memtest

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von Tambo, 25. August 2004.

  1. Tambo

    Tambo New Member

    macwelt-tipp von heute: memtest, hat das schon jemand ausprobiert?

    Wäre ja genial, da böser Speicher sonst nur durch Abstürze erkennbar wird ... konsole läuft...
     
  2. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Das Problem ist halt nur, dass der Mac mit bösem Speicher kaum richtig zum Laufen kommt, denn OSX braucht die Riegel auch im Single-User-Modus ja auch.

    Zudem ist ein Ausfall von einzelnen Bits im RAM sehr selten und wenn er vorkommt, ist er nur extrem schwer zu detektieren: Ein Fehler äussert sich nicht einfach dadurch, dass ein Bit bzw. Byte sich nicht beschreiben lässt, sondern dass ein Schreibzugriff auf dieses eben auch noch irgenwo weit von der aktuellen Adresse entfernt ein anderes Bit/Byte "mitreisst".

    Ein RAM-Tester müsste also nach jedem gesetzen oder gelöschten Bit/Byte den gesamten übrigen Speicher auf dem Chip auf Änderung überprüfen. Und das ist leider unmöglich, denn das würde nahezu unendlich lange dauern. Auch professionelle Testgeräte, die Riegel testen, kommen mit den heutigen Speichergrössen nicht mehr zu Rande und müssen sich auf Stichproben beschränken.

    Fazit: Von RAM-Testern halte ich wenig bis gar nichts.

    Gruss
    Andreas
     
  3. Tambo

    Tambo New Member

    Danke Andreas

    musste das 2 Mal durchlesen, um es zu verstehn :klimper:



    der ramtester füllt seit über einer h das Terminal; alles ok. z.b. so:


    > Test 16: Walking Zeroes: Testing...Passed.
    Run 15 completed in 426 seconds (0 tests showed errors).

    Run 16:
    Test 1: Stuck Address: Testing...Passed.
    Test 2: Random value: Setting...Testing...Passed.
    Test 3: XOR comparison: Setting...Testing...Passed.
    Test 4: SUB comparison: Setting...Testing...Passed.
    Test 5: MUL comparison: Setting...Testing...Passed.
    Test 6: DIV comparison: Setting...Testing...Passed.
    Test 7: OR comparison: Setting...Testing...Passed.
    Test 8: AND comparison: Setting...Testing...Passed.
    Test 9: Sequential Increment: Setting...Testing...Passed.
    Test 10: Solid Bits: Testing...Passed.
    Test 11: Block Sequential: Testing...Passed.
    Test 12: Checkerboard: Testing...Passed.
    Test 13: Bit Spread: Testing...Passed.
    Test 14: Bit Flip: Testing...Passed.
    Test 15: Walking Ones: Testing...Passed.
    Test 16: Walking Zeroes: Testing...Passed.
    Run 16 completed in 474 seconds (0 tests showed errors).<

    So wie der aussieht könnte der noch die ganze Nacht weiterrödeln, drum stell ich ihn ab.
    Dachte das das ne gute Möglichkeit ist - bin manchmal am supporten - um die bösen Rams zu erkennen.
     
  4. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Die verschiedenen Test sind an sich schon ein guter Ansatz. Diese Algos verwenden auch Profi-Geräte. Nur findest Du diese fiesen Bit-Fehler nur mit extremem Zeitaufwand - oder überhaupt nicht. Wenn sich in unseren Kundenanlage nicht reproduzierbare Probleme häufen - ok, die gibts unter Windows zu hauf ;) - tauschen wir schnell ein mal einfach die Riegel. Das ist billiger als stunden- und tagelange Tests.

    Problem mit heutigen RAM-Riegeln beschränken sich aber zum Glück meist auf Totalausfälle oder auf falsche Timings. Beide wirken sich meist so schnell aus, dass kaum etwas richtig läuft.

    Natürlich gibt es auch Fälle, wo der Riegel sich sporadisch (z.B. je nach Betriebstemperatur) mal innerhalb der Toleranz und dann wieder ausserhalb befindet. Nur wirst Du mit memtest kaum Hinweise auf so ein Problem finden.

    Tools wie memtest wiegen einem zudem in einer falschen Sicherheit. Wenn der ok sagt, muss längst nicht alles ok sein. Aber ich will das Ding jetzt nicht komplett in den Boden reden. In bestimmten Fällen wird es sicher das eine oder andere Problemchen finden. Und zudem kostet es ja nichts. Schade nur, dass der Autor nicht endlich ein GUI dazu entwicket. Versprochen ist das glaube ich schon seit über einem Jahr oder länger.

    Gruss
    Andreas
     
  5. Tambo

    Tambo New Member

    Das mir der falschen Sicherheit ist ein Killerargument.
    Das fehlende GUI habe ich nicht als Nachteil empfunden, so schwierig ists nun auch ned mit dem Terminal:
    memtest reinziehen und >all< eintippen...

    Interessanter wäre es jedoch zu erfahren, was all die XOR, MUL und DIV bedeuten.
     
  6. Delphin

    Delphin Weltverbesserer

    Hallo,

    es gibt jetzt ein GUI für memtest. Es heisst Rember, ist noch beta und kommt von Kelley Computing. Das Programm setzt auf memtest 4.04 auf.

    Viele Grüsse,
    Delphin
     

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