Muslimstudie

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 2. März 2012.

  1. batrat

    batrat Wolpertinger

    http://www.sueddeutsche.de/politik/...ter-friedrich-gibt-den-scharfmacher-1.1298054

    "Hans-Peter Friedrich tut seit Amtsantritt alles dafür, den Dialog mit den islamischen Verbänden zu erschweren. Dabei ist die jüngste Integrationsstudie selbst nicht einmal das Problem. Es ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung, der verdächtig wirkt. Und wenn ein Boulevardblatt über eine solch brisante Studie exklusiv berichten darf, ist eine nüchterne Debatte nicht möglich"

    "Der Minister zertrümmert so das Restvertrauen zwischen ihm und den islamischen Verbänden. Er hätte besser mal eine Forderung seiner Wissenschaftler beherzigt: "Populistische Verkürzungen vermeiden!", schreiben sie."

    Das alte verachtensdwerte Mittel: Man trägt den Teil einer Studie dem Hetzblatt BLÖD zu, der der eigenen Zielrichtung genehm ist. Widerwärtig. :kotz:
     
  2. McDil

    McDil Gast

    Der braucht etwas, um von dem Nazi-Problem abzulenken. An solchen Apparatschiks wie dem F. hätte jeder Diktator seine helle Freude.
     
  3. pewe2000

    pewe2000 New Member

    C S U !

    :teufel:
     
  4. Singer

    Singer Active Member

  5. maclin

    maclin New Member

    ...und die zwei Drecksblätter dieser...
     
  6. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Mich beunruhigt nicht der Koran oder die Türken, die ich kenne. Es sind vielmehr islamistische Politiker wie z.B. Ahmadinedschad oder fanatische Hassprediger oder selbstherrliche islamistische Potentaten wie z.B. das saudische Königshaus, die mir Sorgen bereiten. Auch Terroristen, die mithilfe des Koran einfältige Gläubige manipulieren. Ich finde es auch unerträglich, dass es nicht als Sünde angesehen wird, Ungläubige zu täuschen, zu betrügen oder zu töten.
    Da kann mir einer lang erklären, was der Koran eigentlich ist und wie er anderen religiösen Schriften angeblich überlegen ist. Es sind letztlich die Menschen, die eine religiöse Schrift missbrauchen, um ihre gewalttätigen politischen Vorstellungen zu rechtfertigen - gleichgültig, ob Moslem, Jude oder Christ.
    Die Erklärungen in dem Video halte ich für oberflächliches Geschwafel - als ob dadurch etwas besser würde. Ändert das etwas an der Praxis der Sharia? Erlaubt der angeblich so tolerante Islam einem Muslim, seinen Glauben zu wechseln?
     
  7. McDil

    McDil Gast

    Das ist es! Was soll das ganze Gewäsch, weshalb das eine religiöse Buch eine größere Bedrohung für den Frieden darstellt als ein anderes?

    Es kommt einzig und alleine darauf an, wie viele Menschen den ganzen Dreck ernst nehmen und ihr Leben danach ausrichten. Die evangelikalen protestantischen Fanatiker in "God's own Country" oder sonst wo sind keinen Deut besser als jeder x-beliebige fanatische Muslim oder ultraorthodoxe Jude. Letztlich ist alles ein Problem der Bildung und der Sozialisation von Kindesbeinen an.
    Die besondere Problematik der islamischen Variante dieses Problems liegt daran, dass kulturell und sozial degenerierte postkoloniale Gesellschaften, verbunden durch nichts als den gemeinsamen Glauben und durch das Erdöl zu großem Reichtum und weitreichendem Einfluss gekommen sind und auf strategisch und wirtschaftlich wichtigen Territorien sitzen.
    Ich lasse mich davon heute nicht mehr irritieren – egal wie viele Islamisten-Terroristen die Friedrichs dieser Welt aus dem Ärmel ziehen.
     
  8. maclin

    maclin New Member

    Es sind genauso hochgebildete Menschen dabei, religiös fanatisch zu leben.
    Es ist u.a. das Zugehörigkeitswunschdenken der Menschen, das wir, was sie zu Gemeinschaften werden lassen kann.
     
  9. McDil

    McDil Gast

    Was heißt schon "hochgebildet"? Es gibt massenhaft Akademiker, die aus einer sehr beschränkten Fachbildung mit besten beruflichen Qualifikationen heraus kommen, das Beste für ihre Karriere daraus machen, und doch ihr Leben lang beschränkt bleiben.

    Ich kann es einfach nicht glauben, dass jemand, der eine breite Allgemeinbildung, Kenntnis unterschiedlicher Kulturen und auch genügend gesunden Alltagsverstand hat, sich auf irgendeinen engstirnigen religiösen, esoterischen oder sonstigen irrationalen Fanatismus ernsthaft einlässt.
     
