Post Skript....WAT IT DAT?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von CLIMAX, 23. August 2001.

  1. CLIMAX

    CLIMAX New Member

    Hallo liebe Mac-Gemeinde,

    ich habe eine kleine Frage, vor allem an die Menschen, die Erfahrungen im Bereich Design und Print haben. Ich möchte mir in der nächsten Zeit einen neuen Drucker kaufen und brauche deshalb viel, viel Input. Es soll auf jeden Fall ein DIN A3 Tintenstrahler sein, mit vortrefflicher Druckqualität für Grafik, Text und Fotos. Ich hab nun ein schönes Exemplar gesichtet. HP Deskjet 1220 C/ PS heisst es und ich glaube sogar, es ist ganz gut. Meine Frage, kennt sich jemand mit der Post Skript (PS) Technologie aus? Was bringt sie für Vorteile? Mag PS nur Quark,InDesign und Photo Shop, und nicht Office 2000 und Win 98? Wer hat mit Druckern dieser Art Erfahrungen und mag sie mir verraten.

    Danke!

    Gruss
    CLIMAX
     
  2. i_mac_messer

    i_mac_messer New Member

    Daß sich bisher noch keiner von den wirklich wahrhaft wahren Vorstufenspezialisten gemeldet hat, mag daran liegen, daß Du verschiedene Dinge zusammen wirfst: PS ist eine Seitenbeschreibungssprache für die Vorstufe, Seite grundsätzlich = DINA4. In einer PS-Datei steht sozusagen, Linie von da bis da. PS-Drucker sind immer DINA4-Laser, es soll nur ganz wenige Tintenspritzen geben. Es gibt wohl keine Farbtinenkleckser mit PS für Grafik, Foto etc. Dort erfolgt die Textausgabe immer mit Truetype und entsprechenden Grafikprogrammen. Wenn Du hauptsächlich Fotos etc. ausdrucken willst, brauchst Du kein PS, kannst Du ignorieren. Grafiken im PS-Format, EPS, braucht man im Homebereich nicht. Kauf Dir einfach ein Tintenfaß, das im Test halbwegs ordentlich abgeschnitten hast.
    So, und jetzt bitte die Spezialisten!!!;-)
     
  3. gizmo

    gizmo New Member

    okay, machen wir ein wenig unterricht (frei aus dem gedächtnis)...

    postscript wurde (zur hauptsache) entwickelt von der allseits bekannten firma adobe. ps ist quasi eine druckersprache. quasi - denn wirklich ist sie eine seitenbeschreibungssprache, und diverse drucker haben die sprache einfach gelernt. billigere drucker oder vor allem auch pc-drucker verwenden häufig pcl als ihre druckersprache. natürlich gibt es da noch etliche andere, herstellerspezifische sprachen. ps soll eben genau dies nicht sein.
    ps baut auf vektoren auf. d.h. für ps ist ein rechteck nicht "weisser pixel, schwarzer pixel, schwarzer pixel, schwarzer pixel, weisser pixel - zeilenwechsel - weisser pixel, schwarzer pixel, schwarzer pixel, schwarzer pixel, weisser pixel", sondern "linker, unterer eckpunkt auf x-koordinate, y-koordinate, breite v, höhe w, farbe schwarz" (dies natürlich nur ganz grob theoretisch...). dies erlaubt viel kleinere datenmengen als pixelorientierte formate, zudem ist ps durch die "mathematische" beschreibung der objekte fast unbeschränkt skalierbar.
    inzwischen dürfte erkennbar sein, dass ps eben nicht nur beim drucken anwendung findet, sondern auch in diversen programmen. dies sind vor allem grafikprogramme, die ps im eps-format (=> encapsulated postscript) benutzen. dabei gibt es im wesentlichen zwei verschiedene eps-format zu unterscheiden. einerseits das bild-eps-format (z.b. von photoshop), andererseits das grafik-eps-format. zweiteres besteht eigentlich - ich sag mal so - aus 95% ps-code und zu 5% einer groben pixel-ansicht, zum beispiel zum platzieren in einem layoutprogramm. ersteres hingegen ist ein pixel-bild, das aber zusätzlich zu einem tiff o.ä. in der datei bereits den ps-code für die ausgabe enthält. dies ermöglicht, diverse parameter für die ausgabe (z.b. freistellungspfad, druckkennlinie, rasterpunktformen etc.) bereits in der bilddatei drin festzulegen. zudem ist die ausgabe von eps-dateien schneller als tiff, da der ps-code ja nicht mehr erst generiert werden muss.

