MacBook Air 11" – oder doch eher ein Netbook?

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von vulkanos, 28. November 2012.

  1. vulkanos

    vulkanos New Member

    Seit meiner letzten Dienstreise ist klar: Mein schwergewichtiges MacBook Pro 15“ bleibt fortan zuhause. Für unterwegs reicht zum Herumdaddeln und Email-abfragen ein 11“-er völlig aus. MacBook Air oder Acer Aspire One 722?

    Für den Kampfpreis von ± 250 Euronen ist die Ausstattung dieses PC-Netbooks gar nicht übel: 3 USB-Anschlüsse, ein 5-und-1-Kartenleser, einen getrennten Audio-Ein- und –gang, je einen Anschluss für Netzkabel, HDMI und externen Monitor. Ab Werk ist das Stück mit 4 GB RAM und einer 320 GB Festplatte – für meine Begriffe etwas überdimensioniert – ausgestattet.

    Für unverbesserliche Schrauber à la iFixit ist der Acer eine wahre Wonne: Nur eine Schraube trennt von leicht zugänglichen Komponenten wie Festplatte, RAM etc. Die Taktung von derzeit 1 GHz kann auf 1,33 GHz erhöht werden. Und der Akku wird lediglich von außen eingerastet.

    Tja Freunde des angebissenen Apfels – diesbezüglich schaut das MaxBuch Luft etwas hohlwangig aus. Diesbezügliche Kenntnisse setze ich bei Euch voraus. Beim MacBook Air 13,3“ der 1. Generation waren zumindest noch Akku und Festplatte austauschbar. Der kleinere 11“er erlaubt nur noch das Auswechseln des Solid State Drive. Das satte Entgelt von € 168 (hier gilt der Wechselkurs $ = €) für 128 GB ist der Preis für Leichtigkeit und Dünne des Air. Die neuen Modelle haben anstelle des MiniDisplayPort einen Thunderbolt-Anschluss – aber wo sind die entsprechenden Peripheriegeräte?

    Wir wollen den Luftikus nicht über Gebühr in die Tonne stampfen. Der Kleine ist wrklich flott, die Verarbeitung des Alu Gehäuses fühlt sich edel, wertig und gut an, Trackpad wie Tastatur sind wie auf allen anderen MaxBüchern sehr fingerfreundlich.

    Hier zieht Acer definitiv den Kürzeren: Mit 1 GHz ist das Netbook doch etwas zu gemütlich, das Kunststoffgehäuse ist kein Paradebeispiel solider Verarbeitung, die Tastatur ist wegen ihrer Schwabbeligkeit für Viel- und Langschreiber schlecht geeignet, auch liegen die Tasten zu nahe beieinander und sind somit Quelle häufigen Vertippens; und das Touchpad mit seiner vergleichsweise rauen Oberfläche ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Und mit seinen 1,4 Kilo ist das Netzbuch doch um 320 gr schwerer als das MacBook Air 11“.

    Last not least: Der absolute Negativpunkt ist die Auslieferung des Acers mit dem miesesten aller Linux-Distributionen, Linpus. Die entsprechenden Foren sind voll der Klagen, dass dieses OS sich nicht aufrufen lässt. Grafische Oberfläche = 0

    11“ – das ist auf die Dauer doch zu anstrengend. Man sitzt entweder zu nahe am Bildschirm oder bei einer externen Tastatur ist die Entfernung zum Monitor wiederum zu groß.

    Das laue Fazit: Wer sich den bis zu vierfachen Preis leisten kann und keine Lust auf ein anderes BS hat, für den ist das MacBook Air 11“ bestimmt die beste Wahl. Geringverdiener, die sich Linux einverleiben möchten und/oder keine Berührungsängste mit Windows haben, sind beim Acer besser aufgehoben, wo imho das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt.

    Aber letztlich ist nur noch die eine Frage relevant: Wenn Bordmittel des einen oder anderen Betriebssystems ausreichen – lohnt sich dann eine Investition um die € 1.000?
     
  2. maximilian

    maximilian Active Member

    Hast Du doch soeben ausführlich selbst beantwortet, diese Frage :biggrin:

    Ein MacBook Air käme für mich absolut gar nicht in Frage. Entweder ein richtiges Notebook in ordentlicher Größe und mit entsprechender Leistung oder ein iPad. Das Airbook ist nix ganzes und nix halbes und dafür viel viel zu teuer.
     
  3. vulkanos

    vulkanos New Member


    Meine Schwester hat sich neulich ein iPad zugelegt - einen Apparat mit keinen Möglichkeiten des Anschlusses externer Geräte. Man kann nur Apple approbierte Software herunterladen und Speicherungen in der iWolke ablegen - m.E. ein höchst fragwürdiges Konzept. Laden von Digitalkamera-Bildern geht nur über einen speziellen Adapter, und die integrierte Tastatur ist nicht jedermanns Sache usw. Grundsätzlich ist man bei diesem Stück nur noch von Internet und Apple abhängig.

    Bestimmt gibt es noch mehr Einschränkungen, die ich nicht kenne, weil es bei mir keinen iPad mangels Einsatzgelegenheiten gibt.
     
  4. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Nach einem Jahr iPad Nutzung kann ich da eigentlich gar nicht zustimmen.

    1. Diese Wolkenkacke braucht wirklich kein Mensch, sie wird aber auch nicht benötigt. Daten Übertragen und Sichern kann man zwischen iPad und einem Macintosh oder PC entweder per USB-Kabel (mitgeliefert) oder via WLAN oder Bluetooth. Wenn man Time Machine benutzt, werden bei der Gelegenheit auch alle Daten vom iPad mitgesichert.
    Auch Bilder der Digitalkamera lassen sich so übertragen. Und wenn man die wirklich unterwegs direkt auf dem iPad haben will, dann gibt es beim eBay für fünf HongKongDollars einen SD-Karten-Adapter.

    2. Externe Geräte (welche vermisst Du?) lassen sich in großer Zahl per WLAN oder Bluetooth verbinden, vom Drucker über die Teleskopsteuerung (http://www.celestron.com/astronomy/skyq-link.html) bis hin zum Lagereferenzsystem für Flugzeuge (http://www.aviation.levil.com/AHRS_mini.htm). Nebst zugehöriger Software natürlich.

    3. Nur Apple approbierte Software: Ja, wenn man wie als Applenutzer gewohnt ein Viren- und weitgehend absturzfreies Computerdasein führen will. Wenn ich darauf verzichten kann oder will, kann ich mein iPad auch „jailbreaken“ und mir denselben Dreck runterladen, den alle anderen auch haben.

    Ich reise beruflich ja nun wirklich viel und muss auch sagen, dass das iPad kein vollwertiger Ersatz für ein Notebook ist (das wäre erst ein 15-Zoll-Retina iPad auf dem nicht nur Apps, sondern richtige Appleprogramme laufen). Aber für Tagesreisen, Bahnfahrten und dergleichen nehme ich nichts anderes mehr mit. Und auch daheim nehme ich öfter das iPad um nach Mails, eBaygeboten, Wetter und Nachrichten zu schauen, als dass ich mein Notebook (einen anderen Computer habe ich schon lang nicht mehr) einschalte.

    Viele Grüße
    Maximilian
     
  5. Hop Singh

    Hop Singh New Member

    Nein, dafür reicht ein iPad völlig aus. Und das hat locker Strom für 8-10 Stunden.
     

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