Peak Oil liegt hinter uns !

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 15. November 2010.

  1. batrat

    batrat Wolpertinger

    Jetzt ist es soweit: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33646/1.html :augenring
    "Jetzt ist es wohl offiziell - die Internationale Energieagentur (IEA) hat selbst zugegeben, dass die Förderung höchstens für einige Jahre stabil bleiben kann, bevor sie endgültig abrutscht"

    [​IMG]


    "Man sieht deutlich, dass das Fördervolumen leicht gesunken ist; die Ökonomen würden wohl auf den gesunkenen Verbrauch während der Wirtschaftskrise verweisen. Die Grafik zeigt aber etwas Beunruhigendes: Die Förderung wird offenbar nicht mehr leicht über das Niveau von 2003-2007 steigen, sondern sogar bald steil absinken. Nur wenn "noch nicht entwickelte Felder" bereits jetzt die Arbeit aufnehmen, können wir grob das heutige, leicht abgesunkene Niveau stabil halten - und das nur bis etwa 2015. Dann müssen "noch nicht gefundene Felder" hinzukommen. Sonst haben wir circa eine Generation später vielleicht nur die Hälfte der heutigen Produktion. "


    Und unsere Autobauer verkaufen gerade Autos wie warme Semmeln ! :crazy:http://www.handelsblatt.com/unterne...e-prognostiziert-fuer-2011-rekordjahr;2691648


    Und was nun ? :eek:
     
  2. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Stuttgart21!

    Aber das wird ja von Hasch spritzenden Chaoten verhindert.

    :augenring
     
  3. McDil

    McDil Gast

    Ganz einfach: Wir brauchen mehr Atomkraftwerke, und in die Löcher, aus denen wir das Öl herausgenommen haben versenken wir den Atommüll.

    *mitgeniefressestolzzurücklehn* *politischekarriereanvisier*
     
  4. batrat

    batrat Wolpertinger

    Autos fahren nicht mit Atomkraft :p


    Obwohl: Elektromobilität braucht Strom. Wieviel mehr Strom eigentlich, wenn eines Tages alle PKWs Elektroantrieb haben.

    *ketzsmiley*
     
  5. maximilian

    maximilian Active Member

    Nen Moin!

    Sehr, sehr, sher viel mehr. Eine Kilowattstunde entspricht 3,6MJ. Ein Liter Benzin enthält einen "Brennwert" von ca. 34MJ, entsprechend 10kWh. Gleichen Wirkungsgrad bemi Antrieb mit Benzin und Strom vorausgesetzt (Stromerzeugung, -transport und -speicherung sind alles andere als verlustfrei, wenn auch insgesamt der Wirkungsgrad beim Elekroauto etwas besser sein dürfte als beim Benzinauto) lässt sich also jeder Liter Benzin durch 10 kWh Strom ersetzen.

    Bei mir sieht das so aus, dass ich etwa 200l pro Monat verfahre (von den xxx Tausend Litern Kerosin bei der Arbeit abgesehen), entsprechend etws 2.000kWh. Dem gegenüber haben wir zuhause als dreiköpfige Familie einen monatlichen Stromverbrauch von etwa 300 kWh, wovon auf mich grob gerechnet 1/3, also 100kWh entfallen. Beim Wechsel auf ein Elektroauto würde ich meinen persönlichen Stromverbrauch also über Nacht verzwanzigfachen. Und selbst dann, wenn der Gesamtwirkungsgrad der Elektrofahrzeuge noch verdoppelt würde, erhöhte das elektrische Fahren meinen persönlichen Strombedarf um das Zehnfache. Da braucht nur ein geringer Teil der Bevölkerung mitmachen, um das Stromnetz in den Kollaps zu treiben.

    Das mit der Elektromobilität kann nur dann funktionieren, wenn es mit einer großen Abrüstung auf den Strassen einhergeht. Ein Familienauto darf einfach keine zwei Tonnen wiegen und muss auch nicht 250km/h fahren können. Mit kleinen, leichten und vergleichsweise langsamen Fahrzeugen könnte man schon in vernünftige Größenordnungen des Strombedarfs kommen. Doch es fehlt mit der Glaube daran, dass sich meine lieben Mitmenschen dafür erwärmen können. Denn gegen die Proteste, die das dafür notwendige Tempolimit auf 80km/h hervorrufen würde, ist Stuttgart 21 der reinste Tuntenkram.

    Grüße,
    Maximilian
     
  6. McDil

    McDil Gast

    Elektromobilität wird nur auf ganz kleinem Niveau funktionieren können. Fliegerei auf Elektrobasis zumindest mit den heutigen Techniken überhaupt nicht.

    Diese Umstellung wird eine größere Revolution als alles Dagewesene, und auf dem Weg dahin werden wir, bei der Mentalität der Menschheit, Verteilungskriege erleben, angesichts derer diejenigen zu beneiden sein werden, die schon tot sind.
     
  7. batrat

    batrat Wolpertinger

    Ich warte auf den Asteroiden ! :cool:
     
  8. McDil

    McDil Gast

    OK! Dann wünsche ich mir aber einen richtig großen . . . so wie der Mond . . . damit es schnell geht.
     
  9. Singer

    Singer Active Member

    Man hört so gar nichts mehr vom Wasserstoffmotor - warum eigentlich nicht? Der hat doch sehr interessante Eigenschaften, die in der derzeitugen globalen Situation hochwillkommen sind.
     
