••• Mein vernichtendes DavideoX Fazit •••

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von macmercy, 6. Dezember 2003.

  1. macmercy

    macmercy New Member

    So, nun hab ich mal das neue DavideoX testen können. Powerbook 12" mit 867 MHz, 640 MB RAM, OS X 10.3.1

    Installation und Start: problemlos - aber das war's auch schon... In erster Linie ging es mir um das MVCD-Format (Programme für SVCD, VCD, DivX, DVD gibts schon genug am Mac). Ich wollte sehen, wie sich DavideoX schlägt, wenn es darum geht, Matrix auf eine (!) CD zu quetschen. Das es geht, habe ich im Frühjahr auf dem Aldi-PC getestet - nicht ganz in Echtzeit, aber fast. Qualität war nicht besonders (Block-Artefakte) - aber das war nicht anders zu erwarten. Mein externer Daewoo 2122 spielte die CD ohne Probleme ab. Für eine 'Quick & Dirty Konvertierung' reichte das.

    Jetzt zur Mac-Version.
    Ich habe mir den hier ausgiebig breitgetretenen 'Patch' besorgt - er sorgt dafür, dass normale DVDs überhaupt bearbeitet werden können. Ohne diesen Patch wäre DavideoX völlig nutzlos, da die Software sich weigert, VOB-Dateien oder VIDEO_TS Ordner einzulesen. Ohne Patch lassen sich kopiergeschützte DVDs nicht einlesen.

    1. Beim Start muss man (wie bei iDVD) ein Projekt öffnen oder neu anlegen. Wie ich später feststellte, ein Format (Endung .dvm), in dem DavideoX alles ablegt (Rip, konvertierte Datei etc.) - und das nur das Programm selber nutzen kann (Insellösung).

    2. Die DVD wird nicht erkannt - und man muss sie kurz im Apple DVD Player anspielen (wie auch häufig bei DVD BackUp) - DavideoX im Hintergrund aktualisiert aber nicht automatisch - man muss die Soft neu starten - jetzt wird die DVD erkannt.

    3. Man kann natürlich direkt von DVD auf Platte konvertieren - aber nach dem ich sah, wie lange das dauert und ich um den Laser des Laufwerks fürchtete, beschloss ich, erstmal auf Platte zu rippen (heisst bei DavideoX: Importieren). Das Rippen (speichern der Original-Daten auf Platte) dauerte bei mir fast doppelt so lange wie mit 0SEx oder DVD BackUp. DavideoX meldet mir inzwischen, das Fehler in den Audio-Spuren gefunden wurden und versucht werde, diese zu beheben - es könne aber zu Synchronisationsproblemen kommen. Weder 0SEx noch DVD BackUp hatten Probleme mit dem Ton, die DVD ist definitiv in Ordnung.

    5. OK, dann wollen wir mal 'MVCD' (Maxi-VCD) testen. CD-Grösse einstellen, Schieberegler der Bildqualität einstellen. Dabei wird deutlich, dass nicht die ganze Kapazität genutzt werden kann - entweder man verschenkt etliche MB oder ist über die Grenze hinaus - eine Kontrolle des finalen Produktes bestätigte dies später. Mit Klick auf Start geht's los. Und wie. Fast schlagartig setzt der Lüfter des Powerbooks ein - und bleibt dabei. 312 Minuten Staubsauger stehen mir bevor - und DavideoX greift sich fast den gesamten Prozessor. Ein vernünftiges Arbeiten im Hintergrund ist nicht möglich. 312 Minuten - d.h. gerade mal 10,4 fps für diesen Film. Am PC lief das annähernd in Echtzeit - mehr als doppelt so schnell.

    6. Uff - 5 1/2 Stunden später - die Datei ist fertig. Und kann leider nicht abgespielt/getestet werden. DavideoX kann nur die original DVD abspielen (nicht mal den Ripp) - eine Kontrolle ist also nicht möglich. Hoffen wir das Beste... Man kann logischerweise nur mit DavideoX selbst brennen - ein Export z.B. nach Toast ist nicht vorgesehen. Das Brennen an sich klappt zuverlässig. Die fertige MVCD wird ausgeworfen - Zeit zu testen. Rein in den externen Player - VCD 2.0 wird angezeigt - und das war's. TV bleibt dunkel. Kein Ton, kein Bild. Dabei hab ich mit Davideo für PC einige MVCDs (Pioneer A105) erfolgreich gebrannt - natürlich auch Matrix.

