MacBook Pro / SSD-Aufrüstung

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von wienMike, 17. Februar 2009.

  1. wienMike

    wienMike New Member

    einen schönen gruß!

    plane derzeit ein neues mbp mit der im appleStore angebotenen SSD 128 GB zu kaufen. möchte jedoch, in späterer folge (preise der ssd´s sind weiter gefallen) eine SSD mit größerer kapazität nachrüsten - nicht mit einer SSD aus dem angebot von apple.

    dazu meine fragen:
    - tausch der ssd in eigenregie möglich (siehe beschreibungen von apple betreffend festplattentausch)?
    - mit welchem dateisytem (format) werden die ssds geliefert?
    - ist für die verwendung im apple-notebook zuvor eine bestimmte formatierung erfoderlich?
    - was wäre noch zu beachten?

    DANKE
     
  2. DominoXML

    DominoXML New Member

    Hallo und Willkommen im Forum,

    das Wechseln der Platte beim "alten" MBP ist verglichen mit dem neuen Unibody-Modell recht aufwendig. Anleitungen findest Du unter http://www.ifixit.com.

    Ich habe SSD's in meinen Server gepackt. Leider habe ich nicht darauf geachtet, womit diese formatiert waren. Ich habe einfach die Partition / Platte gelöscht und neu formatiert.

    Die von Apple verbauten SSD sind vergleichsweise langsam und für den WS- bzw. Servereinsatz nicht so gut geeignet. Ich habe SSD's von Intel gewählt. (leider vergleichsweise teuer)

    vgl. http://www.barefeats.com/hard103.html

    Die X-25M müsste demnächst als 160GB-Version verfügbar sein. Dann wird auch mein MBP aufgerüstet.

    Gruß

    Volker
     
  3. MacS

    MacS Active Member

    Ist eigentlich völlig egal, denn wenn es die interne Platte ist, von der du den Rechner booten willst, muss es stets HFS Extended (+Journaled) sein. Dazu muss die Option GUID Partitionstabelle ausgewählt sein.
    Ja, siehe oben!
    nix! Ich halte das allerdings für verfrüht! Kauf dir für den gleichen Preis eine schnelle herkömmliche Platte mit viel Platz. Auch ist der Stromverbrauch der SSDs gar nicht so gering, jedenfalls bei den bisherigen Disks. Allerdings gibt's da überraschend große Unterschiede, wie mal die c't in Tests feststellte. Mein Rat, warte noch und halte die Augen auf, z.B. immer auch einen Blick auf die c't werfen, falls Testberichte veröffentlich werden.

    DANKE[/QUOTE]
     
  4. DominoXML

    DominoXML New Member

    Ich gebe MacS recht. Wobei die Intel SSD auch beim Stromverbrauch überzeugt.
    Kurze Zusammenfassung des c't Artikels: http://www.ichblogdich.de/?p=1066

    Wenn es viel Speicherplatz bei guter Performance sein soll wäre die Seagate Momentum 7200.4 500 GB mein Tip: http://www.barefeats.com/note05.html

    Bleibt anzumerken, daß die 7200 U/min - Platten meist doch mehr Strom verbrauchen, als die 5400 er. Habe selbst eine 7200er Platte im MBP.
     
  5. MacS

    MacS Active Member

    Das ist richtig. Man muss wissen, welchen Kompromiss man eingehen will:

    pro 5400: Stromverbrauch, gut für mobilen Betrieb, leiser
    pro 7200: schneller, eher für weniger ausgiebigen mobilen Betrieb.

    Aber noch gibt es keinen Grund, auf SSD zu setzen. Erst wenn die SSD alle Vorteile ausspielen kann, also geringer Stromverbrauch, deutlich schnellerer Datenfluss, lohnt sich der Umstieg!
     
  6. DominoXML

    DominoXML New Member

    Naja, wenn Du eine SSD im Einsatz hast, möchtest Du die nicht mehr missen.

