Rente mit 67 ist Mist

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 28. August 2012.

  1. batrat

    batrat Wolpertinger

  2. maclin

    maclin New Member

    Wie erreiche ich ein Ziel, welches unbeliebt ist?
    Man suggeriere Beliebtheit für das Ziel.

    Wobei, es soll Menschen geben, die tatsächlich bis zum Umfallen...
     
  3. maximilian

    maximilian Active Member

    Ich weiss gar nicht, warum da überhaupt gedeutet werden muss, man kann die Betroffenen doch einfach fragen. Eine repräsentative Umfrage unter den arbeitenden Senioren und wir kennen die Gründe.

    Meine persönliche nichtrepräsentative Beobachtung im Familien-, Bekannten- und Kollegenkreis (Luftfahrt, IT, Forschung&Lehre) zeigt mir jedenfalls, dass sie es aus Freude an ihrer Arbeit und ihren Aufgaben tun. Wenn es dafür noch ein bisschen Geld gibt, schön, aber ehrenamtlich würden sie es auch tun. Alles besser als daheim vor der Glotze sitzen und warten, bis man eines Tages nicht mehr aufstehen kann.
     
  4. batrat

    batrat Wolpertinger

    Das Thema ist ideologisch verseucht. Freiwillig und ohne Not arbeitende Rentner sind manchen ein Dorn im Auge. Die Tatsache zu verleugnen, dass einige das Geld schlicht zum Überleben brauchen, ist Dummheit auf der anderen Seite der Ideologieskala.
     
  5. maximilian

    maximilian Active Member

    So ist es leider. Und deshalb können auch Pauschallösungen wie „Rente mit x“ nie wirklich funktionieren. In einer idealen Welt sind die Renten hoch genug, dass niemand nebenher arbeiten _muß_ und es gibt andererseits genug Arbeit, dass jeder welche findet, der arbeiten _will_, unabhängig vom Alter. Diese ideale Welt gibt es angeblich. Sie heisst Paradies. Manche wollen sie auf Erden verwirlichen. Heraus kommen dabei Sachen wie „Rente mit 55“ so wie in Griechenland oder Italien. Auf Kosten der Rentner in anderen Ländern, die mit 68 noch arbeiten müssen...
     
  6. maclin

    maclin New Member

    Ich sehe schon. Die bisherigen Aussagen sind natürlich vollkommen frei von einer Ideologie.
     
  7. maximilian

    maximilian Active Member

    Ideologiefreiheit gibt es leider ebensowenig wie Religionsfreiheit (im Sinne von „frei von Religionen“ oder „ohne Religionen“). Im Paradies dann eben.
     
  8. maclin

    maclin New Member

  9. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Es kommt halt auch darauf an, welchen Beruf man ausübt. Ein Fliesenleger, Maurer oder Dachdecker sieht das wahrscheinlich anders als eine Sekretärin, ein Makler oder ein Architekt. Ich wäre auch vorsichtig mit dem Pauschalurteil "aus Freude". Man muss dann auf jeden Fall schauen, wie hoch die Renten- bzw. Pensionsbezüge sind. Wenn der Lebensabend angenehm gesichert ist, tue ich's gerne aus Freude und auch ehrenamtlich. Wenn die Rente hinten und vorne nicht reicht, muss ich halt, egal ob's Spaß macht und dann freue ich mich über jeden Euro, der zusätzlich reinkommt.
     
  10. maclin

    maclin New Member

    Ich befürchte auch, dass man bei dieser Diskussion sehr schnell in die Falle von INSM und Bertelsmann-Stiftung gelangen kann.
    Neoliberales Geschwätz, dass man von ernst gemeinten Argumenten, auf Grund von Totschlagsargumente, kaum trennen kann.
     
