Mein Sohn auf einmal Zuckerkrank!

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Macurs, 27. April 2005.

  1. Macurs

    Macurs Member

    Hallo Zusammen!

    Auch ein Mac-Freak hat dunkle Tage! Mein Sohn (8) ist gerade an Zucker erkrankt. ;( ;( ;( ;( Er muss 3 Wochen im Inselspital bleiben. Alles muss umgestellt und neu gelernt werden, wie das Insulin geben, Ernärung usw.
    Mir geht es Psychisch sehr schlecht. Die Tatsache, das nur ein bisschen zeit, vielleich 60 oder 70 jahre darüber entscheiden, ob mein Benj leben darf oder nicht macht mich fast verrückt!
    Wie ich damit umgehen soll weis ich zur Zeit noch nicht. Ich muss erst diese Krankheit begreifen lernen, um das Licht am Ende des Tunnels anfassen zu können.
    Ich laufe weiter, immer weiter duch's Dunkel......

    Vielleicht kommt jemand ein bisschen mit mir.

    Danke!

    Macurs
     
  2. Mac-0-mat

    Mac-0-mat New Member

    Aber die Krankheit ist doch Heute kein Problem mehr, wenn man weiß damit umzugehen!

    Lebenserwartung ist sogar genau so hoch, wie bei einem gesunden Menschen!

    Lass den Kopf nicht hängen!
     
  3. hbenne

    hbenne New Member

    das ist cht megaheftig. Aber steck den Kopf nicht ganz in den Sand, denn es kommen auch wieder bessere Tage.

    Die Tochter einer Bekannten ist schon mit "Zucker" auf die Welt gekommen und schlägt sich trotzdem durch. Sie hat mittlerweile halt gelernt damit zu leben und sich anzupassen, das wird dein Sohn sicher auch schaffen.

    Ich drücke Euch jedenfalls mächtig die Daumen!!

    Gruss
    Hilmar
     
  4. hbenne

    hbenne New Member

    Kennst du diese Seite? Soll sehr gut sein, um sich zu informieren. Habe ich von einem Freund, der hat auch Zucker.

    http://www.diabetes-news.de/
     
  5. robdus

    robdus warum gibt es Köln?

    Das tut mir sehr leid. Aber tröste dich, die Medizin ist heute sehr weit. Ein guter Freund von mir hat auch Diabetes mellitus und lebt völlig normal (Ernährung, Insulinspritzen, etc...). Es ist lediglich eine umgewöhnung für die Familie.

    Informiere dich ausführlich über das Thema, dann wirst du auch Licht ins Dunkel bringen.

    Viele Grüße,

    robdus
     
  6. maiden

    maiden Lever duat us slav

    laß den Kopp nicht hängen. Kein Trost ist es, daran zu denken, daß dich immer irgendwas noch schlimmer erwischen kann. Aber ein Trost vielleicht, daß man mit dieser Krankheit heute recht gut zurecht kommen kann und nicht ständig darunter leiden muß.

    Alles wird gut. Und das Bürschlein wird dir mit seiner Kraft sicher noch oft imponieren.
     
  7. RSC

    RSC ahnungslose

    ne ne ne! nix "ins dunkel" mitlaufen! nur zurück ins licht!

    ich als kind war oft im krankenhaus, wo auch zuckerkranke kinder waren. ja, die waren krank. ja, die müssten regelmäßig insulin spritzen und auf eigene und vor allem rechtzeitige ernährung achten. aber sonst waren das ganz normale, quicklebendige kinder! nur mit mehr selbstdisziplin, als "gesunde" kinder.
    ich möchte auf gar keinen fall die zuckerkrankheit kleiner machen, als die ist. ja, die ist schlimm. aber heutzutage kann man damit auch ganz gut leben.
    du wirst dich daran gewöhnen, mit der krankheit zu leben. du wirst disziplin lernen. du und dein sohn, ihr schafft das!

    kopf hoch!
     
  8. SteSu

    SteSu New Member

    Kopf hoch! Es tut mir sehr leid für Deinen Junior. Meine Jüngste hat sehr starke Allergien und extremes Asthma. Sie hatte 4 - 5 Anfälle bisher, bei denen wir ernsthaft dachten, wir bekommen sie nicht durch die Nacht! Aber man lernt damit zu leben. Unser Inhaliergerät für den Notfall ist immer dabei. Z.Zt. versuchen wir genau herauszubekommen welche Lebensmittel sie nicht verträgt. Es ist frustrierend, wenn man die Auslöser nicht kennt.

    Die ganze Famile musste sich umstellen, der geliebte Hund musste zurück zum Züchter usw.

    Man kann mit Krankheiten leben und auch Ihr werdet damit leben! Ihr habt mein Mitgefühl und ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr Euch bald auf die neue Lebenssituation eingestellt habt.
     