    boah, ich hab keine ahnung, ob mein geschreibe irgendwie verständlich ist...! na auf jeden fall:
    mit einem postscriptfähigen drucker ist man gut beraten, wenn man häufig eps-dateien ausdrucken will. meines wissens gibt es zwar auch software-interpreter, die den druckjob erst vorkauen - sprich den ps-code in die dem drucker verständliche sprache (z.b. eben pcl) übersetzen - und erst so an den drucker weiterleiten. doch schneller und zuverlässiger sind drucker, die selber ps verstehen. eine möglichkeit, wie man eps auch auf einem nicht-ps-fähigen drucker rausbringen kann, ist der umweg über pdf (das aber ja eigentlich auch auf ps aufsetzt...?), doch auch mit der pdf-ausgabe haben viele drucker - unabhängig vom beherrschen von ps - oft mühe. aber das ist wieder eine andere geschichte...
     
  4. gizmo

    gizmo New Member

    na, da warst du doch noch einen hauch schneller...

    ein paar sachen, die ich anmerken möchte:
    - ps-fähige printer brauchen überhaupt nicht nur a4-drucker sein, das format spielt keine rolle!
    - tintenspritzer gibt es auch ps-fähige, doch diese bewegen sich in oberen preisklassen, die meistens eh nur profis benutzen. ps ist wohl teuer, und da lohnt es sich nicht, die billigen dinger, deren nachfüllpatronen mehr kosten als der drucker selber, damit auszurüsten.
    - ps-unfähigen druckern kann man häufig auch ein ps-fähiges rip vor die nase stellen.
    - truetype hat nur in schrift-formaten was verloren (meines wissens eine microsoft-entwicklung, aber bestimmt aus der pc-welt)
    - logos im eps-format würden auch im home-bereich schöner aussehen als verpixelte, farbunechte rgb-jpegs...
    - schliesse mich aber an: wenn du nicht auf ps angewiesen bist, kauf dir einen günstigeren, nicht-ps-fähigen drucker!

    gruss. gizmo
     
  5. Energija

    Energija New Member

  6. CLIMAX

    CLIMAX New Member

    Wow! Erstmal Danke, Danke, Danke für die schnelle, kompetente Antwort.

    Also bei dem Gerät welches ich favorisiere handelt es sich tatsächlich um einen Din A3 Tintenstrahler. Wenn Post Skript Drucker eher für dem Profi- und weniger dem Homebereich zuzuordnen sind, ist mir das ja nur recht, da ich das Gerät später beruflich brauche (angehender Designer Neue Medien). Wenn allerdings die Kosten für die Druckerpatronen höher als bei Nicht-PS Druckern sind, bleibt zu überlegen ob es sich lohnt. Kostet ja leider alles viel, viel Geld. Nicht wahr?

    Gruss an die liebe Mac-Gemeinde

    CLIMAX
     
  7. gizmo

    gizmo New Member

    ich hab schnell einen deiner drei links teilweise probegelesen und möchte nun an dieser stelle doch mal sagen, dass in diesem forum schon sehr viel scheiss erzählt wurde! wenn ich da noch weiterlese, bekomm gleich 'n anfall ob diesen falschaussagen über ps...!

    (((energija, nicht persönlich nehmen, mein anfall betrifft nicht dich...!)))
     
  8. CLIMAX

    CLIMAX New Member

    Tja, und als Laie steht man dann dumm da. Nur gut, dass ich Euch habe und das ich den ganzen Kram in meinem Studium noch durchkauen werde. Gut ist, wenn man sich immer vorher informiert, dass spart ungemein Geld, Zeit und Nerven.
     
