Kuba

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Produo, 15. August 2003.

  1. Produo

    Produo New Member

    ist im vergangenen Jahr bei uns so im Hinterkopf entstanden:
    10 Jahre lang Amerika und Kanada - dann der Irak-Krieg - und ein etwas mulmiges Gefühl - und Bush.
    Nicht daß ich falsch verstanden werde: ich mag die Amerikaner - weiße, schwarze, rote, gelbe - egal. Mit der Politik bin ich nicht immer einverstanden, das bin ich aber hier auch nicht.
    So kam's dann halt zu Kuba.
    Was das Wetter anbetrifft, wußte ich, was auf uns zukommt - ich war vorher schon rings um Kuba
    (Bahamas, Cayman Island, Virgin Islands, Puerto Rico).
    Da mein Weib (die beste Frau aller Zeiten) genau so ein unruhiger Geist ist wie ich einer bin, heißt - nie lange an einem Ort sein kann, besteht unser Urlaub hauptsächlich in reisen, fahren, hier einen Tag, dort zwei - und dann geht's weiter.
    Alles ohne vorbuchen und selbst organisiert. So kommt man mit Land- und Leuten zusammen und erlebt die tollsten Dinge (nicht immer positiv).
    Bei Kuba habe wir uns das nicht getraut. Keine Ahnung über die Infrastruktur usw.
    So war die Überlegung, erstmal eine organisierte Rundreise von einigen Tagen und anschließend einen "all incl.-Aufenthalt" in einem typischen 5 Sterne Hotel einer westlichen Kette. - Absolut nicht unser Ding. Wir dachten, nach der Rundreiseerfahrung hier einen PKW zu mieten und einige Ausflüge zu machen - und nicht die ganze Zeit "all zu inclusiven".
    So ging es dann los, ab Frankfurt nach Varadero - einer Halbinsel - ca. 100 km östlich von Havanna. Gleich nach der Ankunft mit dem Bus nach Havanna, von dort startete die Rundreise.
    Normales Hotel mit guten Zimmern und guter Verpflegung. Nach 10 Stunden Flug, 3 Stunden Busfahrt und 2 Stunden Eincheckstress bleibt vom ersten Tag nur die Erinnerung an die Busfahrt (moderner Volvo vom Feinsten). Aber was sich da auf den Straßen bewegt! Pferdekutschen sind ja noch normal - und jede Menge Motorräder mit Beiwagen, auch Ochsengespanne und Radfahrer auf der Autobahn. Und viele geduldige Menschen, die Stunden und Tage auf den Bus warten - und ungeduldige, die dann zu Fuß über die Autobahn düsen.
    Das schärfste sind die normalen Busse (Kamelbus)
    = Sattelzugmaschine mit ca. 15 m Auflieger, der in der Mitte etwas abgesenkt ist. Da sind 250 (zweihundertfünfzig) Menschen drin - ohne Klimaanlage! - Daneben gibt es noch uralte Klapperkästen mit ca. 20 - 30 Plätzen, jedoch besetzt mit ca. 50-60 Personen - und dann natürlich zahlreiche LKW mit offener Pritsche, die Leute stehen da dichtgedrängt.
    Am nächsten Tag dann Havanna. Es wird viel restauriert, aber man sieht es kaum.
    Ich kenne Leipzig z. B. nicht nur von der Messe (vor der Wende), sondern auch die schlimmen Seiten - oder Ostberlin - oder Dresden, aber - glaubt mir - Havanna stellt alles in den Schatten.
    Kaum Geschäfte, natürlich viele Oldtimer aus den 50ern, die Häuser total zerfallen, teilweise stehen nur noch Fasaden. Immerhin - schon moderne Taxen - und die Coconut-Taxen - wendige kleine 3-Räder - die aussehen, wie eine aufgeschnittene Kokosnuss.
    Selbst die Paradeplätze für die Sozialisten sind in einem desolaten Zustand.
    Trotzdem - ein einmaliges Erlebnis. Man spürt so etwas wie Aufbruch. Die Leute sind alle gleich arm, haben alle gute Schulbildung, ärztliche Versorgung, Grundnahrungsmittel und Wohnung (ca. 20 qm) und hoffen auf bessere Zeiten, d.h. den Tourismus.
    Nachdem USA 1960 den Hahn zugedreht hat (Embargo), der Ostblock nicht mehr als solcher existiert, und das Hauptprodukt "Zucker" keine Abnehmer mehr findet bleibt halt - außer Zigarren - nicht mehr sehr viel.
    Die Tropicanashow für 75 Dollar sollte man sich gönnen. Ist so ähnlich wie das Fernsehbalett aus den 60ern.
    Man sollte die Geschichte Kubas etwas kennen, dann kann man auch Fidel verstehen. Denn was da bis 1959 unter Batista und den Amis abging, war schon heftig.
    Nach Besichtigung eines Rum-Museums mit Kostprobe konnte man den Besuch einer Zigarrenfabrik gut ertragen. Pausenlos predigt so ein Funktionär über Lautsprecher maschinengewehrartige Salven seines sozialistischen Vokabulars in einen Saal, wo ca. 100 Menschen tatsächlich fröhlich die unterschiedlichsten Zigarren per Hand herstellen. Wahre Köstlichkeiten für den Kenner.
    Die Menschen beweisen viel Talent in Überlebenskünsten. Die Landeswährung - Kuba-Peso - wird man als Tourist überhaupt nicht los. Nur die Einheimischen wissen, wo man damit bezahlen kann. Ansonsten ist der US$, oder langsam auch der €, gängiges Zahlungsmittel. Die meisten Beschäftigten erhalten (schon fast Ironie) wenigsten einen Teil des Lohnes in Dollar.
    Tags drauf ging's dann nach Cienfuegos. Der Besuch einer Krokodilfarm ist obligatorisch. WWF sorgt dafür, dass es den Krokodilen gut geht. Nachdem Krokoleder geächtet ist, bleiben die Farmer auf den Häuten sitzen und wissen nicht, wo sie für den nächsten Tag das Essen herbekommen. Also futtern sie die Krokodile, das darf man. Und etwas Gemüse wächst ja rundherum.
    Cienfuegos hat, wie alle Städte und Städtchen, eine bewegte Geschichte, die von wechselseitigen Herrschern europäischer Herkunft geprägt ist.
    Ab zu einem Nationalpark (Nichos) in den Bergen. 12km vor dem Park (Urwald) stoppt der Bus in einem kleinen Ort. Aus sowas ähnlichem wie einer LPG kommt eine kleine Karawane von russischen LKW heran, mit denen wir auf der Ladefläche 2 Stunden für die 12 km durchgerüttelt werden, dass ich dachte, mir fliegt die Fontanelle weg. An einigen Kleinstdörfern (3-5 Häuser) vorbei - aber jedes Dorf hat seine eigene Schule (10 qm) erreicht man die Wasserfälle des Parkes, wo man sich - mitten im Urwald - wie Tarzan fühlt, der mit seiner Liane im Nass herumplanscht.
    Nochmal die Tortour zurück - und dann noch 3 Stunden Busfahrt nach Trinidad.
    Kopfsteinplaster, Schlaglöcher, Kirche, Armmut überall.
    Kugelschreiber, Bonbons, Aufkleber usw. werden gerne genommen. Die Kinder sind sehr schüchtern. Es wird nicht gebettelt.
    Naja - und von dort dann dan Varadero, in das 5 Sterne super Luxus all inclusive Resort.
    Es war wirklich 5 Sterne, von der Verpflegung, von den Zimmern, von der freundlichen Bedienung, eine Bungalowsiedlung für ca. 800 Touris und Arbeitgeber für 550 KubanerInnen, direkt am über 30 Grad warmen Meder. Karibik halt.
    Und absolut kein Ghetto. Es gab Autos, Motorroller und Räder zu mieten. Segeljollen, Katamarane und Tretboote waren frei. Aber wohin?
    Und von morgens bis abends essen, trinken, baden und sich von irgendwelchen Animateuren zeigen lassen, wie man Samba tanzt, ist halt nicht unser Ding.
    Das nächste mal weiß ich: Kuba ja, Rundreise nur organisiert möglich, d.h. Hotels schon vorgebucht, mit PKW kein Problem. So ca. 10 Tage - und wenn's dann sein muss, noch 3 Tage "all-In".
    (irgendwann schaff ich es auch noch, das Ganze mit ein paar Bildern zu versehen).
    Gruess Euch
    Franz
     
