Kriegt Billy Boy langsam kalte Füsse?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von petervogel, 8. September 2003.

  1. petervogel

    petervogel Active Member

    Aus der heutigen Computerwoche:

    --------------------------------------------
    Auch Brasilien wendet sich von Microsoft ab
    08.09.2003 um 10:30 Uhr

    MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva gibt derzeit einer Richtlinie die endgültige Form, die Ministerien und Behörden sowie staatlichen Unternehmen empfiehlt, auf neuen Rechnern Open-Source-Software wie Linux anstelle proprietärer Produkte wie Microsoft Windows zu installieren. Das "Wall Street Journal" zitiert da Silvas IT-Berater Sergio Amadeu mit der Aussage, Ziel sei es, bereits im kommenden Jahr 80 Prozent aller neu angeschafften Rechner unter Open-Source-Software zu betreiben.

    Allerdings seien die Empfehlungen nicht bindend. "Wir verlangen an keiner Stelle die Nutzung freier Software. Der Markt muss die Wahl treffen", so Amadeu, der auch für bereits vorhandene Systeme die Migration von Microsoft auf Open Source vorantreiben will. "Wir werden die staatliche Beschaffungsmacht nutzen, um Technikpolitik zu machen. Die US-Regierung tut das. Warum nicht auch wir?"

    Seit der Regierungsübernahme durch die linke Arbeiterpartei im vergangenen Januar gewinnt die Free-Software-Bewegung in Brasilien deutlich an Schwung. Vier Bundesstaaten haben die Förderung quelloffener Software bereits gesetzlich festgeschrieben, und auch auf Bundesebene ist ein solches Vorhaben in Arbeit, nachdem es zuvor jahrelang im Kongress dahindümpelte. Amadeu verspricht sich davon geringere (Lizenz-)Kosten, ein leichteres Erreichen des Ziels, größeren Teilen der Bevölkerung Computer zugänglich zu machen sowie eine Ankurbelung der heimischen Hightech-Industrie. Es gibt aber auch ein moralisches Element. "Freie Software ist wie Generika", erklärte Amadeu mit Blick auf Brasiliens Bemühen, Alternativen zu hochpreisigen AIDS-Medikamenten zu finden.

    Ganz unproblematisch ist die Strategie der Regierung allerdings nicht. Brasilianische Softwerker stimmen zwar überein, dass geringere Lizenzkosten und die Verwendung freier Software Entwicklungs- und Schwellenländern durchaus helfen können. Jedoch führe die Arbeiterpartei einen ideologischen Feldzug, der der brasilianische Softwareindustrie und deren Exporten schaden könnte, weil die meisten Firmen ihre Produkte auf Windows-Basis entwickeln. "Das ist technologische McCarthyismus", beklagt sich etwa Cid Torquato vom Branchenverband Camera-e.net (bei dem Microsoft Mitglied ist).

    Der Softwarekonzern bemüht sich derweil weiter um Verhandlungen mit der neuen Regierung, die aus Sicht von Marketing-Direktor Luiz Moncau anders als die vorige "denkt, dass Regulierung besser ist als Autonomie". Bewaffnet mit Marktstudien bemüht man sich, der Arbeiterpartei aufzuzeigen, dass proprietäre Software kostengünstiger sein kann als freie, wenn man den Serviceaufwand mit berücksichtigt. "Es ist schwierig, diese Botschaft rüberzubringen", so Moncau. Microsoft spreche mit der Regierung, die für rund sechs Prozent der Softwareeinnahmen Brasiliens gut ist, über niedrigere Lizenzgebühren und Zugang zum Source-Code. (tc)
    ----------------------------------------

    zugang zum sourcecode und dumping preise. was microsoft nicht alles macht, damit ihm seine kunden nicht davon rennen. das geht bei denen ja schon langsam so zu wie auf dem strassenstrich;-)

    grüsse
    peter
     
  2. much75

    much75 New Member

    und was ist mit dem asiatischen markt ;)
    ich will mein nischendasein behalten.
    einziger nachteil waere dann wohl, dass es viren fuer den mac gibt.

    gruss aus stgt
    andreas
     
  3. D_Stahl

    D_Stahl Active Member

    Hört sich ja nicht schlecht an......
     
