mein letztes mal *grün wird*

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von quick, 17. November 2002.

  1. quick

    quick New Member

    Hey Leutz!
    So ich werd euch erst mal was ganz tolles berichten.
    Und zwar musste der Tierarzt letzte Woche zu Whity, weil sie wieder Zahnhaken hatte. Letztes mal musste sie ne Beruhigungsspritze haben, weil sie gestiegen ist. 

    Ich war leider letztes mal nicht dabei. Deswegen wollte ich unbedingt dieses mal dabei sein, weil ich es nicht so toll finde dass sie in dem hohen Alter noch solche Spritzen bekommt. Außerdem hat sie die Male davor auch nix gemacht als ich dabei war. Na ja so ich komm jetzt mal zur Sache!
    Die Tierärztin stand also mit diesem großen Zahnraspler vor WHITY UND SIE HAT AUCH NIX GEMACHT.

    Dann hat sie ihr das Ding ins Maul getan und hat angefangen die Zähne zu raspeln. Whity wurde dann immer unruhiger und ist ausgewichen. Dann hat die Tierärztin ihr ne Nasenbremse angemacht ( ich hasse diese Dinger und Whity auch) statt ruhig zu werden, ist sie dann völlig ausgerastet und ist gestiegen. So dann sollte sie doch ne Spritze bekommen - ganz toll. 

    Da meinte unsere Stallbesitzerin plötzlich, ich soll's mal mit meinem Clickern versuchen.

    Ehrlich gesagt dachte ich nicht, dass das funktioniert . Ist ja doch was anderer, als wenn man in Ruhe clickert. Na ja und was soll ich sagen es hat super geklappt. Ich hab sie zuerst das Dinge berühren lassen - CB, dann ins Maul rein - CB und wie die Tierärztin geraspelt hat leider nur geclickt ( Ich konnte ihr ja schlecht ein Leckerli dazwischen quetschen) Dabei habe ich dann noch meine Hand auf ihren Widerrist gelegt, was sie sowieso beruhigt/ Kopfsenken. Die Leute aus meinem Stall standen um uns rum und waren sprachlos. Ich hoffe sie haben jetzt wirklich gecheckt, dass das Clickern nicht nur solche "Spielerei" ist. 

    Die Tierärztin meinte nur immer " Wahnsinn,  das habe ich noch nie gesehen Wahnsinn !!!".
    So das musste ich mal los werden. Ich fand`s nur Klasse und musste insgeheim über meine Stallleute lachen.
     
  2. tina

    tina New Member

    ich glaube du clickst wohl richtig
     
  3. charly68

    charly68 Gast

    wozu doch ne applemaus gut ist. die clickt richtig *g*
     
  4. tina

    tina New Member

    aber nur wenn mans kann ;) richtig kann!!
     
  5. Willy Eitel

    Willy Eitel New Member

    >>> bekommst du jeden rabauken zum schosshund. wie gesagt wenn es einer beherrscht. <<<

    funktioniert das auch beim Menschen??
     
  6. quick

    quick New Member

    akiem,

    ist es meine pflicht zu antworten ?
     
  7. quick

    quick New Member

    schon gut, hast du falsch verstanden.

    Q
     
  8. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    akiem, werde weder aus quicks Posting noch aus deiner Antwort schlau...Was hat es mit diesem "clicken" auf sich?
     
  9. quick

    quick New Member

    Damit der Hund etwas tut, was wir wollen, muss er ersteinmal wissen, was wir wollen. 
    Das erreichen wir, indem wir belohnen, wenn er eine gewünschte Handlung zeigt. 
    Je öfter eine Handlung belohnt wird, desto mehr wird der Hund sie von sich aus zeigen, um seine Belohnung zu bekommen. Er wird konditioniert.
     