  2. ipossum

    ipossum New Member

    Danke für den Bericht, ich wollte immer mal nach Kuba, habe es aber nicht mehr geschafft, leider
     
  3. Produo

    Produo New Member

    Ne, ganz so schlimm isses nich. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei ca. 400 Pesos, was etwa US$ 150,00 entspricht.
    Dabei ist zu bemerken: keine Steuern, keine Mieten, keine Arzt-, Schul- und sonstige Kosten.
    Trotzdem: zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig.

    Aber es geht so langsam aufwärts - eben durch den Tourismus. Und daher fand ich den Bericht der Deutschen Welle ziemlich heftig.
     
  4. Harlequin

    Harlequin Gast

    Um auf die Frage aus Deinem anderen Cuba-Beitrag bzg. der Menschenrechte zu sprechen zu kommen; Wenn es nach den Menschenrechten geht, duerfte man eigentlich in kein Land reisen.
    Ich halte es so, dass fuer mich die Schmerzgrenze dann erreicht ist, wenn das Land einen Angriffs- oder VernichtungsKrieg fuehrt, wie im Falle Tuerkei, Israel, USA etc., insbesondere dann, wenn die Opfer des Massenmordes das Land und seine Urlaubsgebiete zum Kriegsgebiet erklaert haben.
    In Cuba werden die Menschenrechte nicht weniger und auch nicht mehr verletzt, als in den meisten anderen kapitalistischen Staaten, eingeschlossen die BRD.
    Cuba ist ein (Staats-)kapitalistisches Land, historisch bedingt von revolutionaerer Rhetorik begleitet. Zwar sind viele soziale Errungenschaften der Revolution erhalten geblieben und in Amerika, Nordamerika eingeschlossen, vorbildhaft, aber die stalinistische, zentralistisch buerokratische Herrschaftsform laehmt das Land und verhindert die Weiterentwicklung.



