ProTools und OS X

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von Tom2000, 15. Februar 2003.

  1. Tom2000

    Tom2000 New Member

    Hallo!
    Ich möchte Harddiskrecording betreiben und habe vor mir einen neuen PowerMAC G4 Dual 1,25 zuzulegen. Als Audiointerface soll das DIGI 001 inkl. ProTools LE 6.0 dienen. Ein Bekannter von mir meinte ich sollte noch warten, da es noch keine Erfahrungswerte über Audioproduktionen unter OSX gäbe. Oder aber ich solle mir, wenn die Möglichkeit noch besteht einen alten G4 mit OS9 besorgen.
    Nun würde ich gerne wissen, ob es Sinn macht, jetzt schon unter OS10 Musik zu produzieren, oder doch besser noch auf OS9 setzen?
     
  2. rudkowski

    rudkowski New Member

    hallo!

    aus genau diesem grund habe ich mir für die nächsten zwei jahre einen windows rechner zugelegt.

    ernsthaft produzieren mit mac os x ist nach wie vor ein problem, da die treiber für die meisten audiointerfaces zwar einigermaßen funktionieren aber immer noch im betastadium sind. ständig passieren kleinere ungereimtheiten, die zwar nicht total tragisch sind aber den kreativen workflow wieder mal kurz unterbrechen. mich lenkt so etwas einfach immer vom wesentlichen ab und das macht mich wahnsinnig.

    wenn du mit der musikproduktion geld verdienen musst ist ein mac mit os 9 oder ein windows-pc angesagt.

    wenn du mit protools arbeiten willst ist windows übrigens die schlechtere alternative. das programm zickt dort ohne ende.

    cubase sx läuft auf dem pc besser.

    für alle soundprogramme mit nativer effektberechnung gilt natürlich für die cpu: am schnellsten ist nicht schnell genug. win-pcs haben ja leistung reichlich, beim mac musst du bei der schlechten performance die high-end-geräte kaufen, und die sind leider unverschämt teuer.

    gruß martin
     
  3. artes

    artes Gast

    Hi,

    Unter OS X Harddiskrecording machen geht schon.

    Dein System läuft unter OS X:
    http://www.digidesign.com/news/hotnews/PTv6/

    Wenn Du es professionell machst, dann würde ich OS 9 empfehlen. Es geht hierbei vorwiegend um die ganzen professionellen PlugIns.

    Aber deswegen auf Windows umsteigen?

    Immerhin bekommst Du auch einen Dual 1,2 unter OS 9 zum Laufen.
     
  4. rudkowski

    rudkowski New Member

    hallo!

    os 9 ist im moment immer noch besser für audiorecording als x, das stimmt.
    das waves gold bundle gibt es zum beispiel noch gar nicht für x.

    wenn wir von professionell sprechen, dann sprechen wir aber auch von ca. 40 audiospuren, 4 verschiedenen hochwertigen hall-plugins, 15 rennaissance compressoren, unendlich vielen eqs, diversen gruppenkanälen im mischpultrouting und einer niedriegen latenz, damit verschiedene virtuelle klangerzeuger und sampler parallel laufen können.

    mit diesen anforderungen ist ein aktueller doppelproz-g4 leider schon wieder am ende. kosten tut der aber ca. 3000,. euro (mit 512mb ram und einer 120gb platte).

    mein dell hat mit der gleichen ausstattung 1600,- euro gekostet und er erfüllt die oben genannten anforderungen ohne murren - leider ist das halt so.

    im professionellen segment laufen die macs nur noch mit dem großen protools. da sitzt die rechenpower aber auf der protoolshardware, und doe kostet schnell mal 20.000 euro. den mac braucht man dann nur noch für die darstellung der arbeitsfläche...

    gruß martin

    p.s.:
    ich fahre jetzt diesen kompromiss: aufnehmen live mit dem powerbook (unter os 9 bis 16 spuren kein problem). gemastert und abgemischt wird am pc. außer der augenkrebsoptik von xp kann ich mit diesem workflow wunderbar leben.
     
