Regress wegen des Streiks/Präzendenzfall?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von maximilian, 3. März 2006.

  1. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    So, jetzt bin ich auchmal richtig sauer. :kotz:

    Grade teilt uns unser Kinderhort mit, dass sie auch nächste Woche wieder streiken, das heisst für mich als kleiner Selbständiger, dass ich schon wieder ein paar Tage keine Einnahmen haben werde. Weil ich aber trotzdem Rechnungen zu zahlen habe, muss ich mir meine entgangenen Tagessätze jetzt von irgendwoher einklagen, fürchte ich.

    Welche Klage ist wohl am aussichtsreichsten:

    Gegen der Stadt, die den Hort betreibt (die aber irgendwie nix dafür kann und auch kein Geld hat)? (Die Betreuungskosten für die ausgefallenen und noch ausgefallenen Tage, immerhin 20 Euro am Tag, werde ich auf jeden Fall einbehalten)

    Gegen die einzelnen Erzieher? (Ob die das überhaupt zahlen können? Ausserdem muss ich da drei oder vier Klagen führen)

    Oder Gegen ver.di? Die sind eigentlich an allem Schuld und hätten es am ehesten verdient, ausserdem haben sie genug Geld. Ob sowas schonmal jemand erfolgreich durchgezogen hat? Lust hätte ich ja schon, das mal zu probieren, sind vielleicht Anwälte hier, die sich einen Namen machen wollen?

    Ciao, Maximilian

    PS: Was mich angeht, hat verdi jedenfalls erfolgreich die Einführung 40-Stunden-Woche verhindert ...
     
  2. macknife

    macknife Member

    Soweit ich weiß, sind Streiks gerade dazu da, dass jeder, auch du, etwas davon mitbekommst, u.a. dadurch, dass du Einschränkungen hinnehmen musst, entweder durch Verdienstausfall, oder durch erhöhte finanzielle Belastung weil du einen Babysitter organisieren musst. In vielen Klauseln (Konzerttickets, Beförderungsbestimmungen etc.) wird Streik auch oft in einem Atemzug mit höherer Gewalt genannt.

    In einer Gesellschaft, in der Arbeitnehmer noch eine gewisse Restmitbestimmung haben, muss der einzelne die Auswirkungen von Streik wohl hinnehmen, ansonsten wäre ein solcher wohl ziemlich witzlos.

    MtK
     
  3. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Keine Chance zu klagen! Das ist sogenannte Höhere Gewalt, gegen Du Dich auch nicht versichern kannst. Ist wie ein Naturereignis und kommt in unseren Breiten auch recht selten vor.
     
  4. Zerwi

    Zerwi Wiederhergestellt

    Kann Dich verstehen, Maximilian. Am besten noch die 30-Stunden zum doppelten Lohne erstreiken. Hilft dem Standort D bestimmt.
     
  5. maiden

    maiden Lever duat us slav

    vergiß es. Streik ist kein Klagegrund. Wie schon erwähnt, wird das als höhere Gewalt ausgelegt. Und wenn man die Sache mal weniger eindimensional betrachtet, kommt man ganz schnell zu der Erkenntnis, daß Streik für einen Arbeitnehmer das oft letzte Mittel ist, Forderungen durchzusetzen oder einmal Erreichtes zu verteidigen. Wenn man hier Klagen zuließe, nähme man Arbeitnehmervertretungen diese Möglichkeit und sie könnten gleich einpacken. Verklag die Stadt, wenn du willst. Der Streik wäre vermeidbar gewesen. So kann man es nämlich auch sehen.
     
