Quicktime macht's möglich: Affenscharfe Bilder bei gleichbleibender Datenrate?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Eiskalte Frau, 31. Mai 2006.

  1. Hallo zusammen,

    ich habe folgende Frage:

    Weiß jemand von euch, was es im Quickttime 7.1 Pro mit den seltsamen Funktionen "Hohe Qualität", "Einzelnes Halbbild" sowie "Deinterlacing" unter dem Reiter "Filmeigenschaften einblenden -> Videospur -> Visuelle Einstellungen" (Apfel-J) auf sich hat?

    Nachdem ich mich nämlich für die "Hohe Qualität" entscheide,
    ist mein abgespieltes DV-Filmchen gleich doppelt so scharf!

    Vielen Dank im Voraus!

    Gruß,
    Eiskalte Frau
     
  2. CosmicAlien

    CosmicAlien New Member

    Hängt vom Codec ab.

    In Deinem Fall mit DV ist es so:

    Normalerweise zeigt der Rechner/Quicktime den Film nicht in voller Qualität, sprich nur die Hälfte an, denn es kostet Rechenzeit. Lieber flüssig und unscharf als scharf und sehr rucklig denkt man sich korrekt bei Apple. Nicht jeder hat einen flotten Rechner. Bzw. "früher" waren die Rechner zu langsam.

    Hohe Qualität zeigt Dir den DV Film in voller Auflösung, sprich alles.
    Deinterlacing entfernt zwar dann weiter die Kammartefakte der Halbbilder, aber leider auch wieder etwas Bild, so das Du wieder nicht alles siehst.

    Ein Computermonitor kann eben kein Interlace Material darstellen. DV ist nunmal ein Codec mit Halbbildern (= Interlace), ist für analoge TVs gedacht.


    Spiel den FIlm mal mit dem VLC ab, da kannst Du verschiedene Deinterlace Filter probieren. Je nach Rechenpower liefern die gute Ergebnisse.
     
  3. Aha, vielen Dank.

    So was in der Art hatte ich mir schon gedacht...

    Aber wo genau liegt der UNterschied zwischen "Einzelnes Halbbild" und "Deinterlacing"?

    Gruß,
    Eiskalte Frau
     
  4. CosmicAlien

    CosmicAlien New Member

    Einzelnes Halbbild zeigt Dir nur 1 der beiden Bilder (aus denen das Gesamtbild / 1 Frame zusammengesetzt ist)

    Deinterlacing baut aus beiden Halbbildern ein Gesamtbild und rechnet dabei die Artefakte raus, sprich die sichtbaren Halbbildfehler. Natürlich nur für die Wiedergabe am Monitor notwendig, ein Computermonitor stellt nur Vollbilder dar.

    Ein guter Deinterlacer zeigt also die volle Bildinformation und rechnet auf einem Monitor ein flüssiges Bild zusammen. Ist zB in jedem Projektor ein ganz wesentliches Element, auch in LCD TVs. Diese TVs haben oft Probleme mit Laufschriften, ist halt schwer.
     

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