    Fazit.
    In der jetzigen Form eher eine beta. Ohne Patch völlig nutzlos. Produziert Lesefehler in der Tonspur beim Rippen von Matrix (Superdrive PB 12 - Matshita UJ-815A). Langsam. Extrem Prozessor-lastig. MVCD nicht abspielbar. Importieren und Exportieren nicht möglich. Man kann zwar die .dvm Datei mit ctrl/Klick/Paketinhalt zeigen öffnen und findet dort den Ripp im .dmg Format und die MVCD im .img Format - Toast weigert sich aber die .img zu importieren. Schade, Klassenziel verfehlt - nachbessern. Ich werde jetzt noch andere Formate testen und kann nur hoffen, dass gerade meine Hardware-Kombination ein Problem darstellt - und ihr weniger Probleme habt. Postet doch mal.
     
  2. Macfan

    Macfan New Member

    Oha, das hört sich ja nicht gut an. Ich habe gerade meinen ersten eigenen Test gestartet, Led Zeppelin Live, zum kopieren auf die Festpladde braucht das Prog über 30 Minuten. Das ging doch mit DVD-Backup schneller - oder? Werde dann von meinen weiteren Erfahrungen berichten, habe hier einen Dual 2 GH mit 2,5 GB Ram am Start
     
  3. Elmonetti

    Elmonetti New Member

    Habt doch Erbarmen und schickt mir auch bitte diesen Patch. Ohne das Teil ist Davideo für nichts zunutze. Meine Email:

    gibbotskeinechance@tonnline.de

    ;(
     
  4. Macfan

    Macfan New Member

    Du hast Post
     
  5. BenDERmac

    BenDERmac New Member

    danke macmercy für deine aufschlußreichen worte :)

    da spare ich mir lieber die 40,- und bleibe bei dvdbackup oder osex und dvd2onex. bin zwar keiner der ständig rum rippt, siehe meine stetig wachsende dvd sammlung :embar: , aber ich auch einwenig technik verspielt. das bislang beste und schnellste ergebnis hatte ich auf meinem pc, auch wenn der nur eine woche meiner war und dannach wieder zurück zum saturn ging, mit tmpgenc. schade das es dieses app nicht für macs gibt ;(
    wie ich erfahren habe, beruht davideox auf mpeg2enc, mplex und yuvscaler, was meiner meinung nach eine frechheit ist dann noch 40,-_€ zu verlangen.
     
  6. macmercy

    macmercy New Member

    Ja - DavideoX ist nichts weiter als eine GUI für die frei am Markt erhältlichen Open Source Pakete. Kannst ja mal den Paketinhalt der Software einsehen - da findest Du das von Dir schon genannte. Und dafür fast 40,- €...

    Ich bin auch kein wilder DVD-Kopierer. Mir geht es darum, zu zeigen, dass es am Mac genau so leicht geht, wie am PC. Deshalb meine Workshops, deshalb mein Interesse. Mich interessiert der technische Aspekt.
     
  7. Als standardmässig rippe ich meine DVDs mit DVD-Backup und konvertiere sie dann auf ein brennbares Format 4,2 oder weniger Gigs mit DVDoneX. Das Ganze dauert auf einem iMac DV 400 etwa eineinhalb Stunden - d.h. rippen und konvertieren; beim iBook G3 800 etwas kürzer; natürlich ohne Tonprobleme mit der entsprechenden Sprachauswahl. Die Lösung ist bisher wirklich komfortabel und solange es nichts besseres gibt, bleibe ich dabei.

    Schönen Dank für den Test. Das ist sehr aufschlußreich.
     
  8. "Ja - DavideoX ist nichts weiter als eine GUI für die frei am Markt erhältlichen Open Source Pakete. Kannst ja mal den Paketinhalt der Software einsehen - da findest Du das von Dir schon genannte. Und dafür fast 40,- €.."

    Das braucht man dann wohl nicht wirklich.
     
  9. MacBelwinds

    MacBelwinds New Member

    Ist das denn mit DVD2OneX besser? Braucht man da noch Zusatzsoftware, Patches o.ä., um SEINE EIGENEN, LEGAL ERWORBENEN DVDs zu vervielfältigen? (Und das meine ich nicht ironisch!!!)
     