  6. maiden

    maiden Lever duat us slav

    seit der Euroeinführung sind alleine im Bereich Lebensmittel die Preise um ca. 40 Prozent gestiegen. Wo ist das Geld? Keine Ahnung. Erzeuger bekommen jedenfalls immer weniger. Zwischen Erzeuger und Verbraucher sitzt also jemand, der die Kohle einsackt. Verbraucher haben durch die Preistreibereien von Industrie und Handel immer weniger Geld in der Tasche und halten sich beim Konsum immer mehr zurück. Die Steuerbelastung für hohe Einkommen wurde verringert. Reichen macht man Steuergeschenke. Deutsche Unternehmen machen Gewinne wie nie zuvor. Gleichzeitig wird von Arbeitnehmern immer mehr abverlangt: Arbeitszeitverlängerung, Lohnkürzung, Lohnverzicht, Verzicht auf Sonderleistungen usw usw. Bei gleichzeitig enormen Gewinnen werden immer mehr Menschen entlassen. Arbeitslose sind aber keine guten Konsumenten und ich frage mich, an wen deutsche Unternehmen etwas verkaufen wollen, wenn sie gleichzeitig die Leute rausschmeißen. Die Belastungen für die deutschen Haushalte sind in den vergangenen Jahren durch Euro und Preissteigerungen extrem angestiegen. Die Preistreibereien der Energieversorger reißen hier wahrscheinlich das größte Loch. Gleichzeitig fahren ausgerechnet diese Unternehmen höchste Gewinne ein. Da ist es nur verständlich, wenn den Leuten irgendwann der Kragen platzt und am Ende ein Streik steht um die Einkommensituation zu verbessern, einmal Erreichtes zu erhalten oder wieder mehr konsumieren zu können. Das größte Gift für den Standort D ist nämlich der mangelnde Konsum. Wer aber nix in der Tasche hat, kann nicht gut konsumieren.

    Außerdem halte ich es für schädlich für den Standort D, wenn deutsche Konzerne sich ums Steuerzahlen drücken und um den Aktienkurs in die Höhe zu treiben, Leute rausschmeißen. Ein Herr Ackermann mag stolz darauf sein weil der Wert des Unternehmens unter seiner Führung gestiegen ist. Daß von 6000 gefeuerten Mitarbeitern aber mindestens 4000 an die Tür des Arbeitsamtes klopfen, juckt nicht weiter. Ist ja nicht mehr sein Problem, oder das derjenigen, die die dicken Geldkoffer nach hause tragen, weil sie bei Abschluß ihres Vertrages sich Millionenabfindungen haben hineinschreiben lassen.
     
  7. Holloid

    Holloid New Member

    glaub nicht immer das, was uns einige leute erzählen wollen..Es geht nur nebenher um die 18 Minuten...Konkrettes beispiel:Ich mittlerer Angestellte in der Uni,Arbeite ständig über 38,5 h...obwohl ich keine Überstunden machen darf,und somit nicht mehr geld verdiene und kein anrecht auf "Freistunden" habe.Wenn die 40 Std eingeführt werden wird bei uns mit grosser Wahrscheinlichkeit ein halbe stelle gestrichen(geht in rente) tja und jetzt soll ich mit 18 Minuten pro Tag diese stelle auffangen??(Ich bin die einzige Vollzeitstelle)Blödsinn...Diese 18 Minuten sind so willkürlich und sinnlos..
    und es geht weiter...Dadurch das wir ein ziemlich sichern Arbeitsplatz haben wurde auf einige dinge verzichtet...
    Aufstiegschancen in Beruf :gibt es nicht ,eine Gehaltsstufe erreicht,essig mit weiterkommen,da ist es auch egal ob du dich weiterbildest oder nicht,ob du überdurchschnittliche Leistung erbringst oder nicht..völlig egal
    Ich bin jetzt 38 und werde keine Gehaltserhöhung mehr bekommen.
    Es gibt fast ausschlieslich nur noch Zeitverträge über zwei Jahre...und nach 5 Jahren kannste gehen,weil du nicht mehr beschäftigt werden darfst(egal wie gut du bist)
    Seit 7 Jahren wird (wenn überhaupt) nur noch die Inflationsrate durch Lohnerhöhung erreicht,und dies Erhöhung musste man sich teuer erkaufen(wegfall eines Freien tages,alterszuschlag)
    Weihnachts sowie Urlaubsgeld stehen auch auf denn Spiel...
    Aber wir sind nur dejenigen die immer mehr haben wollen...ja,ne ist schon klar...
    um zum Standort Deutschland...was ist Arbeit wert,was ist die Arbeit vom öffentlichen Dienst wert...
    Der Streik ist in meinen Augen gerechfertigt.Aber wenn die 18 Minuten so unbedeutent sind warum lencken die Länder denn nicht ein???
    Ich bin aber kein Gewerkschaftsmitglied..und mir tun alle leute leid die darunter zu leiden haben...aber was kann ein Arbeitnehmer sonst machen??
     