    Es kommt auch stark auf den Einsatzzweck an. Wenn man den Plattenplatz nicht braucht (bei mir sind von 200 GB aktuell 80GB belegt) lohnt sich die Anschaffung IMHO schon. Starten des OS und von Programmen ist um Einiges schneller, die SSD ist unempfindlich gegen Stösse und im Betrieb nicht hörbar.

    Das Eine sind die objektiven Messwerte, das Andere das "Arbeitsfeeling".

    Wenn Du das MBP mit und ohne SSD vergleichst, fühlt sich die SSD-Variante wegen der schnellen Reaktionszeiten und der flüssigen Programmverarbeitung um Klassen schneller an.

    Am besten Du schaust mal nach Testberichten, welche das neue MBP mit und ohne SSD vergleichen bzw. machst mal einen Test beim Händler.

    Nach meiner Erfahrung ist es ein teueres Vergnügen aber ein Vergnügen.
    Für meinen Entwicklungsrechner ist es mir den Aufpreis Wert.

    Ob momentan der richtige Zeitpunkt zum Kauf ist, wage auch ich zu bezweifeln, da von den Herstellern bereits für den Herbst / Winter 2009 Platten mit 320 GB (Intel) bzw. 500 GB angekündigt sind. Ich habe irgendwo sogar etwas von einer 1 TB SSD gelesen...
     
  7. wienMike

    wienMike New Member

    also, zuerst recht herzlichen dank für eure beiträge/meinungen.

    ich glaube auch, wenn man sich die derzeit verfügbaren testberichte ansieht, dass es keine klaren fakten für die entscheidung ssd <-> hdd gibt. positiv sind sicherlich die aktuell schon verfügbaren neuerscheinungen im bereich von 256 GB. einiges könnte sich auch nach der ceBIT 2009 bewegen ... es sind ja einige ankündigungen zu finden.

    in punkto anwendungsbereich: ich möchte mit dem mbp hauptsächlich meine fotosammlung und die paar vorhandenen videoclips verwalten (iphoto, ...) und eventuell mal ein photobuch oder eine web-page erstellen. die mediensammlung hat derzeit ca. 26 GB - > erwarte für dieses Jahr eine steigerung von ca. 8 - 10 GB.

    teste derzeit ein neues mb air mit der ssd 128 gb. im vergleich zur verfügbaren apple-hdd (mb air des kollegen) ist einfach das feststellbare schnellere verhalten (startup, programmstart und auch die -bedienung, ...)

    d.h. ich werde derzeit den schritt wagen, und eine ssd mit ca. 128 gb verwenden. um auch genügend reserven zu haben, sollte die photosammlung doch mehr wachsen als angenommen. damit wäre auch ein eventueller tausch am jahresende, abhängig von der platzsituation und den verfügbaren ssd´s möglich.

    meine offene frage ist derzeit noch betreffend der ssd-auswahl:
    (a) verwenden der von apple angebotenen ssd?
    (b) eine andere ssd - würde das mbp mit der standardkonfiguration bestellen und anschließend den tausch vornehmen. die frage ist nur welche ssd (intel x25-m ist mir ein wenig zu teuer. ocz core v2 serie?, ...)?
     
  8. DominoXML

    DominoXML New Member

    Zumindest für meinen Einsatzzweck kann ich die OCZ nicht empfehlen, da diese auf Grund des nicht so optimierten Controllers beim Schreiben teilweise drastisch einbricht: http://www.barefeats.com/mbpp08.html

    Zu den von Apple verbauten Modellen kann ich nichts beisteuern - ich hatte noch nicht das Vergnügen eine zu testen.

    Würde ich zum jetzigen Zeitpunkt mein MBP ersetzen müssen, würde ich die Intel wählen und die mit dem MBP ausglieferte Platte in ein externes FW800 Gehäuse für Time Machine packen oder auf einen entsprechenden Preissturz im Laufe das Jahres warten.

    Die Intel kostet mit 160 GB um 700 €, sofern lieferbar. Die serienmäßge SSD macht 350 €.
     