    Nun ist das Loben an sich eine z.T. schwierige Sache, da die Verbindung zwischen Lob und Handlung nur erfolgt, wenn beide Dinge möglichst zur gleichen Zeit oder zumindest sehr kurz hintereinander geschehen. Nur dann versteht der Hund, was belohnt wurde.
    Ein reines stimmliches Loben reicht allein nicht aus, um den Hund zu animieren, Handlungen öfter auszuführen. Da möchte Herrchen oder Frauchen schon mit stärkeren Geschützen auffahren. Eine Motivation, der fast kein Hund widerstehen kann, sind die Leckerchen, die als Belohnung gegeben werden. Auch Spiel kann als Belohnung angewendet  werden.
    Bei vielen Übungen kann man aber die Belohnung nicht in der gewünschten Schnelligkeit verteilen, so dass das Verhalten nicht mit der Belohnung in Zusammenhang gebracht wird, die Übungen oft fehlschlagen und Besitzer und Hund immer frustrierter werden.
     
    Der Clicker ist eine Art Knackfrosch. Drückt man drauf, gibt es das typische "Click-Clack" - Geräusch. 
    Benutzt wird er seit Jahren für das Training von Säugetieren, wie den Delphinen und Pferden. Warum also nicht auch bei unseren Hunden?
    Er wird als sogenannter positiver Verstärker gebraucht, der dem Hund ankündigt "Jetzt gibt es eine Belohnung".
    So ist es möglich, dem Hund punktgenau zu signalisieren "das Verhalten war klasse, dafür bekommst du gleich was", ohne das eine zeitliche Differenz besteht. 
    Der Click als "Vorbote" bzw. Vermittler des Leckerchens wird genau in dem Moment gegeben, in dem uns ein Verhalten des Hundes gefällt und belohnenswert erscheint.
     
    Den Hund auf den Clicker zu konditionieren, ihm also beizubringen, dass Click Belohnung bedeutet, ist einfach:  man nimmt den Clicker in eine Hand, Leckerchen in die andere und los gehts: Click-Belohnung, Click-Belohnung, Click-Belohnung, Click-Belohnung, Click-Belohnung, Click-Belohnung.
    Dann mal testen, ob er es verstanden hat. Man wartet, bis der Hund mal woanders hinsieht, dann ein Click. Wenn er Sie nach dem Click erwartungsvoll ansieht, hat er es kapiert. Wenn nicht, gibts noch ein paarmal Click-Belohnung (= C&B)
     
    Schon kann man mit dem Hund arbeiten. Für jede  gewünschte Handlung kann man clicken. Der Hund weiß, dass Click Leckerchen bedeutet und fühlt sich schon im Moment der richtigen Handlung belohnt, obwohl das Leckerchen erst Sekunden später kommt.
    Schon ist die Belohnung mit der Handlung verknüpft.
     
    Ein Beispiel:    Ich möchte dem Hund "Sitz-Bleib" beibringen. Ich lass also den Hund hinsetzen und gehe ein Schritt rückwärts. Sitz der Hund noch, gibt es Click und der Hund weiß, die Belohnung folgt sofort. Ohne Clicker, müsste ich erst zum Hund zurück, um ihn zu belohnen und da wird der Hund meist aufstehen. Jetzt kann ich ihn nicht mehr belohnen, denn er sitzt ja nicht mehr und eine Verknüpfung von Sitzen und Belohnen wird nicht hergestellt.
     
    Sie meinen, man kann ja auch die Stimme statt des Clickers einsetzen? Ja, könnte man. Aber der Lerneffekt wird ungleich schlechter sein. Erstens neigt man dazu den Hund "vollzusabbeln", wo der Clicker ein einziges präzises Geräusch macht.
    Zweitens ist die Stimme am anfälligsten für Gefühlsschwankungen, die der Hund genau mitbekommt. Wenn ihr Hund also nach 5 mal rufen immer noch nicht da ist, beim sechsten Mal aber kommt, wird ihr "fein gemacht" wohl eher zum brummigen "Zeit wirds ja " werden, was für den Hund wohl nur mit größter Anstrengung als Belohnung aufzufassen ist.
    Selbst wenn man sich wirklich anstrengt, nur ein Wort in derselben Tonlage in jeder Situation als positiven Verstärker zu benutzen (was ich mir nicht zutrauen würde), wird ihr Hund trotzdem die feinen Stimmungsnuancen mitkriegen und sich dementsprechend "belohnt" fühlen.
     