  8. Marks.

    Marks. New Member

    .... jede/r mag selber prüfen, ob sie/er freiwillig 1,5 Stunden oder 3,8 % länger zusätzlich arbeiten will für immer weniger Gegenleistung. NOZ sei Dank weiß jetzt jede/r OsnabrückerIn, dass die städtischen Müllwerker ggü. ihren Kollegen beim privaten Müllabholdienst finanziell z.T. deutlich benachteiligt sind und ohnehin schon 1 Stunde mehr arbeiten pro Woche. Warum jetzt also noch 1,5 Stunden dazukommen sollen, weiß nur unser Minipräsident allein...
    In unserer Firma war letztes Jahr auch Nullrunde angesagt trotz Preiserhöhungen allenthalben (z.B. zweimal Preiserhöhungen im ÖPNV, teurere Preise bei vielen Lebensmitteln usw.) - die Mietnebenkosten wurden 30 €/Monat teurer, davon allein 10 wegen gestiegener Gemeindeabgaben (Grundsteuer), der Krankenkassenbeitrag hat sich für Arbeitnehmer erhöht usw.usf.

    Klar, ich wäre auch sauer, wenn die Betreuung ausfällt (wobei man in OS glücklich sein kann, wenn man einen Platz in einer Kita erhält, die Wartelisten sind extrem groß).

    Also 'ran an den Hörer und beim zuständigen Ministerpräsidenten deines Bundeslandes angerufen und dich beschwert. Vielleicht lässt der dann ja mal Vernunft walten...
     
  9. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ich war noch Lehrling, als mit großem Brimborium die 40-Stunden-Woche eingeführt wurde. Das war vor mehr als 40 Jahren. Und jetzt sollen wieder mehr als 40 Stunden gearbeitet werden und dies auch noch ohne Lohnausgleich? Irgendwie nicht einsehbar, vor allem wenn man sieht, wie sich die Manager in den letzten 10 Jahren bedienten.

    Da krich ich so’n Hals.
     
  10. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Nachdem ich das angefangen habe, muss ich mich doch auch wieder einmischen...

    Ich finde es auch zum Kotzen und von Grund auf falsch, dass die Menschen, die noch Arbeit haben, mehr arbeiten sollen, bzw. dass die wenige Arbeit, die überhaupt noch da ist, von immer weniger Menschen getan werden soll.

    Der einzige Ausweg besteht darin, dass alle weniger arbeiten, allerdings mit deutlichen Einbussen beim Einkommen. Anders geht es nicht. Punkt.

    Denn so, wie es heute gehandhabt wird - sowohl von den Gewerkschaften, die ausschliesslich das Wohl ihrer Mitglieder im Auge haben, und denen alle anderen (Arbeitslose, Rentner, Selbständige, ...) inzwischen sowas von dermassen egal sind (bzw. im Gegenteil: Bei meinem Hauptauftraggeber bekämpfen Betriebsrat und Gewerkschaften inzwischen Freelancer wie mich, weil wir angeblich Arbeitsplätze vernichten, dabei sind es unsere vergeichsweise niedrigen Kosten, wegen denen die Firma überhaupt noch konkurrenzfähige Angebote machen kann, um ihre fest Angestellten weiterhin mit jährlich steigendem Einkommen bei Laune zu halten ... mein Stundensatz hat sich in den letzten 7 Jahren stetig reduziert, mit der inzwischen offen ausgesprochenen Drohung: "Wie können den Auftrag ja auch offshore vergebeben!), als auch von den Arbeitgebern, die entweder nur noch kurzfristige Reditesteigerungen im Sinn haben, oder ums nackte Überleben kämpfen; jedenfalls so, wie es derzeit läuft, endet die Sache demnächst an der Betonmauer. Oder im Klassenkampf.
    Die Kluft, zwischen denen, die noch Arbeit haben (mit Tarifvertrag und allem drum und dran), und den übrigen wird täglich größer. Wir steuern zügig auf Amerikanische Verhältnisse zu mit protzigen Innenstädten und Elite-Ausblidung für die einen, und ausufernden Slums drumrum für alle Übrigen, deren Kreditkartenantrag abgelehnt wird.

