Montag, 11. Oktober

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von rmweinert, 27. Oktober 2002.

  1. rmweinert

    rmweinert New Member

    Montag, 11. Oktober:
    Schönster Altweibersommer - noch einmal Menschen in T-shirt und Sandalen in den Straßencafes und Biergärten.
    Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Schloßstraße..

    Dann plötzlich um 10:47 Uhr kommt der Befehl von Aldi-Geschäftsführer Erich B.: 8 Palettten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!"

    Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert Minimal-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.

    15:07 Uhr : Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengrün in der
    Wurstauslage.

    16:02 Uhr : die Filialen von Penny und Reichelt bekommen Kenntnis von der Offensive, können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstandabkommen bis zum 20. Oktober....
    Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.

    Dienstag, 12. Oktober :
    07:30 Uhr : Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, während zwei
    Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Kinder zu ihren Weihnachtswünschen verhören.
    Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleißenden Schein von 260.000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen.
    Immerhin haben jetzt auch Wertheim, Bolle und Minimal den Ernst der Lage erkannt!

    Mittwoch, 13. Oktober:
    09:00 Uhr : Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemüse.

    09:12 Uhr : Minimal kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.

    10:05 Uhr : Bei Reichelt verirren sich dutzende von Kunden in einem Wald von Weihnachtsbäumen.

    12:00 Uhr : Neue Dienstanweisung bei Bolle: an der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung ein "frohes Fest"
    gewünscht. Die Schlemmerabteilung von Wertheim kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmaßnahmen an!

    Donnerstag, 14. Oktober:
    07:00 Uhr : Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.

    08:00 Uhr : In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte Penny-Geschäftsführer
    Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark "Weihnachten bis zum äußersten!" und verfügt den pausenlosen Einsatz
    der von der Konkurrenz gefürchteten CD "Weihnachten mit Mirrelle Matthieu" über Deckenlautsprecher.

    Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.

    Freitag, 15. Oktober :
    08:00 Uhr : Anwohner der Schloßstraße versuchen mit Hilfe einer einstweiligen Verfügung die nun von Wertheim
    angedrohte Misikoffensive "Heiligabend mit den Flippers" zu stoppen.

    09:14 Uhr : Ein Aldi-Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rmmt den Posaunenchor "Adveniat", der gerade vor Karstadt
    zum großen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.

    09:30 Uhr : Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse, sondern Christbaumkugeln
    gehandelt.

    18:00 Uhr : In der Stadt kommt es kurzfristig zu ersten Engpäßen in der Stromversorgung, als der von Tengelmann
    beauftragte Rentner Erwin Z. mit seinem Flak-Scheinwerfer Marke "Varta-Volkssturm" den Stern von Bethlehem
    an den Himmel zeichnet.

    Sonnabend, 16. Oktober :
    Die Fronten verhärten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.

    10:37 Uhr : Auf dem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem
    Bolle-Parkplatz zum Verzehr von Glüwein und Christstollen gezwungen worden.
    Die Beamten sind ratlos.

    12:00 Uhr : Seit gut einer Stunde beschießen Karstadt, Edeka und Minimal die Einkaufszone mit Schneekanonen.
    Das Ordnungsamt mahnt die Räum- und Streupflicht an. Umsonst!!

    14:30 Uhr : Teile des Stadtbezirks sind unpaßierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutz
    beginnt mit der Bergung der Eingeschlossenen!!!!!!!
     
  2. maiden

    maiden Lever duat us slav

    grööhhl!

    Die solln den ganzen Scheiß doch einfach rund ums Jahr stehen lassen, dann sparen sie sich die Arbeit mit dem Wegräumen. Jedesmal, wenn ich in so einen Suuupermarkt komme und den ganzen Scheiß da schon Ende Oktober stehen seh, kriege ich die Krätze und kann es mir nicht verkneifen, das Personal aufzuziehen.
     

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