     
    Der Clicker bringt andere Hunde hervor :
     
    Während die althergebrachte Methode damit arbeitet, dass der Hund für alle Handlungen, die nicht der gewünschten Handlung entsprechen, bestraft wird (im allgemeinen mit Leinenruck, Stachelhalsband, Teletakt oder durch  Festhalten), werden bei der Clickerausbildung alle unerwünschten Handlungen ignoriert und die gewünschte Handlung belohnt.
    Während also der Hund bei ersterer Ausbildung dazu gebracht wird, am besten gar nichts zu tun, um Schmerzen oder zumindest Unbehagen zu vermeiden, wird er bei der Clickermethode sogar animiert, auszuprobieren, welche Handlung erwünscht ist. 
    Der Hund lernt also entweder, dass er am besten nichts macht, um Schmerzen zu vermeiden, oder alles mögliche ausprobiert, um sich eine Belohung zu ergattern.
    So zeigt er viele verschiedene Verhaltensweisen, unter denen man sich eine aussuchen kann, die dann "weiter bearbeitet" wird.
    Wenn ihr Hund gerade eine lustige Drehung macht, sich streckt oder das Maul weit aufreißt, wird geclickt und bis zum nächsten Mal gewartet. Bald haben Sie dann einen Hund, der sich auf Befehl dreht, streckt oder sogar die Zähne zeigt, worüber sich jeder Tierarzt freut.
     
    Und das größte Plus dieser Methode: Alles auch noch mit viel Spaß und guter Laune!! Die Beziehung zwischen Besitzer und Hund ist keine Herrscher-Sklave-Beziehung, sondern ist auf rein freundschaftlicher Akzeptanz und auf Spaß aufgebaut. 
    Wir brauchen keine unsicheren und ängstlichen Hunde, sondern Hunde, die aufgeschlossen und clever versuchen Dinge zu meistern, die man ihnen vielleicht nie zugetraut hätte. 
     
    Das allein ist es wert, alte Vorurteile vom unterwürfigen Hund über Bord zu werfen !
     
    Wie Jean Donaldson in ihrem Buch "Hunde sind anders" schreibt, führt der Hund Befehle nicht wegen uns aus, sondern wegen der Belohnung. 
    Auch mit der Zwangmethode macht er es nicht, weil ich der Herrscher bin, sondern, weil er Schmerz vermeidet, wenn er tut, was ich will. (Wenn er denn schon weiß, was ich will !)
     
    Der Hund lernt also, weil das für ihn von Vorteil ist. Das ist seine einzige Motivation. Und mit diesem Wissen können wir unsere Hunde nach unserem Willen beeinflussen."
     
  10. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Danke *schweisswegwisch*
    Aber geht das nicht auch mit einem kleinen 100m-Posting? Müssen es immer gleich 1000m sein? ;-)
     
  11. tina

    tina New Member

  12. quick

    quick New Member

  13. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Wenn ich mal zitieren darf, was du da gesagt hast

    "Was ist fies?
    Einen blinden ins Kino schicken.
    Was ist noch fieser?
    Wenn es ein Stummfilm ist.
    Q "

    Das war ganz schön fies :)
     
  14. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    >gibet nicht hinzuzufügen<

    Wie auch, der Kilometer war ja auch erreicht ;-)
     
  15. quick

    quick New Member

    du muss auch bein posting's deine unterhosen tragen :)))

    *OH, was fies*
     
  16. quick

    quick New Member

    *sei doch kein knackfrosch *

    :)
     

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