Rätselhaftes universum

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von donald105, 7. Mai 2005.

  1. donald105

    donald105 New Member

    Eben hatte ich erneut die gelegenheit, ein erstaunliches physikalisches ereignis zu beobachten, sozusagen ein schwesterphänomen der >verschwundenen socke<.

    In eine handelsübliche waschmaschine wird eine durchschnittliche menge waschgut gefüllt, in einzelteilen. Darunter auch ein eigentlich harmloser bettbezug, dieser nicht zugeknöpft.
    Nach etwa 1 stunde lässt sich die maschine öffnen und bietet gelegenheit zur körperertüchtigung:
    Zum vorschein kommt ein kaum herauszubefördernder, unhandlicher klumpen.
    Der bettbezug hat sich sämtliche anderen teile einverleibt und die form eines presssacks o.ä. angenommen.

    Wie kann das sein? Vermisst der bettbezug sein gefiedertes innenleben? Fürchten sich handtücher in der waschmaschine?
    Ja: Lebt meine wäsche?!!!
     
  2. mymy 13

    mymy 13 New Member

    Du hast Dir schlicht und einfach ein getarntes schwarzes Loch in Form eines Betttuchs (3t's oder 2t's ?) eingefangen. Und das im Einsteinjahr!
     
  3. TOCAMAC

    TOCAMAC Alles wird gut.

    Gewaschenwerden macht hungrig.

    :)
     
  4. donald105

    donald105 New Member

    Meinst du, ich sollte mal der presse bescheid geben?
     
  5. mac-christian

    mac-christian Active Member

    Betttuch - Tuch fürs Bett
    Bettuch - Gebetstuch - Tuch zum Beten
    Bei donald105 tippe ich nicht auf die zweite Variante.
    :D
    Christian
     
  6. mymy 13

    mymy 13 New Member

    Bei Ebay anbieten! Die Paparazzi können einem den ganzen Sonntag versauen.
     
  7. donald105

    donald105 New Member

    Es kam aber ein leises murmeln aus der kammer.
     
  8. mymy 13

    mymy 13 New Member

    Spock!!!
     
  9. donald105

    donald105 New Member

    !
    Vielleicht wird der bezug berühmt, kommt nach las vegas, ich werde reich und nebenbei verkaufe ich für einen guten zweck noch mittelprächtigen bordeaux. Vielleicht auch olivenöl.
    Oder persil.
     
  10. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Zumindest wissen wir jetzt, wer sich hier mit fremden Federn schmückt. :bart:
     
  11. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Ich bestätige dieses Phänomen!

    Und jetzt kommt's!: wirfst du eben diesen Presssack in den Trockner, wird er sich exakt zur Hälfte wieder leeren und erscheint als Halbpresssack mit halb feuchtem Inhalt und halb trockenem Inhalt, was DEN Teil betrifft, der den Sack verlässt und sich im Trockner tümmelt.

    So - unnu kommst du, Ingo...äh donald!

    *flascheansetz*
    *bäuerchenmach*
    *dasperltaberwiedersag*
     
  12. graphitto

    graphitto Wanderer

    Sehr geehrte Frau donald105,

    vielen Dank für ihre Anfrage an unser Institut für angewandte Ernährungsforschung.
    Als eines der weltweit führenden Institute auf dem Gebiet der Erforschung des Ernährungsverhaltens textiler Lebensformen beschäftigen wir uns vorzugsweise mit den veränderten Fressgewohnheiten von Textilien bei plötzlichen Wechseln ihrer gewohnten Lebensumgebung.
    Eine grundlegende Erkenntnis aus unseren Forschungen lautet, das alle textilen Lebensformen ein so genanntes stofflichen Erinnerungsvermögen besitzen. Dies bedeutet, das in den Zellkernen jeder Faser die Erinnerung an ihr ursprüngliches Dasein über alle Verarbeitungsformen hinweg gespeichert bleibt und daher zu interessantesten Phänomenen führt.

    So haben wir, neben dem auch von Ihnen erwähnten Socken-Phänomen, auch die Eigenschaften der gemeinen europäischen Bettdecke, vivendis toralae, gründlich untersucht.
    In unzähligen Experimenten ist es unseren Wissenschaftlern dabei gelungen, zunächst drei verschiedene Daseinsformen der vivendis toralae zu lokalisieren.
    Diese sind im einzelnen:
    1.) linteum vivendis toralae = Leinenbettdecke
    2.) lana xylina vivendis toralae = Baumwollbettdecke
    3.) bumbycinus vivendis toralae = Seidenbettdecke.

    Allen drei genannten Lebensformen ist gemeinsam, das sie in den verschiedensten Situationen, vor allem bei plötzlichen Veränderungen ihrer gewohnten Umgebung, teilweise sehr drastisch und auf den ersten Blick unerklärlich reagieren.
    Ich darf mir hier erlauben, Sie an die erste Nacht zu erinnern, in welcher Sie ihrer Bettdecke nicht mehr nur sich selbst, sondern auch noch einen zweiten menschlichen Körper, gemeinhin Bettgenosse genannt, zugemutet haben. Die Verwicklungen und Verstrauchelungen solcher Nächte sind allgemein bekannt.

    Um nun zu Ihrer Anfrage zu kommen, so müssen wir beim Phänomen der Veränderung des Fressverhaltens beim Kontakt mit rotierendem Wasser, von uns Jonas-Phänomen genannt, die Unterschiede im stofflichen Erinnerungsvermögen der genannten drei Lebensformen der vivendis toralae berücksichtigen.

