Oli

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von ughugh, 21. September 2003.

  1. ughugh

    ughugh New Member

    Neokonservatismus hat nichts mit Verschwörungstheorien oder Imperiumsgelüsten zu schaffen noch ist es ein rein amerikanisches Phänomen.

    Neokonservatismus ist eine Geisteshaltung - dazu bedarf es auch keiner Politiker, obwohl wir dafür ein paar im Angebot haben: Schill, Merkel, Clements (aber mit abstrichen auch Schilly) usw. Ihre Rethorik ist eine andere, weil man bei uns (noch) nicht so dreist auftreten kann, wie in den Staaten, die vertretenen Positionen sind dieselben, nur regional eingefärbt.

    Neokons sitzen nach wie vor hauptsächlich in der Wirtschaft - wie in den Staaten auch - nur ist man dort schon weiter als bei uns in der Verflechtung von Wirtschaft un Politik - hier besticht man Politiker, dort stellt man sie gleich, kommt wahrscheinlich billiger. Hier bei uns fallen mir da z.B. die Vorsteher einiger Wirtschaftsverbände ein - wie z.B. Mr. Timing: Henkel - aber auch Peanuts-Kopper oder Raffgier-Ackermann. Nur sind unsere etwas schlauer als die Amis und halten sich mehr im Hintergrund.
     
  2. oli2000

    oli2000 Rest-Optimist

    Ah, Ugh räumt die Themen auf. Gut! :)

    Im Prinzip kann ich dir zustimmen, danach sind „unsere Neokons“ praktisch da, wo die sich heute an der Macht befindlichen amerikanischen zu Zeiten Clintons waren.

    Ich bin nur an dem Begriff hängen geblieben weil damit zunächst die Strippenzieher in den USA gemeint sind. Wie man die Neokonservativen in Wirtschaft und Politik am Ende benennt, „Neokon“ oder anders, ist aber wirklich egal.

    Da musste ich lachen, so sieht es aus.

    Wir hatten ja auch noch kein 9-11, die Freikarte ins Glück.
     
  3. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Im Gegensatz zu euch bin ich fest davon überzeugt, dass jenes Rüstzeug, welches dringend gebraucht wird, um Kräfte im Zaun zu halten, welche die bestehende Ordnung bedrohen, gegen sie opponieren, niemals gegen uns eingesetzt wird. Seien es nun die Möglichkeiten zu einer, dem erhöhten Sticherheitbedürfnis Rechnung tragende, lückenloseren Überwachung oder die dringend benötigten Machtzuwächse für die Exekutive.
     
  4. oli2000

    oli2000 Rest-Optimist

    Ach, da ist der Schill jetzt, in Karlsruhe. Oder hast du dich heimlich mit Schily getroffen?
     
  5. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ich werde künftig nur noch mit strukturkonservativen Mitmenschen parlieren. Die verstehen mich wenigstens!
     
  6. j.meister

    j.meister New Member

    Ich denke mal, unser Rollo Koch in Hessen hier kommt am nächsten an die Neocons dran,
    aber was bei unseren "Derivaten" völlig fehlt ist der Weltbeherrscherdrang.
    Zum einen, weil das hierzulande nicht in Mode ist (und sein kann) und zum anderen, weil sie eben doch keine Neocons sind.
     
  7. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,266675,00.html

    Wir erinnern uns gerne daran, wie plötzlich die Arbeitslosigkeit sank, als man der Wirtschaft das letzte mal den Wunsch nach Feiertagsstreichung nachkam. Wir merke auch auf, daß das Land mit den meisten Feiertagen - Baden Würtenberg - ja wirklich mies dasteht, so rein wirtschaftlich .. während die Länder mit wenigen Feiertagen - wie z.B. Hamburg oder Bremen - Perlen in der deutschen Wirtschaftskrone darstellen.

    Nicht zu vergessen natürlich, wie jedes Jahr die Wirtschaft boomt und die Arbeitslosenzahlen sinken, wenn der überwiegende Teil der Feiertage sowieso auf Wochenenden fallen - immer ein gutes Argument.

    Und nach wie vor bleibt dieser Mensch - wie bisher jeder andere - die Beantwortung der Frage schuldig, wie denn genau die Arbeitslosenzahlen sinken sollen, wenn man die, welche Arbeit haben, noch länger arbeiten läßt.

    Und warum man die Lebendsarbeitszeit nominell verlängern soll, wo doch unter anderem seine Firma alles, was jenseits von 55 liegt weder hält geschweigedenn einstellt ... auch diese Frage bleibt offen.

    Manche Argumentation ist so lächerlich unlogisch, man könnte fast glauben, Arbeitgeberpräsidenten gehen nach dem Prinziep vor: "Wenn ich 50 sachen fordere, und nur 2, 3 durchkommen, gibts keinen Aufstand, und alle sind froh, daß es nicht mehr geworden ist. Forder ich nur diese 2, 3, kann man sich darauf konzentrieren und bemerkt vielleicht, daß ich eigentlich nur egoistischen Quatsch von mir gebe."
     
  8. Duc916

    Duc916 New Member

    Diese Frage ist recht einfach zu beantworten.
    Eine höhere theoretisch Lebensarbeitszeit entlastet die Rentenkassen.
    Aber nicht weil, wie man denken sollte, die Leute länger arbeiten, sondern weil die Menschen höhere Abschläge bei einem Renteneintrittsalter von, ich glaube im Moment sind es durchschnittlich 57 Jahre, in Kauf nehmen müssen.
    3% pro Jahr machen auf die Masse gesehen schon einen Unterschied.
     
  9. Eigentlich waren die Fragen eher rethorisch :)
     

Diese Seite empfehlen