  10. maclin

    maclin New Member

    Kann ich verstehen. Ist aber die Realität.
     
  11. McDil

    McDil Gast

    Kennst du solche Menschen?
     
  12. maclin

    maclin New Member

    Kennen und kannte, ja.
    Z.B. Kollegen. Kann man sich nicht unbedingt aussuchen.
     
  13. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Denken wir mal an Ratzi... :biggrin:
     
  14. McDil

    McDil Gast

    Also bitte! Der ist doch von Amtes wegen beschränkt.
     
  15. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    ... und doch ein Studierter, ein Doktor und Professor, also in gewisser Weise schon gebildet... aber vielleicht mehr im faustischen Sinne:

    Habe nun, ach! Philosophie,
    Juristerei und Medizin,
    Und leider auch Theologie!
    Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
    Da steh ich nun, ich armer Tor!
    Und bin so klug als wie zuvor;
    Heiße Magister, heiße Doktor gar... :teufel:
     
  16. McDil

    McDil Gast

    Man kann innerhalb einer sehr beschränkten Welterkenntnis hervorragend ausgebildet und damit auch berufstauglich und erfolgreich sein. Ich kann mir keinen Menschen vorstellen, der ein breites Kulturwissen hat, aber darüber den viel zu kleinen Hut irgend eines Glaubensfanatismus zwängt.

    Bei Kirchennotablen ist die religiöse Engstirnigkeit ja gewissermaßen ein Alleinstellungsmerkmal.:teufel:

    Überhaupt kann es vielleicht sein, dass ein Mensch seine kulturelle Identität verbiegt, um irgendeine Stellung zu erlangen. Solche Leute sind dann aber eher "Pragmatiker" und taugen kaum zum blinden Fanatismus, es sei denn, sie müssen so tun als ob, weil es "ihr Amt gebeut".

    Dann mag es freilich noch hoch intelligente Psychopathen geben. Da wäre ich aber mit der Kategorie "gebildet" vorsichtig.
     
  17. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Du hast ja recht. Ich denke, das Missverständnis liegt in dem Bildungsbegriff, der heutzutage gängig ist. Also, wer bei Jauch eine Million gewinnen kann, muss ja wohl gebildet sein... :biggrin:
     
  18. McDil

    McDil Gast

    Da haben wir schon das nächste "Missverständnis". Nichts ist so gebildet wie "das Internet". Ich hatte mal eine Kollegin, die "reiste" mit Gedächtnisakrobatik (Mnemotechnik) und war in der Lage, erstaunlich viel unzusammenhängendes Zeug auswendig wiederzugeben. "Allein, es fehlte das geistige Band.":biggrin:
     
  19. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Ja, das geistige Band...

    Die Teile habt ihr in der Hand, allein es fehlt das geistige Band.
    Johann Wolfgang von Goethe, Dichter (1749-1832)

    [​IMG]

    "... Der Ausdruck "reif", auf den Menschen angewandt, war mir und ist mir noch immer etwas Unheimliches. Ich höre dabei die Worte Verarmung, Verkümmerung, Abstumpfung als Dissonanzen miterklingen. Was wir gewöhnlich als Reife an einem Menschen zu sehen bekommen, ist eine resignierte Vernünftigkeit. Einer erwirbt sie sich nach dem Vorbilde anderer, in dem er Stück um Stück die Gedanken und Überzeugungen preisgibt, die ihm in seiner Jugend teuer waren. Er glaubte an den Sieg der Wahrheit; jetzt nicht mehr. Er glaubte an die Menschen; jetzt nicht mehr. Er glaubte an das Gute; jetzt nicht mehr. Er eiferte für Gerechtigkeit; jetzt nicht mehr. Er vertraute in die Macht der Güte und der Friedfertigkeit; jetzt nicht mehr. Er konnte sich begeistern; jetzt nicht mehr. Um besser durch die Fährnisse und Stürme des Lebens zu schiffen, hat er sein Boot erleichtert. Er warf Güter aus, die er für entbehrlich hielt. Aber es war der Mundvorrat, dessen er sich entledigte. Nun schifft er leichter dahin, aber als verschmachtender Mensch..."
    (Albert Schweitzer)
     
  20. McDil

    McDil Gast

    Ein ausgezeichneter Text – sozusagen der Gegenentwurf zu der "Pragmatiker"these:

    Wer mit Zwanzig kein Sozialist ist, der hat kein Herz.
    Wer mit Vierzig immer noch Sozialist ist, der hat keinen Verstand.​

    Im Sinne dieser "Pragmatiker"weisheit hat die Schröder-Junta die gesamte SPD "gereift".
     

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