    Betrachten wir zunächst die 1. Form, die linteum vivendis toralae. Diese stammt bekanntlich vom Flachs ab, welcher für gewöhnlich ein eher kümmerlicher Dasein als niedere Pflanze führt. Dieser Umstand erklärt den völlig fehlendem Drang zu höherem und das demütige Ergeben in schicksalhafte Wandlungen. Daher äußert sich das Jonas-Phänomen bei der linteum vivendis toralae vor allem in einem unverhältnismäßig hohem Drang zur Dehnung, welcher bis zum Zerreissen der Fasern führen kann. Das von Ihnen beschriebene Phänomen zeigt diese niedere Form der vivendis toralae jedoch nicht.

    Die 2. Lebensform, die weit verbreitete lana xylina vivendis toralae, entstammt ursprünglich dem ägyptischen Wollbaum, welcher als hochwachsende Pflanze, die zu dem noch als heilig verehrt wurde, den beim linteum vivendis toralae fehlenden Drang zum Höheren sozusagen bereits mit den Wassern des Nils an seinen Wurzeln eingesogen hat. Im Zusammenhang mit dem Jonas-Phänomen führt dieser Drang dazu, sich allen umgebenden Lebensformen überlegen zu fühlen und, profan gesprochen, das Maul extrem weit aufzureissen. Jedoch fehlt dem lana xylina vivendis toralae die Dehnbarkeit höherer Lebensformen, so daß auch er bei Überbelastung zum Zerreissen neigt.

    Die 3. und höchste Lebensform der gemeinen europäischen Bettdecke, die bumbycinus vivendis toralae, ist nun ein ganz besonderes Exemplar der höher entwickelten textilen Lebensformen. Den aus seinem Ursprung heraus, dem altvorderen chinesischen Seidenspinner, ist er als einziger aus einem Tier entstanden und verfügt daher über ein viel weiter entwickeltes stoffliches Erinnerungsvermögen als die erstgenannten Formen.
    Der chinesische Seidenspinner ist nämlich nicht nur in der Lage, lange dehnbare Fäden zu ziehen, sondern neigt, wie sein Name schon sagt, zum Spinnen. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Drang zum Höheren, welcher bei ihm vorausgesetzt werden kann, zeitigt die Neigung zum Spinnen oftmals Auswüchse der kuriosesten Art. So erzählt die Historie z.B. von einem chinesischen Mandarin, welcher aus seiner religiösen Versenkung nicht mehr herausfand, weil sein seidenes Gewand sich in ekstatischer Bewegung zum Höheren befand und ihm somit sämtliche Atemwege verstopfte.

    Im Zusammenhang mit dem Jonas-Phänomen beobachten wir nun beim bumbycinus vivendis toralae nicht nur den Drang, alle umgebenden Lebensformen zu verschlingen, sondern darüber hinaus auch die vorzügliche Fähigkeit der Dehnbarkeit, welche aus seinem stofflichen Erinnerungsvermögen resultiert. Daher endet der Kampf in der Wäschetrommel erst, wenn alle niederen Lebensformen verschlungen und der bumbycinus vivendis toralae »fett wie ein Presssack« in der Trommel rumpelt.

    Ich gehe daher davon aus, das es sich bei dem in Ihrer Anfrage beschriebenen Bettzeug um den bumbycinus vivendis toralae handelt, da nur dieser die von Ihnen beschriebenen Eigenschaften vollwertig besitzt.

    In der Hoffnung, Ihre Anfrage mit allem wissenschaftlichen Ernst behandelt zu haben verbleibe ich

    hochachtungsvoll

    Ihr Prof. Dr. tex. graphitto
     
  13. mymy 13

    mymy 13 New Member

    Dafür hast du glatt den Nobelpreis (Biologie) oder den Pulitzerpreis, vielleicht aber auch den Bambi oder den Oscar für die beste literarische Vorlage im Original, verdient. Ach, such dir eins aus, du hast es geschafft!

    Mit Respekt verneige ich mich...



    :klimper:
     
  14. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Bettbezüge leben! (So wie OSX)

    Wenn du nicht aufpaßt, fressen sie dich nachts von den Füßen her auf. Deshalb schlafe ich nie alleine und nur mit angezogenen Haxen.

    Das wußten schon vor uns schon unsere Vorfahren und andere Völker. Die haben nämlich ihre Toten bisweilen in Hockstellung begraben, damit der Tote nicht aufgefressen wird. Dann ist der alte Bettbezug einfach weitergezogen. Deshalb findet man auch heute noch in Hockstellung begrabene Tote.

    Schlafsäcke sind übrigens speziell gezüchtete Bezüge, denen man den Appetit auf Menschen abgewöhnt hat.

    Und Matratzen muß man heutzutage auch nicht mehr gründlich abtöten, bevor man sich auf sie legt.
     
  15. maiden

    maiden Lever duat us slav

    P.S. ich bin nicht betrunken.
     
  16. maiden

    maiden Lever duat us slav

    das ist nur der Fatalismus der mich bisweilen beschleicht, wenn ich mit dem Tiger kämpfe. Der frißt mich auch auf. Da kann ich die Haxen anziehen wie ich will.
     
  17. donald105

    donald105 New Member


    schade. chance vertan zum weiterführenden experiment; pressack bereits manuell entleert.
     
  18. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ...aber das interessiert wahrscheinlich wieder kein Schwein.
     
  19. mymy 13

    mymy 13 New Member

    ...und jetzt nagt auch noch das Selbstmiteid an Dir...:D
     
  20. maiden

    maiden Lever duat us slav

    auch noch auf meiner Seele rumtrampeln, wie?
    Ich werf mich meinem Bettbezug zum Fraß vor
     

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