Obama erringt historischen Wahlsieg

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von danilatore, 5. November 2008.

  1. danilatore

    danilatore Moderatore Mitarbeiter

    Historischer Triumph für Barack Obama: Der Demokrat wird der 44. Präsident der Vereinigten Staaten und zieht als erster Afroamerikaner ins Weiße Haus ein. John McCain verlor deutlich, gratulierte - und bot dem einstigen Rivalen seine Hilfe an.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,588495,00.html


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  2. batrat

    batrat Wolpertinger

    Ich begrüsse dieses Wahlergebniss sehr. :nicken:

    Ich habe gestern noch eine Doku über Obama und McCain auf ARTE gesehen und war eigentlich von beiden sehr beeindruckt.

    Meine Sympatie gehört aber Obama, weil der es schon bei seiner Wahl als Präsident einer Universitätszeitung verstanden hat alle Rassen anzusprechen.

    Jetzt wird es spannend, wie er vorgeht.

    Bemerkenswert finde ich ausserdem die Freudenkundgebungen in vielen amerikanischen Städten. :O
    Da ging es zu wie nach einem Weltmeistertitel für unsere Fussballer.

    Natürlich war das jetzt eine besondere Wahl, aber ich frage mich schon, warum Politiker bei uns nicht mal annähernd Begeisterung auslösen können. :confused:
     
  3. batrat

    batrat Wolpertinger

    Ich möchte noch meine Sorge um das Leben des gewählten Präsidenten ausdrücken. :frown:
     
  4. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Mein Frau hat mich schon geschimpft weil ich spontan behaupte habe das er kaum ein Jahr schaffen wird...:frown:


    Na, aber im Ernst: Ich finde es ganz wunderbar das ein junger schwarzer Amerikaner es schafft eine solche Euphorie auszulösen, dieses Riesenland nahezu komplett hinter sich zubringen und darüber hinaus der Welt zu zeigen das die Amerikaner vielleicht doch noch nicht völlig verloren sind.

    Ich hoffe sehr das ihm genau diese Euphorie nicht zum Verhängnis wird: er ist letzlich auch nur ein Mensch, der Karren steckt so tief im Dreck das man ihn nicht herausbekommen wird ohne sich gehörig schmutzig zumachen...(Falls das in max. zwei Amtszeiten überhaupt möglich sein sollte)., Auch haben wir Europäer ausser Sympathien mit Obama kaum etwas zu gewinnen, noch halte ich allerdings an dem Glauben fest das Sympathie und Einigkiet vielleicht doch wichtiger ist als der eine oder andere exportierte BMW...
     
  5. batrat

    batrat Wolpertinger

    Das stimmt so leider nicht . Der sogenannte Bible-Belt hat mehrheitlich für McCain gestimmt, teilw. ziemlich deutlich. Karte bei http://www.n-tv.de/

    Was mich nachdenklich macht : Auch in den Südstaaten Loisianna,Missisippi,Alabama,Georgia mit grossem Rassissmus war McCain der klare Sieger. :frown:
     
  6. batrat

    batrat Wolpertinger

  7. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    @batrat: Das würde ich nicht so eng sehen: Im zwei Parteien Land ist dieser Sieg Obamas uneingeschränkt triumphal. Angesichts der Vielschichtigkeit der amerikanischen gesellschaft ist dieses klare Ergebnis aller Ehren wert.

    Siehs doch mal so rum: vor 24 Stunden hatten noch sehr viele die Sorge das die Hautfarbe Obamas jede menge Wähler mobilisieren könnte die keinen schwarzen Präsidenten dulden würden – selbst wenn dies geschah – die tolerante Mehrheit hat sie klar in die Schranken verwiesen.

    Ohne überhaupt vereidigt zu sein: Eine Leistung kann Obama schon auf seine Habenseite schreiben: in Ihm manifestiert sich ein Wandel der amerikanischen Gesellschaft auf den die allerwenigsten zu hoffen wagten. Durch die Wahl eines schwarzen Präsidenten wurde bewiesen das es bei allem Ressentiments zwischen den ethnische gruppen Einigkeit geben kann. Als Obama geboren wurde durften Schwarze Amerikaner im Bus nicht vorne sitzen –*jetzt ist er Präsident, und das obwohl schwarze in den USA eine ethnische Minderheit stellen. Das macht doch Hoffnung!


    (Obwohl angesichts der schlechtesten Präsidentschaft ever und dem greisen Mccain+sexyhexy-Palin wohl jeder Demokratische Kandidat gewonnen hätte, wahrscheinlich auch Erni + bert...)
     
  8. batrat

    batrat Wolpertinger

    Was für ein Bild : :D

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  9. edwin

    edwin New Member

    :nicken: Und hoffentlich überfällt er nicht einfach so irgendwelche Länder.

    Der ist gut!
    Obwohl, erinnere Dich mal an den Tag der Maueröffnung. Das wurde auch groß gefeiert.

    Hoffentlich hast Du da nicht Recht!
     
  10. MACaerer

    MACaerer Active Member

    Nun das heißt doch nichts anderes, als dass in diesen Staaten die Schwarz-Amerikaner nicht die Mehrheit der Bevölkerung darstellen. Außerdem waren diese Staaten von je her repuplikanisch eingestellt.

    MACaerer
     
  11. batrat

    batrat Wolpertinger

    Nein, das heisst es nicht. :shake:

    Ein paar Beispiel, von Staaten, die Obama gewonnen hat.

