JPG per Mail versenden

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von avieth, 8. Oktober 2008.

  1. avieth

    avieth New Member

    Hallo,
    habe folgendes Problem:
    Beim Versand von JPGs (Photoshop) per Mail bekomme ich vom Empfänger (Windows) die Nachricht, das die Anhänge nicht geöffnet werden können. Es erscheinen nur leere Kästchen.
    Was kann ich ändern? Evtl. andere Einstellungen in Photoshop? Ich kann nicht auf ein anderes Dateiformat umsteigen wie z.B. PDF.
    Oder kann ich im Mail Programm etwas ändern?
    Bin etwas Ratlos und dankbar für Tips ....

    Nutze Mail 2.1.3 auf einem PowerBook G4 mit OS X 10.4.11

    avieth
     
  2. Liljana

    Liljana New Member

    Ist das jpg ein RGB?
    Da haberts oft bei den PC-Usern *zwinker
     
  3. Liljana

    Liljana New Member

    ...achja, wie hängst Du das Bild im mail an?
    per drag and drop? oder über Datei zufügen?
    drag & drop kann auch ein Problem sein...
     
  4. avieth

    avieth New Member

    Das Problem tritt sowohl bei RGB als auch bei CMYK auf?!
     
  5. Liljana

    Liljana New Member

    hmmm...

    also, Du sendest RGB-Jpgs,
    machst es über Anhang zufügen (nicht drag & drop)
    Die Datenmenge? (sollte unter 5 MB sein)
    die meisten haben keinen ausreichend großen mail-server...

    wenn das alles trotzdem nicht geht,
    dann versuch mal noch RGB-tif
    (Dateiformat dürfte aber in diesem Fall nicht der Grund sein)

    Mehr würde mir hierzu jetzt auch nicht einfallen...sorry! :frown:
     
  6. avieth

    avieth New Member

    Ich füge die Datei immer über Anhang zufügen an. Dann erscheint sie als Bild. Machmal sieht es dann merkwürdig aus, wie ein Negativ. Aber auch wenn die Datei korrekt angezeigt wird kommt sie beim Empfänger nicht richtig an. Aktivieren von Windows kompatibel senden hilft auch nicht. Und das Anzeigen nur als Icon ebenfalls nicht ...
     
  7. Liljana

    Liljana New Member

    ...sende das Bild mal gezipt oder gestufft.
     
  8. Liljana

    Liljana New Member

    wenn Du das Bild im Photoshop bearbeitest,
    hat es Alpha-Kanäle? Ebenen? Qualität Maximal?
    Format Baseline?
     
  9. mac-christian

    mac-christian Active Member

    Hat das Bild die Dateiendung ".jpg"?

    Christian
     
  10. avieth

    avieth New Member

    Also aus meiner Arbeitsdatei mit Ebenen und allem was dazugehört mache ich eine Datei zum Versenden mit Speichern unter als Kopie. Also ohne Ebenen.
    Also eine saubere Datei nach meiner Ansicht. Qualität Maximum und Baseline mache ich auch. Und die Endung stimmt auch.

    Was ist mit 8 oder 16 Bit und dem Farbprofil? Kann es da Probleme geben?
     
  11. Batcomputer

    Batcomputer New Member

    Probier mal unter Photoshop "für Web speichern". Hab in der Arbeit auch ständig das Problem, dass simpel abgespeicherte Jpgs sich am WIN-Rechner nicht öffnen lassen. Nur die für Web gespeicherten Formate funktionieren einwandfrei.
     
  12. mac_heibu

    mac_heibu Active Member

    Entferne mal ein eventuell angehängtes Farbprofil …
     
  13. avieth

    avieth New Member

    Also die Variante "für Web sicher" geht in meinem Fall leider nicht. Da ich eine große dpi Auflösung brauche 72 dpi reichen nicht ...
    Ich habe jetzt mal einen Test ohne angehängtes Farbprofil gestartet ich berichte wenn ich ein Ergebniss habe.
     
  14. mac_heibu

    mac_heibu Active Member

    Du fragst, ob es mit 8 oder 16 Bit Probleme geben kann. Natürlich! Schließlich unterstützt nicht jedes Programm 16 Bit-Bilder.
    Womit versucht denn der Adressat, das Bild zu öffnen?
     
