Rennstrecke München < > Lindau A96

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von vulkanos, 23. Juli 2012.

  1. vulkanos

    vulkanos New Member

    Ein Phenomen, was mir gerade am Wochenende, im Sommer und vor allem abends immer wieder auffällt - die A96 wird zur Raserstrecke. Es wird nicht nur geheizt auf Teufel komm raus, sondern Sicherheitsabstände dürften für diese Voll-Idioten ein Fremdwort sein.

    Klobige SUVs, hässliche Porsche, unförmige BMWs, langweilige Mercedes und dann all die Möchtegern-Mitraser in ihren Cola-Dosen - und jede Nation beteiligt sich an dieser vollkommen sinnlosen Spritverschwendung. Und selbst die ansonstigen eher umsichtigen Eidgenossen machen da hemmungslos mit.

    Da schoss z.B. ein Wagen aus Ungarn gerade mal cm-weit von meinem linken hinteren Kotflügel vorbei, ohne dass ich den Überholvorgang bei entspannten 110 km/h abgeschlossen habe. In diesem Moment habe ich ihm einen Unfall mit Totalschaden-und Todesfolge gewünscht - ohne dabei allerdings andere Verkehrsteilnehmer in Mitleidenschaft zu ziehen.

    2011 ist die Zahl der Verkehrstoten wieder gestiegen. Vielleicht sollte man mit den Wünschen etwas vorsichtiger umgehen ...:confused:
     
  2. batrat

    batrat Wolpertinger

    Freie Fahrt für freie Bürger :augenring: Ich fahre die Strecke selber öfters. Seit die A99 Westumgehung fertig ist, hat der Verkehr auf der A96 stark zugenommen. Eigentlich ist ja der Großteil geschwindigkeitsbeschränkt.
     
  3. John L.

    John L. Active Member

    Hallo vulkanos,

    sei mir nicht böse, aber wenn ich ein paar von Deinen Statements lesen, krieg ich nen leichten Hals. Ich gehör übrigens zu den von Dir angesprochenen BMW Fahrern, allerdings nicht im X6 sondern in nem M3. Egal, ich fahr auch recht zügig und ich kanns auch auf den Tod nicht haben wenn mir jemand bis auf 20 cm auffährt, da geb ich dir absolut Recht..! Ich bin sicher kein Drängler und die Lichthupe brauch ich eigentlich nie...aber wenn jemamnd meint, er kann mit 120 km/h auf der linken Spur rumgurken (obwohl rechts frei ist) nur weil da die Straße schöner ist, dann ist Ende mit meinem Verständnis..!

    Aber wenn ich dann "Überholvorgang mit entspannten 110 km/h" lese...gehörst Du auch zu denen, die schon 2 Kilometer vor nem LKW mit 110 auf die linke Spur ziehen, scheissegal, ob von hinten einer kommt, der schneller ist..? Nach dem Motto "Mir doch scheissegal, soll er halt bremsen..!" Ich hoffe nicht...
    Ich bin mir auch sicher, dass eine ganze Menge Unfälle durch genau solches Verhalten verursacht werden, LKWs und Busse sind da auch ganz heiße Kandidaten..!

    So, das musste jetzt mal gesagt werden...jetzt darfst Du mich in der Luft zerreissen..! ;-)

    Jm2C,
    John L.
     
  4. maclin

    maclin New Member

    Das werde ich nie verstehen. Rasen und kein Abstand halten. Erstaunlich, wie wenig passiert.
     
  5. maclin

    maclin New Member

    Wenn ich mal fahre, sind mir am liebsten die, die gediegen fahren können. Haben zwar ein flotteres Gefährt. Brauchen aber keinen Beweis dessen. Ruhe ausstrahlend, selbstbewusst. Sympathisches Understatment.
    Voran man die erkennt? Am Abstand.
     
  6. vulkanos

    vulkanos New Member

    Offene und ehrliche Kritik ist mir immer willkommen. Und auch bin ich kein Schleicher auf der Überholspur, die für mich nur Überholspur ist.
    Nur sehe ich nicht ein, warum ich meinen Überholvorgang beschleunigen soll, nur weil da ein gehirmamputierter Egomane meint, freie Fahrt haben zu müssen bzw. angeschossen kommt. Und da fängt meine Verkehrserziehung an. Einmal habe ich einen solchen Deppen genußvoll ausgebremst, indem ich genauso schnell fuhr wie den zu überholenden LKW. Du kannst dir vorstellen, wie der Typ hinter mir tobte. War ich wieder auf der rechten Spur, musste sich dieses Arschloch an mir rächen, indem er seine Dreckschleuder direkt vor meine Kiste setzte.

