minimale Prozessorleistung bei ausgebautem Akku

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von kringo, 13. März 2005.

  1. kringo

    kringo New Member

    Hallo,

    um Wärmeprobleme und häufige Ausladungen zu vermeiden, nehme ich den Akku im Netzbetrieb häufig raus.
    (Der erste Akku hat sich bereits nach 1 Jahr bei häufigem Netzbetrieb verabschiedet.)
    Allerdings läuft das PB mit ausgebautem Akku nur auf minimaler Leistung. Kennt jemand eine Lösung für dieses Problem?
    Grüße, Jochen


    PowerBook Ti 1 GHz
     
  2. benqt

    benqt New Member

    An anderer Stelle in diesem Forum war einmal etwas über die Energiespareinstellungen in Zusammenhang mit der Leistung bei Power-/iBooks zu lesen. Möglicherweise stellt das Book die Einstellungen automatisch auf "extrem sparsam" (d.h. niedrige Leistung), sobald es keinen Akku registriert. Vielleicht mal die Energieeinstellungen überprüfen, evtl. werden die beim Akku-Ausbau auf default gestellt oder so ähnlich.

    Ist aber nur so 'ne Überlegung, keine Ahnung ob das wirklich sein kann.

    Gruß
    benqt
     
  3. kringo

    kringo New Member

    Die Einstellungen im Kontrollfeld Energie sparen haben in diesem Fall keinen Einfluss auf die Prozessorleistung.
    Bei niedrigem Batteriestand bzw. ausgebautem Akku ist die Prozessorleistung minimiert, auch wenn das PB am Netz hängt und unabhängig von den Systemeinstellungen.

    Leider...
     
  4. benqt

    benqt New Member

    Dann fällt mir auch nix mehr ein, außer das Book benutzt den Akku auf irgendeine seltsame Weise während des Netzbetriebs als Pufferenergiequelle im Sinne eines Kondensators. Dann wäre ein fehlender Akku natürlich schlecht. Aber sehr wahrscheinlich hört sich diese Theorie nicht an, das gebe ich zu.

    Ein Fall für die Forum-Cracks!

    Gruß
    benqt
     
  5. mpb

    mpb New Member

    Da ich seit Jahren bei meinen Powerbooks während des Netzbetriebes die Akkus ausbaue und ich diesen Effekt noch nicht bemerkt habe, würde mich die Quelle dieses Statements interessieren.
     
  6. Batman69

    Batman69 ...Springer...

    ...also bei mir isses definitiv nicht so...
    pb g4 1,5 15"
     
  7. kringo

    kringo New Member

    Ich habe die Prozessorleistung mit xBench überprüft:

    Bei ausgebautem Akku bzw. einem niedrigen Ladestatus wird die Prozessorleistung unabhangig von den Systemeinstellungen automatisch auf minimal gestellt.
    Beim PB Ti 1GHz liegen die CPU-Werte bei mximaler leistung bei ca. 120 und bei minimaler Leistung bei ca. 80.
    Bei ausgebautem Akku werden unabhängig von den Systemeinstellungen immer nur Werte von ca. 80 erreicht.
     
  8. Pahe

    Pahe New Member

    Hallo,

    @benqt

    -so ist es. Um die Schwankungen etwas aufzufangen und Störungseinkopplungen wegen der fehlenden Pufferwirkung des Akkus wir die Leistung etwas heruntergefahren.
    Das gibt es aber bei vielen Geräten. Manche laufen ohne Akku trotz Anschluß ans Netz nicht weil eben die Pufferwirkung fehlt und so die Funktion nicht gewährleistet wäre.

    Gruß
    Pahe
     
  9. kringo

    kringo New Member

    Also ist der Betrieb des Books ohne Akku nicht zu empfehlen....
    oder habe ich was falsch vestanden?

    Wenn dies so ist, sind die Books für längeren Netzbetrieb eigentlich nicht geeignet, da die besonders unter Belastung auftretende Wärme und das regelmäßige Aufladen den Akku zerstören.
     
  10. Pahe

    Pahe New Member

    Hallo,

    nachdem es sich bei den verwendeten Akkus um Lithium-Ionen-Akkus handelt und Lithium-Akkus auch ohne in Betrieb zu sein trotzdem altern und damit Kapazität verlieren und die Akkus durch ihre Pufferwirkung Störungen vom System und der Stromversorgung auffangen, ist ein Betrieb ohne Akkus kein Vorteil. Auch nicht für den Akku. Die intelligente Ladeschaltung und das Powermanagement sorgen schon dafür, dass der Akku bestmöglich geschont wird.

    Wenn es Probleme mit dem Akku gibt, so liegt dies in erster Linie am Akku selbst, bei dem sich aufgrund der hohen Energiedichte selbst geringe Fertigungsfehler stark auswirken. Hier ist deshalb auch mit einer höheren Frühausfallrate als bei den anderen Elektronikbauteilen im Rechner zu rechnen.
    Aus diesem Grund wird auch die Gewährleistung des Herstellers/Hänlers ziemlich unproblematisch sein, sofern keine mechanische Beschädigung vorliegt.

    Deshalb von einzelnen Ausfällen auf die Masse zu schließen ist nicht angebracht.

