Mikrofonaufnahme rauscht ständig - was mache ich falsch?

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von ericstrip, 15. Februar 2006.

  1. ericstrip

    ericstrip New Member

    Hallo,

    ich sitze immer noch daran, wie ich am besten einen gesprochenen Podcast aufnehme.

    Der erste Versuch mit einem normalen Billigmikrofon am iMic brachte ein permanentes Brummen im Hintergrund.

    Also hatte ich mir gedacht, es wäre vielleicht klüger, mir ein USB-Mikrofon zu kaufen, da dieses ja direkt in den Rechner geht und daher kein Vorverstärkungsbrummen auftreten kann.

    Ich habe mir also für ein Heidengeld das MacMice MicFlex bestellt. Das taugt aber auch nichts. Bei Aufnahmen unter Audacity ist ein sehr lautes Rauschen im Hintergrund zu hören, ebenso unter Garage Band. Am "besten" klingt es noch, wenn ich zum Aufnehmen den kleinen Audio Recorder benutze, den man bei Versiontracker herunterladen kann. Aber auch da: Nicht akzeptable Nebengeräusche. Das Rauschen ist dabei immer vergleichbar laut, egal, wie hoch ich den Pegel meines Eingangs eingestellt habe. Das Rauschen ist vergleichbar mit einer Ferro-Kassette aus den 70er Jahren.

    Dies liegt auch nicht an der Umgebung, ich habe mir einen sehr kleinen, ruhigen Raum mit verhängtem Fenster für meine Versuche ausgewählt.

    Ich werde mal probieren, ob Amazon diesen Schrott ("hervorragendste Tonqualität", "für den Mac designt" - daß ich nicht lache) zurücknimmt.

    Was habe ich falsch gemacht? Hätte ich ein vorverstärktes Stereomikrofon kaufen sollen und das dann am Line-Eingang des iMic betreiben sollen? Das ist nämlich die einzige Variante, die ich noch nicht ausprobiert habe.

    Ausprobiert habe ich schon:
    * Billig-Mikro (nicht verstärkt) am Mic-Eingang des iMic -> Brummen
    * USB-Mikro MacMice MicFlex -> Rauschen

    Und: Hat hier schon einmal jemand erfolgreich mit einem iBook Sprache aufgenommen?

    Ich bin für jeden Tip dankbar, langsam komme ich mir echt blöd vor.
     
  2. ericstrip

    ericstrip New Member

    Ebenfalls jetzt probiert:
    * elektronisches Mikrofon, leider nicht genug vorverstärkt, um es am Line-Eingang betreiben zu können. Natürlich hat das iMic wieder gebrummt.

    Woran kann nur dieses verfluchte Brummen liegen? Aus welchem Grund hat so ein iMic einen Mikrofoneingang, wenn man den dann gar nicht benutzen kann, weil er ein impertinentes Erdungsbrummen von sich gibt?

    Zwei Fragen habe ich nun an Euch:

    1. Ist vielleicht mein iMic kaputt? Oder stimmt was mit dem Rechner nicht?
    2. Gibt es irgendeine Möglichkeit, ein externes Mikrofon an ein iBook anzuschließen, ohne daß es brummt oder rauscht? Hat das hier schon einmal jemand erfolgreich getan?

    Danke für jede Antwort, ich bin kurz davor, das iBook aus dem Fenster zu werfen und das iMic mit dem Hammer zu bearbeiten.
     
  3. maxx

    maxx New Member

    Ja... ich habs getan.
    Ich benutze ein Sennheiser Mikrofon, mit dem ich auch über den PC bzw. den MD einspreche, alles mit guter Qualität. In mein iBook gehe ich ebenfalls über das iMic. Bei mir rauscht es nicht. Allerdings ist die Aufnahme sehr sehr leise, zu leise um OnAir tauglich zu produzieren. Deshalb hänge ich den MD Player/Rekorder, sozusagen als Verstärker, dazwischen. D.h. ich gehe mit dem Mikrofon in den MD (dieser steht auf Aufnahme) und vom MD dann in das iMic. So habe ich es auch am PC gemacht bevor ich mir ein Mischpult zulegte. Probiers mal, denn wenn dein Mikrofon sonst auch nicht rauscht, sollte es so zu einer guten Aufnahme führen.
    Ich hatte auch lange geguckt welche Möglichkeiten es gibt mit einem Mic in das iBook zu gehen... und die beste war einfach das iMic... hätte es das nicht gegeben hätte ich vermutlich in den sauren Apfel gebissen und zum 12" PowerBook gegriffen, denn das hat ja einen Mikrofoneingang... aber selbst dann muss man vorverstärken wenn man einen satten Sound möchte.
     