    Kannst du dich an den Mercedes-Testfahrer erinnern, der mit seiner Raserei eine Mutter und ihr Kind in den Tod trieb? Aufgrund meiner mehr als 1 Mio. unfallfrei gefahrenen Kilometer sage ich dir, von diesen Typen gibt es mehr, als du dir vorstellen kannst. Ich habe nicht nur drastische Unfälle auf Autobahn und Landstraßen erlebt, sondern auch zwei tödliche von Motorradfahrern. Der Grund war immer derselbe: Raserei und Überschätztung des eigenen Könnens.

    Rechtzeitiges Abdrosseln der Geschwindigkeit bzw. Bremsen scheint wohl auch aus der Mode gekommen zu sein. Einfach drauf los halten, der andere wird schon reagieren. Im Stadtverkehr ist dieses Verhalten besonders gut zu beobachten. War rücksichtsloses Gebahren im Straßenverkehr vormals Männerdomäne, holen die Mädels, die reiferen wie die weniger reiferen Jahrgänge, spürbar auf.

    Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen kann ich deutschen AutofahrerInnen im allgemeinen kein Attest für besonders umsichtigen Umgang mit ihrem fahrbaren Untersatz ausstellen. Zu viele geben ihr Gehirn ab, wenn sie sich hinter das Steuer setzen. Und der Mann meiner kürzlich verstorbenen Cousine, Rechtsanwalt seines Zeichens, posaunte mit dem Brustton der Überzeugung in die Welt hinaus, er würde sein Auto (Mercedes) stets ausfahren. Jetzt sitzt er im Rollstuhl und muss eine private Pflegehilfe finanzieren.
     
  7. batrat

    batrat Wolpertinger

    Das mit der "Verkehrserziehung" solltest du lassen ! Das ist Nötigung.
     
  8. vulkanos

    vulkanos New Member


    Und was ist mit 20 cm Abstand vom Vorderwagen? Ist das etwa keine Nötigung? Und die ist wesentlich gefährlicher als so eine motorisierte Matschbacke kurzweilig auszubremsen. :biggrin:
     
  9. maclin

    maclin New Member

    Der räumliche Abstand ergibt sich aus der gefahrenen Geschwindigkeit.
    Ist der Abstand zu gering zu der gefahrenen Geschwindigkeit, gibt es vorweg fahrende Zeitgenossen, die meinen, die Geschwindigkeit an den Abstand anpassen zu müssen.
    Steht das so auch in der Gesetzgebung? Ist der Vordermann bei einem Auffahrunfall mitschuldig?
    Ist das wirklich Nötigung / Verkehrserziehung oder Besorgnis über die Einhaltung des Abstandes?
     
  10. maximilian

    maximilian Active Member

    Die Welt könnte so einfach sein. Ein 120er Tempolimit wie in der Schweiz (und anderen ähnlich zivilisierten Ländern), keine großen Relativgeschwindigkeiten mehr, kein Grund mehr zum gegenseitigen Drängeln und Erziehen. Schwach motorisierte und sparsame Autos hätten endlich eine Chance auf dem Markt, sogar Elektroautos könnten sich auf die Autobahn trauen. Die Automobilindustrie könnte die komplette Autoflotte auf den Strassen innerhalb weniger Jahre erneuern, ganz ohne Abwrackprämie und andere staatlichen Hilfen. Der Benzin- und Erdölbedarf könnte innerhalb von ein paar Jahren gedrittelt werden, die Ölscheichs könnten uns den Buckel runterrutschen, die Aussenhandelsbilanz würde noch besser werden, wir könnten die Griechischen Schulden aus der Portokasse zahlen und müssten nicht den rechtschaffenen Häuslesbauern ihren Notgroschen aus der Tasche ziehen. Aber ich hör schon wieder auf zu träumen.

    Meine Lösung des Problems besteht darin, die Autobahn komplett zu meiden. Dieses Jahr bin ich bisher vielleicht Sechs oder Sieben Tausend Kilometer gefahren, davon keine hundert auf der Autobahn (im Stadtverkehr noch weniger). Dauert auf den ersten Blick etwas länger, ist aber völlig kalkulierbar (auf einer Zwei-Stunden-Strecke fahre ich immer die vom Routenplaner berechnete Zeit +/-5 Minuten) und meistens doch schneller, da ohne Stau.
     
  11. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Wer eine Autoindustrie wie Deutschland hat, braucht ein sehr großes Gelände zum Ein- und Ausfahren der PS-Boliden.
    Diesen Service bietet Deutschland nicht nur deutschen Käufern.

    :teufel:
     

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