Personalentscheidungen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von edwin, 26. Februar 2009.

  1. edwin

    edwin New Member

  2. edwin

    edwin New Member

    Ist das nicht Befangenheit? Solch ein Gericht kann doch gar nicht nur nach dem Gesetz und eigenem Gewissen handeln.
     
  3. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Wieso nicht? Es gibt wirklich Menschen (habe ich leider selber schon erleben müssen), die scheinbar unkündbare Stellungen schamlos ausnutzen und sich ganzjährig faulenzend von ihren fleissigen Kollegen mit durchfüttern lassen. In jeder großen Firma mit behördenähnlichen Strukturen gibt es die, in jeder Behörde natürlich sowieso und überall da, wo Beamte Dienst tun auch. Da muß ein Richter weder gegen das Gesetz noch gegen sein Gewissen handeln, wenn er mithilft, deren Stellen für Menschen frei zu machen, die ihre Aufgabe ernst nehmen.

    Grüße, Maximilian
     
  4. edwin

    edwin New Member

    Es geht hier nicht um Faulheit. Es geht darum, dass ein Fehlbetrag existierte. Und jemanden Entlassen zu können, ohne das ein Beweis existiert, ist schon sehr fragwürdig. Dann noch so eine/n Richter/in als Urteilsentscheidende... Das schreit nicht nach Gerechtigkeit.

    [​IMG]
     
  5. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Der Fehlbetrag im Zusammenhang mit Zeugenaussagen genügen hier, um mangelndes Vertrauen als Kündigungsgrund anführen zu können. Ausserdem hat die Dame meines Wissens den Diebstahl nicht bestritten.

    Ich will und kann (hab jetzt für den Rest des Tages eine andere lästige Arbeit, die ich nicht mehr aufschieben kann) jetzt nich diesen Fall diskutieren (das geschieht ohnehin an tausend anderen Stellen im Internet) - aber hier schlägt mein Herz eindeutig für den Arbeitgeber. Kassierer, die sich aus der Kasse bedienen, haben dort nichts zu suchen. Egal ob es um einen Euro oder um tausend geht.

    Grüße, Maximilian
     
  6. edwin

    edwin New Member

    Zeugenaussagen...


    Was nichts aussagt.
     
  7. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Dan könnte man Deiner Meinung nach wohl auch niemanden wegen Mobbings oder Sexueller Belästigung kündigen. Auch keine Strafanzeigen stellen wegen Vergewaltigung, Beleidigung, Körperverletzung, Nötigung, usw.

    Aber gut, jeder hat in diesem Land die Chance, genug Wählerstimmen auf sich zu vereinigen und dann alles von Grund auf umzukrempeln. Viel Erfolg bei dem Versuch, die Zeugenaussagen aus unserem Rechtssystem zu eliminieren!

    Sondern?

    Aber jetzt habe ich wirklich keine Zeit mehr - und selbst wenn ich sie hätte, wäre es mir egal - denn meinem Rechtsempfinden ist hier Genüge getan worden.

    Grüße, Maximilian
     
  8. edwin

    edwin New Member

    Das habe ich damit nicht sagen wollen. Nur sind Zeugenaussagen auch nicht immer das Wahre. So kann es passieren, das Zeugen ein und den selben Vorgang sehr verschieden darstellen. Und es soll auch schon schlimmers vorgekommen sein.

    Das muss ich hoffentlich nicht verstehen.

    Kennst Du die Strategie des Anwaltes?
     
  9. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    Das war nicht schwer zu vestehen: Geh hin, gründe Deine eigene Partei, laß Dich wählen und verändere die Gesetze so, bis sie Dir gefallen. Steht jedem einzelnen von uns frei dieser Weg.

    Mir gefällt Deine selbstgerechte Einstellung nicht. Ermittler, Staatsanwalt, Verteidiger und Richter in einer Person, hat es Dir zu entscheiden beliebt, daß die gute Frau unschuldig ist, die Zeugen dafür aber alle Falschaussagen geleistet haben. Tut mir leid, aber da glaube ich dem ordentlichen Gericht doch eher, das über diesen Fall entschieden hat.

    Und jetzt ist wirklich Schluss mit diesem Thema soweit es mich betrifft.
     
  10. edwin

    edwin New Member

    Weil ich eine andere Meinung habe wie Du. Nur Du verträgst andere Meinungen nicht. Wie arrogant!
     
  11. edwin

    edwin New Member

  12. maximilian

    maximilian Active Member

    Wenn sie dabei in die eigene Tasche gewirtschaftet hätten, dann wären sie zur Rechenschaft gezogen worden. Sie haben aber im Auftrag und unter Kontrolle ihrer jeweiligen Bank gehandelt. Selbst wenn sie dabei Fehler gemacht haben, ist das kein Kündigungsgrund.
    Der einzige mir bekannte Beruf in dem "Fehler machen" ein Kündigungsgrund ist, ist meiner. Überall sonst kann einem eigentlich nichts passieren, solange man sich nicht mit den Fingern in der Kasse erwischen lässt. (Oder im Fall von Lehren mit den Fingern an den Kindern...)

