Musiker gefragt: Do, Re, Mi, Fa, So, La, Ti, Do..?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von affenschwanz, 4. April 2005.

  1. affenschwanz

    affenschwanz @ffenschwanzerl

    Also, wie ich mal vor langer Zeit im Musikunterricht gelernt habe, gibt es zwei Tonleitern (oder wie auch immer das genannt wurde):
    Die fixen: C D E F G A H C - welche auf einem Notenblatt mit dem G-Schlüssel immer an gleicher Stelle sind, egal welche Tonart es ist (also z.b. Dur oder Moll.. aber das muss ich euch bestimmt nicht erklären..)

    Dann die variablen: So Re Mi Fa So La Ti Do - welche auf einem Notenblatt mit dem F-Schlüssel je nach Tonart an anderer Stelle kommt (ich glaub das war z.b. bei g-Dur das Do beim G)

    Dabei bin ich mir aber nicht mehr so sicher.. denn mir schwebt da irgendwas noch ich kopf rum, dass bei das Do Nur bei C-Dur beim C liegt.. aber bei ner anderen Tonart die Do-Re-Tonleiter um eins nach unten verschoben wird (oder 2?) also (La-)Ti-Do-Tonleiter? (oder war das nur bei Mol?)

    Bin da völlig durcheinander.. oder hab ich nicht aufgepasst? :)

    Eigentlich möchte ich nur bei meinen Akkordeon Noten, wo der Bass nicht mit C, G oder so.. sondern mit La So usw. angeschrieben ist, umschreiben...

    Also: Das ist entweder F-Dur oder F-Mol (also 1 b Vorzeichen).. denke eher an Mol.. Der erste Ton im G-Schlüssel (also Melodie) ist ein A, unten im Bass-(oder F-)Schlüssel ists ebenfalls ein A..zudem ist der Bass mit La7 angeschrieben..
    ich hab dann rausgefunden oder gehört dank meines guten Musikalischen Gehörs, dass das der A7-Bass sein müsste (aufm Akkordeon) und wäre auch logisch nach dem F-Schlüssel...
    Im nächsten Takt kommt Sol m (Was zum T*** ist Sol? Kenn nur So) auch via Gehör und F-Schlüssel sollte es G-Mol sein...

    Denke mal das Stimmt schon so.. weil anders tönt's unheimlich falsch..
    Wär aber schön, wenn ein Musiker mir das nochmal kurz erklären könnte, ob ich das oben wirklich richtig verstanden hab..

    Danke! :)
    Gruss
     
  2. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Nur am Rande: Ich bin in Italien zur Schule gegangen, da hiessen die "normalen" Noten: Do Re Mi Fa Sol La Si Do
    Das entsprach ganz präzise den mit C D E F G A H C benannten Noten, die ich später in Deutschland kennenlernte.
    Vielleicht ist das aber heute ganz anders?

    Grüße, Maximilian
     
  3. RSC

    RSC ahnungslose

    so kenne ich es auch:D (die Russen haben italienische Namen übernommen)
     
  4. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ja! Heute is’ alles anders!
     
  5. RSC

    RSC ahnungslose

    nur dein avatar nicht ;)
     
  6. affenschwanz

    affenschwanz @ffenschwanzerl

    aaaaaaaaaahh *lichtaufgeh*

    jep, das könnte natürlich sein.. das sind ja Noten aus Frankreisch... ev. haben die das gleiche wie die Italiener gemacht.. mal die Noten konsultieren..

    Aber das mit der relativen Tonleiter gibts schon.. wir hatten damals auch ne Prüfung drüber..
    Gruss
     
  7. Singer

    Singer Active Member

    Hallo, affenschwanz!

    Diese Silben - do, re, mi, fa, so, la, ti - sind die sog. Solmisations-Silben. Sie werden eigentlich benutzt, um das Singen nach Noten zu erleichtern (Stichwort solfége).

    Das funktioniert so:

    Do ist immer der Grundton einer Dur-Tonleiter, re immer der zweite, mi immer der dritte (…), ti ist immer der siebte Ton einer Tonleiter (oder eben der Leitton zum Grundton). Immer bedeutet: Egal, in welcher Dur-Tonart man sich befindet.

    Es ist also genau so, wie Du vermutest: In C-Dur ist do das c; in F-Dur ist do aber das f; in G-Dur ist do das g usw.

    Mit dem verwendeten Notenschlüssel hat das nichts zu tun.

    Wie ich oben schon schrieb: Eigentlich.

    De facto aber hat es sich in einigen Ländern - z. B. in Frankreich - eingebürgert, die doremi-Tonsilben mit den Tönen der C-Dur-Tonleiter synonym zu benutzen, unabhängig von der grade aktuellen Tonart.

    Jetzt müßte man wissen, aus welchem Land Deine Noten kommen… noch dazu, da das do durchaus auch schon mal ut heißen kann… denn die Silben hat weiland der olle Guido von Arezzo aus den Wörtern eines Hymnus' übernommen:

    Ut queant laxis

    resonare fibris

    mira gestorum

    famuli tuorum

    solve polluti
    (da haste auch das "sol", welches manchmal statt "so" auftaucht)

    labii reatum

    Sancte Iohannes
    (S I)



    Ein Vorzeichen "b" kann F-Dur oder d-moll bedeuten. Wenn irgendwo in den Noten ein cis vorkommt, ist's höchstwahrscheinlich d-moll; würde auch zu Deiner Analyse A7 passen, was die Dominante zu d-moll ist.
     
  8. affenschwanz

    affenschwanz @ffenschwanzerl

    Danke danke!

    Ihr habt mir wiedermal unglaublich schnell geholfen!
    Wie Maximilian schon vorwegnahm und Singer das dann noch schön erklärte, sind das bei mir Synonyme zur C D E F G A H C Tonleiter und nicht wie die Somilisations-Silben (endlich weiss ich wieder, wie man die nennt! :embar: :))

    Demzufolge ist es für mich viel einfacher, das ganze umzuschreiben, da ich mich nicht immer in jede Tonart eindenken muss! *freu*

    @Singer: Das mit F-Dur bzw. D-Moll wusste ich noch, da das ganz einfach aufm Akkordeon zu bestimmen ist.. und da beinahe jedes Französische Akkordeon Liedchen in Moll ist, ist auch mein Stück in Moll :)

    Danke noch für die Erklärung! Jetzt weiss ich auch, dass bei C-Dur bzw. A-Moll das Do immer beim C ist :) *schmach*
    Man lernt nie aus bzw. immer wieder das gleiche :D
    Gruss
     
  9. upwise

    upwise New Member

    ...in Fronkreisch ist Re-bmoll eben auch nicht MOLL
    sondern "Re-b" (Erniedrigungszeichen)...bei uns - "Dis"

    ca chante :cool:
     
  10. pianoratz

    pianoratz pianoratz

    re-b moll =des kann dur oder moll sein
    enharmonisch verwechselt auch dis natürlich;(
    hab garnicht gedacht,so viele Musikanten unter den
    macianern...Gruß Harald
     
  11. upwise

    upwise New Member

    Des natürlich, sorry, bei dem hin und her war ich
    echt nen halben ton rauf anstatt runter gelandet :rolleyes:
     
  12. rollercoaster

    rollercoaster New Member


    Frankreich - genau :D

    Die haben diese Bezeichnungen für unsere Buchstaben.
    Gelesen hab ich das mal in einem Bluesheft für Gitarristen.

    Gruß roller
     

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