Qualität von kopierten Audiodateien

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von diskus, 1. November 2002.

  1. diskus

    diskus Member

    Hallo miteinander,
    wer kann helfen? ich möchte qualitativ hochwertige Kopien von CD's erstellen. Das ist mir bisher nur mit Qualitätsverlusten gelungen. Brennprogramm: Toast Titanium, Benner: TEAC, Rechner: G4
    Toast meldet, daß er Audiodateien nicht direkt kopieren kann, sondern über Umweg der Extraktion auf die Festplatte. So funktioniert es auch problemlos, allerdings mit Qualitätsabstrichen.
    Gibt es einen anderen Weg der direkten Kopie?
     
  2. AndreasG

    AndreasG Active Member

    s (und übrigens auch SVCD's im CDROM-XA-Format) hingegen nicht? Das liegt genau daran, dass eine Kopie einer Audio-CD niemals 1:1 sein kann.

    Gruss
    Andreas
     
  3. diskus

    diskus Member

    Danke Andreas, habe ich Dich richtig verstanden, daß es vom Grundsatz her keine Möglichkeit gibt, Audio-Dateien exakt 1:1 zu übetragen?
    Du hast recht, Toast prüft nach dem Brennen nur Daten- aber keine Audio-Kopien, Ist mir erst jetzt bewußt geworden.
    Allerdings kann man, glaube ich, beim Brennen mit Toast die Geschwindigkeit bis auf 1-fach reduzieren. Wenn Dir noch was einfällt, bin ich Dir für weitere Tips dankbar.
     
  4. AndreasG

    AndreasG Active Member

    s mal sowas, vielleicht auch für X, ich habe bisher noch nicht danach gesucht.

    Jedes Laufwerk, egal ob CD-R oder Brenner, liest nämlich erst mal immer mit der maximal ihm möglichen Geschwindigkeit. Bei Audio-CD's wird zwar meist etwas langsamer gelesen, das hängt von der Firmware des Geräts ab, aber oft nicht langsam genug, denn das Laufwerk kann beim Lesen ja keine Fehler erkennen, weil es ja eben keine Dateien sind (die mit Prüfsummen gesichert sind), sondern Audio-Daten.

    Das CD-Laufwerk müsste hören können, was es rippt, dann würde ihm das schnelle rippen rasch vergehen ;-)

    Gruss
    Andreas
     
  5. Aschie

    Aschie New Member

    Mal ne dumme Frage: Kann man denn wirklich den Unterschied hören, wenn man eine Audio-CD brennt, wie ihr das macht bzw. wenn man sie einfach schnell "durchkopiert". Wenn ja, wie klingt das dann? Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, Bits und Bytes sind Bits und Bytes und wenn man sie kopiert, ist es immer eine 1:1-Kopie.

    Grüße
     
  6. MacfanatWork

    MacfanatWork New Member

    Hallo AndreasG,

    ich habe vorgestern einmal eine Audio CD mit Toast als Disc Copy gebrannt und es hat funktioniert. iTunes hat die CD sofort erkannt und die Track-Titel aus dem Internet geladen.

    Gruß

    Thorsten
     
  7. ughugh

    ughugh New Member

    Was zum Teufel ist Polygrafie?
     
  8. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Was man hört, sind wenig oder viele und mehr oder weniger laute Klicks und sonstige Störgeräusche.

    Auf der CD sind schon Bits und Bytes, nur sind die nicht in Form einer Datei zusammengefasst, sondern als tausende, aufeinanderfolgende Fragmente. Diese Fragmente sind zwar für sich schon CRC-geschützt (Prüfsumme), aber es können Fragmente fehlen, ohne dass der Lesevorgang abbricht.

    Ist eine Datei auf einer Daten-CD fehlerhaft, bricht das Laufwerk mit einem Lesefehler ab, die ganze Datei ist in diesem Fall unbrauchbar. Bei einer Audio-CD wird aber einfach weiter gelesen. Die nachfolgende Interpolation wird's dann meist richten.

    Die Fragmente bzw. Samples sind übrigens nicht mal in der richtigen zeitlichen Abfolge hintereinander angeordnet, sondern nach einem beschtimmte Schema wild durcheinandergemischt. Das soll verhindern, dass ein Kratzer auf der CD nicht zu viele Samples hintereinander zerstört.