  9. gizmo

    gizmo New Member

    stop, stop, stop! da hast du mich falsch verstanden. (ist ja auch nicht verwunderlich bei meinem brainstorming-durcheinander! :) )
    das wegen der druckerpatronen: ich hab nur allgemein gemeint, dass es kleine, billige tintenstrahler gibt, die (besonders in bundle-aktionen o.ä.) selber tatsächlich weniger kosten als die dazugehörenden nachfüllpatronen.
    allerdings denke ich, sind bei der anschaffung eines tintenstrahlers die kosten für das verbrauchsmaterial auch ein wichtiges kriterium. tinte kann offenbar je nach druckerhersteller ganz unterschiedlich viel kosten. dazu ist noch zu überlegen, ob man original- oder billigere nicht-original-tinte verwenden will.
    noch mal bezüglich tinte wichtig: wie sieht es mit single ink aus? ist das effektivste, wenn alle vier (oder sechs) farben einzeln nachgefüllt werden können. allerdings sollte das meiner meinung nach bei einem drucker dieser grössenklasse (a3 + ps) eine selbstverständlichkeit sein!

    gruss. gizmo
     
  10. CLIMAX

    CLIMAX New Member

    @gizmo (heisst so nicht dieser kleine Grämlin?)

    Du hast Recht, es sollte selbstverständlich sein. Aber soviel ich weiss hat nur Canon und Xerox diese Single Ink Technologie. Bei HP und Epson giffet dat nich. Canon ist glaube ich nicht so prall im Grafikbereich (hab jedenfalls nichts gutes gehört) und Xerox baut keine Klein-Drucker mehr. Also was nun?

    CLIMAX
     
  11. gizmo

    gizmo New Member

    s einiges zu sehen! zudem gab's in mw 6/2001 einen test von 11 tintenstrahlern - zwar nur a4, aber einen grund-eindruck vermittelt einem das schon.

    zumindest von hp weiss ich, dass sie spätestens bei den grossformatdruckern auch auf single ink setzen. ich hab aber keine ahnung, bei welcher grösse sie damit anfangen...?

    sooo, jetzt hab ich ihn vor mir, den 1220C (guter comspot-katalog!). nun ja, schwarz- und cmy-patrone - das mindeste, was man erwarten kann...
     
  12. gizmo

    gizmo New Member

    nun hab ich mir dein objekt der begierde und dessen ps-unterstützung noch ein wenig genauer angeguckt. das ist ein drucker + die software pressready. schau/lies doch hier mal nach: http://www.adobe.de/products/pressready/main.html

    gruss. gizmo
     
  13. gizmo

    gizmo New Member

    übrigens: ja, gizmo stammt aus dem film gremlins, aber er ist keines dieser hässlichen dinger, sondern ein herziger, knuddeliger mogwai (oder so ähnlich, wenn ich mich nicht täusche).
     
  14. magpie

    magpie New Member

    Hi Climax,

    Ich geb auch noch meinen S...... dazu.

    Wo fang ich an, wo hör ich auf. Postscript. Da gibts viel zu erzählen. Ich versuchs mal in wenigen Sätzen.

    Postscript hat sich vor allem im Grafischen Gewerbe als von Adobe entwickelter Standard zur auflösungsunabhängigen Seitenbeschreibung von gestalteten Dokumenten / Grafiken etc. durchgesetzt. Ein einfaches Beispiel:

    Wenn Du in einem Zeichenprogramm eine auf Vektoren basierende Grafik erstellst und als .EPS (Encapsulated Post Script) exportierst, hast Du gegenüber einer z.B. TIF-Datei oder einem Scan den Vorteil, dass Du diese Zeichnung im Layoutprogramm (XPress etc.) importieren kannst und in jeder beliebigen Grösse ohne Qualitätsverlust (Pixelefekt) z.B. auf einem postscriptfähigen Drucker oder Belichter printen oder belichten kannst.

    Nachteil für nichtpostscriptfähige Drucker: Der Print dieser EPS-Datei wird sehr pixelig ausgegeben.

    Vorteil für Vektor-Zeichenprogramme (wie z.B. FreeHand oder Illustrator): Du kannst von diesen Programmen Zeichnungen etc. auf einem nichtpostscriptfähigen Printer in bester Qualität ausdrucken.