    Du haettest uns hier im Forum auch aus Cuba direkt gruessen koennen, bspw. im Hotel Melia Cohiba in Havana gibt es ein Business Center mit Computer und Internet Zugang (wie in einem Internet Café).
    Hast Du auf der Krokodilfarm kein Alligatorsteak versucht, wird dort schlachtfrisch zubereitet, mit Knoblauch und Limone eine Delikatesse.
    Deine Reiseschilderung klingt nach einem typischen Touristenprogramm und wie in allen Laendern mit eingefahrenen Touristenpfaden, lernt man so Land und Leute natuerlich nur recht oberflaechlich kennen.
    Meine erste Cuba Reise vor 15 Jahren folgte uebrigens einer aehnlichen Route, allerdings war Varadero noch nicht so ausgebaut und die Entwicklung des Tourismus stand erst noch am Anfang.

    Havana hat, was die Bausubstanz betrifft, 4 Gesichter. Zum einen die abbruchreifen Haeuser aus der Kolonial- und NachkolonialZeit, die oft noch bewohnt werden. Bereits lange vor der Revolution hatten Bewohner wegen des knappen Wohnraums begonnen in die meist 5 Meter hohen Raeume illegal Zwischendecken einzuziehen. Dies hat sich spaeter geraecht, da in der Folge immer mehr Waende einzustuerzen drohen und die gesamte Bausubtanz schweren Schaden genommen hat.
    Auf der anderen Seite soll die historische Bausubstanz erhalten bleiben, man sieht viele "Ruinen", mit Holzgeruesten abgestuetzt, die auf Renovierung warten. Dort wo das umfangreiche, durch die Unesco unterstuetze, Wiederaufbau Programm bereits gegriffen hat, findet man allerdings vorbildlich renovierte Bauten und Strassenzuege, wie bspw. in Havana Vieja, rund um die Plaza de Armas.
    Daneben gibt es aber auch Stadtteile (wie neuvo Vedado) mit Neubauten, 4 bis 11 geschossig, aehnlich Plattenbau. Die 4 geschossigen sind gar nicht so schlecht und bieten sehr gute, saubere und wohnliche Appartments und Wohnungen. Ich selbst wohne in Havana in solchen Wohnungen (3 Zimmer, Kueche, Bad), fuer USD 100 - 200 / Monat.
    Der Cubaner selbst zahlt natuerlich nur ca. umgerechnet 2 USD an Miete.
    Viele dieser Haeuser werden durch die Bewohner selbst gebaut, in sogenannten "Microbrigadas".
    Schliesslich gibt es noch die Stadtteile mit Wohnhaeusern (wie Miramar) in unterschiedlicher Groesse und Qualitaet.
    Wenn man nicht gerade das Pech hat in einer Ruine zu wohnen, muss man bilanzieren, dass der durchschnittliche Cubaner nicht schlechter wohnt, als die Menschen bei uns, auf alle Faelle besser als der Grossteil im uebrigen Amerika.
    Denn eine amerikanische Wohnsituation findet man in Cuba nicht, ganze Slumgebiete und WellblechhuettenSiedlungen wie vor Mexico Stadt oder Rio.

    "Die Leute sind alle gleich arm..." ist ein Cliché und stimmt nicht. Natuerlich gibt es auch in Cuba Leute, die vom Staatskapitalismus profitieren und fuerstlich wohnen und leben.
    Dazu eine Annekdote:
    Vor ein paar Jahren sprach ich bei der Handelskammer vor, wegen eines gastronomischen Projektes. Laut Gesetz waere das moeglich.
    Eine alte Funktionaersschlampe mit russischer Frisur aus den 70ern erklaerte mir: "Wenn Sie von McDonalds waeren, waere das alles kein Problem." Darauf erwiderte ich: "Wenn ich von McDonalds waere, wuerde ich mit Fidel persoenlich sprechen und nicht mit Ihnen."
    Was soll uns das sagen; Die herrschende Buerokratie auf Ministerialebene kontrolliert allein die Wirtschaft des Landes und hat die Macht das Gesetz zu beugen. Die sind nur an "Big Deals" interessiert, bei welchen sie auch persoenlich ihren Schnitt machen koennen. Geschaefte zu konzessionieren, welche sich ihrer Kontrolle entziehen, wuerde ein Verlust an Macht, Einfluss und Kontrolle bedeuten und deren herausragende soziale, gesellschaftliche Stellung gefaehrden.
    Deswegen erhalten bspw. Baecker keine Konzession fuer eine Baeckerei, mit der Folge, dass es in ganz Havana keine Baeckerei gibt. Lediglich staatliche Brotverkaufsstellen mit ensprechend schlechter Qualitaet (es gibt auch nur 1 Sorte).
    Die so die Wirtschaft kontrollieren nehmen durch Kooperationen mit auslaendischen Investoren genug USD oder EUR ein, um es sich gut gehen zu lassen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Investitionen auf diesem Wege nur ueber entsprechende Korruption zu realisieren ist.

