PCI-ATA Karte für QS 733

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von Chance, 10. Juni 2006.

  1. Chance

    Chance New Member

    Ich suche eine PCI-ATA Karte für einen QS 733 um damit intern einen 250GB Festplatte nutzen zu können!

    Eine Frage vorweg: ist das einfach eine Erweiterungskarte, oder wie funktioniert das???

    Kann ich da jede beliebige nehmen(zB. PC-Händler), oder gibts da ganz bestimmte für den Mac????


    Danke
    Grüße Chance
     
  2. MacS

    MacS Active Member

    Nein, du kannst keine beliebige vom PC-Höker nehmen. Auf der Karte ist ein ROM, welches beim Booten die Firmware des Macs ergänzt. Das ROM muss also im PPC-Code erstellt sein...

    Schau dich beim www.dsp-memory.de um. Dort gibt es KArten von Sonnet!
     
  3. D_Stahl

    D_Stahl Active Member

    Ich habe die Sonnet Tempo ATA 133 in meinem G4 verbaut.
    Geht gut und hat noch nie Probleme gemacht.
     
  4. burningtiger

    burningtiger New Member

    ich hatte in meinem G4 eine acard 6820. hat super funktioniert. ist aber nur gebraucht zu bekommen. jetzt habe ich eine sonnet serial ata, das ist noch besser und nicht teurer. wenn du noch keine platte hast würde ich dazu raten.
     
  5. T-Rex

    T-Rex Crunchosaurus Rex

    Ich habe in meinem G4/733 eine Sonnet Tempo ATA-133.

    Die daran angeschlossene WesternDigital Caviar 250GB bootet aber leider nur sporadisch. Hab mit Sonnet gesprochen, die meinen, es könnte eine Inkompatibilität mit WesternDigital-Festplatten sein, bisher wüssten sie so etwas aber nur von den Serial-ATA-Festplatten dieses Herstellers.

    Am internen Anschluss des PowerMac bootet die Platte problemlos, aber - da dort nur bis 128GB unterstützt werden - fehlt die Hälfte meiner Partitionen...

    Naja, ich werd wohl umtauschen und eine Acard nehmen. Vielleicht gehts dann ohne Ärger.
     
  6. McMartin

    McMartin New Member

    Bei USB-2-Karten gehen aber manche vom PC-Höker (ich habe selbst eine drin). Gibt es nicht bei S-ATA auch bestimmte Spezifikationen, die die Karte haben muß?
    McMartin
     
  7. MacS

    MacS Active Member

    Eine Festplatten-Controller-Karte ist was anderes als eine USB-Karte. Um von der am Controller angeschlossenen Platte booten zu können, muss auf der Karte ein ROM sein, dass zur Hardware passt, denn Treiber können zu dem Zeitpunkt nicht geladen werden. Wie auch, wenn die Platte nicht erreichbar ist. Also muss in dem Momennt, wo der Rechner eingeschaltet wird und der/ die Prozessor/en anfangen, die Routinen der Firmware abzuarbeiten, auch die Routinen abarbeiten können, um die Karte nutzen zu können. Erst dann wird das Sytem Stück für Stück geladen.

    Wenn du einen PPC-Mac hast, muss also auch die Firmware, welche sich im ROM der Karte befindet, auch für PPC-Prozessoren ausführbar sein. Eine für PCs ausgelegte Karte enthält aber nur Intel-Code.

    Den Umkehrschluss, dass in Intel-Macs mit solchen Karten etwas anfangen können, sollte man aber auch (erstmal) mit Vorsicht genießen, denn es hängt da wohl eher an der Firmware. Intel-Macs kommen mit der Extensible Firmware Interface (EFI), PCs aber immer noch mit dem klassischen BIOS. Karten müssen aber mit EFI und nicht mit dem BIOS zusammen arbeiten. Erst wenn auch bei PCs das BIOS durch EFI ersetzt worden ist und die Karte EFI unterstützt, müsste diese dann sowohl im PC, als auch im Mac laufen. Wohl gemerkt, dies gilt nur für Intel-Macs, weil in dem Fall der Prozessor bei PCs und Macs gleich ist.
     
  8. McMartin

    McMartin New Member

    Jetzt ist es mir klar! Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Deshalb auch die relativ hohen Preise bei Festplatten-Controller-Karten. Muß dann eine externe USB-Festplatte auch unbedingt für Mac geeignet sein? Nach Deinen Erläuterungen müßte das externe Gehäuse dann ja auch das passende Bios oder EFI haben.
     