  4. petervogel

    petervogel Active Member

    .......nur die europäer scheinen auf dem microsoft ohr etwas schwerhörig zu sein;-)
    peter
     
  5. petervogel

    petervogel Active Member

    Aus der heutigen Computerwoche:

    --------------------------------------------
    Auch Brasilien wendet sich von Microsoft ab
    08.09.2003 um 10:30 Uhr

    MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva gibt derzeit einer Richtlinie die endgültige Form, die Ministerien und Behörden sowie staatlichen Unternehmen empfiehlt, auf neuen Rechnern Open-Source-Software wie Linux anstelle proprietärer Produkte wie Microsoft Windows zu installieren. Das "Wall Street Journal" zitiert da Silvas IT-Berater Sergio Amadeu mit der Aussage, Ziel sei es, bereits im kommenden Jahr 80 Prozent aller neu angeschafften Rechner unter Open-Source-Software zu betreiben.

    Allerdings seien die Empfehlungen nicht bindend. "Wir verlangen an keiner Stelle die Nutzung freier Software. Der Markt muss die Wahl treffen", so Amadeu, der auch für bereits vorhandene Systeme die Migration von Microsoft auf Open Source vorantreiben will. "Wir werden die staatliche Beschaffungsmacht nutzen, um Technikpolitik zu machen. Die US-Regierung tut das. Warum nicht auch wir?"

    Seit der Regierungsübernahme durch die linke Arbeiterpartei im vergangenen Januar gewinnt die Free-Software-Bewegung in Brasilien deutlich an Schwung. Vier Bundesstaaten haben die Förderung quelloffener Software bereits gesetzlich festgeschrieben, und auch auf Bundesebene ist ein solches Vorhaben in Arbeit, nachdem es zuvor jahrelang im Kongress dahindümpelte. Amadeu verspricht sich davon geringere (Lizenz-)Kosten, ein leichteres Erreichen des Ziels, größeren Teilen der Bevölkerung Computer zugänglich zu machen sowie eine Ankurbelung der heimischen Hightech-Industrie. Es gibt aber auch ein moralisches Element. "Freie Software ist wie Generika", erklärte Amadeu mit Blick auf Brasiliens Bemühen, Alternativen zu hochpreisigen AIDS-Medikamenten zu finden.

    Ganz unproblematisch ist die Strategie der Regierung allerdings nicht. Brasilianische Softwerker stimmen zwar überein, dass geringere Lizenzkosten und die Verwendung freier Software Entwicklungs- und Schwellenländern durchaus helfen können. Jedoch führe die Arbeiterpartei einen ideologischen Feldzug, der der brasilianische Softwareindustrie und deren Exporten schaden könnte, weil die meisten Firmen ihre Produkte auf Windows-Basis entwickeln. "Das ist technologische McCarthyismus", beklagt sich etwa Cid Torquato vom Branchenverband Camera-e.net (bei dem Microsoft Mitglied ist).

    Der Softwarekonzern bemüht sich derweil weiter um Verhandlungen mit der neuen Regierung, die aus Sicht von Marketing-Direktor Luiz Moncau anders als die vorige "denkt, dass Regulierung besser ist als Autonomie". Bewaffnet mit Marktstudien bemüht man sich, der Arbeiterpartei aufzuzeigen, dass proprietäre Software kostengünstiger sein kann als freie, wenn man den Serviceaufwand mit berücksichtigt. "Es ist schwierig, diese Botschaft rüberzubringen", so Moncau. Microsoft spreche mit der Regierung, die für rund sechs Prozent der Softwareeinnahmen Brasiliens gut ist, über niedrigere Lizenzgebühren und Zugang zum Source-Code. (tc)
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    zugang zum sourcecode und dumping preise. was microsoft nicht alles macht, damit ihm seine kunden nicht davon rennen. das geht bei denen ja schon langsam so zu wie auf dem strassenstrich;-)

    grüsse
    peter
     
  6. much75

    much75 New Member

    und was ist mit dem asiatischen markt ;)
    ich will mein nischendasein behalten.
    einziger nachteil waere dann wohl, dass es viren fuer den mac gibt.

    gruss aus stgt
    andreas
     
  7. D_Stahl

    D_Stahl Active Member

    Hört sich ja nicht schlecht an......
     
  8. petervogel

    petervogel Active Member

    .......nur die europäer scheinen auf dem microsoft ohr etwas schwerhörig zu sein;-)
    peter
     
  9. j.meister

    j.meister New Member

    Irgendwo habe ich gehört, der Softwaremarkt in Brasilien ist fast so groß wie der in Indien...
     
  10. petervogel

    petervogel Active Member

    Aus der heutigen Computerwoche:

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    Auch Brasilien wendet sich von Microsoft ab
    08.09.2003 um 10:30 Uhr

    MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva gibt derzeit einer Richtlinie die endgültige Form, die Ministerien und Behörden sowie staatlichen Unternehmen empfiehlt, auf neuen Rechnern Open-Source-Software wie Linux anstelle proprietärer Produkte wie Microsoft Windows zu installieren. Das "Wall Street Journal" zitiert da Silvas IT-Berater Sergio Amadeu mit der Aussage, Ziel sei es, bereits im kommenden Jahr 80 Prozent aller neu angeschafften Rechner unter Open-Source-Software zu betreiben.