  9. donald105

    donald105 New Member

    Ihr habt mein größtes Mitgefühl!
    Das ist wirklich eine blöde Krankheit, weil man so arg drauf achten muss, was man isst, vor allem wann und dass man isst, und den insulin-krempel dabei haben muss, wenn man mal länger außer haus ist.
    Nix für schussel!
    (Ich will Dich echt nicht erschrecken, aber ein kollege ist gestorben -sorry, ist so-, weil er im nachtarbeits-stress vergessen hat zu essen, und dann noch einen auf die lampe gegossen und allein zu hause eingeschlafen war. Das ist aber erstens schon ein paar jahre her, und zweitens war der auch ziemlich schlampig mit seinen arztbesuchen und mit sich selbst. Will sagen: bis zu ner kritischen situation braucht es schon ein paar faktoren, und ein bisschen achtsam muss man schon sein.)

    Mein fast-neffe hat diabetes seit seiner kindheit. Der lebt eigentlich ganz normal, bis auf die tatsache, dass er eventuell mal verschwindet, um insulin zu applizieren. Unter bekannten tut er das inzwischen ganz entspannt und offen, das sind geräte, kleiner als ein füller, die insulin „schießen”. Nix mehr mit spritzen - aber das wirst du sicher wissen.
    Der hatte zwischendurch mal zeiten, in denen es ihm nicht sooo gut ging, aber wenn er wieder richtig eingestellt ist, lebt er wie jeder andere - mit derselben lebenserwartung und allem vorwärts und rückwärts, bolzen, sport, ausgehen, mädels, wer nicht weiß, dass er diabetes hat, kommt nicht drauf - das ist eine richtig freche, lustige ratte!

    Also: lass den kopf nicht hängen! Sei froh, dass es früh genug erkannt wurde. Und geforscht wird doch wie verrückt daran, seit immer mehr kinder erkranken - da tut sich dauernd was neues bei der behandlung.
    Alles gute für deinen sohn, und nur mut!
     
  10. Macurs

    Macurs Member

    Lieben herzlichen Dank an Alle!!! Das tut wircklich total gut Eure Beiträge zu lesen! Ich werde jeden aufmerksam lesen!!
    Dank für die Kraft,die ich daraus schöpfen kann!

    Grüssle

    Macurs
     
  11. Eduard

    Eduard New Member

    Kinder kommen zwar mit Krankheiten oft besser zurecht als Erwachsene und mit den Pen-Spritzen ist die Insulin-Therapie kein Drama mehr, aber trotzdem eine ganz schöne Belastung für`s ganze Leben!
    Er wird´s schaffen und Eure ganze Familie auch, aber wenn ich bedenke, wie gerne ich Süßes esse ;(
     
  12. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    ich möcht dir auch von hier ganz viel kraft, mut und positive gedanken schicken, lieber macurs. und: disziplin ist glaub wirklich das zauberwort...
    ansonsten kann ich mich nur meinen vorrednerInnen anschliessen. man lernt damit umzugehen. dazu ist es aber wichtig, dass du deinem sohn nun sicherheit und begleitung geben kannst, und nicht in deinem dunklen tunnel verschwindest! nimm ihn bei der hand, geht diesen weg zusammen, zeig ihm dass du bei ihm bist. und staune, wie er – wahrscheinlich schneller als du denkst – sich mit dieser neuen situation an"freundet" – kinder sind da ziemliche könner bei so sachen!!

    und wenns doch wieder etwas düsterer scheint, ruf an oder schreib ne mail, und wir gehen hier ein bier trinken!!

    las dr gring nid la hange!
     
  13. sad mac

    sad mac New Member

    @ macurs

    tut mir leid zu hören, bei Kindern ist diese Diagnose einen tick härter. Ist es schon raus, dass er Typ 1 ist?
    Aber dein Sohn und auch Ihr als Eltern werdet es schaffen, davon kannst Du ausgehen. Wenn das Spital über keinen Diabetologen verfügt, such Dir schnell einen. Wenn Du Fragen hast, schreibe mich persönlich an. Ich werde Dir helfen, wo ich kann.

    Ich manifestierte im Juni 2004, bin jetzt seit knapp einem Jahr ein "Süsser", Typ 1 ( Schulmedizinisch gesehen noch Unheilbar).

    PS: Finger weg von "Diabetiker-Produkten", ein guter Diabetologe wird Dir erklären, warum. Ich auch, wenn gewünscht. Noch was, um mit einem hartnäckigen Vorurteil aufzuräumen: Süsses ist für Typ 1 Diabetiker nicht verboten, wie überhaupt KEIN Nahrungsmittel "verboten" ist. Wird Dir auch Dein Diabetologe (richtiger: der deines Sohnes) erklären. Ebenso ist auch der Genuss von Alohol nicht mehr verboten, Schnäpse ditto, natürlich, wie immer im Leben, kommt es auf die Menge an. Aber das ist für Deinen Sohn ja noch kein Thema... Wenn Du gute Foren suchst, bitte mail an mich. Bin sehr aktiv diesbezüglich und beschäftige mich nach wie vor sehr viel mit dem Thema, dies wird auch mein Leben lang so bleiben, wie bei jedem, der mit der Krankheit lebt...

    Eines noch: eine gute Einstellung vorausgesetzt, kann Dein Sohn auch 100 Jahre werden ...