    Postscriptfähige (Laser-)Printer sind darum relativ teuer gegenüber den Nichtpostscriptfähigen Tintenspritzern. Es gibt aber auch zu diesen einfacheren Druckern Lösungen (RIPs), die es ihnen ermöglichen, Postscript-Prints in hoher Qualität zu machen.

    Ein weiteres Thema sind die Schriften oder Fonts die auf Postscript basieren...

    ...und es gibt noch viele, viele andere.

    Es ist halt ein breites Thema dieses Postscript Level1 und 2 und 3 und ...

    Und es kommt halt darauf an, was Du machen musst und wieviel Du ausgeben willst oder kannst.

    Und ...

    Und ...

    Und ...

    Gruss magpie
     
  15. Michel

    Michel New Member

    gizmo, um Geschichtsklitterung vorzubeugen ("- truetype hat nur in schrift-formaten was verloren (meines wissens eine microsoft-entwicklung, aber bestimmt aus der pc-welt"),
    kuck mal z.B. unter:
    http://www.fontsite.com/Pages/Features/T1vsTTa.html

    TrueType ist leider(?) eine Apple-Entwicklung.
    (Der Beweis steht übrigens noch aus, dass dieses Format so "schlecht" sein soll. Ich glaube, der schlechte Ruf rührt im Wesentlichen daher, dass häufig PS und TT-Versionen einer Schrift auf einem Rechner liegen, und man häufig nicht erkennen kann, womit ein Proogramm nun arbeitet - mit den dann folgenden Problemen bei Dienstleistern.)

    Hat mit dem Thema hier nicht allzu viel zu tun, ich weiß. Musste aber sein.

    Michel
     
  16. GigaSven

    GigaSven Anhalter

    Grüß Gott!
    Nachtrag: Auch nicht postscriptfähige Drucker können mittels Software PS-RIP
    zum Postscript-Drucker werden. Zu nennen wäre da z.B. das Birmy PowerRIP, das mit Epson Druckern hervorragend funktioniert! Man sollte allerdings bei dieser Lösung auf keine Geschwindigkeitswunder hoffen, die Postscript-Interpretation ist für die Software kein Zuckerschlecken. Vorteil ist, daß man Postscript-Dateien, eps und alle PS-Fonts auch auf diese Weise sauber ausdrucken kann, ohne sich für relativ viel Geld einen "echten" PS-Drucker zu kaufen!
    Giga
     
  17. MacELCH

    MacELCH New Member

    Oh, mogwai

    Jaja niedlich sind sie schon, nur nicht nach Mitternacht fuettern, sonst drehen die durch - was sich dann in Monster Threads aeussert ?

    *g*

    Kompliment zu Deiner Beschreibung bezueglich Postscript

    Gruss

    MacELCH
     
  18. CLIMAX

    CLIMAX New Member

    Nochmals Danke für Eure Hilfe!

    Hört sich eigentlich sehr überzeugend an, zumal ich ja vorwiegend mit Freehand und Photoshop eventl. Quark oder InDesign arbeiten werde. Mir ist halt nur wichtig dass ich neben dem Mac auch einen alten Win 98 PC nebst Office 2000 problemlos anschliessen und natürlich auch von dort aus gute Textausdrucke tätigen kann. Wichtig ist mir maximale Qualität,hohe Druckgeschwindigkeit,eine minimale Geräuschkulisse und natürlich ein minimaler Preis. Wenn`s sowas noch gibt...bitte sagen!!

    CLIMAX
     
  19. tazmandevil

    tazmandevil New Member

    hihi, was heisst da "hervorragend"??? *ggg*.... wie siehts denn mit Pantone Farben aus? und mit Abstürzen? *ggg*...

    ich würde "Best-Rip" empfehlen!!!
     
  20. gizmo

    gizmo New Member

    oh, danke für die ehre! du willst also sagen, dass zu verstehen ist, was ich ausdrücken wollte? *freu*

    geh jetzt wieder futtern... äääh, nein, erstmal forum fertig checken... :)

    gruss. gizmo
     

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