    Und die 18 Minuten, um die gerade gestritten wird, schaffen/erhalten keinen einzigen Arbeitsplatz. Die Michmädchenrechnung, nach der sounsoviele öffentliche Angestellte in Deutschland, multipliziert mit 18 Minuten, in Summe soundsoviele Mannjahre für Neueinstellungen ergeben, ist einfach weltfremd. Es gibt keine 18-Minuten-Mitarbeiter zum Stopfen der Lücken. Damit in unserem Kinderhort zu den vier bestehenden Arbeitspläzen ein neuer geschaffen werden kann, müssen die vier Erzieherinne und Erzieher nicht 18 Minuten mehr oder weniger pro Tag weniger arbeiten, sondern jede und jeder von ihnen einen ganzen Tag pro Woche weniger. Und nur noch 80 Prozent von dem verdienen, was sie jetzt bekommen.
    Frewillig auf etwas verzichten! Will natürlich keiner. Und die Gewerkschaften von allen am wenigsten.

    Ciao, Maximilian

    Achso, nochwas: Wer den Eindruck hat, zu viel arbeiten zu müssen und zu wenig dafür zu bekommen, der soll mal darüber nachdenken: Wieviele Meschen haben wie viele Stunden für das Hemd arbieten müssen, das ich trage? (Vom Baumwollbauern über den Baumwollpfücker (in Afrika machen sie das von Hand!), den Weber, die Schneider, Näher, Verpacker, Transporteure, Händler...) Und wieviele Stunden habe ich arbeiten müssen, um dieses Hemd zu kaufen? Wenn das Verhältnis der beiden Stundenzahlen nicht bald (< 1 Generation) deutlich in Richtung 1:1 wandert, dann wird uns der ganze Laden ohnehin bald um die Ohren fliegen.
     
  11. calvano

    calvano Mit alles

    Danke! Du sprichst mir aus der Seele!!! *3xunterschreib*
     
  12. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Also, nichts wie zurück zur Leibeigenschaft.
     
  13. Holloid

    Holloid New Member

    "Achso, nochwas: Wer den Eindruck hat, zu viel arbeiten zu müssen und zu wenig dafür zu bekommen, der soll mal darüber nachdenken: Wieviele Meschen haben wie viele Stunden für das Hemd arbieten müssen, das ich trage? (Vom Baumwollbauern über den Baumwollpfücker (in Afrika machen sie das von Hand!), den Weber, die Schneider, Näher, Verpacker, Transporteure, Händler...) Und wieviele Stunden habe ich arbeiten müssen, um dieses Hemd zu kaufen? Wenn das Verhältnis der beiden Stundenzahlen nicht bald (< 1 Generation) deutlich in Richtung 1:1 wandert, dann wird uns der ganze Laden ohnehin bald um die Ohren fliegen."

    Ohne zweifel hast du recht...
    Aber ich muss mit den Realitäten hier in Deutschland zurechtkommen..
    Miete zahlen,zwei Kinder gross kriegen...das kostet....
     
  14. druckpilz

    druckpilz New Member

    hab mir mal die mühe gemacht und meinen arbeitsvertrag rausgesucht.

    da steht wirklich 40h drin. soll ich jetzt heulen oder lachen ?

    :confused:


    :eek:)
     
  15. donald105

    donald105 New Member

    Ich hatte ja auch mal verträge, in denen arbeitszeiten angegeben waren.
    Einigermaßen verlässlich an den zahlen war daran der arbeitsbeginn um 9.
    Aber wir waren häufig eher an bord, auch manchmal später, wenn es abends im büro spät geworden war.
    Selbstverständlich haben wir bis nach 17:30 auf lieferanten gewartet, auch um 17:29 noch anrufe angenommen oder briefe nach feierabend eingeworfen oder irgendwo was abgeholt. War der wagenpark ausgebucht, fuhr man selbstverständlich mit dem privatwagen irgendwohin.