  4. alberti11

    alberti11 New Member

    Hallo,

    bei Lautsprechern nimmst du doch auch nicht den Billigschrott.
    Mikrofone, die gut sind kosten halt eine Kleinigkeit; vorverstärkte sind hierbei ein ganzes Stück besser.
    Ordentliche Qualität so ab etwa 100 Euro; Sennheiser, AKG, Shure, sind da zu nennen, ertwas preiswerter: Vivanco.

    Ali
     
  5. Sluggahs

    Sluggahs Teilzeitschizzo

    Äh, ja. Mit dem eingebauten Micro und dem Audio Recorder

    Ging bei mir ohne Probleme. Habs als MP3 aufgenommen und mit Audacity nachbearbeitet.
     
  6. Silent

    Silent New Member

    Ich kenne das Problem. Habe auch ein iBook + iMic. Habe daran
    ein "Schrott" Micro und ein (wirklich) gutes Micro angeschlossen.

    Resultat bei mir: Rauschen + Brummen. Egal ob Audacity oder Garageband.
    Andere Software habe ich noch nicht probiert.

    Ah und die selben Resulte habe ich auch, wenn ich das iMic + Microphone
    am Cube anschliesse.

    Ein Bekannter meinte, dass eine Lösung ein Mischpult mit Vorverstärker am
    besten wäre.... hm... das hab ich bislang noch nicht ausprobiert.

    Das interne Micro am iBook ist meiner Meinung nach für hochqualitative
    Aufnahmen nicht geeignet. Schon mal allein aus dem Grund der notwendigen
    "Sprecherhaltung" nicht. Ausserdem auch zu leise...

    Insofern kann ich Dir (ericstrip) auch nur dadurch helfen, dass Du siehst,
    dass es nicht an einem defekten iMic liegt (ausser wir haben beide
    ein defektes *lach*)
     
  7. tobio

    tobio New Member

    Vergiss Vivanco. Damit kommst Du vom Regn in die Trauf.
    Das a und o einer guten Aufnahme ist erst mal eine möglichst schallfreie Zone ohne Nebengeräusche und ohne Reflexionen.
    Eine aufgehänge Bettdecke vor der das Micro steht und in die man "reinspricht" hilf da manchmal Wunder.
    Du brauchst neben einer gute Software vorallem Komponenten mit hohem Dynamikumfang
    (wobei bei derartiger Komprimierung hinterher eigentlich Perlen vor die Säue ...).
    Absolut High End sind Kondensator Mikrofone.
    Es muss kein Neumann für 2t€ sein, aber das hier sollte schon sehr gute Sprachaufnahmen liefern.
    Dazu brauchst Du dann natürlich ein gutes Audiointerface - das 2. wichtige Glied in der Kette und möglichst mit Mikrofonvorverstärker.
    z.B.:
    http://www.alesis.de/produkte/io2.html
    (bei Thomann momentan für 143.- Euro)

    Oder das hier:
    http://www.thomann.de/tascam_us428_demo_prodinfo.html

    Auf gute Abhörmonitore kannst Du bei Deiner Anforderung getrost verzichten und zu guten Kopfhörern greifen.


    tobio
     
  8. ericstrip

    ericstrip New Member

    So viele Antworten! Danke schön!

    @maxx: Leider habe ich weder ein MD noch ein Tapedeck mit Mikrofoneingang...

    @Sluggahs: Internes Mikrofon und Audiorecorder reicht leider nicht, da für meinen Zweck der Rauschpegel zu hoch ist. Die Sprachqualität an sich würde völlig reichen, nur das Rauschen ist leider nicht richtig wegzubekommen. Bei der Rauschentfernung in Audacity bleibt immer ein Schmurgeln zurück oder (bei stärkerer Einstellung) höre ich mich an wie ein Roboter.

    @Silent: Jetzt fällt mir ein Stein vom Herzen, ich dachte schon, ich wäre inzwischen zu blöd, ein Mikro anzuschließen...

    @alberti11 und tobio: Es soll beileibe nicht High-End werden, daher sind Eure Vorschläge für ambitionierte Hörbuchproduktionen sicher klasse, für diesen Fall aber vielleicht etwas überdimensioniert. Ich soll nur für die Firma Skripte mit Bildungsinhalten einsprechen, das wird dann auf 56 kbs mono komprimiert. Meine Kollegin hat einen PC mit Mikrofoneingang und ein billiges Headset, klingt ungefähr wie das interne Mikro im iBook (völlig ausreichend) aber rauscht nicht. Wenn ich das von der Qualität erreiche, ist es schon völlig in Ordnung.