  5. artes

    artes Gast

    Hi,

    >>wenn wir von professionell sprechen, dann sprechen wir aber auch von ca. 40 audiospuren, 4 verschiedenen hochwertigen hall-plugins, 15 rennaissance compressoren, unendlich vielen eqs, diversen gruppenkanälen im mischpultrouting und einer niedrigen latenz, damit verschiedene virtuelle klangerzeuger und sampler parallel laufen können.<<

    Lass mal die virtuellen Klangerzeuger weg, dann schafft das ein Apple auch. Bist wohl Keyboarder, was?

    Profis werden wohl keinen Softwarehall oder EQ"s benutzen. Mit solchen Sachen hab ich schon schwer zu kämpfen, obwohl meine klanglichen Anforderungen an das System nicht besonders hoch sind. Der Renaissance Compressor ist sehr gut, aber was man so hört, werden die Dinger im Profibereich auch nicht benutzt.

    Mit "Latenz" meinst Du die Latenz des Klangerzeugers? Die Latenz des Audioausgangs ist nämlich vom Audiomodul abhängig. Und da würde ich sowieso nicht mit Softwaremonitor arbeiten. Das mache ich als Hobbymusiker ja noch nicht mal.

    Wenn Du in ein Fremdstudio gehst (gehen würdest), würdest Du dann den dort installierten Rechner für Deine Softwaresynths verwenden? Doch eher nicht. Du würdest doch Deinen PC mitbringen, oder?

    Womit also sollte ein Profirechner ausgelastet sein? Mit den 40 Audiospuren vielleicht? Das RAID-System wird dafür sorgen, dass der Porzessor kaum belastet wird.

    Und bei welchem Song benötigt der Keyboarder 40 Audiospuren, wo doch fast alle Sounds virtuell erzeugt werden? Oder glaubst Du wirklich, dass bei den Chart-Hits ein echter Schlagzeugeer sitzt?

    Selbst ich als Rockmusiker benötige keine 40 Spuren. Ja gut, Profis nehmen das Schlagzeug mit 16 Spuren auf, aber die benutzen den Rechner nur als Tonbandgerät (s. o.). Ich täte es zumindest, wenn ich Geld hätte.

    Grüße.
     
  6. mikropu

    mikropu New Member

    Klar ist: umso schneller die cpu, umso besser.
    Klar ist aber auch daß man selbst mit einem g4 400 über 50 spuren fahren kann bei gleichzeitigem einsatz von bis zu 15 plugins. (darunter auch cpu-intensive.)

    Dazu kommt die möglichkeit zu bouncen, um wieder rechenleistung zurück zu kriegen.

    Ich hoffe daß digidesign bald die treiber für die digi001 unter osX rausgeben...

    putte
     
  7. rudkowski

    rudkowski New Member

    hallo artes!

    "Lass mal die virtuellen Klangerzeuger weg, dann schafft das ein Apple auch. Bist wohl Keyboarder, was? "

    okay, also etwas für mich wichtiges weglassen und dafür dann aber für die restleistung das doppelte zahlen!? na ja, bitte schön, wenn unbedingt ein mac neben dem mischpult stehen muss (ach so, geht ja auch wieder nicht, ist ja leider zu laut...).

    "Mit "Latenz" meinst Du die Latenz des Klangerzeugers? Die Latenz des Audioausgangs ist nämlich vom Audiomodul abhängig."

    nicht ganz: ich habe für mein powerbook die rme multiface dsp mit cardbus. diese kombination ermöglicht latenzen bis runter auf 3ms - leider nur theoretisch, denn bei allen werten unter 11ms bekomme ich leider ständig kleinere audioaussetzer.

    die latenz ist beim einsatz von virtuellen instrumenten aber leider ausschlaggebend, da der sound ja im rechner produziert wird. wenn ich am keyboard eine taste drücke möchte ich halt sofort etwas hören und nicht 11ms später.

    wie auch immer, ich verstehe diese aufregung gar nicht wegen der systemwahl. ist mein cubase sx einmal gestartet, merke ich nur noch an der enormen performance, dass ich an einem pc sitze.

    da ich mir sowieso alle zwei jahre einen neuen rechner kaufe entscheide ich jedesmal neu, je nach dem was gerade für meine zwecke sinnvoller ist.