    Allerdings seien die Empfehlungen nicht bindend. "Wir verlangen an keiner Stelle die Nutzung freier Software. Der Markt muss die Wahl treffen", so Amadeu, der auch für bereits vorhandene Systeme die Migration von Microsoft auf Open Source vorantreiben will. "Wir werden die staatliche Beschaffungsmacht nutzen, um Technikpolitik zu machen. Die US-Regierung tut das. Warum nicht auch wir?"

    Seit der Regierungsübernahme durch die linke Arbeiterpartei im vergangenen Januar gewinnt die Free-Software-Bewegung in Brasilien deutlich an Schwung. Vier Bundesstaaten haben die Förderung quelloffener Software bereits gesetzlich festgeschrieben, und auch auf Bundesebene ist ein solches Vorhaben in Arbeit, nachdem es zuvor jahrelang im Kongress dahindümpelte. Amadeu verspricht sich davon geringere (Lizenz-)Kosten, ein leichteres Erreichen des Ziels, größeren Teilen der Bevölkerung Computer zugänglich zu machen sowie eine Ankurbelung der heimischen Hightech-Industrie. Es gibt aber auch ein moralisches Element. "Freie Software ist wie Generika", erklärte Amadeu mit Blick auf Brasiliens Bemühen, Alternativen zu hochpreisigen AIDS-Medikamenten zu finden.

    Ganz unproblematisch ist die Strategie der Regierung allerdings nicht. Brasilianische Softwerker stimmen zwar überein, dass geringere Lizenzkosten und die Verwendung freier Software Entwicklungs- und Schwellenländern durchaus helfen können. Jedoch führe die Arbeiterpartei einen ideologischen Feldzug, der der brasilianische Softwareindustrie und deren Exporten schaden könnte, weil die meisten Firmen ihre Produkte auf Windows-Basis entwickeln. "Das ist technologische McCarthyismus", beklagt sich etwa Cid Torquato vom Branchenverband Camera-e.net (bei dem Microsoft Mitglied ist).

    Der Softwarekonzern bemüht sich derweil weiter um Verhandlungen mit der neuen Regierung, die aus Sicht von Marketing-Direktor Luiz Moncau anders als die vorige "denkt, dass Regulierung besser ist als Autonomie". Bewaffnet mit Marktstudien bemüht man sich, der Arbeiterpartei aufzuzeigen, dass proprietäre Software kostengünstiger sein kann als freie, wenn man den Serviceaufwand mit berücksichtigt. "Es ist schwierig, diese Botschaft rüberzubringen", so Moncau. Microsoft spreche mit der Regierung, die für rund sechs Prozent der Softwareeinnahmen Brasiliens gut ist, über niedrigere Lizenzgebühren und Zugang zum Source-Code. (tc)
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    zugang zum sourcecode und dumping preise. was microsoft nicht alles macht, damit ihm seine kunden nicht davon rennen. das geht bei denen ja schon langsam so zu wie auf dem strassenstrich;-)

    grüsse
    peter
     
  11. much75

    much75 New Member

    und was ist mit dem asiatischen markt ;)
    ich will mein nischendasein behalten.
    einziger nachteil waere dann wohl, dass es viren fuer den mac gibt.

    gruss aus stgt
    andreas
     
  12. D_Stahl

    D_Stahl Active Member

    Hört sich ja nicht schlecht an......
     
  13. petervogel

    petervogel Active Member

    .......nur die europäer scheinen auf dem microsoft ohr etwas schwerhörig zu sein;-)
    peter
     
  14. j.meister

    j.meister New Member

    Irgendwo habe ich gehört, der Softwaremarkt in Brasilien ist fast so groß wie der in Indien...
     
  15. petervogel

    petervogel Active Member

    bei 160 millionen einwohnern, tendenz steigend, ist das nicht weiter verwunderlich.

    peter
     
  16. petervogel

    petervogel Active Member

    bei 160 millionen einwohnern, tendenz steigend, ist das nicht weiter verwunderlich.

    peter
     
  17. petervogel

    petervogel Active Member

    bei 160 millionen einwohnern, tendenz steigend, ist das nicht weiter verwunderlich.

    peter
     
  18. petervogel

    petervogel Active Member

    bei 160 millionen einwohnern, tendenz steigend, ist das nicht weiter verwunderlich.

    peter
     
  19. petervogel

    petervogel Active Member

    bei 160 millionen einwohnern, tendenz steigend, ist das nicht weiter verwunderlich.

    peter
     

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