Noel Gallagher

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von 2112, 12. März 2003.

  1. 2112

    2112 Raucher

    Proteste gegen Krieg sind Zeitverschwendung

    Berlin (AP) Oasis-Gründer Noel Gallagher hält die Anti-Kriegs-Proteste seiner Kollegen für Zeitverschwendung. In einem Interview des Berliner «Tagesspiegels» (Mittwochausgabe) sagte er: «Dieser Krieg findet auf jeden Fall statt.»

    Gallagher äußerte aber «größten Respekt» vor Kollegen wie Robbie Williams
    und George Michael, die sich an der Anti-Kriegs-Koalition beteiligen. «Wenn du dagegen protestierst und dich gut dabei fühlst - gut für dich. Ich gehe lieber mit meiner Tochter im Park spazieren.»

    Der Musiker empörte sich: «Immer wenn ein rechter, Bibel schwingender Schwachkopf im Weißen Haus regiert, egal ob Bush, sein Vater oder Reagan, gibt es Krieg.» Tony Blair tue ihm Leid, sagte Gallagher. «Wer auch immer Premierminister von England ist, muss sich mit Amerika verbünden. Das ist so seit dem Zweiten Weltkrieg.» Außerdem hätten die Amerikaner der britischen Stahlindustrie gerade mit 250 Millionen Pfund aus der Patsche geholfen. «Alle Länder, die Bush unterstützen, können mit amerikanischen Investitionen rechnen. Es gibt also Anreize», sagte er.

    Zur Haltung von Bundeskanzler Gerhard Schröder im Irak-Konflikt sagte Gallagher: «Es hätte mich vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte sehr überrascht, wenn Schröder für den Krieg wäre. Warum verstehen die Amerikaner das nicht?»

    Dass er Blair im Wahlkampf unterstützt hatte, bereue er nicht, sagte Gallagher. «Politik ist für mich wie Fußball. Labour ist nun mal mein Team. Nur weil du den Mittelstürmer nicht magst, hörst du nicht auf Fan, eines Vereins zu sein.». Die Labour-Partei sieht er als das kleinere Übel. «Was sonst? Anarchie? Scheiß drauf. Irgendwer muss die Verantwortung tragen.» Im gleichen Atemzug schimpfte er: «Wir sind eine Nation von Waschlappen, egal, wer regiert. Die Briten nerven mich: Sie jammern über das Wetter, über die Franzosen, über die Deutschen, sie jammern über Cricket, über Fußball... Die sollen die Klappe halten.»

    Über seine Karriere äußerte sich Noel Gallagher selbstkritisch: «Es ist schwer zu akzeptieren, dass man nicht mehr besser wird. 1991 wusste ich: Ich werde noch besser. Jetzt muss ich sagen: Meine besten Tage sind wohl vorbei.»
     
  2. 2112

    2112 Raucher

    Proteste gegen Krieg sind Zeitverschwendung

    Berlin (AP) Oasis-Gründer Noel Gallagher hält die Anti-Kriegs-Proteste seiner Kollegen für Zeitverschwendung. In einem Interview des Berliner «Tagesspiegels» (Mittwochausgabe) sagte er: «Dieser Krieg findet auf jeden Fall statt.»

    Gallagher äußerte aber «größten Respekt» vor Kollegen wie Robbie Williams
    und George Michael, die sich an der Anti-Kriegs-Koalition beteiligen. «Wenn du dagegen protestierst und dich gut dabei fühlst - gut für dich. Ich gehe lieber mit meiner Tochter im Park spazieren.»

    Der Musiker empörte sich: «Immer wenn ein rechter, Bibel schwingender Schwachkopf im Weißen Haus regiert, egal ob Bush, sein Vater oder Reagan, gibt es Krieg.» Tony Blair tue ihm Leid, sagte Gallagher. «Wer auch immer Premierminister von England ist, muss sich mit Amerika verbünden. Das ist so seit dem Zweiten Weltkrieg.» Außerdem hätten die Amerikaner der britischen Stahlindustrie gerade mit 250 Millionen Pfund aus der Patsche geholfen. «Alle Länder, die Bush unterstützen, können mit amerikanischen Investitionen rechnen. Es gibt also Anreize», sagte er.

    Zur Haltung von Bundeskanzler Gerhard Schröder im Irak-Konflikt sagte Gallagher: «Es hätte mich vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte sehr überrascht, wenn Schröder für den Krieg wäre. Warum verstehen die Amerikaner das nicht?»

    Dass er Blair im Wahlkampf unterstützt hatte, bereue er nicht, sagte Gallagher. «Politik ist für mich wie Fußball. Labour ist nun mal mein Team. Nur weil du den Mittelstürmer nicht magst, hörst du nicht auf Fan, eines Vereins zu sein.». Die Labour-Partei sieht er als das kleinere Übel. «Was sonst? Anarchie? Scheiß drauf. Irgendwer muss die Verantwortung tragen.» Im gleichen Atemzug schimpfte er: «Wir sind eine Nation von Waschlappen, egal, wer regiert. Die Briten nerven mich: Sie jammern über das Wetter, über die Franzosen, über die Deutschen, sie jammern über Cricket, über Fußball... Die sollen die Klappe halten.»

    Über seine Karriere äußerte sich Noel Gallagher selbstkritisch: «Es ist schwer zu akzeptieren, dass man nicht mehr besser wird. 1991 wusste ich: Ich werde noch besser. Jetzt muss ich sagen: Meine besten Tage sind wohl vorbei.»
     

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