    Mit dieser Methode verursacht ein einzelner Kratzer zwar an sehr vielen Stellen des Audio-Streams Störungen, die können aber durch Interpolation ausgebügelt werden und sind meistens gar nicht hörbar - oder in bestimmten Fällen eben doch, das kommt auf das Musikgehör eines jeden einzelnen an.

    Gruss
    Andreas
     
  9. AndreasG

    AndreasG Active Member

    s besser, die anderen schlechter. Eine AIFF-Datei (pro Track) kommt jedenfalls immer dabei raus, ausser die CD ist vollkommen unleserlich.

    Wie das mit den Track-Titeln funktioniert, weiss ich ehrlich gesagt nicht genau, aber in den Audio-Daten sind noch weitere Informationen eingebettet (Sub-Channels), mit denen über's Internet offenabar die Titel geholt werden können. Das habe ich bisher noch gar nie gebraucht.

    Gruss
    Andreas
     
  10. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Wie kommst Du denn auf diesen Begriff???
     
  11. diskus

    diskus Member

    Polygrafie ist ein Sammelbegriff für die wichtigsten technischen Abläufe in der grafischen Industrie. Z.B. für alle Verfahren, die zur Herstellung von Büchern oder Zeitschriften notwendig sind. Dazu gehören im wesentlichen der Satz, die Repro-Fotografie, verschiedene Druckverfahren und die Buchbinderei.
    Es gibt mehrere Studienrichtungen, die diese Verfahren lehren und z.B.mit dem Titel Ing.für Polygrafie abgeschlossen werden können.
     
  12. diskus

    diskus Member

    Der Qualitätsabfall ist nun nicht so groß, daß die Musik nicht mehr anhörbar wäre. Man merkt die Unterschiede auf guten Hifi-Anlagen aber schon. Das Klangbild kommt nicht so voll rüber und auch feine Details gehen oft verloren. Für den "Normalhörer" sind die Differenzen allerdings meist nicht von Bedeutung. Es ist halt ein Thema für Leute, die die Flöhe husten hören.

    besten Gruß
     
  13. diskus

    diskus Member

    Hi Andreas, war jetzt einige Zeit verhindert und nicht im Forum. Habe aber doch eine leichte Qualitätsverbesserung hinbekommen. Grundsätzlich ist alles gesagte richtig. Ich hab vor Extraktion der Dateien in den Voreinstellungen von i-tunes die einstellbaren Qualitätsparameter auf die höchstmögliche Qualität umgestellt. Ebenso auch die Voreinstellungen im Toast-Programm angepaßt. Dadurch sind die Datenmengen um ca.10% größer geworden. So meine ich, hat es eine
    ganz leichte Verbesserung gebracht; mehr ist halt nicht möglich. Na ja, die Musikindustrie will ja auch leben.

    Schönen Gruß Diskus
     
  14. morty

    morty New Member

    naja, ich höre zwar keine flöhe husten, aber ich habe bisher leider noch immer den Unterschied einer gebrannten CD und dem origina in Blindtest in meinem Auto hören können, also ist der Unterschied immer vorhanden, hab da ja nix besonderes eingebaut ;-)
    bei gebrannten CD am Rechner, wenn man nix manipuliert ...
    der Bass ist immer etwas trockener und er geht nicht so weich tief herunter
    der Hochtonbereich ist rauh und nervis, das was überhaupt ankommt, denn vieles was music wirklich ausmacht, das oerlen, ist fast vollkommen weg, einfach nicht vorhanden.
    Die Stimmen sind alle auf einmal tot, sie klingen leblos und nicht mehr so zum Greifen,

    Die music klingt einfach nur noch 2 dimensional und hat keine Tiefe mehr ...

    zusammenfassend ... ich mag keine Kopien vom Rechner, weil man mit den normalen mitteln, keine gute Qualität hinbekommt, mit sehr guten Equipment ist das natürlich anders, aber das kostet dann auch ein vielfaches und ist nicht nur rein, brenne, raus, fertig ...

    gruß morty

    http://homepage.mac.com/thaendel/PhotoAlbum4.html
     

Diese Seite empfehlen