    Grüße, Maximilian
     
  13. maximilian

    maximilian Active Member

    Das sollte natürlich "Lehrern" heissen. Hast Du aber sicher verstanden. Und welche Informationen meinst Du und warum sind sie "bewusstseinsprägend"?
     
  14. wilzim

    wilzim MacWilly

    Toller Beruf? Für Fehler nur eine Kündigung. Wenn ich einen Schweren Fehler mache, unterhält sich zusätzlich noch der Staatsanwalt mit mir.

    `Handschellen sind das beste Abführmittel´
     
  15. edwin

    edwin New Member

    Ja, dieses "Vergnügen" könnte mir bei einem schweren Arbeitsfehler auch passieren.
     
  16. maximilian

    maximilian Active Member

    Moin!

    So versaut habe ich gar nicht gedacht. Ich meinte eher was in Richtung Ohrfeigen. Deswegen mussten damals bei uns in der Schule zwei Lehrer gehen. Ist aber schon dreissig Jahre her, vielleicht sieht man das heute nicht mehr so eng.

    Grüße, Maximilian

    PS: Wenn ich bei der Arbeit meine Fehler überlebe, hab ich natürlich auch den Staatsanwalt am Hals.
     
  17. edwin

    edwin New Member

    Auf welchem Flugzeugtyp hast Du Deine Lizenz?
     
  18. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Wenn von den verpfuschten Operationen dieses unglaublichen Murksers ein Mitglied seiner Kaste/Klasse betroffen gewesen wäre, es wäre wohl früher etwas geschehen. Aber so betraf es doch nur minderwertiges „Material“, also zu vernachlässigendes.
     
  19. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Warum läuft es mir, bei allem Verständnis für die Empörung über diesen fall, bei Sätzen wie diesem: "...zusammen 1,30 Euro. Für einen Konzern mit einem Umsatz von nur 24 Mrd. Euro ist dies freilich eine existenzielle Bedrohung." kalt den Rücken runter?

    Auch wenns nur 1,30,– sind, wenn es ein Diebstahl war ist es völlig wurscht ob der Geschädigte der Sultan von Brunei oder Oma Erna ausm Heim ist, es bleibt ein Diebstahl. Man mag den AG in diesem Fall (zurecht) als unmenschlich, geizig, oder sonstwas titulieren, trotzdem gilt für ihn dasselbe Recht wie für alle anderen auch ein stehlender MA darf gekündigt werden. (Die Beurteilung ob das nun ein Diebstahl war oder nicht ist m.E. für jemanden der nicht über umfängliche Akteneinsicht verfügt und Prozesszeuge war nicht wirklich möglich, oder?)

    Durch solche Formulierungen, die den Diebstahl wegen der Prosperität der Firma relativieren sollen, offenbart der Autor ein Rechtsempfinden das in m.E. für jeden Kommentar zu solchen Themen disqualifiziert.

    Und BTW: Was soll immer das Gerede von den "Hungerlöhnen"? Wenn es irgendeinen Beruf gibt der halbwegs "gerechtfertigt" schlecht bezahlt wird, dann ist es wohl die Tätigkeit im Einzelhandel –*es braucht keinerlei Qualifikation, es ist größtenteils sauber und warm und frei von schweren körperlichen Anstrengungen. Mir fallen da -zig Berufe ein die es sehr viel mehr "verdienten" besser bezahlt zu werden... (Pflegekräfte, Müllgewerke, Polizei, Reinigungswesen, Strassenmeisterei, und, und, und...)
     
  20. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Es geht darum ob Recht nun gilt oder nicht? Wer stiehlt bricht das Recht, wer daraufhin sein Recht wahrnimmt, fristlos zu kündigen nicht, so einfach ist das.
    Ich bin völlig bei dir die geradzu irrsinnige Maßlosigkeit dieser Kündigung anzuprangern, die Menschenverachtung die daraus spricht und die Strategie des Konzerns der hier vermutlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: eine unliebsame MA losgeworden und allen anderen gezeigt wo der Hammer hängt. Genau wie du finde ich das völlig unmöglich. Allerdings halte ich Aussagen wie in dem von dir verlinkten "Spiegelfechter" im tenor des "Quatsch Diebstahl, Tengelmann hat doch eh so viel Geld..." für mindestens genauso daneben.

    Ich finde es wirklich unschön das die MA des Einzelhandels gegenüber ihren AGs so schlecht dastehen, aber was kann ich daran ändern? Soll ich da nicht mehr einkaufen? Bringt das den Angestellten irgendetwas, ausser einer drohenden Arbeitslosigkeit oder noch schlechteren Löhnen?
    Wenn diese Angestellten unzufrieden sind dann sollen sie sich organisieren, nur gemeinsam sind sie stark, denkt jeder nur an sich, dann sind sie eben ein formbares Opfer der Gewinnmaximierung ihrer AGs...
     

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