kennt sich jemand mit galvanik aus ?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von joerch, 27. Mai 2003.

  1. joerch

    joerch New Member

    Tach...
    meine frage - ich habe mehrere kleinteile zu verchromen - da hier bei uns in der gegend galvanisch verarbeitende betriebe nicht grade dick gesäät sind + die kosten pro verchromung doch recht happig sind,
    ist der vorgang des verchromens sehr aufwändig ?
    Könnte man das nicht selber machen ?
    Gibts da gute bücher ?
    fragen über fragen...
     
  2. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Hättest du zwei Türklinken mit Rostschutzfarbe gestrichen wäre das viel billiger gekommen und du hättest noch einen netten Spaß mit deinen Nachbarn haben können.
    ;)
     
  3. quick

    quick New Member


    *ggg*
     
  4. maccie

    maccie New Member

    Moin, moin ,

    gugel?

    http://www.jot-oberflaeche.de/jot/forum/messages/472.html

    Ich habe mal vor ...... Jahren zu Hause nen Versuch gemacht, mein Netzteil hat bei so 1,2 Volt und dem nötigen hohen Strom den Geist aufgegeben :-(((
     
  5. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist


    Ist ja fast genauso wie bei mir.

    Ich habe einen Fußabtreter mit "Grüß Gott, tritt ein, bring' Glück herein."

    Das erfreut meine Gäste auch so wie deine.

    Türfresse :D
     
  6. quick

    quick New Member

  7. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Ach, ich schäme mich fast, diese allzu simple Konstruktion preiszugeben...aber weil du technisch interessiert bist...

    Also unter dem Abstreifer mit obigem Text ist eine Falltür (simple Lukenmechanik Ende 19. JH.) und darunter ein knietiefes Betonfußbad.

    War ein bisschen schwierig, einen schnell trocknenden Binder zu mixen, aber dem Inschenör ist bekanntlich nichts zu schwör.

    Von dieser Luke geht eine Rutschbahn für den Gast direkt in den Schloßgraben (jauchzende Laute beim Rutschvorgang beweisen jedes Mal, dass es Spaß macht, hinabzusausen).

    Beim jährlichen vorweihnachtlichen Abkarpfen (heißt das so?) des fürstlichen Hoffischers stehen dann die Zeugen Jehovas, Vertreter und DOSenbesitzer brustfrei im Wasser des Schloßgraben und grinsen die Besucher immer noch an.

    Schöne Sache das, aber zugegeben kein HighTech.
     
  8. Florian

    Florian New Member

    Nachfolgenden Artikel hat mir mein Meister schon im zweiten Lehrjahr in die Hand gedrückt, als ich diverse Teile an meinem Zündapp-Roller RS 50 zu verchromen hatte:

    Genial: Super-Chrom für ganz kleines Geld

    Glänzende Aussichten für Restauratoren, harte Zeiten für Galvanikanstalten: Mit seinem "Chrom aus dem Reagenzglas" revolutioniert ein Limburger Chemiker die einst aufwendige und teure Oberflächenveredelung. Ab jetzt verchromen Sie in wenigen Minuten selbst, was ihnen Spaß macht - vom Tankdeckel bis zur Stoßstange. Zum Taschengeldtarif!

