Monitorprofilierung

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von dogger, 31. Januar 2003.

  1. dogger

    dogger New Member

    ich arbeite gerade daran, mir einen icc-profil konsistenten workflow einzurichten (digitalfotografie), wozu natürlich auch das display gehört. nun zu meiner frage: welche farbtemperatur sollte man wählen, wenn man unter versch. bedingungen arbeitet (tageslicht vom fenster, halogenlicht von der schreibtischlampe usw.).
    momentan empfinde ich ein farbtemperatur von 6500 kelvin (d65) immer noch als sehr warm. ich verwende basiccolor display 2.0 mit dem messgerät squid, welches übrigens identisch mit dem sigma von quato ist, falls jemand den cm artikel in der macup gelesen hat

    vielen dank im voraus und beste grüsse
     
  2. cobold

    cobold New Member

    hi

    in der druckvorstufe ist D65 standard.
    du solltest schauen, dass das umgebungslicht neutral ist um deine vorlagen oder ausdrucke beurteilen zu können. am idealsten ist da natürlich eine normleuchte. bei mischlicht wird's schwieriger...

    greetings
     
  3. Tambo

    Tambo New Member

    ja cobold hat recht, 6500 K ist standart.

    Falls Du die Möglichkeit hast, D 65 und 6500 K einzustellen, dies ist nicht das gleiche!!
    Die Profilierung sollte im gleichen, standarisierten Raumlicht gemacht werden, wie das spätere Arbeiten, der Moni sollte > 30 min warmgelaufen sein, und entmagnetistert.

    >Lichtverhältnisse

    Ein konsequentes Colormanagment beeinhaltet auch die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz, diese beeinflussen die Wahrnehmung unserer Augen.
    Hier wird oft gesündigt, und wenn wir uns schon den ganzen CM-Aufwand machen, sollten wir das Raumlicht nicht vernachlässigen, auch wenn die folgende ISO-Norm (12646 und 3664) für Druckereien und die Druckvorstufe geschrieben wurde.

    Sie beschreibt eine Arbeitsumgebung mit 32 (!!!) resp. 64 Lux, sowie 5000 Kelvin Lichtfarbe, (theoretisches durchschnittliches Tageslicht), Vorhänge an den Fenstern und keine Reflexionen auf den Monitor.

    Ich bin mir bewusst, dass diese Spezifikation für viele unrealistisch ist, jedoch lässt sich das Raumlicht einfach verbessern:

    Vermeidung von direkt einfallendem Licht auf den Monitor, was bedeutet, dass das Raumlicht sich hinter dem Monitor befinden sollte. Einige Monitore, wie z.B. die LaCies werden aus diesem Grund mit Klappen ausgeliefert, die das Raumlicht abschirmen.

    Holen Sie sich Tageslicht-FL-Röhren mit 5000 K. Glühbirnen besitzen eine Farbtemperatur von ca 2700 Kelvin, warme Fl-Röhren (Neon) ca 3000 Kelvin, d.h. wenn Sie damit den Arbeitsplatz beleuchten, wird Ihre Monitordarstellung zu warm ausfallen; Ihre Korrektur der Bilddatei auf ein neutrales Grau wird somit einen Blaustich erzeugen.

    Der Arbeitsplatz sollte - ohne Vorhänge - nicht in Fensternähe sein . (Natürliches Tageslicht variiert von 4000 Kelvin bis 18000 Kelvin)

    Vermeiden Sie farbige Wände, die dem Raumlicht einen Farbstich verleihen.< pi

    squid wird von Sequel hergestellt, es ist der gleiche Puck, der auch bei Monaco (optix) und LaCie (blue eye vision)
    verwendet wird, mit jeweils unterschiedlicher Software, ohne dass dies von diesen Firmen bekannt gemacht wird.
    Zu viele Kalibrierungshersteller verkraftet diese Welt nicht..

    Grüsse, tAmbo
     

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