  9. Fabolus

    Fabolus New Member

    Weiss einer welche ssd platten apple in den mbp 15" verbaut? Hab vor mir so ein Gerät zu kaufen, das 2,8ghz und bei der Wahl der Festplatte weiss ich noch nicht, es kostet so über 2500 Euro, die 300 Euro für die platte könnte ich in eine externe investieren die 10 mal so gross ist, aber bringt es wirklich was in punkto hörbarkeit und geschwindigkeit? Das erstere ist mir besonders wichtig, die platte soll man nicht hören, deswegen nehme ich auch eine 5400rpm und keine 7200.

    PS: Ahja ist ein deutlicher unterschied zwischen der 5400 und 7200 was das Geräusch beim drehen betrifft? wenn nicht könnte ich auch eine 7200 nehmen, doch was mich noch interessieren würde ist die Hitzeentwicklung, da wär doch die 5400 besser oder? Naja nach dem was ich hier lesen konnte würdet ihr doch gegen eine ssd raten oder?
     
  10. DominoXML

    DominoXML New Member

    Hallo Fabulus,

    die 5400er sind meist einiges leiser als die "Schnelldreher", wobei auch hier zum Teil große Unterschiede zwischen den Modellen bestehen. Bei der Hitzeentwicklung sieht es ähnlich aus.
    Eine SSD ist noch leiser. Man hört gar nichts.

    Zur Hitzeentwicklung:

    Ich kann nur für die Intel sprechen. Diese SSD produziert so gut wie keine Abwärme.

    Zu den Apple SSD:

    Soweit ich Informationen finden konnte sind es Samsung SSD's. Die sind wohl recht ausgewogen aber performancemäßig nicht top.

    @wienMike

    OCZ (und auch andere Hersteller) sind dabei bei der Performance deutlich aufzuholen. vgl. http://www.hardmac.com/news/2009-02-18/#9634
    Ich denke auch, daß innerhalb der nächsten Monate größere, schnellere und günstigere Modelle erscheinen werden.
    Sieht man mal vom Preis und der verfügbaren Größe ab gibt es dann vermutlich keinen Grund mehr nicht auf SSD zu setzen.

    Hier noch eine kleiner persönlicher "Erfahrungsbericht":

    Im Gegensatz zu konventionellen Platten nimmt die Geschwindigkeit der Datenübertragung bei SSD'S nicht mit zunehmenden Füllungsgrad ab.
    So erreicht meine 1TB Hitachi im iMac von den anfänglich max. >90 MB/s kaum noch 60MB/s bei 250 GB freien Speicherplatz.
    Das ist inzwischen spürbar langsamer.

    Defragmentieren macht bei SSD's wegen der schnellen sequentiellen Lese- und Schreibzugriffe keinen Sinn. Ich halte es sogar für kontraproduktiv, da die Flash-Zellen unnötig oft beschrieben werden und damit vermutlich die Lebensdauer sinkt.
    Die Auto-Defrag Funktion von Vista halte ich für einen Performance- und Lebensdauer-Killer und sollte abgeschaltet werden.

    Ich habe die SSD's bisher nur ausgiebig auf meinen Servern unter SLES 10 und OSX 10.5 Server getestet. Hier sind die Performance-Zuwächse bei weitem größer als beim Einsatz z.B. in einem Laptop.
    Ein Kurztest mit Win-Server brachte bei weitem nicht die Ergebnisse. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht nach dem Grund zu forschen, da meine Kunden welche Windows einsetzen die Ausgabe für den Performance-Schub bisher scheuen..
    Bei Fileservern, Streamingdienste, Videoschnitt und andere Anwendungen welche mit großen Dateien arbeiten profitieren kaum von SSD's. Hier macht der Einsatz IMHO keinen Sinn.

    Warum nutze ich SSD's im Server?

    Schaut einfach mal hier (http://www.barefeats.com/hard103.html) auf die Werte für Random-Read/Write Transactions.
    Das sind die Werte, welche für Datenbank-, Application-, Webserver etc. entscheidend sind.