  15. Giacomo Seingalt

    Giacomo Seingalt New Member

    Die Problem mit systemübergreifenden JPEG-Dateien liegen u.a. darin begründet, dass es streng genommen keine "JPEG-Dateien" gibt. Denn JPEG ist ein Komprimierungsverfahren und kein Dateiformat.
    Um das Komprimierungsverfahren jedoch in der Praxis einsetzen zu können, wurden mehrere Dateiformate geschaffen, die sich als ".jpg" etabliert haben: JFIF, SPIFF u.a.
    Das mit Abstand verbreitetste "JPG"-Format und auch das von Photoshop verwendete ist in der Tat ein JFIF.

    JFIF ist ein mit relativ bescheidenen Optionen definiertes Format.
    Per Definition lässt es im Prinzip nur einen einzigen Farbmodus zu, und noch dazu einen relativ exotischen: YCbCr.
    YCbCr ist eine Art RGB-Format, welches jedoch auf eine Helligkeitsachse Y und zwei Farbachsen Cb und Cr umgerechnet wird und somit einer ähnlichen Raumcharakeristik aufweist wie z.B. auch Lab. Für diese Umrechnung gibt es handfeste Gründe. Einerseits lässt YCbCr durch die Verkürzung der chroma-Achsen eine einfachere und farbtreuere Quantisierung zu, andereseits lassen sich deutlich bessere Kompressionsraten erzielen.

    Da wir aber in der Praxis aber auch andere Farbräume benötigen, RGB, CMYK, kann es systemübergreifend zu Problemen mit diesen Farbmodi kommen, denn sie sind durch den JFIF-Standard nicht definiert. Außerdem müssen für die Rück-Umrechnung von YCbCr in andere Farbmodi Parameter mit abgespeichert werden, die dafür benötigt werden.
    Photoshop löst dieses Problem offenbar durch die Abspeicherung dieser Informationen mittels der JPEG-Marker APP0-APP15, die für die Speicherung von "application specific data" vorgesehen sind.

    Ist eine Applikation in der Lage, diese Informationen auszulesen und zu verarbeiten, ist alles okay ... ja wenn. Das ist in der Regel das Problem Nr.1.

    Theoretisieren kann man ja viel ... aber wie sieht die Abhilfe in der Praxis aus ? Ein paar Hinweise für systemübergreifenden Transfer, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe:

    1. Verfügt der Empfänger nicht über Photoshop, von allen Farbmodi außer Graustufen und RGB die Finger lassen. 16 Bit Farbtiefe lieber lassen - manche Applikationen unterstützen das nicht.
    Tip: Bild mit der Shareware Graphic Converter (http://www.lemkesoft.de/) öffnen und erneut als JPG abspeichern. fragt mich nicht warum, funktioniert dann aber fast immer.

    2. Braucht der Empfänger ein CMYK-Bild (oder will man ihm die Separation lieber nicht überlassen ...), besser zum Format TIFF wechseln und das Bild anschließend ZIP-komprimieren (verlustfrei, "Archiv erstellen"). Der TIFF-Standard ist rigider definiert; wer ein TIFF öffnen kann, hat dann i.d.R. auch ein Programm, welches die Datei korrekt interpretiert. Bei TIFF-Dateien sollten Plattform-Einstellungen beim Abspeichern beachtet werden, sind aber keine Pflicht, denn ein korrekt programmierter TIFF-Reader sollte immer beide Byte-Orderings (denn um nichts anderes handelt es sich) lesen können.

    3. Es ist wenig wahrscheinlich, dass ein inkludiertes ICC-Profil Ärger machen sollte. ICC-Profile werden beim TIFF-Format einfach an das Ende der Datei angehängt und durch einen eigenen Marker verlinkt.
    Ein Programm, welches keine Verarbeitung von ICC-Profilen beherrscht, kann diese zwar nicht lesen weil es sie ignoriert, die anderen Teile der Datei werden davon aber nicht beeinflusst.

    4. Vorsicht mit JPEG-Komprimierungen innerhalb anderer Dateiformate (z.B. TIFFs). Insbesondere bei älteren Photoshop-Versionen ist das nicht besonders elegant umgesetzt und kann Probleme machen.
     

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