    "...dann kann man auch Fidel verstehen..." Nee, ich verstehe ihn nicht. Sicher, die Revolution war so notwendig wie richtig und hat die Lebensverhaeltnisse der Cubaner stark verbessert. Nirgendwo in Amerika (ausser vielleicht Canada) lebt der Durchschnittsbuerger so gut und sicher, wie in Cuba. Im Gegensatz zu bspw. den USA gibt es keinen Hunger, Obdachlosigkeit und soziale Gewaltorgien, von Lateinamerika ganz zu schweigen.
    Dennoch sind eine Menge Probleme hausgemacht und dem undemokratischen System geschuldet, welches mit Sozialismus nichts zu tun hat. Sozialismus ist immer ein demokratischer, oder er ist keiner.
    Das Fehlen sozialistischer Demokratie verhindert die weitere Entwicklung des Landes und der Revolution selbst.
    Dass Fidel Castro das nicht sieht, ist bestenfalls auf mangelnde philosophische Bildung zurueckzufuehren. Dass die Klasse der herrschenden Buerokraten das nicht sehen will, ist kapitalistisches Eigeninteresse.

    "Pausenlos predigt so ein Funktionär über Lautsprecher maschinengewehrartige Salven seines sozialistischen Vokabulars in einen Saal, wo ca. 100 Menschen tatsächlich fröhlich die unterschiedlichsten Zigarren per Hand herstellen."
    Das ist keine Errungenschaft der Revolution, sondern geht weit frueher zurueck. Eigene Vorleser (lectores) fuer die Tabaqueros in den Fabriken zu engagieren, geht zurueck auf das Jahr 1865 in die Fabrik „El Figaro”. Don Jaime Partagás folgte in seinen Fabriken und bald war das System allgemein verbreitet. Die Gage fuer den Lector sammelten oft die Arbeiter selbst.

    Mein Tip fuer die naechste Cuba Reise:
    Mindestens 2 Wochen Havana einplanen und versuchen privat eine Wohnung zu mieten. Auf keinen Fall Varadero, das ist nur fuer reine Strandtouristen, die 2 - 3 Wochen in der Sonne und am Meer, aber eben einer Touristenstadt, abhaengen wollen.
    Mit Cubanern an Orte und in Lokalitaeten gehen, die diese besuchen. Ist viel billiger und wesentlich interessanter. Aber immer Vorsicht (wie in jedem Reise- TouristenLand), nicht abzocken lassen von schwarzen Schafen.
    Alles in allem ist Cuba eines der interessantesten Reiseziele weltweit.

    :cool:

    .
     
  5. Produo

    Produo New Member

    @Harlequin
    Danke Dir, Du hast meine Eindrücke bestätigt und Einiges, von mir falsch erkannte, richtig gestellt.
    Ich wollte ja auch nicht den typischen Touristenpfad gehen, sondern erstmal vortasten.
    In Varadero sind inzwischen einige Anlagen - ähnlich des "Melia" entstanden - alle von derselben Kette und in ausgezeichneter Qualität.
    Für den, der sowas mag, ist das ja auch ok.
    Immerhin - denke ich - wenn pro Hotal ca. 500 Kubaner schonmal bessere Einkommen haben, ist ein Anwachsen von - hoffentlich - sanftem Tourismus nur zu begruessen.
    Gruss
    Franz
     
  6. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Sehr schöne Infos von Euch über Cuba.

    Eins

    setzen


    PS Kann man diese handgedreten Zigarren ausführen ,oder gehen die ihren sozialistischen Weg nach USA ?
     
  7. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Lesenswerter Bericht, Produo. Dies gilt auch für Harlequins Ergänzungen, wenn man seinen üblichen Sozialistensülz weglässt.

    Bin schon gespannt auf ein paar Bilder zur Abrundung des Geschriebenen.
     
  8. Produo

    Produo New Member

    Kann man.
    Man muss sich an die Importbestimmungen der EU halten (50 Stück pro Person - keine Wertbegrenzung)
    und im Zweifel einen Kaufbeleg vorlegen, d.h. - nicht schwarz kaufen - sonst könnten sie bei der Ausfuhr beschlagnahmt werden.

    Ich habe für Bekannte für 100 Zigarren ca. 500 $ bezahlt und keine Probleme bekommen.
     
  9. Produo

    Produo New Member

    Hallo Macixus - hier muss ich aber Harle Recht geben, das war in der Tat kein Sozialistengesülz, was er da geschrieben hat (obwohl es sich im ersten Gang so liest).
    Zu den Bildern - da melde ich mich mal bei Dir, weil ich noch nicht so richtig weiß, wie ich sie reinstellen kann.
    Gruss
    Franz
     
  10. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Da hast du mich verstanden miss - ich meinte seine Einleitung seiner ansonsten lesenswerten Ergänzungen.