    Colorado hat 4.753.377 Einwohner (Stand: Census 1. Juli 2006), davon 82,8 % Weiße, 19,7 % Hispanier, 3,7 % Schwarze und Afro-Amerikaner, 2,8 % Asiaten und 0,9 % Indianer.

    Iowa hat 2.982.085 Einwohner (Stand: Census 1. Juli 2006), davon sind 93,0 % Weiße, 2,3 % Schwarze, 3,8 % Hispanier, 1,5 % Asiaten, 0,3 % Amerikanische Ureinwohner.

    Minnesota: * 89,6 % Weiße Bevölkerung (Europa, Naher Osten, Nordafrika)
    * 4,3 % Afroamerikaner
    * 3,6 % Spanischstämmige oder Latino-Amerikaner
    * 3,4 % Asiatische Amerikaner/ Pazifische Insulaner
    * 1,2 % Ureinwohner (Indianer und Eskimos)
    * 1,4 % Multirassische Einwohner
    * 1,8 % Anderer ethnischer Gruppen


    Mehr kannst du selber nachschauen.

    Das ist also gerade der springende Punkt : Für Obama konnten sich auch die Weissen begeistern. :)

    Nur die von Rassismus gekennzeichneten Südstaaten haben nichts dazugelernt. :frown:
     
  12. batrat

    batrat Wolpertinger

    Eine Republikanerin äussert sich :

    "Mit zitternder Hand wischte sich Lisa Ulrich auf dem Rasen vor dem Hotel die Tränen aus dem Gesicht. "Ich habe solche Angst", sagte sie und weinte.Wovor? "Wofür Obama steht: Abtreibung. Ich muss an unsere Soldaten denken, die so hart gekämpft haben und nun umsonst gestorben sind, weil Obama sie abziehen will." Die 42-jährige Republikanerin arbeitet in Phoenix für einen Fernsehsender. Sie glaubt, dass "fremde Regierungen Obama darauf trainiert haben, hier Präsident zu werden und dann Amerika zu schaden". Kim Owens, eine Wahlkampfhelferin klagte, es habe alles nur an fehlenden Spenden für McCain und "den voreingenommenen Medien" gelegen." :augenring:eek::crazy:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,588560,00.html
     
  13. danilatore

    danilatore Moderatore Mitarbeiter

    ... schon cool die Amis. :augenring
     
  14. friedrich

    friedrich New Member

    Ein dickes Lob vom Sonnenbank-Prolo Berlusconi. Sollte man nicht überbewerten.
     
  15. maceddy

    maceddy New Member

    Wenn in einigen Monaten die Euphorie mitsamt der Hysterie über den Sieg von Obama langsam von der Wirklichkeit verdrängt wird wird sich der alte Spruch - eine Schwalbe macht noch keinen Sommer - bewahrheiten. Niemand kann ein Schiff oder einen Läufer in voller Fahrt zur 180 Grad Wendung bringen. Es wird einige kosmetische Korrekturen geben die sehr weit weg von den Wahlversprechungen sein werden.
    Und nicht zu vergessen ist, Obama ist der President der Vereinigten Staaten und nicht der von Europa. Es überrascht mich immer noch wie leicht Menschen bei einer bestimmten Art der Freundlichkeit ihr Gehirn ausschalten.
     
  16. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Ich fürchte, daß Deine Einschätzung nicht ganz falsch ist. Man darf auch nicht vergessen, daß Mr. John F. Obama den teuersten Wahlkampf aller Zeiten geführt hat. Dafür schuldet er jetzt einer Menge Leute eine Menge Gefallen. Große Gefallen. Sehr große sogar. Riesige. So, wie alle seine Vorgänger auch. Dasselbe in grün, sozusgaen, oder "latte macchiato", um es politisch unkorrekt, aber noch korrekter als Herr Berlusconi auszudrücken :p

    Und für uns ändert sich schonmal überhaupt nichts. Ausser, daß "wir" jetzt wohl ein paar von den abziehenden US-Soldaten in Afghanistan und im Irak durch "unsere" ersetzen können, wenn wir diese Länder nicht im Stich lassen wollen.

    Grüße, Maximilian
     
  17. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ich hätt’s auch besser gefunden, wenn McCain gewählt worden wäre. Der stirbt dann in ein, zwei, drei Monaten und wir sind mit der klügsten Frau der Welt endlich wieder volldampf voraus in die Apokalypse unterwegs. Der Obama ist doch schon wegen seiner Sozialisierung und Vergangenheit viel zu dialogbereit.
     
  18. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Tja. Und nu zögert sich der Ritt in den gemütlichen Weltuntergang vier Jahre nach hinten hinaus.

    Dann steht Condy Rize auf der Matte.

    Frau | Taff | und viel viel Schwarzer als Barry
     
  19. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Es ist schon besser so, wie es jetzt ist. Aber die jesusmäßigen Wunder, auf die gerade alle warten, werden nicht geschehen.

    Grüße, Maximilian
     
  20. edwin

    edwin New Member

    Das befürchte ich auch. Dafür hat auch der vorgehende Präsident zu viele "Schäden" hinterlassen. Aber ein wenig sich dies wünschen...
    Unter Clinton hatte sich zwar die Staatsausgaben stabilisiert und fremde Länder wurden nicht so einfach überfallen, aber von seinen Landsleuten (besonders der Mittelschicht) hatte er sehr viel abverlangt.
    Bush müsste sich selbst auf der Liste der meist gesuchten Terroristen setzen, wenn er konsequent wäre.
     

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