Kompatibilität von HDD Camcordern

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Gitarre, 7. Juli 2007.

  1. Gitarre

    Gitarre Kammermusiker

    Hallo,

    Daß MiniDV-Camcorder von iMovie erkannt werden, kann ich mir ja schon vorstellen. Ich habe jedenfalls nichts Gegenteiliges bei Apple gefunden.
    Wie sieht es aber mit HDD Camcordern aus? Die werden ja als Festplatte erkannt. Ich bezweifele, daß iMovie alle Formate umwandeln kann, und schon gar nicht verlustfrei. :confused:
    Gibt es irgendwo eine Liste aller OSX kompatiblen Camcorder? Danke.
     
  2. JuliaB

    JuliaB New Member

    Also ich persönlich halte von diesen Camcordern, die auf Festplatte oder DVD aufzeichnen gar nichts.
    Es gibt sicher andere Meinungen, aber wenn Du einen fundierten Rat haben möchtest, solltest Du mindestens schreiben, wie und wozu Du den Camcorder einsetzten möchtest, in welcher Form Du nachbearbeiten möchtest und wie und wo Du das Endprodukt einsetzen möchtest.
     
  3. Gitarre

    Gitarre Kammermusiker

    Das ist eine Aussage aus den tiefsten 80er Jahren.
    Eines ist sicher: Es wird in Zukunft nur noch Festplattenrecorder geben, weil dies das einzige Medium ist, das eine nach oben hin unbegrenzte Wiedergabequalität zulässt.

    Früher hat man auch gedacht, dass die CD oder das DAT Band das beste Medium für die Audioaufnahme ist. Mittlerweile wird nur noch mit dem Computer aufgenommen.
     
  4. JuliaB

    JuliaB New Member

    Sagte ich ja, es gibt auch andere Meinungen.
    Aber was willst Du denn nun anstellen?
     
  5. MacS

    MacS Active Member

    Da muss ich entschieden widersprechen! Entscheidend ist NICHT das Speichermedium, sondern der Codec/ Format, in dem das Material gespeichert wird! Alle Camcorder, die eine Festplatte oder Flash-Speicher oder miniDVD nutzten, speichern im MPEG-Codec. MPEG ist aber ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren. Das Rohmaterial wird also schon beim Speichern in der Kamera verschlechtert. Und das ist sehr hinderlich bei der Weiterverarbeitung. Bei DV jedoch wird das Material weitgehend unkomprimert und daher verlustfrei gespeichert, weshalb bislang Bänder eben immer noch mehr Speicherdichte bei kleiner Größe bieten.

    Sicherlich wird das Band irgendwann ausgedient haben! Aber solange die Cams schon intern in ein Format kodieren, dass für die Weiterverarbeitung ungeeignet ist, sollte man die Anschaffung sich gründlich überlegen. Spätestens dann, wenn man vom geschnittenen Material wieder eine DVD brennen möchte wird die Qualität durch das verlustbehaftete MPEG-Verfahren erneut verschlechtert. Solche Cams sind für Leute gedacht, die keine weitere Bearbeitung durchführen, und das ist wahrscheinlich die Mehrheit.
     
  6. Gitarre

    Gitarre Kammermusiker

    Ich denke, das haben sie mittlerweile in der Griff gekriegt.
    Digitale Fotoapparate können jetzt auch schon unkomprimiert abspeichern.

    MPEG-2 gibt es in versch. Kompressionsraten, da ist mit Sicherheit auch die unkomprimierte Version dabei. Und darauf läuft meine Frage hinaus. Ich weiß, dass da auch einige mit OSX nicht kompatible Varianten dabei sind.
     
  7. macguinnie

    macguinnie New Member

    Wie MacS schon schrieb: MPEG-2 ist ein Standard zur VideoKomprimierung!
    siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/MPEG-2
     
  8. MacS

    MacS Active Member

    Wie das??? Bei einer verlustbehafteten Kompression wie bei MEPG wird immer Verluste in Kauf genommen! Es entstehen Verluste, die irreversibel sind. Oder anders ausgedrückt: was weg ist, ist für immer weg und kann nicht wiederhergestellt werden.

