mobiles klassenzimmer im einsatz

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von happy-switcher, 12. Februar 2005.

  1. happy-switcher

    happy-switcher New Member

    hat schon mal jemand ein mobiles klassenzimmer mit ibooks im einsatz gesehen? gibt es erfahrungsberichte. möchte, dass meine schule so ein ding anschafft und suche argumente.
     
  2. ekaat

    ekaat ich bin auf dem sofa

    such mal nach chinanorbert im forum oder im web deutsche schule shanghai.
    in hamburg gibt es auch mindestens 1 schule, die eine ibookklasse hat.
    die adresse kann ich dir morgen raussuchen.
     
  3. wolfkasper

    wolfkasper New Member

    auf was Du Dich in Baden-Württemberg einlässt?
    Macs für die Schule haben hier schon viele versucht, sich aber meist nur blutige Nasen geholt. Am ehesten hat's noch an Gymnasien geklappt, weil dort nicht so viele Kleingeister mitbestimmen. Markgraf-Ludwig Gymnasium in B.-B. oder Uhlmann-Gym. in Stuttgart. Alle anderen Schularten, die sich vom Landesinstitut "beraten" lassen, haben schlechte Karten. Nach wie vor wird die Szene von MacHassern bestimmt.

    Übrigens, auf der Didacta/Stuttgart ist in Halle 14 auch Apple vertreten.

    Ich drück' Dir die Daumen, aber mach' Dich auf starken Gegenwind gefasst.
     
  4. happy-switcher

    happy-switcher New Member

    die lehrer sind gar nicht so abgeneigt, direktor auch nicht, es geht eher um den schulträger. das problem ist, dass die schule einen zweiten computerraum braucht, und dieser im prinzip nicht zur verfügung steht. übrigens es handelt sich um ein gymnasium im breisgau. wir würden es gerne für den nwt unterricht einsetzen, so dass nur eine geringe anzahl an lehrern zugriff auf die ibooks hätte. ansonsten würde glaube ich das chaos ausbrechen.
     
  5. happy-switcher

    happy-switcher New Member

    es geht nur um das mobile klassenzimmer, das wir für den naturw. unterricht einsetzen wollen. aufgaben: computerbasiertes messen von exp., foto- videobearbeitung, office, internet. verwaltung müsste doch da kein problem sein oder? wie siehts mit der wartungsanfälligkeit aus? lernsoftware brauchen wir nicht, der andere pc- raum hat windows
     
  6. ChinaNorbert

    ChinaNorbert New Member

    Das Mobile Klassenzimmer ist die einzige sinnhafte Form des Unterrichts, denn hier wird das Werkzeug Computer dort genutzt, wo Lernen statfindet: im Klassen/Fachraum. - schließlich geht man bei der Nutzung des Dudens auch nicht in den Duden-Raum. :)
    Nebenbei ist es auch die wirtschaftlichste Form, denn es muss kein spezieller Raum vorgehalten werden.

    iBooks im Funknetz sind die günstigte Hardware-Lösung. Ein Großteil der Programme ist incl. und das Betriebssystem ist nicht unwiederbringlich mit der Hardware verbunden.

    Die Pflege der iBooks ist denkbar einfach und setzt KEINEN Server voraus. Ein iBook ist "Master" und das System wird mit CopyCloner auf den weiteren Rechner (Target-Mode) kopiert (geht mit XP nicht!).
    Dann brauchst du nur ein Mal die Rechteeinstellung vornehmen. Schülerdaten kann man im Rahmen von FileSharing auf einen zentralen Rechner deponieren oder aber man kauft ein paar USB-Sticks. Es geht auch einfach. Input und Output müssen stimmen!

    Wichtige Argumente für den Mac
    1. Preiswert - da alles komplett
    2. Stabiles Betriebssystem
    3. Kompatibel zur Win-Welt
    4. Keine Viren
    5. Einfach WiFi
    6. Ein Betriebssystem, dass Schüler nicht manipulieren (können), da sie es bspw. nicht zu Hause haben. Ich habe 75 iBooks und keine Probleme mit findigen Schülern. Die Systeme laufen und laufen ... extrem zuverlässig.
    7. Ein Unix-System ist an Universitäten/Forschungseinrichtungen gängig. Entsprechende Interfaces/Software gibt es für OSX. Da muss man nicht Steinzeit-Leybold auf DOS-Ebene nutzen. Es gibt reichlich Messsystem für OSX. Auf der Website von Apple befindet sich im Bildungsbereich eine Zusammenstellung von Software.

    Nachteil (meinen andere) ist, dass nicht alle vermeindlich "wichtige" Lernsoftware auf dem mac nicht läuft. Dies sind besonders Softwaretitel der Lernbuch-Verlage. Die missachten bewusst Macs, obwohl die Software auf Macs entwickelt wird.
    Aber den Sinn von Lernsoftware muss man als Pädagoge einfach hinterfragen. Das ist häufig dummer Drill - und der ist Kill! Da wird hochkomplexe teure Technik vorgehalten, um programmierten Unterricht der 60er Jahrezu machen. Damit waren wir eigentlich durch und er wird auch mit modernen Technik nicht besser!
    Ich sehe den Computer hauptsächlich als Werkzeug. Da gibt es genügend Software.
    Unter http://www.ds-shanghai.org.cn/Schule/SchuleComputer.html findest du vielfach Informationen.