    (meistens lese ich lesenswertes in zwei Gängen, insofern bleibe ich bei meiner Wertung ;)
     
  11. Produo

    Produo New Member

    Jau, der erste Absatz seiner Einleitung musste nicht sein. Stimmt!
     
  12. Produo

    Produo New Member

    ist im vergangenen Jahr bei uns so im Hinterkopf entstanden:
    10 Jahre lang Amerika und Kanada - dann der Irak-Krieg - und ein etwas mulmiges Gefühl - und Bush.
    Nicht daß ich falsch verstanden werde: ich mag die Amerikaner - weiße, schwarze, rote, gelbe - egal. Mit der Politik bin ich nicht immer einverstanden, das bin ich aber hier auch nicht.
    So kam's dann halt zu Kuba.
    Was das Wetter anbetrifft, wußte ich, was auf uns zukommt - ich war vorher schon rings um Kuba
    (Bahamas, Cayman Island, Virgin Islands, Puerto Rico).
    Da mein Weib (die beste Frau aller Zeiten) genau so ein unruhiger Geist ist wie ich einer bin, heißt - nie lange an einem Ort sein kann, besteht unser Urlaub hauptsächlich in reisen, fahren, hier einen Tag, dort zwei - und dann geht's weiter.
    Alles ohne vorbuchen und selbst organisiert. So kommt man mit Land- und Leuten zusammen und erlebt die tollsten Dinge (nicht immer positiv).
    Bei Kuba habe wir uns das nicht getraut. Keine Ahnung über die Infrastruktur usw.
    So war die Überlegung, erstmal eine organisierte Rundreise von einigen Tagen und anschließend einen "all incl.-Aufenthalt" in einem typischen 5 Sterne Hotel einer westlichen Kette. - Absolut nicht unser Ding. Wir dachten, nach der Rundreiseerfahrung hier einen PKW zu mieten und einige Ausflüge zu machen - und nicht die ganze Zeit "all zu inclusiven".
    So ging es dann los, ab Frankfurt nach Varadero - einer Halbinsel - ca. 100 km östlich von Havanna. Gleich nach der Ankunft mit dem Bus nach Havanna, von dort startete die Rundreise.
    Normales Hotel mit guten Zimmern und guter Verpflegung. Nach 10 Stunden Flug, 3 Stunden Busfahrt und 2 Stunden Eincheckstress bleibt vom ersten Tag nur die Erinnerung an die Busfahrt (moderner Volvo vom Feinsten). Aber was sich da auf den Straßen bewegt! Pferdekutschen sind ja noch normal - und jede Menge Motorräder mit Beiwagen, auch Ochsengespanne und Radfahrer auf der Autobahn. Und viele geduldige Menschen, die Stunden und Tage auf den Bus warten - und ungeduldige, die dann zu Fuß über die Autobahn düsen.
    Das schärfste sind die normalen Busse (Kamelbus)
    = Sattelzugmaschine mit ca. 15 m Auflieger, der in der Mitte etwas abgesenkt ist. Da sind 250 (zweihundertfünfzig) Menschen drin - ohne Klimaanlage! - Daneben gibt es noch uralte Klapperkästen mit ca. 20 - 30 Plätzen, jedoch besetzt mit ca. 50-60 Personen - und dann natürlich zahlreiche LKW mit offener Pritsche, die Leute stehen da dichtgedrängt.
    Am nächsten Tag dann Havanna. Es wird viel restauriert, aber man sieht es kaum.
    Ich kenne Leipzig z. B. nicht nur von der Messe (vor der Wende), sondern auch die schlimmen Seiten - oder Ostberlin - oder Dresden, aber - glaubt mir - Havanna stellt alles in den Schatten.
    Kaum Geschäfte, natürlich viele Oldtimer aus den 50ern, die Häuser total zerfallen, teilweise stehen nur noch Fasaden. Immerhin - schon moderne Taxen - und die Coconut-Taxen - wendige kleine 3-Räder - die aussehen, wie eine aufgeschnittene Kokosnuss.
    Selbst die Paradeplätze für die Sozialisten sind in einem desolaten Zustand.
    Trotzdem - ein einmaliges Erlebnis. Man spürt so etwas wie Aufbruch. Die Leute sind alle gleich arm, haben alle gute Schulbildung, ärztliche Versorgung, Grundnahrungsmittel und Wohnung (ca. 20 qm) und hoffen auf bessere Zeiten, d.h. den Tourismus.
    Nachdem USA 1960 den Hahn zugedreht hat (Embargo), der Ostblock nicht mehr als solcher existiert, und das Hauptprodukt "Zucker" keine Abnehmer mehr findet bleibt halt - außer Zigarren - nicht mehr sehr viel.
    Die Tropicanashow für 75 Dollar sollte man sich gönnen. Ist so ähnlich wie das Fernsehbalett aus den 60ern.
    Man sollte die Geschichte Kubas etwas kennen, dann kann man auch Fidel verstehen. Denn was da bis 1959 unter Batista und den Amis abging, war schon heftig.
    Nach Besichtigung eines Rum-Museums mit Kostprobe konnte man den Besuch einer Zigarrenfabrik gut ertragen. Pausenlos predigt so ein Funktionär über Lautsprecher maschinengewehrartige Salven seines sozialistischen Vokabulars in einen Saal, wo ca. 100 Menschen tatsächlich fröhlich die unterschiedlichsten Zigarren per Hand herstellen. Wahre Köstlichkeiten für den Kenner.
    Die Menschen beweisen viel Talent in Überlebenskünsten. Die Landeswährung - Kuba-Peso - wird man als Tourist überhaupt nicht los. Nur die Einheimischen wissen, wo man damit bezahlen kann. Ansonsten ist der US$, oder langsam auch der €, gängiges Zahlungsmittel. Die meisten Beschäftigten erhalten (schon fast Ironie) wenigsten einen Teil des Lohnes in Dollar.
    Tags drauf ging's dann nach Cienfuegos. Der Besuch einer Krokodilfarm ist obligatorisch. WWF sorgt dafür, dass es den Krokodilen gut geht. Nachdem Krokoleder geächtet ist, bleiben die Farmer auf den Häuten sitzen und wissen nicht, wo sie für den nächsten Tag das Essen herbekommen. Also futtern sie die Krokodile, das darf man. Und etwas Gemüse wächst ja rundherum.
    Cienfuegos hat, wie alle Städte und Städtchen, eine bewegte Geschichte, die von wechselseitigen Herrschern europäischer Herkunft geprägt ist.
    Ab zu einem Nationalpark (Nichos) in den Bergen. 12km vor dem Park (Urwald) stoppt der Bus in einem kleinen Ort. Aus sowas ähnlichem wie einer LPG kommt eine kleine Karawane von russischen LKW heran, mit denen wir auf der Ladefläche 2 Stunden für die 12 km durchgerüttelt werden, dass ich dachte, mir fliegt die Fontanelle weg. An einigen Kleinstdörfern (3-5 Häuser) vorbei - aber jedes Dorf hat seine eigene Schule (10 qm) erreicht man die Wasserfälle des Parkes, wo man sich - mitten im Urwald - wie Tarzan fühlt, der mit seiner Liane im Nass herumplanscht.
    Nochmal die Tortour zurück - und dann noch 3 Stunden Busfahrt nach Trinidad.
    Kopfsteinplaster, Schlaglöcher, Kirche, Armmut überall.
    Kugelschreiber, Bonbons, Aufkleber usw. werden gerne genommen. Die Kinder sind sehr schüchtern. Es wird nicht gebettelt.
    Naja - und von dort dann dan Varadero, in das 5 Sterne super Luxus all inclusive Resort.
    Es war wirklich 5 Sterne, von der Verpflegung, von den Zimmern, von der freundlichen Bedienung, eine Bungalowsiedlung für ca. 800 Touris und Arbeitgeber für 550 KubanerInnen, direkt am über 30 Grad warmen Meder. Karibik halt.
    Und absolut kein Ghetto. Es gab Autos, Motorroller und Räder zu mieten. Segeljollen, Katamarane und Tretboote waren frei. Aber wohin?
    Und von morgens bis abends essen, trinken, baden und sich von irgendwelchen Animateuren zeigen lassen, wie man Samba tanzt, ist halt nicht unser Ding.
    Das nächste mal weiß ich: Kuba ja, Rundreise nur organisiert möglich, d.h. Hotels schon vorgebucht, mit PKW kein Problem. So ca. 10 Tage - und wenn's dann sein muss, noch 3 Tage "all-In".
    (irgendwann schaff ich es auch noch, das Ganze mit ein paar Bildern zu versehen).
    Gruess Euch
    Franz
     