    Vielleicht sollte ich mir einfach einen Mikrofonvorverstärker zulegen. Die gibt es u.a. bei Conrad für etwa 30 Euro und man kann damit jedes nicht-vorverstärkte Mikro an einen Hochpegeleingang anschließen, also entweder an mein iMic oder an den Line-In meines Tapedecks.
     
  9. ericstrip

    ericstrip New Member

    Der Mikrofonvorverstärker bringt leider auch nichts - am iMic geht er überhaupt nicht, am Tapedeck akzeptabel - aber dafür macht das iMic jetzt auch Nebengeräusche, wenn ich es an die Anlage anschließe!!! Zwar nicht ganz so laut, aber schon nervig genug.

    Für mich gibt es nun fünf mögliche Gründe:

    1. Ich mache grundsätzlich alles falsch.
    2. Man kann mit einem iBook generell nichts aufnehmen, aber Apple verschweigt das.
    3. Das Griffin iMic ist in Wirklichkeit ein kreuzerbärmliches Produkt und es wird nur so getan, als würden alle es verwenden.

    Nun die wahrscheinlicheren:
    4. Mit meinem iBook stimmt was nicht.
    5. Mein iMic ist ein Montagsexemplar.

    Meine Fragen:

    1. Gibt es hier User, die iBook und iMic erfolgreich miteinander benutzen, wo vielleicht sogar der Mikrofoneingang funktioniert?
    2. Gibt es bekannte Fehlerquellen, die man vielleicht ausschalten kann?

    Danke.
     
  10. rootzone

    rootzone New Member

    Leute, ich habe nur einen Mini ohne Audio-Eingang, aber ich kann mich erinnern, dass man bei den Quadras den Anschluss zwischen "Line" und "Mic" umschalten konnte. Schaut mal in die Systemeinstellungen. Das sollte das Problem lösen, wenn dem so ist. Würde mich jetzt auch interessieren.
     
  11. ericstrip

    ericstrip New Member

    Tjaaa, manchmal ist das Althergebrachte doch am besten...

    Ich werde meinen alten schrottigen Uralt-iMac (der eigentlich zu ebay sollte) jetzt doch behalten, denn eines kann er: Ton aufnehmen!

    Mein analog/digitales Retro-Equipment umfaßt nun:
    * einen 7 Jahre alten iMac mit OS9 drauf
    * einen Mikrofon-/Phonovorverstärker aus Metall im Stil der späten 70er
    * ein Mikrofon aus längst vergangenen Zeiten (von einem Tonbandgerät)

    Klingt nach meinem ersten Test vorhin einwandfrei.

    Was ich aber immer noch nicht verstehe, ist, warum ein Notebook für 1000 Euro aus aktueller Produktion das nicht kann. Ich kaufe mir doch kein teures Powerbook nur wegen dem Audioeingang! Im Grunde ist das eine Sauerei.
     
  12. mac-christian

    mac-christian Active Member

    Mach mal halblang.

    Irgendwie muss sich der "kleine" ja vom "grossen" unterscheiden. Und vielleicht spart Apple dadurch auch noch Produktionskosten. Nur immer sagen "ich will das alles, aber umsonst" bringts ja auch nicht.

    Beste Grüsse, Christian
     
  13. ericstrip

    ericstrip New Member

    @Mac-Christian: Doch, den einen Anspruch stelle ich schon. Soo teuer kann ein Audioeingang nicht sein, jeder Schrott-PC hat einen. Der eMac hatte übrigens auch einen.

    Und ich frage mich warum Apple dann eine Software wie GarageBand überhaupt dazulegt, wenn man ohnehin mit der Kiste nichts in brauchbarer Qualität aufnehmen kann? Und es kann nicht angehen, daß man sich ein sauteures gutes USB-Interface dazukaufen muß, weil nicht einmal das (auch nicht billige) iMic was taugt. Mit der Podcast-Funktion von iLfe 06 kann man so schon einmal gar nichts anfangen, denn einen Podcast, der mit dem internen Mikrofon aufgenommen wurde, kann man sich nicht anhören. Nicht einmal ein Headset fürs Skypen kann ich anschließen. Immerhin geht das mit dem internen Mikrofon halbwegs.
     