    Fahrwerk- und Motorrestaurierung oder eine neue Innenausstattung? Kein Problem - das erledigen Sie selbst. Und sogar dem Kupferwurm im Kabelbaum kommen Sie auf die Schliche. Nur wenn es darum geht, den Zierleisten, Felgen oder Stoßstangen Ihres wertvollen Oldies neuen Chrom-Glanz zu verleihen, müssen Sie passen. Jetzt brauchen Sie die Hilfe eines Galvanikbetriebes, viel Geduld und ein pralles Portemonnaie. Diese Probleme waren auch Diplomchemiker Heiko von Weitershausen nicht fremd. Seit vielen Jahren widmet der 37-jährige Hesse jede freie Minute der Restaurierung und Pflege seiner Triumph-Spitfire Sammlung. Und hat dabei schon so manche Mark in das Verchromen maroder Anbauteile investiert. Doch damit ist jetzt Schluss! "Monatelange Wartezeiten, horrende Preise und oftmals schlechte Qualität haben mich motiviert, die Sache selbst in die Hand zu nehmen", erinnert sich der Chemiker. "Mein Ziel war es, die Molekularstruktur einer interferenten Chromschicht zu analysieren und deren Konstruktion auf einer biochemischen Trägerschicht künstlich nachzuempfinden." Das klingt kompliziert, ist es aber nicht - vorausgesetzt, man beherrscht die Grundlagen der organischen Chemie.

    ...Fortsetzung im nächsten Posting...
     
  9. Florian

    Florian New Member

    "Nach einem Dreivierteljahr intensiver Forschungsarbeit war es mir gelungen, im Reagenzglas eine unglaublich widerstandsfähige Chromsubstanz zu erzeugen, deren Basis aus nur zwei chemischen Elementen und einer Trägerpaste besteht", verrät von Weitershausen. "Denn meinen Chrom soll jeder Hobbyrestaurierer zum günstigen Preis selbst herstellen können." ChMd2 + AiSu4 VCl3, - so lautet die simple Formel seiner aufwendigen Arbeit, und diese kleine Buchstaben-Zahlen-Kombination wird wohl in Kürze so manchem Galvanobetrieb in Deutschland das Leben schwer machen. Was sich hinter der kryptischen Formel verbirgt, sind die handelsüblichen Laugen Chromium-Methadon und Aprilon-Sulfat sowie farblose Vaseline, die rezeptfrei in jeder besseren Apotheke erhältlich sind. Zum Leidwesen der Galvanikanstalten macht Heiko von Weitershausen aus dem Mischungsverhältnis der "Zutaten" kein Geheimnis: Zwölf Milliliter einer 75-prozentigen Aprilon-Sulfat-Lauge werden auf 35 Grad erhitzt, dann unter gleichmäßigem Rühren einen Teelöffel 90-prozentiges Chromium-Methadon beimengen. Erhöhen Sie die Temperatur langsam auf rund 50 Grad und mischen ein etwa Haselnuss-großes Stück Vaseline unter das Gemisch. Während des Abkühlprozesses erkennen Sie bereits einen gelblich matten Chromglanz in Ihrem Gefäß. Arbeiten Sie auf jeden Fall mit Gummihandschuhen, denn wenn Sie die Substanz jetzt auf die Haut bekommen, bleibt die Stelle bis an Ihr Lebensende verchromt!

    Zum Auftragen der verarbeitungsfähigen Masse empfiehlt von Weitershausen einen Wattebausch oder eine elektrische Zahnbürste mit Rotationskopf; Versuche mit Schwenkkopfbürsten ergaben einen ungleichmäßigen Materialauftrag und eine ungenaue Dosierung. Dabei wird der stillstehende Bürstenkopf wenige Millimeter in die Chromsubstanz getaucht, anschließend zum (mit klarem Wasser gereinigten) Arbeitsobjekt geführt und erst dann in Rotation versetzt. Massieren Sie die Masse mit kreisenden Bewegungen unter leichtem Druck auf den Träger, und verzichten Sie hierbei niemals auf eine Schutzbrille. "Der Clou besteht im gezielten Trocknungsvorgang", erklärt von Weitershausen. "Eine intensive UVA-Bestrahlung, wie sie ein Solarium oder ein Gesichtsbräuner produziert, härtet die frische Schicht so gründlich, dass sie sogar mit einer guten Hartverchromung konkurrieren kann." Apropos Hartverchromung: Sogar ein namhafter Stuttgarter Sportwagenhersteller hat bereits Interesse an der neuen Superchromschicht bekundet - für seine hochbeanspruchten Zylinderlaufbuchsen.... Und wann steht bei Ihrem Oldie die nächste Verchromung an? Probieren Sie ChMd2 + AiSu4 VCI3 die Formel für neuen Glanz - damit nicht nur Ihr Fahrzeug, sondern auch Sie wieder strahlen.