  13. ipossum

    ipossum New Member

    Danke für den Bericht, ich wollte immer mal nach Kuba, habe es aber nicht mehr geschafft, leider
     
  14. Produo

    Produo New Member

    Ne, ganz so schlimm isses nich. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei ca. 400 Pesos, was etwa US$ 150,00 entspricht.
    Dabei ist zu bemerken: keine Steuern, keine Mieten, keine Arzt-, Schul- und sonstige Kosten.
    Trotzdem: zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig.

    Aber es geht so langsam aufwärts - eben durch den Tourismus. Und daher fand ich den Bericht der Deutschen Welle ziemlich heftig.
     
  15. Harlequin

    Harlequin Gast

    Um auf die Frage aus Deinem anderen Cuba-Beitrag bzg. der Menschenrechte zu sprechen zu kommen; Wenn es nach den Menschenrechten geht, duerfte man eigentlich in kein Land reisen.
    Ich halte es so, dass fuer mich die Schmerzgrenze dann erreicht ist, wenn das Land einen Angriffs- oder VernichtungsKrieg fuehrt, wie im Falle Tuerkei, Israel, USA etc., insbesondere dann, wenn die Opfer des Massenmordes das Land und seine Urlaubsgebiete zum Kriegsgebiet erklaert haben.
    In Cuba werden die Menschenrechte nicht weniger und auch nicht mehr verletzt, als in den meisten anderen kapitalistischen Staaten, eingeschlossen die BRD.
    Cuba ist ein (Staats-)kapitalistisches Land, historisch bedingt von revolutionaerer Rhetorik begleitet. Zwar sind viele soziale Errungenschaften der Revolution erhalten geblieben und in Amerika, Nordamerika eingeschlossen, vorbildhaft, aber die stalinistische, zentralistisch buerokratische Herrschaftsform laehmt das Land und verhindert die Weiterentwicklung.