  10. maximilian

    maximilian Active Member

    Es gibt keinen Wasserstoffmotor in diesem Sinne. (Fast) Jeder beliebige Verbrennungsmotor kann nach kleinen Modifikationen auch Wasserstoff verbrennen. Mit dem üblichen Wirkungsgrad von Verbrennungskraftmaschinen eben (unter 30 Prozent). Und wenn man dann noch weiß, dass das einzige derzeit verfügbare großtechnische Verfahren zur Wasserstoffgewinnung die Dampfreformierung von Erdgas ist, kann man auch gleich mit dem guten alten Erdgasauto weiterfahren. Bei insgesamt viel geringeren Uwandlungs- und Transportverlusten.

    Die einzige (halbwegs) sinnvolle Art eines Wasserstoffantriebes wäre ein Elektroauto, welches von einer Sauerstoff/Wasserstoff-Brennstoffzelle mit Strom versorgt wird. Welche wiederum mit Wasserstoff gespeist wird, der aus erneuerbaren Energieträgern durch Elektrolyse gewonnen wird. Ein vergleichsweise hoher Aufwand ohne wirklichen Nutzen, vor allem vor dem Hintergrund, dass derzeit nur knapp 10 Prozent des normalen Strombedarfs mit erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden können.

    Nein, da gibt es wesentlich bessere/sinnvollere/aussichtsreichere Ansätze. Z.B. die direkte Verwendung des erneuerbaren Energieträgers im Fahrzeug. Sei es, dass man ein reines Elektroauto mit (Wind-/Solar-)Strom betreibt, sei es, dass man ein konventionelles Auto/Flugzeug mit Treibstoff aus Biomasse versorgt. Es sind übrigens schon erste Flugzeuge mit Bioöl aus Algen geflogen, es gibt also nicht nur Rapsöl und dergleichen als Alternative zum Mineralöl.
     
  11. Convenant

    Convenant Haarfestiger


    Ersetzt $Energieträger durch $Energieträger. Auch der Wasserstoff muss irgendwo her kommen.
     
  12. maximilian

    maximilian Active Member

    Einen kleinen Vorteil hätte es schon insofern, als dass bei der Verbrennung nur Wasserdampf herauskommt. Die Bewohner der Innenstädte wüssten sowas sicher zu schätzen. Dafür entsteht das CO2, der Ruß und die sonstigen Industrieabgase halt dann dort, wo der Wasserstoff produziert wird. Traditionell stehen solche Anlagen wegen der worherrschenden Westwindlage an der Grenze zu Polen und Tschechien :p
     
  13. McDil

    McDil Gast

    Wenn der Wasserstoff in Luft verbrannt wird entstehen auch Stickstoffoxide, die wegkatalysiert werden müssen.

    nene . . . Am besten ist der Asteroid. Dann werden wir alle zu Erdöl, welches dann die nächste "Krone der Schöpfung" verwenden kann. Perfektes Recycling!
     
  14. maximilian

    maximilian Active Member

    Nö: Französischer Atomstrom. Die bauen auch gerne genug Kraftwerke, dass sie damit alle sauberen Deutschen Elektroautos mit Strom und alle sauberen Deutschen Wasserstoffautos (den Katalysator setzte ich als selbstverständlich voraus, weswegen ich ihn nicht erwähnte) mit aus Strom elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff versorgen können. Und werden dabei ein Abkommen aushandeln, nachdem der dabei anfallende Atommüll selbstverständlich in Deutschland endgelagert wird.
     
  15. vulkanos

    vulkanos New Member

    Wieder mal ahnungslos. Wo entsorgen eigentlich die Franzosen ihren strahlenden Atommüll? Über die Castor-Transporte?
     
  16. maximilian

    maximilian Active Member

    Schwach strahlenden Müll (sowas wie kontaminierte Arbeitskleidung und dergleichen) versenken sie traditionell in Fässern im Atlantik. Auf den Trichter mit Russland (Sibirien in diesem Fall) kamen sie schon vor 15 Jahren. Die nehmen ihnen aber auch nur einen Teil ab. Der Rest lagert in Ermangelung eines Endlagers genau wie bei uns in Abklingbecken und auf Sammelplätzen bei den Kraftwerken.

    Das hier ist den Franzosen (fast hätte ich Froschfressern geschrieben, weil ich das immer auf Englischen Foren so lese :embar:) ihr Gorleben (in Bure in Lothringen, näher bei mir als Gorleben...):

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beit...1068950/Atommuell-Endlagerung-in-Frankreich--
     
  17. McDil

    McDil Gast

    Tja, immer schön in grenznahen Gebieten, wie einstmals Gorleben . . . dumm gelaufen mit der Wiedervereinigung. Vielleicht sollte man mal irgendwo bei Hoyerswerda suchen.:teufel:
     
  18. vulkanos

    vulkanos New Member


    Luftlinie Bure zu Euch: knapp 315 km
     
  19. maximilian

    maximilian Active Member

    Ja. Und nach Gorleben 529km. Wie ich vermutete. Und weil die Franzosen doppelt so viele Kernkraftwerke haben, werden sie auch doppelt so viel Müll einlagern. Ich glaube, ich sollte mir besser ein ruhiges Plätzchen am Ammersee suchen...
     
  20. vulkanos

    vulkanos New Member

    Herzlich willkommen. Hier gibt es eine Menge verkannter Künstler, Maler, Schauspieler, Musiker, Esoteriker, die das Westufer als Ort der Kraft empfinden, einen Haufen Preiss'n, die Mieten und Grundstückspreise kaputt machen, schwerverständliche "Lechroaner", überfüllte Straßen, wenn es an sonnigen Wochenenden in die Berge geht, noch verschwiegene Badestellen am Seeufer, den Dießener Töpfermarkt mit nationaler Berühmtheit, malerische wie totenlangweilige Dörfer - und das alles nur ca. 65 km von "Minga" entfernt!
     

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