Raster???

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von resedit, 28. Juli 2004.

  1. resedit

    resedit Alles ist gut!

    Hi Volks,

    lese gerade ein Buch über Druck, nur komme ich mit einem Begriff nicht so ganz zurecht.

    Raster

    Soweit ich jetzt mitbekommen habe ist ein Raster ca. das selbe wie dpi aber nur pro cm?
    Ist das richtig oder bin ich da völlig auf dem Holzweg?

    Gruß
    resedit
     
  2. turik

    turik New Member

    Ein Raster ist sattschwarze Farbe mit Löchern zum Zwecke der Darstellung von Grau.
    Die Grösse und Anzahl der Löcher bestimmt den Grauwert.
    Mehr und Genaueres sagen dir Gutenbergs Söhne hier im Gelände.

    :D
     
  3. christiane

    christiane Active Member

  4. resedit

    resedit Alles ist gut!

    Vielen Dank für den Link:

    Raster sind Glasplatten oder Folien mit regelmäßig angeordneten Linien, die dazu dienen, die Tonwerte einer Vorlage in einzelne Elemente, in kleine Punkte zu zerlegen - in Rasterpunkte. Die flächigen Farbbereiche des Originals werden über ein fotografisches Verfahren in kleine Punkte zerlegt, die dann drucken. Nach der geometrischen Form der Elemente als Raster unterscheidet man u.a. Kreuzraster, Linienraster und Kornraster. Je nach Anzahl der Rasterlinien pro Zentimeter teilt man in grobe und feine Raster ein. Letztere benötigen entsprechend glattes Kunstdruckpapier beim Drucken

    ---> würde dann bedeuten, dass die im Printdokument (z. B. qxd) enthaltenen Grafiken in der enthaltenen Auflösung in Rasterpunkte umgewandelt werden (1:1; 150 dpi entspräche 150 Rasterpunkte pro 2,54 cm) Diese Rasterpunkte pro Farbauszug (Cyan, Magenta, Yellow und Key) werden auf die Folie die letztendlich im Druck zu tragen kommt überspielt?
     
  5. christiane

    christiane Active Member

    Also: Dein Quark-Dokument wird über ein RIP (Raster Image Prozessor) geschickt, der die Daten aufrastert. D.h. die Software berechnet die einzelnen Auszüge und gibt ihnen eine eigene Rasterwinkelung. Die werden dann belichtet und du bekommst pro Farbe (cyan, magenta, gelb und schwarz + Sonderfarben) einen Auszug, Film. Pro Film gibt es eine Druckplatte, die dann übereinander gedruckt werden. Und jetzt kommen die Rasterwinkelungen ins Spiel. Durch die unterschiedlichen Rasterwinkelungen werden die Rasterpunkte nicht direkt aufeinandergedruckt sondern leicht versetzt. Und da die Farbe eine lasierende ist, addieren sich die Farben und ergeben ein Bild. Wenn du mit einer Lupe auf ein Druck guckst, siehst du das Raster und die Winkelungen.

    Ich hoffe, ich habe es einigermaßen gut erklärt.
     
  6. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    nicht ganz, aber fast. die "folien" sind druckfilme die wiederum auf druckplatten übertragen werden. der raster, der dort verwendet wird, ist abhängig von dem papier, auf dem gedruckt wird. zeitungspapier ist sehr saugfähig und erträgt drum nur sehr weit auseinanderliegende rasterpunkte (weil sonst die farbe der einzelnen punkte ineinanderfliessen würde und hässliche schwarze flecken hinterlassen würde), benötigt also eine grobe auflösung auf dem druckfilm (oder "litho"). höchstens 54 punkte pro cm. bei sehr feinem, gestrichenem hochglanzpapier zerfliesst die farbe nicht, drum kann man dort einen feineren raster nehmen.

    das heisst also: die datei im computer wird beim ausbelichten nochmal umgerechnet, nicht 1:1 übertragen.
     
  7. christiane

    christiane Active Member

    @ P.I.T.: bessere Antwort! :klimper:

    Ich wollte wieder mein ganzes Fachwissen einbringen und habe die Frage überinterpretiert.
     
  8. resedit

    resedit Alles ist gut!

    Also würde es auch keinen Sinn machen, eine Zeitungsanzeige in 300 dpi anzulegen, da sie maximal in (54er Raster * 2,54) 137dpi gedruckt werden kann ohne zu verschwimmen...?
     