    Du haettest uns hier im Forum auch aus Cuba direkt gruessen koennen, bspw. im Hotel Melia Cohiba in Havana gibt es ein Business Center mit Computer und Internet Zugang (wie in einem Internet Café).
    Hast Du auf der Krokodilfarm kein Alligatorsteak versucht, wird dort schlachtfrisch zubereitet, mit Knoblauch und Limone eine Delikatesse.
    Deine Reiseschilderung klingt nach einem typischen Touristenprogramm und wie in allen Laendern mit eingefahrenen Touristenpfaden, lernt man so Land und Leute natuerlich nur recht oberflaechlich kennen.
    Meine erste Cuba Reise vor 15 Jahren folgte uebrigens einer aehnlichen Route, allerdings war Varadero noch nicht so ausgebaut und die Entwicklung des Tourismus stand erst noch am Anfang.

    Havana hat, was die Bausubstanz betrifft, 4 Gesichter. Zum einen die abbruchreifen Haeuser aus der Kolonial- und NachkolonialZeit, die oft noch bewohnt werden. Bereits lange vor der Revolution hatten Bewohner wegen des knappen Wohnraums begonnen in die meist 5 Meter hohen Raeume illegal Zwischendecken einzuziehen. Dies hat sich spaeter geraecht, da in der Folge immer mehr Waende einzustuerzen drohen und die gesamte Bausubtanz schweren Schaden genommen hat.
    Auf der anderen Seite soll die historische Bausubstanz erhalten bleiben, man sieht viele "Ruinen", mit Holzgeruesten abgestuetzt, die auf Renovierung warten. Dort wo das umfangreiche, durch die Unesco unterstuetze, Wiederaufbau Programm bereits gegriffen hat, findet man allerdings vorbildlich renovierte Bauten und Strassenzuege, wie bspw. in Havana Vieja, rund um die Plaza de Armas.
    Daneben gibt es aber auch Stadtteile (wie neuvo Vedado) mit Neubauten, 4 bis 11 geschossig, aehnlich Plattenbau. Die 4 geschossigen sind gar nicht so schlecht und bieten sehr gute, saubere und wohnliche Appartments und Wohnungen. Ich selbst wohne in Havana in solchen Wohnungen (3 Zimmer, Kueche, Bad), fuer USD 100 - 200 / Monat.
    Der Cubaner selbst zahlt natuerlich nur ca. umgerechnet 2 USD an Miete.
    Viele dieser Haeuser werden durch die Bewohner selbst gebaut, in sogenannten "Microbrigadas".
    Schliesslich gibt es noch die Stadtteile mit Wohnhaeusern (wie Miramar) in unterschiedlicher Groesse und Qualitaet.
    Wenn man nicht gerade das Pech hat in einer Ruine zu wohnen, muss man bilanzieren, dass der durchschnittliche Cubaner nicht schlechter wohnt, als die Menschen bei uns, auf alle Faelle besser als der Grossteil im uebrigen Amerika.
    Denn eine amerikanische Wohnsituation findet man in Cuba nicht, ganze Slumgebiete und WellblechhuettenSiedlungen wie vor Mexico Stadt oder Rio.

    "Die Leute sind alle gleich arm..." ist ein Cliché und stimmt nicht. Natuerlich gibt es auch in Cuba Leute, die vom Staatskapitalismus profitieren und fuerstlich wohnen und leben.
    Dazu eine Annekdote:
    Vor ein paar Jahren sprach ich bei der Handelskammer vor, wegen eines gastronomischen Projektes. Laut Gesetz waere das moeglich.
    Eine alte Funktionaersschlampe mit russischer Frisur aus den 70ern erklaerte mir: "Wenn Sie von McDonalds waeren, waere das alles kein Problem." Darauf erwiderte ich: "Wenn ich von McDonalds waere, wuerde ich mit Fidel persoenlich sprechen und nicht mit Ihnen."
    Was soll uns das sagen; Die herrschende Buerokratie auf Ministerialebene kontrolliert allein die Wirtschaft des Landes und hat die Macht das Gesetz zu beugen. Die sind nur an "Big Deals" interessiert, bei welchen sie auch persoenlich ihren Schnitt machen koennen. Geschaefte zu konzessionieren, welche sich ihrer Kontrolle entziehen, wuerde ein Verlust an Macht, Einfluss und Kontrolle bedeuten und deren herausragende soziale, gesellschaftliche Stellung gefaehrden.
    Deswegen erhalten bspw. Baecker keine Konzession fuer eine Baeckerei, mit der Folge, dass es in ganz Havana keine Baeckerei gibt. Lediglich staatliche Brotverkaufsstellen mit ensprechend schlechter Qualitaet (es gibt auch nur 1 Sorte).
    Die so die Wirtschaft kontrollieren nehmen durch Kooperationen mit auslaendischen Investoren genug USD oder EUR ein, um es sich gut gehen zu lassen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Investitionen auf diesem Wege nur ueber entsprechende Korruption zu realisieren ist.

