Das war der Startschuss für die Entwicklung jener ausgefeilten Methodik, die sich Apple schließlich in diesem Herbst patentieren ließ, und um die es hier geht.
    Was Apple wirklich vorhat, ist nicht weniger als ein neues Zeitalter des Computers aufzuschlagen. Es ist nicht bekannt, wann Apple diese Pläne in die Tat umsetzen will, aber wohin die Reise gehen soll, hat Apple in der Patentschrift frank und frei beschrieben: Apple plant eine Art ,aktives Device?, ein Gerät, welches aktiv mit dem Anwender kommuniziert, aber nicht über den Monitor, sondern über das Gerät selbst. Anstatt dass das Gerät ein ,Hilfsorgan? (nämlich den Monitor) bemüht, wird es selbst aktiv. Das klingt nebulös, deshalb hier ein paar Beispiele:
    - Der iPod zeigt nicht mit einem winzigen Symbol an, dass der Akku geladen wird, sobald man ihn an den Computer anschließt. Sondern die komplette Hülle zeigt den ,Füllstand? oder eine Art ,Pulsieren?, womit der Stromfluss symbolisiert würde.
    - Der iPod wird plötzlich rot und immer ,dunkelroter?, wenn unterwegs der Akku zur Neige geht. Nicht der Monitor zeigt es an, sondern das Gerät selbst teilt sich mit.
    - Man schickt einen Druckbefehl an den Drucker. Der Computer fängt daraufhin an, blau zu schimmern. Der Drucker schimmert ebenfalls blau und man weiß sofort, dass beide Geräte miteinander kommunizieren.
    - Brennt man eine CD, wird der Bereich um das Laufwerk rötlich glimmend eingefärbt. Es wird grün, wenn der Vorgang erfolgreich abgeschlossen wurde.
    Das Ergebnis ist, dass man das Gefühl bekommt, die Geräte würden irgendwie ,lebendig? ausdrücken können, was los ist.
    Die Idee hat natürlich auch modische Aspekte. Apple weist ausdrücklich darauf hin, dass zum Beispiel das Gehäuse von Monitor und Computer mit dem gewählten Desktop-Hintergrund korrespondieren könnten. Jemand entscheidet sich für ein blaues Muster: Voila, auch der Monitor und der Tower nehmen diese Farbe an. Apple skizziert sogar ein Szenario, bei dem ständig der Desktopinhalt abgetastet wird, um die dortigen Farbveränderungen auch sofort auf den Monitor oder dessen Umrahmung anzuzeigen, sodass sich das Design des Monitors fortlaufend ändert. Ein weiterer Anwendungszweck besteht darin, dass sich jeder Anwender das persönliche Lieblingsdesign seines Computers per Kontrollfeld zusammenklicken kann ? etwa wie beim Desktop-Hintergrund.

