Presseschau

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von apple-byte, 13. Januar 2005.

  1. apple-byte

    apple-byte Depeche Mode Fan

    Hannoversche Allgemeine 13.01.05

    Apple drängt auf Massenmarkt
    Mit dem „Mac mini“ für weniger als 500 Euro will Steve Jobs PC-Käufer locken


    San Francisco (dpa/afp/rtr). Angespornt vom überragenden Erfolg seines Musikabspielgeräts „iPod“ bringt Apple einen Billigcomputer zum Preis von weniger als 500 Euro auf den Markt. Apple-Chef Steve Jobs präsentierte auf der MacWorld Expo in San Francisco den Kompaktrechner „Mac mini“, der in Deutschland vom 29. Januar an zu haben ist. Die kleinere Version soll 489 Euro kosten, die größere – mit schnellerem Prozessor und größerer Festplatte – 589 Euro. Damit verabschiedet sich der kalifornische Computerkonzern von seiner langjährigen Strategie, fast ausschließlich mit teuren Rechnern eine lukrative Nische am oberen Ende des Computermarktes zu besetzen. Am weltweiten PC-Markt hat Apple bisher nur einen Anteil von 5 Prozent.
    „Leute, die über einen Wechsel vom Windows-PC zum Macintosh nachdenken, haben künftig keine Ausrede mehr, nicht umzusteigen“, sagte Jobs. Mit diesen Worten beendete er die bisherige Hochpreisstrategie seines Unternehmens. „Es ist der erschwinglichste Mac aller Zeiten.“ Der neue Minirechner, der nur 16 mal 5 Zentimeter misst und 1,3 Kilogramm wiegt, wird ohne Monitor, Tastatur und Maus ausgeliefert. „Das ist ein sehr robuster Computer, aber er ist sehr, sehr klein“, sagte Jobs.
    Der Apple-Gründer kündigte auch ein neues Paket von Büroprogrammen für Apple-Rechner an: „iWork“ heißt das Software-Paket, das „Microsoft Office“ Konkurrenz machen soll. Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr werde hochauflösendes Video sein, kündigte Jobs an. „Apple wendet sich zum ersten Mal dem Massenmarkt zu, sowohl bei den Personal Computern als auch bei der digitalen Musik“, kommentierte ein Branchenexperte die Ankündigungen.
    Schließlich stellte Jobs in San Francisco noch ein neues Einsteigermodell der „iPod“-Familie vor: Der „iPod Shuffle“ wird in zwei Varianten für 99 Euro und 149 Euro angeboten. Im vergangenen Quartal hat Apple nach Angaben von Jobs 4,5 Millionen „iPods“ verkauft, die bislang von 249 Euro an zu haben waren. Die Börsianer hatten erwartet, dass Apple im Weihnachtsgeschäft bis zu 6 Millionen „iPods“ absetzen kann. Nach der Rede von Jobs gab der Kurs der Apple-Aktien deshalb um mehr als 6 Prozent auf knapp 65 Dollar nach. Vor drei Monaten waren die Aktien allerdings noch für weniger als 40 Euro zu haben.
    Im neuen „iPod Shuffle“ steckt anders als in den bisherigen Modellen des Musikabspielgeräts keine Festplatte, sondern ein deutlich kleinerer so genannter Flash-Speicher. Außerdem hat das neue Gerät, das nur noch so groß ist wie ein Kaugummistreifen, kein Display. Im gesamten Markt der digitalen Musikabspielgeräte hat Apple nach Jobs Worten einen Anteil von 65 Prozent. Die Flash-Player aller Apple-Konkurrenten zusammen haben derzeit einen Marktanteil von 25 Prozent. Der „iPod Shuffle“ kann rund 120 Songs speichern, das größere Modell mit einem Gigabyte Speicherplatz fasst rund 240 Songs.

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    Guter Zeitpunkt

    Steve Jobs ist ein Mann mit Ideen. Er hat außerdem noch das richtige Gespür dafür, daraus Geld zu machen. Als ein Rechner für die meisten noch unerschwinglich war, warb Jobs mit dem günstigen PC für jedermann. Den bot er in einem Holzgehäuse an und landete damit einen großen Erfolg. Seine Garagenfirma Apple galt alsbald als Pionier für innovative und vor allem benutzerfreundliche Computertechnik.
    Mitte der Achtziger verkaufte Apple als einer der Ersten erfolgreich einen Computer mit grafischer Benutzeroberfläche. Und die Innovationen rissen nicht ab. Doch beim Stichwort „Apple“ fallen einem mittlerweile nicht nur gute Ideen, sondern auch das außergewöhnliche Design ein – und die hohen Preise dafür. Apple hat es sich zuletzt in einer lukrativen Marktnische gemütlich gemacht und schicke Rechner an zahlkräftige Mac-Fans verkauft, denen Viren, Dialer und anderer Internetärger fremd sind.
    Nun hat sich Steve Jobs an seine Anfänge erinnert. Den Billig-Mac soll sich jeder leisten können. Für seine Präsentation des „Mac mini“ hat er den passenden Zeitpunkt gewählt: Nach dem Erfolg mit dem Musikabspielgerät „iPod“ ist die Bereitschaft der Kunden gewachsen, auch einen Computer von Apple zu kaufen. Und da die Windows-Anwender auf die neueste Version des Microsoft-Betriebssystems noch bis 2006 warten müssen, stehen die Chancen gut, dass Jobs in diesem Jahr nicht nur ein paar Marktanteile hinzugewinnt. Er könnte sich langfristig ein großes Stück vom Massenmarkt sichern.
     
  2. Dr.Mabuse

    Dr.Mabuse Olivenölimporteur

    Immerhin haben sie mit dem guten Stück einen riesigen Medienrummel entfacht.
     
  3. Mäkki

    Mäkki New Member

    Was willst du von Mac-Anwendern (HAZ) anderes erwarten?
     
  4. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Was erwartest du in einem Mac-Forum?
     
  5. apple-byte

    apple-byte Depeche Mode Fan

    Apple macht dank „iPod“ Rekordgewinn

    Cupertino (afp). Der ungebremste Erfolg mit dem digitalen Musikabspielgerät „iPod“, aber auch die steigende Nachfrage nach Macintosh-Computern haben dem US-Konzern Apple im abgelaufenen Quartal einen Rekordgewinn beschert. Unterm Strich blieben im ersten Quartal des im Oktober angelaufenen Geschäftsjahres 295 Millionen Dollar (225 Mio. Euro) übrig. Das sei mehr als viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum, sagte Apple-Chef Steve Jobs. Und er fügte hinzu: „Wir sind begeistert, den höchsten jemals erzielten Umsatz und Nettogewinn in einem Quartal in der Geschichte von Apple bekannt zu geben.“ Der Umsatz kletterte um 74 Prozent auf 3,49 Milliarden Dollar. Die Zahl der verkauften Macintosh-Computer stieg um 26 Prozent auf 1,046 Millionen.
    Damit übertraf der Hersteller mit dem Apfel-Logo die Erwartungen der Börsianer. Die Apple-Aktie stieg zwischenzeitlich um mehr als 12 Prozent auf 73,40 Dollar.
     

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