    "...dann kann man auch Fidel verstehen..." Nee, ich verstehe ihn nicht. Sicher, die Revolution war so notwendig wie richtig und hat die Lebensverhaeltnisse der Cubaner stark verbessert. Nirgendwo in Amerika (ausser vielleicht Canada) lebt der Durchschnittsbuerger so gut und sicher, wie in Cuba. Im Gegensatz zu bspw. den USA gibt es keinen Hunger, Obdachlosigkeit und soziale Gewaltorgien, von Lateinamerika ganz zu schweigen.
    Dennoch sind eine Menge Probleme hausgemacht und dem undemokratischen System geschuldet, welches mit Sozialismus nichts zu tun hat. Sozialismus ist immer ein demokratischer, oder er ist keiner.
    Das Fehlen sozialistischer Demokratie verhindert die weitere Entwicklung des Landes und der Revolution selbst.
    Dass Fidel Castro das nicht sieht, ist bestenfalls auf mangelnde philosophische Bildung zurueckzufuehren. Dass die Klasse der herrschenden Buerokraten das nicht sehen will, ist kapitalistisches Eigeninteresse.

    "Pausenlos predigt so ein Funktionär über Lautsprecher maschinengewehrartige Salven seines sozialistischen Vokabulars in einen Saal, wo ca. 100 Menschen tatsächlich fröhlich die unterschiedlichsten Zigarren per Hand herstellen."
    Das ist keine Errungenschaft der Revolution, sondern geht weit frueher zurueck. Eigene Vorleser (lectores) fuer die Tabaqueros in den Fabriken zu engagieren, geht zurueck auf das Jahr 1865 in die Fabrik „El Figaro”. Don Jaime Partagás folgte in seinen Fabriken und bald war das System allgemein verbreitet. Die Gage fuer den Lector sammelten oft die Arbeiter selbst.

    Mein Tip fuer die naechste Cuba Reise:
    Mindestens 2 Wochen Havana einplanen und versuchen privat eine Wohnung zu mieten. Auf keinen Fall Varadero, das ist nur fuer reine Strandtouristen, die 2 - 3 Wochen in der Sonne und am Meer, aber eben einer Touristenstadt, abhaengen wollen.
    Mit Cubanern an Orte und in Lokalitaeten gehen, die diese besuchen. Ist viel billiger und wesentlich interessanter. Aber immer Vorsicht (wie in jedem Reise- TouristenLand), nicht abzocken lassen von schwarzen Schafen.
    Alles in allem ist Cuba eines der interessantesten Reiseziele weltweit.

    :cool:

    .
     
  16. Produo

    Produo New Member

    @Harlequin
    Danke Dir, Du hast meine Eindrücke bestätigt und Einiges, von mir falsch erkannte, richtig gestellt.
    Ich wollte ja auch nicht den typischen Touristenpfad gehen, sondern erstmal vortasten.
    In Varadero sind inzwischen einige Anlagen - ähnlich des "Melia" entstanden - alle von derselben Kette und in ausgezeichneter Qualität.
    Für den, der sowas mag, ist das ja auch ok.
    Immerhin - denke ich - wenn pro Hotal ca. 500 Kubaner schonmal bessere Einkommen haben, ist ein Anwachsen von - hoffentlich - sanftem Tourismus nur zu begruessen.
    Gruss
    Franz
     
  17. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Sehr schöne Infos von Euch über Cuba.

    Eins

    setzen


    PS Kann man diese handgedreten Zigarren ausführen ,oder gehen die ihren sozialistischen Weg nach USA ?
     
  18. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Lesenswerter Bericht, Produo. Dies gilt auch für Harlequins Ergänzungen, wenn man seinen üblichen Sozialistensülz weglässt.

    Bin schon gespannt auf ein paar Bilder zur Abrundung des Geschriebenen.
     
  19. Produo

    Produo New Member

    Kann man.
    Man muss sich an die Importbestimmungen der EU halten (50 Stück pro Person - keine Wertbegrenzung)
    und im Zweifel einen Kaufbeleg vorlegen, d.h. - nicht schwarz kaufen - sonst könnten sie bei der Ausfuhr beschlagnahmt werden.

    Ich habe für Bekannte für 100 Zigarren ca. 500 $ bezahlt und keine Probleme bekommen.
     
  20. Produo

    Produo New Member

    Hallo Macixus - hier muss ich aber Harle Recht geben, das war in der Tat kein Sozialistengesülz, was er da geschrieben hat (obwohl es sich im ersten Gang so liest).
    Zu den Bildern - da melde ich mich mal bei Dir, weil ich noch nicht so richtig weiß, wie ich sie reinstellen kann.
    Gruss
    Franz
     

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