  14. Falko

    Falko DonFalkone

    Habe mit meinen beiden Rechnern zwar kein Problem mit dem Aufzeichnen über den eingebauten Mic-Eingang, aber ev. hilft Dir für zukünftige Projekte ja ein weiterer Tip: Formac StudioTVR - über dessen Eingänge (Cinch) habe ich bisher sehr gute Ergebnisse dank FireWire-Verbindung zum Rechner erreichen können. Wenn Du also ein Mic und auch einen Mic-Vorverstärker hast wäre das eine Möglichkeit für die Zukunft - muss für den gelegentlichen Gebrauch ja kein neuer DV-Wandler sein (da leider sehr teuer). Der Formac Studio TVR ist zwar sehr stromhungrig aber lässt sich dennoch kurzfristig über das FW-Kabel und damit den iMac speisen; alternativ gibts auch ein Netzteil dafür oder dann eben FireWire-Hubs mit Stromanschluss.
     
  15. wertherderechte

    wertherderechte Chaospoet

    Ich habe ein hervorragendes aktives Sony Stereo Microphon für um die 150,- Euro, das im Zusammenhang mit meinem MD-Recorder Bootleg-taugliche Ergebnisse liefert. An meinem MacBook eingestöpselt rauscht es aber auch. Ich frage mich da schon, wie der Line/Mic-Eingang des MacBooks designt ist. Vielleicht ist dieses Bauteil ja auch bei Deinem iBook nicht so geil. Denn tatsächlich liefert das integrierte Mikrophon rauschärmere Ergebnisse. Dafür finde ich den Klang als nicht so transparent.

    Wichtig ist auf jeden Fall, dass Du in der Systemsteuerung die Audioeinstellungen für den Eingang auf Mikrophon stellst. Dann gab es irgendwo noch die Option, dass man Nebengeräusche ausblenden kann. Das hilft ein bisschen.

    Für Tipps bin auch ich dankbar...
     
  16. lalle-rupp

    lalle-rupp New Member

    Kann ich eigentlich irgendein Mikro anschließen oder brauch ich dafür spezielle Mac Treiber die ich installieren muss?
     
  17. wertherderechte

    wertherderechte Chaospoet

    Treiber brauchst Du keine, aber in Abhängigkeit vom ursprünglich vorgesehenen Arbeitsgebiet des Mikrofons siind diese mit verschiedenen Anschlüssen ausgestattet. Vor allem Bühnen- und Studiomikrofone sind eigentlich immer mit XLR Anschlüssen ausgestattet. Für andere Bereiche gibt es andere Mikrofone mit anderen Anschlüssen. Du brauchst ja letztlich eine Stereo-Mini-Klinke für Deine Aufnahme. Auch wenn Du nur Mono aufnehmen möchtest (Was in den meisten Fällen der Fall sein sollte.) Mikrophone sind (abgesehen vom ganz billigen Schund) für etwas ganz bestimmtes gebaut. Damit kauft man sich mit einem Mikrofon Vor- und Nachteile. Du musst also vorher wissen, was Du mit dem Mikro alles machen willst.

    Langer Rede kurzer Sinn: Das Mikrofonsignal muss am Ende (über Interfaces oder was auch immer) über eine Stereo-Mini-Klinke in den Mac gehen.
     
  18. Hugoe

    Hugoe New Member

    Hi zusammen.
    Ich hab mit ibook schon komplette CDs aufgenommen, allerdings nicht mit imic sondern teils mit einem USB-Interface, teils mit einem Firewire-Interface. Imic hab ich spaßeshalber mal probiert, kann man einfach kicken dieses Teil.
    Umgebung macht tatsächlich einiges aus, da sollte dann schon das interne Mic akzeptable Ergebnisse bringen für den Einsatzzweck, den du beschreibst.
    Ich habe auch bei meinen älteren Macs von 7600 über eMac und Pismo, die allesamt mit Audio-Eingängen ausgestattet waren, für gute Aufnahmen immer mit soundkarten gearbeitet, entweder PCI am Anfang oder jetzt eben USB oder Firewire. Wenn ich gute Qualität will, komm ich da einfach nicht drum rum.
    Warum holst du dir nicht einfach ein USB-Interface bei thomann, dann kannst du wenigstens feststellen, ob das ibook eine Macke hat. Du kannst es ja wieder zurückschicken. Du solltest dann allerdings aufpassen, daß du eins mit Vorverstärkern nimmst, sonst hast du wieder ein Problem.
     

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