    Galvanik-Gruß,
    Florian
     
  10. joerch

    joerch New Member

    wahrheit oder verarsche ???
     
  11. maccie

    maccie New Member

    »Während des Abkühlprozesses erkennen Sie bereits einen gelblich matten Chromglanz in Ihrem Gefäß«

    gelblich?

    Don't use the yellow chrome :)

    Wo ist denn die url, Florian?
     
  12. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    ChMd2 + AiSu4 VCI3

    Mönsch Jungs! Was soll das?! CH jetz wohl Chrom? Was soll denn Md sein? Ai, wohl Ailuminium. Nein ! Da stand es vor euren Augen; Aprilium ...

    Näxma PSE auswendiglernen, klar?
     
  13. Florian

    Florian New Member

    Ich vergaß die Quellenangabe:
    Brüggemann, Martin: Glänzende Idee. Aus: Oldtimer Markt - Zeitschrift für klassische Automobile und Motorräder. Ausg. 4/2001, S. 18

    Auch der Name einer der verwendeten Chemikalien weist auf die Ausgabe hin: Aprilon.

    Schelmische Grüße,
    Florian
     
  14. BarneyFux

    BarneyFux New Member

    Eigentlich hatte ich mir ja geschworen in diesem Forum nix mehr zu posten. Gründe dürften bekannt sein. Aber nun gut, ich arbeite nunmal in einem Forschungsinstitut und bin im Bereich Galvanik angesiedelt.

    @Joerch
    Als erstes was ist es denn für ein Grundmaterial ?
    Gehen wir mal von "normalem" Stahl aus. Die Bauteile müssen absolut sauber und fettfrei sein. Am besten durch Sandstrahlen, danach entfetten, eventuell in Salzsäure anbeizen. Dann kommt galvanisch eine Kupferschicht drauf, danach eine oder bei besonders guter Ausführung (korrosionsbeständigkeit) auch zwei Nickelschichten und danach erst wird verchromt.

    Die eigentliche Chromschicht ist nur etwa 1/1000 mm stark. von selber in der Garage rate ich dringend ab, einige Chemikalien sind krebseregend (Chromsäure)..
    Bei weiteren Fragen mail mich einfach an

    Barney

    Member of MACES.de
     
  15. joerch

    joerch New Member

    Tach...
    meine frage - ich habe mehrere kleinteile zu verchromen - da hier bei uns in der gegend galvanisch verarbeitende betriebe nicht grade dick gesäät sind + die kosten pro verchromung doch recht happig sind,
    ist der vorgang des verchromens sehr aufwändig ?
    Könnte man das nicht selber machen ?
    Gibts da gute bücher ?
    fragen über fragen...
     
  16. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Hättest du zwei Türklinken mit Rostschutzfarbe gestrichen wäre das viel billiger gekommen und du hättest noch einen netten Spaß mit deinen Nachbarn haben können.
    ;)
     
  17. quick

    quick New Member


    *ggg*
     
  18. maccie

    maccie New Member

    Moin, moin ,

    gugel?

    http://www.jot-oberflaeche.de/jot/forum/messages/472.html

    Ich habe mal vor ...... Jahren zu Hause nen Versuch gemacht, mein Netzteil hat bei so 1,2 Volt und dem nötigen hohen Strom den Geist aufgegeben :-(((
     
  19. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist


    Ist ja fast genauso wie bei mir.

    Ich habe einen Fußabtreter mit "Grüß Gott, tritt ein, bring' Glück herein."

    Das erfreut meine Gäste auch so wie deine.

    Türfresse :D
     
  20. quick

    quick New Member

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