  11. maximilian

    maximilian Active Member

    Ich will jetzt mal nicht von den absoluten Notfällen sprechen, bei denen es ohne zusätzliche Arbeit kein Dach über dem Kopf und auch nichts zu essen gäbe.
    Bei den anderen, denen die Rente „vorne und hinten nicht reicht“, ist es häufig (nach meiner Anschauung zumindest) der Unwille oder die Unfähigkeit, den bisherigen Lebensstandard an das reduzierte Einkommen anzupassen. Was muss der Architekt seinen Range-Rover als Pensionär weiter fahren, wenn er gar keine schlammigen Baustellen mehr besucht? Warum der Makler oder Banker seinen Porsche, wenn es doch niemanden mehr zu beeindrucken gilt? Würden die zu einem Kleinwagen wechslen, hätten sie jeden Monat drei- oder vierhundert Euro mehr und „müssten“ nicht jede Woche einen Tag ins Büro gehen. Nur so als Beispiel. Meine Schwiegermutter hat dreissig Jahre lang eine Wohnung leerstehen lassen, weil sie irgendwannmal schlechte Erfahrungen mit Mietern gemacht hat. Geheizt, Reparaturen machen lassen, Grundsteuer usw. bezahlt. Aber immer geklagt, dass die Rente nicht reicht. Hätte sie nebenher arbeiten können, hätte sie das bestimmt getan, um sich die leere Zweitwohnung besser leisten zu können...
     
  12. batrat

    batrat Wolpertinger

    Die Menschen werden immer älter. Vielleicht haben viele auch keine Lust 20 und mehr Jahre "nichts" zu tun ? Vielleicht haben sie sogar Angst vor dem "Nichtstun" ? Glaubt man Wissenschaftlern, soll das "Nichtstun" sogar den geistigen Verfall beschleunigen oder gar auslösen .
    Immer weniger sind Großeltern, die Beschäftigung mit den Enkeln als Aufgabe ist also nicht da.

    Schlimm finde ich die Vorwürfe, die "gierigen" Alten würden den Jungen die Jobs wegschnappen.
     
  13. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    [​IMG]

    Angst vor Altersarmut: „Die meisten Rentner arbeiten aus schierer Not“...

    Mehr Senioren in Minijobs: Angst vor Altersarmut: „Die meisten Rentner arbeiten aus schierer Not“. Der „wohlverdiente Ruhestand“ wird mehr und mehr zum zweiten Erwerbsleben. Die Zahl der arbeitenden Rentner steigt rasant. Doch was treibt die Senioren zurück an die Schippe? FOCUS Online hat eine gefragt, die es wissen muss: die Chefin des Sozialverbandes VdK....
    Mehr Senioren in Minijobs: Angst vor Altersarmut: „Die meisten Rentner arbeiten aus schierer Not“​

    - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/alters...ner-arbeiten-aus-schierer-not_aid_808040.html
     
  14. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Und gerade Letzteres wird in Zukunft im Land der prekären Arbeitsverhältnisse überhand nehmen.

    Arbeit, Arbeit immerdar,
    von der Wiege bis zur Bahr.

    :cry:
     
  15. McDil

    McDil Gast

    Dafür können die "Eliten"
    sich mit Luxus überbieten.
    Rürup, Schröder und der Riester
    sind zum Beispiel solche Biester.
     
  16. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Schön gereimt! Und vor allem der Schröder, der sich vom Pseudosozi zum Vasallen des lupenreinen Demokraten gewandelt hat - ich habe den Verdacht, dass sein heimliches Herz schon immer rechts und neoliberal schlug. Trug er nicht schon immer gerne italienische Designeranzüge?
     
  17. McDil

    McDil Gast

    Der Totengräber der SPD. Dieser Mann – gewählt als "schöner Gerd" von blöden Leuten – hat die SPD samt ihren "Eliten" so weit herunter gewirtschaftet, dass sie heute keine Daseinsberechtigung mehr hat.

    Ein "großartiges Lebenswerk", vollbracht in nicht mal 10 Jahren! Etwas Besseres als dieser - - - - hätte den Konservativen nicht passieren können!
     
  18. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Diese alte, traditionsbewusste Partei aus ihrem Tal wieder herauszuführen, schaffen auch nicht die Diadochen. Jedenfalls nicht die, die sich zur Zeit als ihre Exponenten gerieren.
    Und ich sehe keinen Nachwuchs, der diese ahistorischen D …. n mal wegfegt.
     
  19. McDil

    McDil Gast

    Woher soll er denn kommen? Heute zählt doch nur, schnell Kasse machen und abtauchen, bevor der Schwindel auffliegt. Man nennt das, glaube ich, Pragmatismus.
     
  20. maclin

    maclin New Member

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