    Welche Produkte es betrifft

    Man merkt der Technik deutlich an, dass sie ihren Ursprung in jener Zeit hatte, in der die Gehäuse noch mehr Platz boten als heute. Der alte G3-iMac wäre ein ideales Gerät gewesen für eine zentrale Lichtquelle in der Mitte des Gehäuses, welche den iMac von innen ausleuchtet. Der Platz war vorhanden. Beim TFT-iMac ist das nicht der Fall.
    Aber Apple hat die Technik dahingehend fortentwickelt, dass die Lichtquelle nicht wie ein Projektor das Gehäuse anstrahlen muss. Sondern das Gehäuse selbst transportiert das Licht. Man kennt das ja von diversen Reklameapparillos, bei denen Licht in eine Plastikscheibe gestrahlt wird. Die Scheibe strahlt dann quasi ,aus sich selbst heraus?. Meist wird dann ein Text auf die Scheibe geritzt. Dort tritt das Licht dann aus. Apples Patent beinhaltet ausdrücklich einen Hinweis auf ein Gehäusematerial, welches das Licht brechen kann, um es kontrolliert aus dem Material herauszuleiten. So etwas ließe sich also auch auf engstem Raum und mit allen Gehäuseformen realisieren.
    Unter dieser Voraussetzung wäre es also technisch möglich, jedes Gehäuse mit solchen ,Lichtspielen? auszustatten. Das Gehäuse muss nur sichtbar sein, damit es Sinn macht. Daraus ergibt sich eventuell eine Einschränkung für die PowerMacs. Erstens müsste Apple ein wenig daran arbeiten, die Laustärke der Geräte zu reduzieren, damit man sie überhaupt auf den Tisch stellen kann. Zweitens stellt sich die Frage, ob die Technik nicht vielleicht etwas zu abgefahren ist für eine sog. ,professionelle? Kundschaft, denen selbst die hüpfenden Dock-Icons zu quatschig sind. Wenn Apple nun anstelle des G5 ein Gehäuse auf den Markt wirft, welches sich wie die Visualisierung in iTunes verhält, werden manche Kunden eventuell das Gefühl haben, dass Apple sich ein wenig in Firlefanz verzettelt habe, anstatt pure Performance zu liefern.
    Andererseits ist es natürlich ohne jede Frage ein ,Must Have?-Feature, welches wunderbar zum NEXT-GENERATION-Computer passen würde, mit dem Apple die Welt irgendwann beglücken wird. Diese Dinger wären dermaßen abgefahren, dass dagegen ein beiger PC selbst dann reichlich blass aussehen würde, wenn er irgendeines dieser bunten Plastikteile am Gehäuse hat, die bei PCs seit dem iMac allgemein im Schwange sind.
    Bei den Comsumer-Macs wäre eine sich verändernde Oberfläche ein echter Hingucker. Gerade in den USA, wo zitronengrüne Klodeckel als iBooks reißenden Absatz fanden, wären solche Gimmicks vermutlich ein Killer-Feature. Aber wie schon gesagt: Die Technik könnte den Einsteigern helfen, verschiedene Funktion zu visualisieren und wäre daher mehr als nur eine Spielerei.
    Bei den mobilen Devices könnte vielleicht wirklich der nützlichste Verwendungszweck liegen. Hier gibt es nur kleine Displays und winzige Icons, daher wäre es prima, wenn ein Gerät allein durch das Aussehen der Hülle mitteilen könnte, was ihm es geht und was es gerade zu tun gedenkt. Ich stelle mir zum Beispiel einen PDA vor, der gerade per Bluetooth Kontakt zu einem Drucker oder zum Desktop-Computer aufnimmt, wobei man gerne sehen würde, welche Geräte sich da gerade verbinden und ob sie überhaupt Daten austauschen. Ein Desktop-Mac, der plötzlich die Farbe des PDAs annimmt und ein PDA, aus dem die Daten in Richtung Mac sichtbar ,herauspulsieren?, als ob man die Funkwellen sehen könnte, würden dem Anwender auf Anhieb verständlich machen, was passiert. Ok, ein großes Farbdisplay täte es auch, aber es wäre nicht halb so cool.
    Derzeit weiß niemand, ob Apple wirklich schon Produkte in der Pipeline hat, bei denen diese Technologie implementiert ist. Vielleicht ist man einfach über die bunten iMacs auf eine nette Idee gestoßen und hat sie sich schnell patentieren lassen, ohne konkrete Pläne damit zu haben. Andererseits kostet die Entwicklung jeder Technologie Geld, und es ist bekannt, dass alle Entwickler bei Apple an konkreten Produkten arbeiten. ,Grundlagenforschung? ohne ein konkretes Produktziel gibt es bei Apple seit 1997 nicht mehr. (Allerdings wurde hin und wieder ein Produkt verworfen.)
    Eines wissen aber schon jetzt: Apple ist eine Firma, der die Ideen nicht ausgehen. Während alle anderen PC-Firmen ohne Ausnahme jede Initiative für einen wahrhaft neuen Computer aufgegeben haben, blitzt bei Apple immer wieder jene trotzige Genialität durch, die immer wieder einen besseren Weg findet. Kaum auszudenken, wie in den Köpfen der Apple-Ingenieure der ,Computer von morgen? aussehen mag.
     
  14. MacELCH

    MacELCH New Member

    Sexy wäre das schon.

    Gruß

    MacELCH
     
  15. miserlou

    miserlou New Member

    Geil! Ich stelle mir gerade die SoundSticks vor, wie sie von grün über gelb nach rot die lautstärke und pegel anzeigen.

    muss ich haben!
     
  16. mac-g4

    mac-g4 New Member

    > dieses fand ich heute bei der suche im netz nach artikeln über die firma apple....

    Kannst Du vielleicht die Quelle angeben?
    Das liest sich dermaßen futuristisch, fast schon wie "StarTrek"!
    Auf jeden Fall genial...

    mac-g4
     
  17. mac_the_mighty

    mac_the_mighty New Member

    klingt interesant, aber apple hat schon so einige designexperimente entwickelt und nie auf den markt gebracht.
    aber ich denke apple hat ein paar handfestere probleme im moment als daß den leuten das design nicht mehr gefallen würde. die meisten leute die ich treffe, sind vom g4, vom ibook und vor allem vom tft-imac sehr angetan.
     
  18. Olley

    Olley Gast

    naja die düseng4 sehen ja nicht unbedingt toll aus.
    die gehäusefrabe ist klasse aber das pseudochrom sieht bescheiden aus und passt nicht dazu.

    Olley
     
  19. rmweinert

    rmweinert New Member

    .... echt cool - dafür würde ich Geld ausgeben :)

    ... sie könnten ja auch mal Geruchssensoren mit einbauen, dann könnten bestimmte Websiten diverse Gerüche aktivieren :)

    Mike
     
  20. thesky

    thesky New Member

    Apple Rulez!!! ;-)))

    thesky
     

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