    Bei einem solchen Server werden von vielen Usern gleichzeitig meist viele kleine Datenpakete angefordert. (Wobei z.B. Datenbanksysteme speziell hierfür parametrisiert werden sollten und vermutlich nicht alle DB-Server gleichermaßen profitieren.

    Ich habe mit einem selbst geschriebenen Massentester bei hoher Anzahl von gleichzeitigen Lese- und Schreibzugriffe eine Steigerung bis zum 300-fachen (gleichzeitige Transaktionen) im Vergleich zu einem nicht langsamen RAID 10 feststellen können, wobei hier u.U. die CPU zum limitierenden Faktor wird.

    Für die Entwickler im Forum aber hier eine Warnung.
    Wenn ihr Suchen, Indizierung, Caching etc. auf so schnelle Drives und kurze Latenzzeiten ausrichtet und dann beim Kunden auf konventienelle Platten installiert, dann besteht sie Gefahr, daß Ihr wie ich den Code wieder "zurückrüsten" müßt.
    Ich teste deshalb auf einem konventionell bestücktem Mac Mini.
    Zudem sollte man im Produktiv-System auf speziell für Server ausgelegte SSD's wie die X25-E setzen, was jedoch sauteuer ist.


    Gruß

    Volker
     
  11. DominoXML

    DominoXML New Member

  12. cl2000

    cl2000 New Member

    Hallo zusammen, bin seit einer Woche stolzer MacBook Besitzer. Habe mir vor 3 Tagen dazu noch eine 80GB SSD eingebaut. Was soll ich sagen, bin nur noch sprachlos. 24 Sekunden f&#252;r den Start. Ging vorher fast eine Minute. Wenn ich iTunes &#246;ffne, geht das 2 Sek., f&#252;r iPhoto 1 Sek. Unglaublich! Das System f&#252;hlt sich ganz anders an! Kann nur sagen, genial! Nirgends mehr Wartezeiten! Wenn ich denke, wie es bei meinem alten Windows Notebook war... 2 Minuten und mehr zum Starten, 1 Minute bis Outlook offen war.... jetzt ist Entourage in 1 Sekunde betriebsbereit. Ich w&#252;rde die Platte sofort wieder kaufen. Von der Gr&#246;sse reicht sie mir, habe jetzt 25 GB beansprucht und hab eigentlich alles drauf, was ich brauche. Rest ist auf dem NAS-Server und auf der schnellen Windows Desktop-Maschine!

    Preis ging letzten Montag runter, hatte Gl&#252;ck und jetzt CHF 450.-- oder knapp 300 Euro bezahlt. Denke ist absolut in Ordnung f&#252;r die gebotene Leistung.

    Viele Gr&#252;sse Chris.

    PS: Hab nach der Installation trotzdem die Platte mal defragmentiert. Hatte ziemlich viel rote Bereiche. Lief problemlos durch und seither kaum mehr defragmentierung.

    Hab mal den Hersteller OO Defrag direkt in Bezug auf Windows angeschrieben, ob man SSD defragmentieren soll. Er meinte ja, aber h&#246;chstes 2 mal pro Jahr... ist ja schliesslich nichts anderes als ein normaler Schreibvorgang.. so &#228;hnlich wie eine Installation. Ich w&#252;rds jetzt nie t&#228;glich oder w&#246;chentlich machen. Praktisch ist aber das Defrag-Programm, um zu sehen, wie stark die Platte defragmentiert ist, jedoch ohne laufen zu lassen.
     
  13. DominoXML

    DominoXML New Member

    Hi,

    habe auch noch keine neuen Erkenntnisse zum Thema Defragmentierung.

    Die Platten im Server zeigen trotz 24 x 7 Last keinerlei Schwächen und die X25-M im Web-/DB Server liefert immer noch die Datenbankgestützten Seiten zwischen 1 und 500ms (je nach Komplexität der DB-Abfrage/Funktion).

    Die Serverlogs verzeichnen keine Einbrüche oder Ausreisser. Aktueller Füllungsgrad 40 bzw. 60 %.

    Schiele schon fast täglich auf die Preise der 160 GB X25-M für mein MBP.

    Gruß

    Volker
     

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