Laurentiustränen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von starwatcher, 9. August 2004.

  1. starwatcher

    starwatcher New Member

    Freunde der Nacht,

    was für's auge.... wobei die aussage mit dem schneegestöber wohl übetrieben ist.
    Gegen mitternacht den blick gen osten, dort liegtdie statistische häufung; aber am besten, man legt sich ins gras... viel spass und viele wünsche!


    quelle: yahoo heute

    Tausende Sternschnuppen regnen in laue Augustnächte


    Potsdam (dpa) - Tausende Sternschnuppen werden in der nächsten Woche den Nachthimmel erhellen. Von Montag bis Freitag entfaltet der Meteorstrom der Perseiden seine größte Aktivität.

    «In den Nächten vom Dienstag zu Mittwoch und vom Mittwoch zu Donnerstag erwarten wir mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde», sagte der Präsident der Internationalen Meteor-Organisation (IMO), Jürgen Rendtel, in einem dpa-Gespräch.

    «Am besten guckt man außerhalb von lichtverseuchten Städten auf einen dunklen Punkt», rät der Experte Beobachtern. «Nach Mitternacht ist die Sicht ideal.» Dann fliege die Erde direkt auf das Sternbild Perseus zu, aus dessen Richtung die Sternschnuppen kommen und nach dem sie benannt sind. «Das ist, als würde man in einem Schneegestöber gegen den Wind laufen», sagte Rendtel.

    Die Perseiden können Nachtschwärmer jedes Jahr im August beobachten. Dann kreuzt die Erde die Staubspur des Kometen «Swift- Tuttle». «Dieser schmutzige Schneeball mit einem Durchmesser von rund 20 Kilometern setzt permanent Teilchen frei», erläuterte Rendtel. «Wie verbogene Schläuche kreisen diese dann für 100 bis 200 Jahre um die Sonne.» In diesem Jahr rechnen Forscher mit einer stark erhöhten Aktivität der Perseiden und erwarten ein mögliches zusätzliches Maximum am späten Mittwochabend. «Dann nähern wir uns einem Teilchenschlauch, den "Swift-Tuttle" 1862 entlassen hat», sagte Rendtel.

    Sternschnuppen entstehen, wenn Staubteilchen aus dem Weltraum in die Atmosphäre der Erde rasen. Die Staubklümpchen übertragen dabei viel Energie auf die Moleküle der Luft und diese beginnt zu leuchten. «Die größten Meteore sind bis zu tennisballgroß und können Sternschnuppen von der Helligkeit der Venus produzieren», sagte Rendtel. Heute wissen Forscher sehr viel über Meteore. «Doch Sternschnuppen sind für Astronomen erst seit 200 Jahren hoffähig», berichtete Rendtel. «Bis dahin glaubten die Menschen, Sternschnuppen seien eine Art Ausdünstungen der Erde.»
     
  2. donald105

    donald105 New Member

    daggele ebent zurück von der terrasse - blickrichtung in statistische häufung der flimmernden tennisbälle - aber noch tut sich nix.. liegt's am bambus, der das blickfeld trüben tut?
     
  3. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Igitt, habe absolut keine Lust in einen stinkigen alten Teilchenschlauch einzutauchen.

    Bin Gottseidank in meinem Hobbyraum ausreichend geschützt.

    :party:
     
  4. Ganimed

    Ganimed New Member

    Die beste Zeit liegt eben nach Mitternacht, so 2-4 Uhr. Evtl wird das Maximum der Perseiden auch erst morgen oder übermorgen erreicht. Und solche Ereignisse sind auch nicht immer so spektakulär, dass einem das Blech wegfliegt...
    Für Astronomen und Hobby-Sternengucker wie mich allerdings durchaus sehenswert.

    ;)
     
  5. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Wir sind gegen 1 Uhr am Ufer der Havel gewesen, die hier einem See gleicht und haben Richtung Osten geschaut. Leider liegt dort Berlin und es findet immer eine ziemliche Lichtverschmutzung statt. Aber man konnte kleine Sterne gerade noch erkennen aber es war sonst leider nichts zu erkennen.

    Gucken wir halt morgen wieder und übermorgen wieder.
     
  6. starwatcher

    starwatcher New Member

    mit 35 jahren beobachtungspraxis kann ich leider auch nur konstatieren, dass die erwartungen, wie sie durch die presse genährt werden, sich in der praxis leider nur seltenst erfüllen.
    Aber so manches prachtexemplar (mit rauch und knall) war schon dabei; da fällt der wunsch dann um so kräftiger aus...

    clear skies - Klaus

    dazu noch die Bauernregel des Tages:
    Am Abend vor Laurenzi, da küs i no mei Zenzi.


    hier noch etwas von heute... quelle: yahoo

    Sternschnuppen veranlassen auf der ganzen Welt zum Wünschen


    Hamburg (dpa) - In den kommenden Nächten bietet der Himmel wieder viele Chancen, sich etwas zu wünschen. Die beiden Maxima des Sternschnuppenstroms der Perseiden erwarten die Astronomen am Spätabend des Mittwochs und in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag.

    Selbst japanische und arabische Sternschnuppen-Wünsche gehen jedoch nur in Erfüllung, wenn der Wünschende sie niemandem verrät, erläutert Jürgen Rendtel, Präsident der Internationalen Meteor-Organisation. Woher aber der Aberglaube stammt, der so viele Menschen in der Welt beim Anblick einer Sternschnuppe ihre Wünsche gen Himmel richten lässt, das vermag auch er nicht zu sagen.

    Nicht für alle Kulturkreise seien die leuchtenden Meteore Glücksbringer. In ländlichen Gegenden der Mongolei gelten Nächte voller Sternschnuppen laut Rendtel als Nächte des Schreckens. Denn mit jeder Sternschnuppe fahre nach dem Glauben der Mongolen die Seele eines Verstorbenen zum Himmel.

    Nicht Seelen sondern verirrte Sterne kehren nach einem schwäbischen Glauben an ihren Platz in den Himmel zurück. In der Oberpfalz fallen mit den Sternschnuppen angekohlte Dochte zur Erde, die Engel beim Putzen der Sterne fallen lassen.

    Jenseits allen Aberglaubens wissen Forscher schon seit 200 Jahren, was sich hinter dem sagenumwobenen Himmelsspektakel verbirgt. 1794 habe Ernst Friedrich Florens Chladni in Halle/Wittenberg erstmals nachgewiesen, dass Meteore aus dem Weltraum kommen, berichtet Rendtel. Bis dahin sahen viele Forscher in Sternschnuppen lediglich eine Ausdünstung der irdischen Atmosphäre.

    Dem Meteorexperten Rendtel unterdessen gefällt die Sicht von Tom Sawyers Romanheld Huckleberry Finn. «Huck Finn», sagte er lachend, «meint Sternschnuppen sind schlecht gewordene Sterne, die Gott auf die Erde zurückwirft.»
     

Diese Seite empfehlen