    das war ganz früher mal atari, ab 1996 immer macs und in 2003 ein dell-xp-rechner. wenn apple in 2005 wieder etwas vernünftiges zu bieten hat bin ich gerne wieder dabei.

    gruß martin
     
  8. mikropu

    mikropu New Member

    meine erfahrung ist daß ganz besonders die audiokarte/interface für ein gutes gelingen sorge trägt. (in sachen spurenanzahl sowie auch wenn es um latenzen geht)

    Als ich damals anfing, mit der audiowerk2-karte, empfand ich meinen mac recht schnell nicht mehr als arbeitspferd.
    Weil mir die anzahl der spuren nicht mehr reichte, und weil auch die einbindung der vsti´s (latenz..) ungenügend wurde.

    Als ich mir dann aber die Digi001 kaufte waren all diese probleme weg - und trotzdem passierte alles auf dem gleichen g4 400 wie mit der Audiowerk.

    Mit Latenzen habe ich überhaupt keine schwierigkeiten seit der digi001, mit einschränkungen was die spuren angeht ebensowenig. (wenn ich mag kann ich 60 spuren nutzen..)

    Ich bin es leid wenn leute sagen "um professionelle musik zu machen braucht man mindestens blablabla" - ich glaube daran nicht.

    Ich bin ein großer liebhaber des bouncens - per bouncing kann man nämlich wunderbr so tun als hätte man einen Quadra-G5-2,835 Ghz-mac.....hrhrhr ;)

    putte
     
  9. rudkowski

    rudkowski New Member

    hallo putte!

    letztendlich liege ich da mit meiner meinung gar nicht so weit weg: man braucht halt das arbeitsgerät welches zu einem passt. und bouncen ist halt nicht so mein ding...

    da mein tibook mit 400mhz leider mehr als ausgereizt war musste halt was neues her. die momentanen angebote von apple konnten mich dabei halt nicht mehr überzeugen.

    aber wie gesagt, totgesagte leben länger, wer weiß was sich dieses und nächstes jahr bei apple tut. da ich mein tibook immer schön mit den neuesten updates versorge, sehe ich ja (wenigstens langsam...) alle neuerungen am eigenen schirm.

    gruß martin
     
  10. mikropu

    mikropu New Member

    martin :)

    ich finde deine einstellung sehr gesund, denn wenn du weißt daß dir der dell-pc bei deinen musikalischen aufgaben besser zur seite steht als ein mac ... klaro!

    ich selber würd mir gerne einen neuen mac zulegen, darf da aber aus finanziellen gründen nichtmal dran denken. hrmpf ;(

    Deshalb nutze ich was ich habe, und musik kommt dabei immer um die ecke. :)
    Das mit dem bouncen ist natürlich auch für mich eher ein notwendiges übel, aber ich bins eben gewohnt.

    Aber: Logic 6 heissa hooray!
    Ich freue mich riesieg auf die freeze-funktion und das offline-bouncen.

    boah ... wie´n kleines kind freu´ ich mich druff.

    liebe grüße
    putte
     
  11. mikropu

    mikropu New Member

    Insgesamt muss ich auch sagen daß ich mit meinem g4 400 keinerlei ausreden von wegen "kann ich nicht machen, weil mein rechner zu lahm ist" aüßern kann.

    Als ich mir den g4 damals kaufte galt er als einer der schnellsten computer, und die leute um mich herum reagierten schon mal mit einem "Echt`? nen G4?? WOW!".

    hihi... weiter gehts.

    putte
     
  12. Anindo

    Anindo New Member

    So pauschal läßt sich das doch nicht sagen. Wenn man Logic benutzen will, kommt logischer Weise nur ein Mac in Frage. Die PC-Version wird nicht weiterentwickelt und lief eh nie so gut wie die Mac-Version. Cubase SX mag auf dem PC besser laufen als auf dem Mac, aber die PlugIns verbrauchen im Schnitt viel mehr Performance als mit Logic, da PlugIns die volle Leistung brauchen, selbst wenn kein Signal an liegt, während Logic die PlugIns erst voll aktiviert kurz bevor das Signal kommt. Daher kann die CPU-Auslastung während dem Song auch sehr stark schwanken und da wo´s noch nicht brennt ist Platz für mehr.
     

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