Mobil, flexibel.......krank !

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 17. August 2012.

  1. batrat

    batrat Wolpertinger

    http://www.sueddeutsche.de/karriere...-macht-immer-mehr-angestellte-krank-1.1442568


    "Ständige Erreichbarkeit, Überstunden, wechselnde Arbeitsorte und lange Anfahrtswege: Die Flexibilisierung der Arbeitswelt lässt immer mehr Arbeitnehmer an ihre psychischen Belastbarkeitsgrenzen stoßen. Viele Angestellte sind schon gestresst, bevor sie an ihrem Schreibtisch ankommen."

    Eine bedenkliche Entwicklung. Ich habe vor ein paar Jahren das Angebot des HomeOffice abgelehnt. Daheim ist daheim. Da will ich keine Arbeitsunterlagen, keinen Bürolaptop usw. haben. Das HomeOffice ist eine ganz perfide Ausbeutung, weil man unmerklich mehr arbeitet. :meckert:
    Pendelprobleme habe ich nicht. 15 min Trambahn oder 20min Rad :)
     
  2. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ich genieße es, von Zuhause aus zu arbeiten. Und das seit über 17 Jahren.
    Vorher jeden Tag ca. 1 Stunde 15 Minuten Fahrtzeit mit dem damit verbundenen Stress und den Kosten.
    Jetzt selbst wenn ich verschlafen habe pünktlich am Arbeitsplatz. Dann wird die Morgenwäsche halt mal auf Mittag verschoben.
     
  3. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Danke für den Link. Ich hab den mal an einige meiner sozialdemokratischen Genossen mit einer entsprechenden Erklärung weitergeschickt.

    Diese SPD werde ich auch 2013 auf Bundesebene nicht wählen. Auch nach 48 Jahren Mitgliedschaft in dieser Partei. Die nicht.
     
  4. maximilian

    maximilian Active Member

    Da hast Du Glück gehabt. In mehrfacher Hinsicht. Z.B. dass Du es Dir leisten kannst, im Trambahnbereich von München zu wohnen. Hat es Deine Frau auch so nah zu ihrer Arbeit? Die meisten Pendlerprobleme kommen nämlich (nach meiner Beobachtung) daher, dass in den Familien nicht nur einer berufstätig ist, wie das noch vor einer Generation üblich war. Der Wohnort ist dann oft ein Kompromiss zwischen den diversen Arbeits- und Ausbildsungsorten, wenn auch noch Kinder da sind.

    War früher einfacher: Die Familie hat da gewohnt, wo der Vater Arbeit hatte. Und wenns da kein Gymnasium gab, sind die Kinder halt auf die Haupt- oder Realschule gegangen. Maurer braucht man immer. Telefon hatte man privat sowieso keines (war bei uns noch so, bis ich 12 oder 13 war, und sooo alt bin ich dann auch noch nicht). War das Leben damals besser? Gabs damals keine Überstunden und Wochenendarbeit? Waren die Berufstätigen weniger gefordert und erschöpft? Glaube ich nicht, habe ich auch nicht so erlebt. Jetzt wird halt mehr gejammert.

    Und was die Erreichbarkeit angeht: Jedes Telefon hat einen Knopf zum Ausschalten. Ich habe einen Job mit ziemlich viel Bereitschaftsdienst, der anders als z.B. bei Fluglinien nicht wirklich geregelt ist. Trotzdem kann mir keiner was, wenn ich in der Firma anrufe und sage, dass ich jetzt für ein paar Stunden (oder den Rest des Tages / Wochenendes) nicht mehr zu erreichen bin. Ich muss es nur machen. Ärger gibt es nur, wenn man sich nicht abmeldet und dann gesucht wird.
     
  5. McDil

    McDil Gast

    Zufriedenheit ist nur den ganz Reichen und den ganz Verblödeten zu eigen.

    In Anbetracht der familienfeindlichen Ansprüche, die von der Wirtschaft an ihre "Mitarbeiter" gestellt werden, ist es kaum zu fassen, dass von denselben "Eliten", die solche Arbeitsbedingungen für "alternativlos" halten, auch der Mangel an Nachwuchs als demografisches Problem wiederum instrumentalisiert wird, um die Arbeitsbedingungen noch weniger familienfreundlich zu machen.

    Vielleicht will man ja die einheimische Bevölkerung so weit ausdünnen, bis in ausreichender Zahl Billigstlöhner aus aller Herren Länder hierher gekarrt werden können, deren Familien weit weg sind, falls sie überhaupt eine haben.:teufel:
     
  6. vulkanos

    vulkanos New Member

    Macht kaputt, was Euch kaputt macht.

    Nach 30 Jahren freiberuflicher Lohn- und dann Honorarsklaverei beantrage ich jetzt Frühverrentung, zumal auch gesundheitliche Gründe geltend gemacht können. Nachdem mein letzter Auftraggeber dreimal hintereinander einen Auftrag wieder aufgekündigt hat, ist nicht mehr einzusehen, warum ich mich für diese Deppen verbiegen soll. Lieber weniger Geld, dafür aber gesund an Seele, Geist und Körper.
     

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