Man gönnt sich ja sonst nichts...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Altermac50, 17. August 2008.

  1. Altermac50

    Altermac50 New Member

  2. edwin

    edwin New Member

  3. Altermac50

    Altermac50 New Member

  4. ghostgerd

    ghostgerd New Member

    stimmt
    aber man weis nie wie man es selber machen würde wenn man könnte :teufel:
     
  5. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Wo er Recht hat, hat er Recht, der Herr Kauder:

    „Eine Flugbereitschaft muss ja auch fliegen. Sie braucht ja auch Flugstunden“, meinte Kauder. Und dass eine Flugbereitschaft Geld koste, sei ja auch klar.

    Um das nachvollziehen zu können, muß man wirklich kein promovierter Wirtschaftswissenschaftler sein. Wenn die Regierung eins Landes in der Größe unserer Bundesrepublik mobil sein möchte (und das muß sie, vor allem in Krisenzeiten!), und das ganze unabhängig von der privaten Wirtschaft, dann braucht sie dafür Verkehrsmittel. Und dazu gehören eben auch Flugzeuge und Hubschrauber. Und zu denen gehört einfach auch Personal, und das ist es, was die Sache teuer macht. Um hier Kosten zu sparen, ist die Flugbereitschaft unserer Regierung ohnehin der Bundeswehr angegliedert, wo ein Teil dieses Personals ohnehin vorhanden ist und bezahlt werden muß. Der Rest muß übers Jahr aber auf diese Flüge umgelegt werden, denn am Ende muß jemand die Gehälter bezahlen. Und je weniger Flüge anfallen, desto höher sind die Fixkosten, die auf den einzelnen Flug umgelegt werden müssen.

    Würde der Bundespräsident nur einmal im Jahr von Berlin zu seinem Französischen Amtskollegen nach Paris fliegen, dann würde dieser eine Flug uns alle zusammen ein Dutzend Millionen Euro kosten. Nutzen mehr Regierungsmitglieder die Flugbereitschaft, dann sinkt der Preis pro Flug. So einfach.

    Natürlich wäre es möglich gewesen, für den Flug von Stuttgart nach Zürich in Stuttgart einen Hubschrauber zu charteren (ich weiß sogar, wer dann geflogen wäre) oder auch einen kleinen Jet (dann hätte ich vielleicht sogar der Forschungsministerin den Koffer ans Flugzeug tragen dürfen). Das wäre sogar vergleichsweise preisgünstig gewesen. Aber nur scheinbar, denn die gesparten Kosten wären dann halt auf den nächsten Flug des Entwicklungshilfeministers in ein Erdbebengebiet übertragen worden.

    Ich habe jetzt auch schon Stimmen gehört, die nach Privatisierung der Flugbereitsschaft schreien. Kann man machen, spart vielleicht am Jahresende ein paar Euro. Das sind aber nur kleine Fische. Wenn schon, dann sollten wir da sparen, wo wirklich viel dabei rauskommt, und privatisiern bitte sofort alle Schulen, Universitäten, Altersheime, Krankenhäuser, Straßen, die Polizei, die Armee, die Finanzämter und die Gefängnisse.

    Grüße, Maximilian
     
  6. edwin

    edwin New Member

    Ob die "Farbe" eine Rolle spielt, wenn man sich wohlwollend oder kritisch äußert?
     
  7. edwin

    edwin New Member

    Da redet man nun von Sparen und Klimaschonen und trotzdem...
    Das bekommt man dem Volke, das Sparen muss (im doppelten Sinne) und versucht, das Klima zu schonen, kaum beigebracht.
     
  8. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Es ist sicher zur Zeit eine der wichtigsten Aufgaben einer Forschungsministerin, Weichen für den Klimaschutz zu stellen. Wenn sie nun die Möglichkeit hat, sich schnell an wechselnde Orte zu begeben und dabei Informationen und Meinungen zu sammeln, Absprachen zu treffen und sich mit möglichst vielen Meinungsträgern und -bildnern auszutauchen, dann ist dem Sparen und Klimaschonen weit mehr geholfen, als wenn sie sich in ihrem Kämmerchen in Berlin einschliesst und das Licht ausmacht, damit auch noch die letzte Kilowattstunde eingespart wird... Das machen die Gelehrten nun schon seit bald 50 Jahren (die Klimaerwärmung ist wirklich kein neues Thema), doch bewegen konnten sie dadurch nichts.

    Politiker und Entscheider müssen mobil und flexible sein, sonst können sie nichts bewegen. Und wenn dabei einer kurzfristig etwas mehr Energie verbraucht, damit in Zukunft viele mit weniger auskommen, ist allen geholfen.

    Grüße, Maximilian
     

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