    -
    Mit ist es passiert, dass ein kunde, eine ehemalige behörde, nun privatisiert und >dienstleister<, furchtbaren druck gemacht hat, etwas an einem freitag zu bekommen. Ich hab meinerseits lieferanten gescheucht, bis spät daran gearbeitet und am bewussten freitag gegen 12 angerufen, dass ich nun den kurier lossschicken würde.
    Da war es plötzlich nicht mehr dringend, denn es HÄTTE SEIN KÖNNEN, dass der bote nicht vor halb eins angekommen wäre, sondern eventuell um 12:32 - vielleicht sogar erst 20 vor!!!!
    Die können mir mit ihren tarifen und ihrer minutenfeilscherei gestohlen bleiben.
    Es sollte jeder seine sache so gut machen wie er kann und dafür ordentlich bezahlt werden. Solche typen, die um punkt feierabend den griffel fallen lassen, ohne sinn und verstand, will ich als kollegen auch gar nicht haben.
     
  16. druckpilz

    druckpilz New Member

    hatte gerade ne baustelle für die stadt.

    seit dem hab ich jeden respekt vor den schnarchtassen verloren...

    kein geld ausgeben wollen/können dafür aber mords terminvorgaben machen aber wenn du eine entscheidung brauchst und am besten noch am freitag nach 12:00 dann stehst du im regen. und wenn du im sinne des projektes dann selbst entscheidest bist du im nachhinein der arsch.

    alles abzocker, verbrechermethoden wie die privaten und flexibel wie ne bunkermauer.

    und das alles geballt in 38,5 stunden. oder noch weniger ?
     
  17. pewe2000

    pewe2000 New Member

    @donald

    Klar, finde ich die Kollegen nicht toll, die Punkt Feierabend die Kelle oder was auch immer fallen lassen. Das andere Extrem ist aber, daß von Arbeitgebern in erpresserischer Art und Weise verlangt wird, zu jeder Zeit Überstunden ohne Bezahlung zu machen (siehe entsprechenden Sofa-Thread zu diesem Thema). Und das gibt es heutzutage immer häufiger.

    Die 38,5- oder 35-Stunden-Woche wurde letztlich mit Lohnzurückhaltung erkämpft. Statt mehr Geld gab es weniger Minuten zu arbeiten. Die Mehr-Arbeitsplätze, die man sich davon erhoffte, kamen kaum zustande, weil der arbeitsplatzvernichtende Fortschritt in Form von Automati- und Computerisierung immer schneller drehte.

    Nun wird die Arbeitszeit wieder saftig angehoben, das aber ohne Lohnausgleich. Ich habe vor 11 Jahren bei einem Scientologen gearbeitet, der damals schon versuchte, dies alles vorwegzunehmen. Der wollte mir einen Vertrag aufdrücken, in dem stand, daß bis zu 20 Überstunden im Monat nicht bezahlt werden und für die Überstunden über 20 hinaus, es keine Bezahlung oder Freizeitausgleich gibt. Ich habe ihn gefragt, ob er mich verarschen will und daß ich einen solch erpresserischen Vertrag nicht unterschreiben werde. Von da an herrschte Krieg. Man darf sich nicht alles gefallen lassen, sonst wird die Habgier solcher Arschlöcher immer größer. Es ist leider so, daß die Sklavenhalter-Mentalität noch nicht ausgerottet ist.
     
  18. maiden

    maiden Lever duat us slav

    ich hab nix dagegen, so viel zu verdienen, wie ein Baumwollpflücker, wenn sich auch die Lebenshaltungskosten entsprechend reduzieren.
    Immer mehr Menschen arbeitslos machen und sich dann beklagen, daß der Konsum stagniert, das paßt nicht zusammen. Und dann kommt so ein klugscheißendes Oberarschloch wie der Chefvolkswirt der Deutschen Bank daher und meint, ältere Arbeitnehmer müßten weniger verdienen, weil die schließlich nicht mehr so gut gucken, hören oder sich konzentrieren könnten. Natürlich gilt das nur für Berufe wo auch Muskelkraft gebraucht wird. Die Sesselpupser Chefvolkswirte dürfen ihre Bezüge weiter steigern, da kommt es schließlich auf andere Qualitäten an. Schlau schlau, der Krawattenheini. Solche Typen sollte man mit einem Riesenarschtritt aus Deutschland davonjagen. Sie schaden dem Standort D mehr als jeder einzelne Arbeitslose, denn seit X Jahren labern diese Schlauschwätzer der Politik ins Gewissen und geben Richtungen vor. Und es wird nix besser sondern eher schlechter. Diese Labersäcke haben an der derzeitigen Misere erheblichen Anteil.
     

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