    Im übrigen gibt es eine deutlich bessere Lösung, als den Wagen von Apple, in dem die iBooks eingestellt werden. Bei vs-möbel habe ich jetzt einen Wagen gefunden, wo die iBooks in eine Schublade gelegt werden. Das ist besser und verhindert das sonst unvermeidbare Kabel-Wirrwarrrrr beim Aufladen.

    Gern gebe ich mehr Auskunft

    Norbert

    norbert.arnold@ds-shanghai.org.cn
     
  7. ChinaNorbert

    ChinaNorbert New Member

    Eine drahtlose Verbindung der Airport-Stationen dürfte vermutlich dem Praxistest nicht standhalten.
    Es wäre interessant, wenn jemand hierbei positive Erfahrungen gemacht hätte. [/i][/QUOTE]

    Das ist eine Frage der Bandbreite. Da wird es dann sehr langsam, wenn mehr Geräte genutzt werden. Wichtig ist, dass du die einzelnen Airport-Stationen sternförmig verkabelst.
    Wir werden in unserem Neubau zu jedem Knotenpunkt (Flur) mit Glasfaser gehen und dann von dort mit GigaBit Ethernet (Cat6) sternförmig zu den Funkstationen verteilen.

    Norbert
     
  8. Eddy13

    Eddy13 New Member

    Wir haben seit einigen Wochen ein iBook Cart mit 11 Notebooks und 6 iMac 1.8 im Einsatz. Einsatzgebiet ist ein Studio für kreatives Gestalten im Ganztagsbetrieb unserer Schule. Das heißt für Wahl- und Zusatzkurse im Bereich Viedeo, Audio und Layout. Bis jetzt sind die Erfahrungen positive. Ich spüre bei den Kollegen auch eine größere Bereitschaft sich auf Alternativen einzulassen.

    Hauptargumente:
    1. Die Betriebssystemlandschaft wird sowieso immer ungleichmäßiger, wir hatten teilweise 98, Win 2k und XP im gemischten Einsatz, dazu kommt der Erfolg von Linux et. al.

    2. Daraus ergibt sich die Forderung, dass Abiturienten nach dem Verlassen der Schule nicht nur ein OS kennen sollten, sondern sich anpassen können müssen (entspricht auch eher dem gymnasialen Anspruch)

    3. Sicherheit des Systems

    4. Für die oben beschriebene Nutzung zählte hauptsächlich die schlüsselfertige Lösung, was Hard- und Software betrifft

    5. Wir arbeiten (noch) ohne Server, bzw. Einzelkonten, zu dem Thema kann ich noch recht wenig sagen

    6. Um die Frage nach der Kompatibilität zu erledigen haben wir nach einigem Überlegen dann doch Office 2004 angeschafft (kostet so ca. 70 Euro pro Rechner)

    Gruß
    Eddy
     
  9. happy-switcher

    happy-switcher New Member

    ihr habts gut, bei uns im süden sind sie soooo konservativ. bitte weitere erfahrungsberichte :sabber:
     
  10. MacBelwinds

    MacBelwinds New Member

    Oh, nee, hier im Norden (Niedersachsen) sind wir genauso in der Defensive. Ein "guter" Informatiklehrer ist bei uns immer noch einer, der den ganzen Schreibtisch voller EDV-Müll (alte Laufwerke, Monitore und andere PC-Kompoenten) liegen hat. Und wenn man den Ärger mit PCs nicht will, ist man einfach "inkompetent", unvermeidliche (gottgegebene) Computerprobleme in stundenlanger Arbeit wie ein "echter Mann" (Frauen haben natürlich in dem Bereich nur Aushängeschildfunktion!) zu lösen! Und dass Mac OS X ein UNIX-System ist, wissen die ohnehin nicht... MIT ANDEREN WORTEN: ES IST EIN GRAUEN!
     
  11. MacBelwinds

    MacBelwinds New Member

    Nachtrag:

    Unter Lehrerzimmer.org habe ich mal versucht, die Vorzüge eines Macs im schulischen Einsatz zusammenzustellen und auf landläufige Vorurteile einzugehen (keine Software, zu teuer, nicht kompatibel zu Windows etc.).

    Um Windows-Nutzern einen Eindruck des Systems zu verschaffen, hat das Ganze auch ein durchgehendes Mac OS X-Design, das bis hinein ins eigene PHP-/MySQL-Forum reicht. (Bei Letzterem hat mir allerdings einer meiner Schüler geholfen...)
     
  12. rollercoaster

    rollercoaster New Member

    Pink Floyd hat das vor Jahren bereits erkannt:

    "The Wall" :party:
     
  13. ChinaNorbert

    ChinaNorbert New Member

    ... letztlich bestimmt Aldi, welche Hard- und Software in die Schule kommt. Nirgendwo in der Schule ist man so unkritisch wie im IT-Bereich.