  10. Nein. Du wählst einfach den Speicherort der gerippten DVDs aus. Alles andere ist selbstverstehend.
    Einach nur den Video_TS-Ordner auswählen sowie die Untertitel. Du kannst auch die Grösse bestimmen. Akzeptabel ist für mich ungefähr die Hälfte - als etwa 4,2 GB bei einer 7,5 GB grossen DVD. Je weniger Speicherplatz du angibst, um so länger braucht das Programm zum konvertieren.
     
  11. Elmonetti

    Elmonetti New Member

    Ich bin gerade "Ghostbusters 1" am shrinken für 1 DVD. Das Proggie braucht laut Vorschau 500-900 Min!!! Absolut lächerlich gegenüber DVD2One. Oh Mann,für solch einen Müll habe ich tatsächlich 40€ ausgegeben. Normalerweise sollte man Geld dazukriegen wenn man diese Software tätsächlich benutzen sollte. Eine bodenlose Frechheit dieses Machwerk!
     
  12. artvandeley

    artvandeley New Member

    Na super, sind wir also in Punkto Qualität von Software endlich auf Peecee-Niveau abgesunken.
    Mit alle seinen Tiefen und ääh,...ja,Tiefen.

    Danke für den Test!!

    art

    Edit:Mensch, klar ist DVD2oneX schneller,ist ja auch kein Neucodierer.Ist aber auch meine erste Wahl.
     
  13. Elmonetti

    Elmonetti New Member

    Naja,aber 15 Stunden für einen 90Minuten Film finde ich schon etwas heftig auf einem Dual G5...:angry:
     
  14. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    40 Euro (oder Achtzig Altmark) für eine GUI ist wirklich ne Menge Holz.
    Ich offe nur für die Vermarkter, das sie den Code ,welchen sie unter ihrem Namen vermarkten, auch gekauft haben.
     
  15. stefan

    stefan New Member

    @macmercy
    danke für den bericht zu den ersten erfahrungen mit davideox.

    @ all
    nach all dem stellt sich die frage, welche unkomplizierte und effiziente sw zum erstellen von vcd und svcd denn zu empfehlen ist.

    schließlich sind noch nicht alle in den genuss der segnungen eines dvdschreibers gekommen. und für den ein oder anderen film reicht auch eine (s)vcd.


    beste grüße

    s
     
  16. BenDERmac

    BenDERmac New Member

    nimm ffmpegx. hat sich für mac eigentlich am bestem behauptet und ist kostenlos, sofern man features wie das comprimieren einer dvd verzichten kann und selbst da ist es mit 15 dollar weit günstiger als davideox.
     
  17. stefan

    stefan New Member

    jo, danke.

    vielleicht kann noch mal jemand grobe vergleichs/richtwerte liefern. auf meinem ibook g4 1000 rippt davideox nach svcd an 130min dvd ca. 8h rum. ginge das mit ffmpegx fixer?

    s

    ps: lüfter läuft dabei ca alle 8 min für ca 1min an. habe den vorher noch nie gehört. wirklich interessant. paralleles surfen macht keine probs.
     
  18. Chriss

    Chriss New Member

    @macmercy (oder natürlich wer es sonst noch weiß)
    Hab mal eine ganz andere Frage: Du bist doch gut bewandert in DVD2OneX ... ;-)

    Bei der Tonspur (german) wird oft AC3 6ch und AC3 2ch gleichzeitig angeboten. Welcher ist da der richtige bzw. wie kann ich das feststellen ?
    DANKE !
     
  19. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    DaVideo X benötigt auf meinem 733MHz G4 für 133 Minuten Film 389 Minuten. Also ein Verhältnis von 1:2.9. Direkt von DVD, nicht auf HD gerippt, to VCD.

    Gruss
    Kalle

    P.S. Hat schon jemand die Quicktime-Formate probiert?
     
  20. macmercy

    macmercy New Member

    Nachtrag:

    Habe jetzt noch eine weitere DVD in MVCD konvertiert: Deep Blue Sea

    Keine Lesefehler in der Audio-Spur. 249 Minuten Konvertierung (plus ca. 45 Min. Rippen). Extra langsam bebrannt.

    Ergebnis: nicht abspielbar im externen Player, nicht abspielbar mit VLC oder MacVCD X.
    So, wie es aussieht, ist die Funktion MVCD ein absoluter Reinfall...
     

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