    Und JPG ist übrigens ein gutes Beispiel: Speichere mal ein Bild im JPG immer und immer wieder ab. Zum Schluss bleibt nur noch Farbrauschen übrig, also ein Mosaik von unregelmäßig angeordneten roten, grünen und blauen Pixeln. Ähnliches passiert auch bei MPEG! Was soll man da im Griff haben???

    Es bleibt dabei: MPEG-Verfahren sind nicht für die Weiterverabeitung geeignet, sondern immer nur das Endprodukt. Auf dem Weg dort hin ist um MPEG ein Bogen zu machen, egeal welcher MPEG-Codec genutzt wird!

    Und übrigens, das Gleiche gilt auch für MP3/ AAC u.a.!
     
  9. Gitarre

    Gitarre Kammermusiker

    Bei Wikipedia steht es ja schwarz auf weiß: Es gibt versch. Komprimierungsraten. Es gibt auch Komprimierungen, die verlustfrei sind. Zip-Dateien, RAW, TIF, GIF usw.
    Wenn man mal auf der Seite von JVC guckt, dann stellt man fest, dass sie die Produktion von DV-Recordern so gut wie einstellen und fast nur noch in HDD machen. Das Flaggschiff erreicht dabei eine Datenrate von 26,6 Mbps. Da müsste man eine DV Kassette schon in Hochgeschwindigkeit laufen lassen. :biggrin:
     
  10. macguinnie

    macguinnie New Member

    Dort steht aber auch, das es sich bei MPEG-2 um eine VERLUSTBEHAFTETE
    Komprimierung handelt!
     
  11. JuliaB

    JuliaB New Member

    Okay, Guitarre, um zu Deinem Eingangsposting zurückzukehren:
    Nein, es gibt meines Wissens keine Liste. Irgendwie bekommst Du aber von jedem Camcorder eine Datei auf den Mac. Und dann gibt es auch ganz sicher irgendein Tool, mit dem Du diese Datei irgendwie umwandeln kannst um sie zu bearbeiten und andere Tools, um sie weiterzuwandeln, damit Du Dein fertiges Produkt irgendwo anzusehen.
    Nachdem Du Dich ja hartnäckig weigerst uns mitzuteilen, was Du eigentlich möchtest und nur äusserst selektiv zu lesen scheinst, muss diese Auskunft reichen...
    Viel Spass mit dem neuen Camcoder!
     
  12. Gitarre

    Gitarre Kammermusiker

    Danke. Ich habe noch keinen Camcorder, will mir aber einen mit Festplatte kaufen, weil das Überspielen der Kassette zu lange dauert und manchmal Probleme bereitet. Es soll geschnitten werden, hauptsächlich fürs Internet.
    Mein alter Camcorder ist kaputt gegangen. :cry:
    Ich hatte es schon öfters gehabt, dass iMovie streikte, wenn man Dateien importieren wollte. Entweder es ging gar nicht oder die Audiospur war weg, manchmal war die Audiospur beschädigt. Quicktime spielte die Dateien ab.
     
  13. Gitarre

    Gitarre Kammermusiker

    Ich hab mich mal informiert. :cool:
    Zumindest bei den JPC Recordern wird NICHT im mpeg2 Format abgespeichert. Die Dateien haben die Endung MOD. VOn der Dateigröße und der Qualität kann man auf ein nichtkomprimiertes Format schließen. Das Format kann zwar nicht vom Mac eingelesen werden, allerdings kann der Recorder über die mitgelieferte Docking Station über DV-Firewire wie ein herkömmlicher MiniDV Camcorder angeschlossen werden. Die Qualität ist übrigens deutlich besser als bei meinem alten MiniDV Camcorder.
     