  9. MacS

    MacS Active Member

    Diese Logik erschließt sich mir aus vielen Gründen nicht!
    1. Von USB kann kein PPC-Mac booten, daher erhebt sich nicht die Frage.
    2. Warum der PPC-Mac nicht von USB booten kann, ist durch meine Erklärung weiter oben einfach abzuleiten. USB steht beim Booten nicht zur Verfügung. Bei einer zus. USB-Karte auch logisch, weil die kein ROM enthält und nur über Treiber im MacOS angesprochen wird. Daher kann vor dem Laden kein USB zur Verfügung stehen. Ich gehe davon aus, dass das genauso bei dem integriertem USB der Fall ist!
    3. Ein externes Gehäuse hat einen Brücken-Chip, welches den Datenverkehr über USB (oder FW) in ATA-Befehle und umgekehrt umsetzt. Dies hat aber nix mit der Firmware des Macs zu tun. Für den Mac ist nur relevant, was beim Enschalten an Hardware-Komponenten auf dem Board durch die in der Firmware des Macs integrierten Routinen in das Hardware-System integriert werden soll, also alle On-Board-Controller (z.B. FW oder SCSI, beides ist bootfähig) und aller Erweiterungskarten. Erst dann wird gebootet. Externe Geräte zählen nicht.
     
  10. McMartin

    McMartin New Member

    D.h. ich kann eine externe Festplatte am USB-Bus nur zur Datensicherung nehmen, jedoch keine System aufspielen.
    Muß ich bei einer externen USB-Festplatte jetzt aber noch etwas bezüglich des Brücken-Chips beachten, oder kann ich da eine von PC-Höker nehmen?
    McMartin
     
  11. MacS

    MacS Active Member

    Gegenfrage: warum willst du unbedingt eine externe USB-Platte haben. Du handelst dir nur Probleme ein. Das wiegt nie und nimmer den geringen Preisunterschied auf.

    Kauf dir eine FW-Platte, besser, kauf dir ein Gehäuse und eine Platte getrennt, dann weisst du, was wirklich drinnen steckt und deine Daten speichert. Beispiel: Gehäuse aus dem Hause MacPower (IceCube oder Pleiades) mit FW400 und FW800 und einer Platte von Samsung, Maxtor oder Seagate. Die sind leise und schnell. Einen Schraubendreher wird sich doch finden, um die ca. 8 Schräubchen festzuziehen. 2 Stecker aufstecken - fertig. Man kann beides bei dsp-memory kaufen, auch fertig zusammengeschraubt. Die Platte kriegst du aber vielleicht bei PC-Hökern vielleicht auch billiger.

    Wenn du USB brauchst, dann kauf dir aber ein Gehäuse, was FW und USB hat.

    Ach ja, noch paar Worte zu den Nachteilen von USB:
    1. Grundsätzlich ist USB2 lamgsamer als FW400. Grund: FW kann die Daten von der Platte direkt vom FW-Controller in den Speicher schreiben (DMA-Modus), ohne den Prozi zu belasten. USB belstet aber immer sehr intensiv den Prozi!
    2. Wie schon gesagt, due kannst davon nicht booten. Sehr schlecht, wenn du mal in Not nicht von der Internen starten kannst. Bei FW einfach Platte einschalten und die alt-Taste drücken, bis die ext. Platte erscheint. Und schon kannst du von der externen Platte starten.

    Daher die Frage nochmal, warum USB?
     
  12. McMartin

    McMartin New Member

    Ich möchte eigentlich gar keine USB-Festplatte. Ursprünglich wollte ich eine IDE-Festplatte einbauen, die geht jedoch nur bis 128 GB. 120er Platten gibt es kaum noch, bei 160er Platten werden nur 128GB angesprochen, dabei habe ich aber etwas Bedenken, daß da vielleicht mal Daten verschwinden? (vielleicht unbegründet). Das Preis-Leistungsverhältnis ist da nicht so gut, aber insgesamt immer noch eine günstige Lösung. Also entweder ich finde irgendwo noch eine leise 120er oder ich muß eine SATA-karte einbauen (teuer) mit SATA-Festplatte, die ich auch in einen MacPro mitnehmen könnte. Oder extern via Firewire (das Gehäuse sollte aber ohne Lüfter sein, mein G4 ist mir schon laut genug) oder USB (das werde ich wohl nicht machen!). Auch diese könnte ich zum MacPro mitnehmen.
    Also vielen Dank für Deine ausführliche Hilfe, jetzt weiß ich wirklich Bescheid.
     

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