Paystar ist pleite

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von DominoXML, 26. Mai 2009.

  1. DominoXML

    DominoXML New Member

  2. maximilian

    maximilian Active Member

    Wie soll der Tod einer Firma, von der ich noch nie etwas gehört habe, Leben irgendwohin bringen? :confused:
     
  3. Hop Singh

    Hop Singh New Member

    Ist mir egal. Hab ich nicht letztens bei SPON gelesen, dass es auch eine deutsche Firma gibt, die PCs mit Mac OS X verkauft?
    Im SPON Forum gab es dann wieder die schon 100x gelesenen Posts "Mac ist überteuert, die Nutzer elitär," bla,bla :gaehn:
     
  4. w8ing4xs

    w8ing4xs Insasse

    Du meinst sicherlich die: https://www.pearc.de/
     
  5. batrat

    batrat Wolpertinger

    :nicken:

    Übrigens in China ist gestern ein Sack Reis geplatzt :D


    @DominoXML: Wäre schön, wenn du erklärst, warum die verlinkte Meldung so wichtig sein soll. :)
     
  6. DominoXML

    DominoXML New Member

    Hm, ich versuche es kurz zu machen.

    PayStar verkauft normale PC's mit Mac OSX, also Mac Clones. Apple beruft sich auf seine Lizenzbestimmungen welche besagen, daß Mac OSX nur auf Apple Hardware installiert werden darf. PayStar meint, daß die Lizenzbestimmungen ungültig sind und daß Apple ein ungerechtfertigtes Monopol durch Verknüpfung von Hard und Software (Macs) ausübt.

    Bevor es jedoch zu einer gerichtlichen Klärung kommen kann meldet PayStar Gläubigerschutz nach dem amerikanischen Chapter 11 an.

    Der vermeintlich kleine Rechtstreit erhält eine große Dimension, da es im Grunde genommen um die Frage geht wie weitreichend Rechte bezogen auf geistiges Eigentum (englisch abgekürzt IP) sind bzw. ob es einem Unternehmen oder Entwickler, Künstler etc. erlaubt ist über die Verwendung desselben zu bestimmen.

    Das diesbezügliche Recht ist weder international einheitlich noch generell in gleichem Maß durchsetzbar, weswegen um Patentrecht, Copyright, Verwertungsrechte etc. bereits ein erbitterter Kampf ausgebrochen ist. Durch Globalisierung, schnelle Datenübertragung etc. ist die bisherige Rechtsprechung vor allem wegen einer viel zu langsamen Anpassung an die zunehmende Geschwindigkeit dieser Entwicklungen kaum noch praktikabel.
    Die Unsicherheit wird durch den lautstarken Kampf der Interessengruppen noch verstärkt.

    Mag sein daß das überzeichnet wirkt, jedoch hätte ein wie auch immer gestaltetes gerichtliches Urteil welches eine Stärkung oder Schwächung von geistigen Eigentumsrechten festlegt sicher eine Signalwirkung für den Markt von entwicklungsintensiven Produkten bzw. immateriellen Vermögenswerten, welche i.A. bilanziert werden und zum Firmenwert betragen.

    Um auf den chinesischen Sack Reis zurückzukommen. IMHO würden eher die Sektkorken knallen.
     

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