    Noch was: Ich war bis zu Ausbruch meiner Krankheit regelrechter "Nadel und Spritzen- Phobiker".
    Mit den heutigen Pens geht's aber recht fein. Lass Dich auch bezgl. Insulin-Pumpen beraten, haben viele Kinder ...

    Ach ja, statistisch gesehen bin ich sicher nicht der einzige "Süsse" hier im Forum, kann also gut sein, dass da noch einiges an Hilfe für euch kommen wird ;)

    Liebe Grüße,
    und einen ganz lieben an Deinen Sohn, er wird's packen !

    sad mac
     
  14. mymy 13

    mymy 13 New Member

    Hi Macurs,

    mein jetzt 15 jähriger Sohn hatte ein Adenom in der Hypophyse (das ist ein gutartiger Tumor hinter der Stirn auf Augenhöhe), was das Wachstum massiv beeinflußt, woran wir es auch gemerkt haben, ...war mit 12 schon 1,80 groß. Er mußte operiert werden, was durch die Nase geschieht. Gehirnoperationen sind ja immer mit Risiken verbunden und auch hat man keine 100% ige Sicherheit, das das Adenom vollständig entfernt wird. Als Nachwirkungen der Operation wurde uns noch ein Risiko einer gestörten Pubertät angedroht.
    Jetzt scheint sich alles zum guten gewendet haben.

    Was ich damit sagen will,...es war die schlimmste Zeit meines Lebens, ebenso die meiner Frau. Wer damit am besten umging war unser Sohn. Man leidet eine gewisse Zeit wie ein Tier, bis man daraus Stärke entwickelt und die Krankheit in den Tag integriert. Es wird schlichtweg Normalität.

    Wahrscheinlich kann man unsere Situationen nicht 1:1 gleichsetzen, aber vielleicht macht Euch unsere Erfahrung ein wenig Mut.

    Ich wünsche Euch die Stärke, die Ihr braucht und haben werdet,

    Gruß
    Michael
     
  15. Opa01

    Opa01 New Member

    Es tut mir leid um Deinen Sohn, aber heute muß man ihn nicht mehr unbedingt bedauern. Wenn er ICT eingestellt wird, kann er ein ganz normales Leben führen, mit normaler Lebenserwartung. Nach Möglichkeit sollten die Diabetologen ihn gleich auf Pumpe einstellen und schulen, die Eltern beide nach Möglichkeit gleich mit. Diabetiker ist heute praktisch alles erlaubt, in Maßen natürlich, aber das gilt ja für jeden.
    Ich bin seit 25 Jahren Diabetiker (Typ 2) und ich habe keine Einschränkungen in meiner Lebensweise. Ich bin optimal geschult, informiere mich über alle Neuigkeiten und mache mit meiner Frau ziemlich extreme Urlaube und gehe regelmäßig in Restaurants essen.
    Aus Erfahrung kann ich sagen, daß Kinder wesentlich geringere Probleme haben, damit fertig zu werden, als die Eltern.
    Außerdem macht die Medizin gerade auf dem Gebiet große Fortschritte.
    Versuch es nicht zu schwer zu nehmen und der ganzen Familie alles Gute.

    Gruß Opi
     
  16. robdus

    robdus warum gibt es Köln?

    Ich muss jetzt mal ein Lob an alle hier los werden. Das ist schon eine klasse Gemeinschaft...

    :respektfresse:
     
  17. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Macurs, es ist ja alles hier schon in wunderbar Mut-machender Weise gesagt worden, deswegen von mir nur eine kleine Ergänzung.

    Ich denke, am wichtigsten ist für deinen Sohn, dass er mit den äusserst empfindlichen Antennen eines Kindes NICHT mitkriegt, dass seine Eltern nach dem ersten Schreck verständlicherweise das Gefühl haben, wegen seiner Krankheit "ins Dunkle zu laufen". Wichtig ist m.E. für die nächsten Tage und Wochen, dass seine Antennen ihm alle Zuversicht und Geborgenheit seiner Eltern vermitteln.

    Auch von mir ein "Kopf hoch"!
     
  18. turik

    turik New Member

    Ich kann die Überraschung gut nachfühlen, wenn so ein Befund aus heiterem Himmel kommt.
    Ich bin auch fest davon überzeugt, dass ihr das in den Griff bekommt, denn auf diese einmal gestellte Diagnose kannst Du mit den heute verfügbaren Mitteln überlegt reagieren.

    Ich konnte das nicht, als das Zugseil aus der Umlenkung sprang und ich mit der Materialseilbahn machtlos schneller werdend in die Talstation krachte. Zum Glück hat es die Konstruktion mehr zerlegt als mich...

    Auch von hier die besten Wünsche und viel Mut und Kraft!
     
  19. robdus

    robdus warum gibt es Köln?

    Warst du damals dabei, bei dem Seilbahnunglück?
     
  20. turik

    turik New Member

    Nein, das war mit einer "inoffiziellen" Materialseilbahn und ich kam als einziges Ladegut in den Genuss der Schussfahrt.
     

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