Mit Bankenschelte in den Wahlkampf

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von maclin, 22. Juli 2012.

  1. maclin

    maclin New Member

    Steigert dies die Glaubwürdigkeit der SPD?
    Erst Zustimmen, Mitmachen und dann das Gegenteil behaupten.
     
  2. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Ja, die Sozis haben einen sehr schweren Stand. Die Jahre 1998 bis 2005 und danach die Große Koalition haben denen nicht gut getan. Durch ihr Dösbaddeligkeit sind sie in jede neoliberale Badewanne gefallen, die man in die Feldmark(t) stellte.
    Jetzt, mit Agenda 2010 und Rente mit 67 besudelt, kommt man als Phönix aus der Asche oder wiedergeborener Deus ex Machina einfach nicht mehr glaubwürdig rüber. Denn die Brüder haben diese gegen die Bevölkerung gerichtete Politik immer noch nicht überwunden sondern eiern nur um ihr Problem herum.
    Sie würden viel glaubwürdiger werden, wenn die Führungsriege, insbes. die Stones, sich zurückziehen und dann die Klappe halten würden. Zusammen mit dem Schusssicheren aus Hannover, dem Politautisten aus dem Sauerland und den beiden eben genannten könnten sie dann einen Chor der gescheiterten Schweigsamen aufmachen und dieses Schweigegelübde bis an ihr Lebensende vervollkommnen.

    Wie ich den Dicken aus Goslar einschätzen soll, weiß ich irgendwie nicht. Der war früher zu schnell. Dessen politische Gesetztheit mag ich nicht glauben. Mit solchen Themen fischt der doch nur in fremden Gewässern. Denn dieses Bankenfüttern hat schon unter dem Dicken aus Oggersheim begonnen und wurde unter Rotgrün fröhlich weiterentwickelt.
    Wenn er das ehrlich meinen würde, dann wäre mit dem politischen Verschluss der neoliberalen Szene innerhalb der SPD ein ersten Schritt getan. Aber so ….
     
  3. maclin

    maclin New Member

    Ich befürchte, dass sie für Wahlkämpfe eine "neue" Richtung vorgaukeln werden.
    Eine Richtung, die sie nach einer eventuell gewonnen Wahl dann doch wieder "vergessen" werden.
     
  4. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Da gibt es Vorbilder. Die Erhöhung der Mwst auf 19 %, obwohl zuvor der Merkel'sche Vorschlag (2005) auf 18 % politisch bekämpft wurde.

    Dazu passt denn auch wieder der mündliche Beitrag zur Wahrheitsfindung von Müntefering, der sich darüber beklagte, dass man sie - die SPD - an dem mäße, was sie vor der Wahl versprochen und nach der Wahl nicht gehalten habe.
    Da wusste ich nicht, ob das ein dämlicher Ausrutscher war oder ob der Autor dieser "klugen" Analyse bzw. Wertung politisch naturdoof ist.
     
  5. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das erklärt er uns demnächst im Wahlkampf. Er will doch tatsächlich wieder kandidieren.

    Oh manno!
     
  6. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Solange diese politischen Untoten in der SPD immer wieder auftauchen, ist sie nicht reformierbar und daher nicht wählbar.
     
  7. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Dieses Verhalten hat die SPD unter Schröder gelernt. Immer kurz vor dem Wahlkampf verhielt der sich plötzlich sozialdemokratisch, suchte die Nähe der Gewerkschaften. Das hielt aber nach der Wahl nicht lange an.
     
  8. McDil

    McDil Gast

    "Eliten" durch "Untote" zu ersetzen – könnte von mir sein.
     

Diese Seite empfehlen