    Hinzu kommt, dass sich unsere Freunde die "Betonköppe" erfolgreich ein Refugium geschaffen haben. Man schottet sich mittels Komplexität ab. Da ist alles gefährlich, was einfach ist. Das gilt es zu bekämpfen. Sonst ist Schluss mit dem höchsten Etat der Schule, den meisten Entlastungsstunden, den besten Fächräumen und der Nähe zur Schulleitung und den bewundernden Blicken der Kolleginnen :)

    Immer wieder gern genommen, die schlecht bedienbaren und komplexen Stundenplanprogramme!

    Immer wieder gern genommen, die nur nach Lehrgängen mühsam beherrschbare Schulverwaltung.

    Immer wieder gern genommen, die komplexe Officelösung von MS.

    Immer weider gern genommen, die steinzeitmäßige Messdaten-Erfassung von Leybold.

    Dabei gibt es ergonomisch bessere, überschaubarere und preiswertere Alternativen!

    Norbert
     
  14. MacBelwinds

    MacBelwinds New Member

    DS Shanghai? Ihr seid ja offenbar das absolute Medien-Mekka! Wie habt Ihr das bloß geschafft, die gesamte Schule auf Macs einzuschwören. Ich hatte Eure Stellenazeige im Herbst voller Neid gelesen (und mir erlaubt, auf Lehrerzimmer.org darauf hinzuweisen!).

    Die genannten Beispiele kann ich alle unterschrieben. Das Argument mit den Entlastungsstunden und der Machtstellung der Informatiker leuchtet mir sehr ein. Das wäre ja alles futsch, wenn man ein durchweg funktionierendes Mac-Netzwerk hätte.
     
  15. abc

    abc New Member

    Wir haben bei uns an der Schule auch iBook-Wagen, allerdings sind es nicht die original-Wagen von Apple. Die iBooks werden soviel ich weiss hauptsächlich für Musik und Video verwendet, teilweise auch für naturwissenschaftliche Aufgaben. Bisher habe ich über die iBooks nur Gutes gehört, man kann im Klassenzimmer arbeiten und hat über AirPort Extreme Zugang zum Netzwerk. Bei uns ist es aber so, dass das ganze System an der Schule auf Macs ausgerichtet ist. Bis auf etwa 30 PCs sind alles Macs, was in der Schweiz aber auch keine seltenheit ist.

    gruss, abc
     
  16. happy-switcher

    happy-switcher New Member

    ich suche eine stelle für nächstes schuljahr. mache ref an einem gymnasium in südbaden (bio + ek) . habt ihr was? ich willl auch mit macs an der schule arbeiten;(
     
  17. MacBelwinds

    MacBelwinds New Member

    Ich fürchte, mit den Macs musst Du bis auf weiteres zuhause arbeiten. Vielleicht ist die Lage in 3-5 Jahren ja anders.

    Stellen gibt es in Niedersachsen schon noch (wenn Du Schneeregen, einen grauen Himmel und eine "steife Brise" ertragen kannst). Genaueres weiß ich leider nicht...
     
  18. happy-switcher

    happy-switcher New Member

    naja habe mich heute im nördlichen nachbarn schleswig-holstein beworben, wenn norden, dann gleich richtig:D
     
  19. ChinaNorbert

    ChinaNorbert New Member

    siehst du @McDil da habe ich eben andere Meinung zum Stellenwert des Computers im Unterricht. Zunächst einmal ist es ein Werkzeug und keine Bespaßungsmaschine für Kids.

    Wenn ich mir diese sog. "Lernprogramme" einmal genauer ansehe, sind sie doch überwiegend fraglich. Es macht nur Sinn, den Compi dort einzusetzen, wo die Software auch Mehrwert bietet: Beispielsweise kann mit anderen Werkzeugen keine Simulations gemacht werden ....

    5/6. Klasse Deutschunterricht, was muss da so gemacht werden?
    Texte schreiben (Märchen, Erlebnisaufsatz, Beschreibung ...) diese ggf. auch als kleine multimediale Geschichte als Alternative. Dazu muss man das Werkzeug beherrschen. Die Rechtschreibkontrolle ist da beispielsweise ein großartiges Lernprogramm. Dazu gehört Layout. Welcher Schrifttyp zu welcher Schriftform? Dateimanagement (speichern) ...
    Dann ist erforderlich der Umgang mit Nachschlagewerken wie Duden, Lexikon etc. Ebenso gehört die zielgerechte Suche im Internet zur Aufgabe des Deutschunterrichts, nämlich themengebundene Beispiele .... zu finden, diese aufzulisten und am eigenen Werkzeug weiter zu verarbeiten.

    Siehst du, dann haben die Schüler im Deutschunterricht 5/6. schon einiges gelernt und die Werkzeuge sind alle appleseitig dabei.

    ... ich weiß, jetzt kommen die wieder mit ihren Grammatik- und Rechtschreib-Drill-Programmen - aber die gehen viel besser in Papierform

    sagt Norbert
     

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