  14. macguinnie

    macguinnie New Member

    Im Laufe der Zeit wurde MPEG-2 in einer Vielzahl von Dateiformaten verwendet. Nachfolgend eine Übersicht, wo MPEG-2 Dateien typischerweise anzutreffen sind:
    .mpg (kann auch MPEG-1 oder MPEG-4 sein)
    .mpeg (kann auch MPEG-1 oder MPEG-4 sein)
    .m2v (MPEG-2 Elementary Video Stream)
    .m2a (MPEG-2 Elementary Audio Stream)
    .m2s (MPEG-2 Elementary Data Stream)
    .ts (MPEG-2 Transport Stream)
    .ps (MPEG-2 Program Stream)
    .vob (DVD Video Object)
    .vro (Video Recording Object)
    .mod (MPEG-2 mit AC3-Audio bei JVC-Videokameras)
    Quelle:Wikipedia
     
  15. Holloid

    Holloid New Member

    wenn du die Möglichkeit hast solltest du einer deiner Filme als mpeg (über DVD Player) anschauen,danach das DV Matrial direkt von der Kamera..Dann weist du wie Verlustbehaftet die Komprimierung mit mpeg2 ist..
    Aber die Cams müssen auch verkauft werden..
     
  16. Gitarre

    Gitarre Kammermusiker

    Hi!
    Ich weiß gar nicht, warum hier immer von Qualitätsverlust gesprochen wird.
    Die Abbildungsqualität ist bei MiniDV - Camcordern generell nicht so toll. Die Auflösung ist zu gering.
    Es ist wie bei Fotoapparaten: natürlich ist das RAW Format besser. Einen guten Fotoapparat mit einer guten Linse, den kann man aber auch im verlustbehafteten jpg-Format von einem schlechten Apparat unterscheiden.
     
  17. JuliaB

    JuliaB New Member

    Ich verstehe nicht, warum Du überhaupt auf Superqualität Wert legst und auch riesige Dateien (die ja nach Deiner Auskunft nur auf Festplatten passen) akzeptierst, wo das Zeugs doch eh' nur im Internet landet!?
     
  18. macguinnie

    macguinnie New Member

    Hier ist nochmal was zum LESEN! http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Video
    Und jetzt meine Frage an Dich: Wer sagt eigentlich,das die Auflösung bei MiniDV Camcordern zu gering sein soll?
     
  19. Ghostuser

    Ghostuser Active Member

    Auch DV-Material ist komprimiert! Aber der Hauptvorteil von DV besteht darin, dass jedes Bild einzeln komprimiert wird. Bei MPEG-2 wird ein Bild komprimiert und abgespeichert. Für die folgenden Bilder wird nur die Differenz zu diesen Master-Bild gespeichert. Mit welcher Folgefrequenz die Master-Bilder gespeichert werden weiss ich leider nicht genau.

    Das problem entsteht nun beim Schneiden eines Films. Während bei DV-Material Bild für Bild des geschnittenen Flims nur 1:1 Kopiert werden (natürlich mit Ausnahme von Übergängen, die neu gerendert werden Müssen), müssen bei MPEG-2 zuerst die einzelnen Bilder rekonstruiert werden (was nicht verlusstfrei geht), und der geschnittene Film muss neu codiert werden, was wiederum mit Verlust verbunden ist.


    Gruss GU
     
  20. Ahnungsloser

    Ahnungsloser 24" ist nie zu groß

    Mal ein bescheidener Einwurf.....

    Wenn es tatsächlich so sein sollte wie Gitarre schreibt und der JVC unkomprimierte Daten auf die Festplatte schreibt hat dieser Camcorder dann einen entscheidenden Nachteil:

    1 Std. DigitalVideo entspricht in etwa 15 GB Daten
    Bei HDV mindestens doppelt so viel.

    Bei der üblichen (Camcorder)Festplattengröße von 30 - 60 GB ist da nach spätestens 2 - 4 Std. Schluß mit Filmen. Bei HDV noch viel früher.

    Was dann? Kopieren auf das Notebook? Festplattenwechsel?

    Ein normaler Hochzeitstag kommt schon locker auf 10 Std. Material.
     

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