  9. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ich liebe solche Rasterfahndungen!

    :party:
     
  10. christiane

    christiane Active Member

    stimmt schon. Wenn es wirklich nur auf Zeitungs(klo)papier gedruckt wird, dann ja. Ich würde 150 dpi nehmen. Klingt schöner :D
     
  11. resedit

    resedit Alles ist gut!

    Und wie würde ich rausbekommen welches RIP für bestimmte Papiersorten herangezogen wird. Genauer, wieviele Rasterpunkte für das jeweilige Papier maximal verwendet werden (können)?
    Bestimmt das der Drucker(Person) in seiner Druckerei, oder der Drucker (Hardware) je nach Papier?

    Wir wollen doch für jede Anforderung das optimale Ergebnis erzielnen aber dennnoch die geringstnötige Auflösung verwenden :D
     
  12. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    genau. allerdings ist es ja oft so, dass man von einem sujet ja immer verschiedene anwendungen braucht (anzeigen, inserate, postkarte, plakat). von dem her ist es nicht falsch, das bild in 300 dpi zu belassen. runterrechnen kann man immer. aber wenn du das bild auf 150 dpi abgesichert hast und es dann plötzlich doch für eine hochglanzbroschüre brauchst, hast du ein problem. und letztlich geht es ja nur um ein paar MB mehr...
     
  13. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    das würd ich getrost dem drucker (der person) überlassen, er ist da fachmann und weiss am besten, was für papiersorten er verwendet.
     
  14. resedit

    resedit Alles ist gut!

    Hier spricht man auch davon, Bilder in doppelt so hoher Auflösung wie die Rasterpunkte sind zu verwenden.

    Bei einem 60er Raster wären das also ca. 305 dpi...

    Was macht das für einen Sinn? Wären das nicht verschenkte Bildpunkte und es würde genügen (60 *2,54) 153 dpi zu verwenden?

    P. S. Nicht wundern wenn ich hier weng rumquengel und blöde Fragen stelle, aber ich hab heute meinen Lerntag;)
     
  15. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    ähm, ich steh grad selber auf der leitung... 300 dpi entspricht 118 dots per cm... man bräuchte tatsächlich viel weniger...
    :verwirrtfresse:
    macci wo bist du?
     
  16. resedit

    resedit Alles ist gut!

    Macci?

    Ich denk der ist hier:

    http://www.ardeche-guide.com/index_de.asp
     
  17. resedit

    resedit Alles ist gut!

    Ich versuchs nochmal zu erklären was ich meine:

    Nehmen wir an ich möchte etwas in einem 60er Raster drucken. In bezug auf das verwendete Raster das 60 Rasterpunkte pro cm entspricht würde ich laut meiner Umrechnung auf Inch auf insgesamt ca. 150 dpi (oder Rasterpunkte pro Inch) kommen. Hier im Buch empfiehlt der Autor zu den errechneten 150 dpi noch einen Qualitätsfaktor von 2 aufzurechnen.

    Meine Frage ist nun wozu dieser Qualitätsfaktor. Wenn ich ein 60er Raster verwende erhalte ich doch in meinem Endprodukt doch eh nur eine Auflösung von 150 dpi, die restilichen Bildpunkte werden doch quasi verschenkt...
     
  18. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    ja , deine frage hatte ich schon verstanden. ich weiss leider die antwort dazu auch nicht (drum sagte ich, dass ich auf dem schlauch stehe)... vielleicht jemand anderes?
     
  19. donald105

    donald105 New Member

    von so einem qualitätsfaktor von 2 hab ich auch noch nie was gehört.
    Im 60er raster werden 60 pünktchen im square gedruckt. Wer weiß? Da tummeln sich ja immer ein paar am rand und werden auf der linie sozusagen „durchgeschnitten". und dann sind's am ende nur 58... Ich kann's mir nicht erklären, und dir auch nicht... verschenkt werden aber keine pünktchen, sie stehen nur etwas dichter oder weiter - je nachdem.
     
  20. donald105

    donald105 New Member

    Ha! Vielleicht ist es das? Habe gerade mit nem Lithografen telefoniert wegen was, und der sprach:
    kennt er auch nicht, außer
    im freehand gibt es eine einstellung, die quality level 2 heißt und bestmögliche rastergenauigkeit verspricht.

    lernst du gerade freehand?
     

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