    Gruß
    Pahe
     
  11. kringo

    kringo New Member

    Ich glaube nicht, dass ich der Einzige bin, dessen Akku durch häufigen Netzberieb bereits nach 1 Jahr zerstört wurde (siehe Forum).
    Dass die besonders im Netzbetriebunter starker Belastung auftretende Wärme den Li-Akkus schadet, ist bekannt. Selbst Apple rät inzwischen davon ab, die Akkus dauernd am Netz zu betreiben.
    Das es aufgrund fehlender Pufferwirkung nicht ratsam ist, das Book ohne Akku zu betrieben leuchtet mir ein, und ich bedanke mich für den wertvollen Hinweis.
    Trotzdem finde ich die Lösung Akku- und Netzbetrieb nicht ausgereift und denke, dass die Books für den Netzbetrieb nicht wirklich geeignet sind.

    Gruß, Jochen
     
  12. Pahe

    Pahe New Member

    Hallo,

    @kringo

    Wird das Notebook vorwiegend stationär betrieben, ist sicher der Dauerbetrieb an der Strippe für den Akku nicht gerade förderlich. Dazu ist weder der Akku noch das Notebook selbst gedacht. Hier ist etwas Augenmaß angebracht um den Akku entsprechend seines eigentlichen Zwecks einzusetzen. Li-Ionenakkus haben zwar keinen Memory-Effekt wie Ni-Cd-Akkus gleichwohl sind Lade- aber auch mal richtige Entladezyklen für den Akku angebracht.
    Die Zerstörung nach kurzer Zeit (<1 Jahr) ist aber durch die Prouktstreuung als Frühausfall definiert und nicht die Regel bei Verwendung im Rahmen der Möglichkeiten. Wenn die Ausfälle wirklich häufiger wären, hätte das Notebook längst eine Ladepausensteuerung denn darauf, dass die Empfehlungen auch eingehalten werden verläßt sich Apple bestimmt nicht. Die Empfehlungen dienen lediglich als Hinweis zur oben geschilderten optimalen Verwendung.
    Frühausfälle im Bereich bis 1% sind bei Akkus durch noch so raffinierte Ladesteuerung kaum zu verhindern. Bei handelsüblichen Batterien und Autoakkus sind diese Frühausfälle eher noch höher und kein Mensch regt sich darüber auf.
    Bei echten Fertigungsfehlern - auch das kommt bei Akkus häufiger vor als man denkt da die Qualitätssicherung recht kompliziert ist und einige Parameter sich erst nach Wochen so verändern, dass es zu irreparablen Schäden führt.
    Hier wird aber seitens des Herstellers meist ein Rückruf gestartet oder sehr kulanter Austausch vorgenommen.

    Gruß
    Pahe
     
  13. kringo

    kringo New Member

    @Pahe

    danke für die ausführliche und kompetente Antwort. Du kennst dich ja bestens aus auf diesem Gebiet. Deshalb gleich noch eine Frage:

    Für Li-Akkus werden max. 500-1.000 Ladezyklen angenommen. Zählen da Teilladungen von 20-50% mit?

    Gruß, Jochen
     
  14. iArne

    iArne New Member

    Moin moin,

    aus den Problemen bei den iPods meine ich zu wissen, dass jede Ladung zählt.

    Arne
     
  15. urus

    urus Member

    Für Li-Akkus werden max. 500-1.000 Ladezyklen angenommen. Zählen da Teilladungen von 20-50% mit?

    Gruß, Jochen [/i][/QUOTE]


    Und wenn Du das Book 3mal aus der Steckdose ziehst und woanders einstöpselst, dann sind das 3 Ladungen am Tag und der Akku ist nach spätestens einem Jahr hinüber.
    Schwacher Trost: Dann kannst Du den schwachen Akku als Puffer nehmen und den guten verwenden, wenn´s drauf ankommt.

    Scheisstechnik, gelle...
     
  16. Pahe

    Pahe New Member

    Hallo,

    @kringo

    -habe mal Unterflurverstärker/Signalregeneratoren für Glasfaser-/Kabel-Weitverkehrsverbindungen mit sog. wartungsfreien Batteriepacks der unterschiedlichen Technologien in der Dauererprobung. Hier gab es deutliche Streuungen selbst aus identischen Chargen.
    Die maximale Anzahl der Ladezyklen ist stark abhängig von der Ladegeschwindigkeit, Ladeschlußspannung und auch Temperatur. Eine schonende Ladung mit guter Ladestrom und Schlußspannungsüberwachung kann die Anzahl der möglichen Ladezyklen durchaus verzehnfachen gegenüber der reinen Zeitsteuerung und mit Ladestrombegrenzung.
    Der Temperaturbereich für langes Leben des Akkus liegt zwisschen 5 und 35 °C.
    Der Dauerbetrieb eines Notebooks sollte daher nicht auf Unterlagen stattfinden, die einen Wärmestau begünstigen, sodaß die Temperatur im erträglichen Bereich bleibt.

    Der Pufferbetrieb zählt nur bedingt als Ladung. 20-50% jedoch schon. Es ist daher besser bis auf 10% der Ladung zu nutzen und erst dann wieder an's Netz damit. Das ist besser für den Akku und besser für den Steckkontakt.

    Gruß
    Pahe
     
  17. kringo

    kringo New Member

    @ Pahe

    Danke für die Infos.
     

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