Rückgaberecht?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Bernd das Brot, 2. Dezember 2003.

  1. Bernd das Brot

    Bernd das Brot New Member

    Kennt sich jemand aus mit dem Rückgaberecht?
    Ich habe vor zwei Wochen einen eMac 1Ghz Superdrive bei meinem Händler vor Ort gekauft (kein Onlinekauf).

    Das Gerät hat Mängel, mit denen ich mich nicht arangieren kann.

    Die Monitorröhre ist absolut mindere Qualität, der Monitor blizt ca. alle 10 Minute einmal auf, und wenn ich etwas lauter Musik höre, dann flackert es auf dem Bildschirm.

    Ich war gestrn bei meinem Händler, er will den rechner nicht zurücknehmen, sondern eine Platine austauschen.

    Ich habe mich hier im Forum schon voher informiert, und das Problem mit dem flackern, haben ander auch.
    Scheint ein Fertigungsfehler zu sein.

    Mein händler hat mir angeboten, mir ext. Aktivboxen (absolut häßliche Dinger) zu schenken.
    Ich habe gesagt das will ich nicht.

    Nun soll der Rechner erst eimal repariert werden.

    Muß ich mich darauf einlassen?

    Ich habe meinem Händler angeboten, ein anderes, sogar teures Gerät (z.B. iMac 17Zoll) zu nehmen.
     
  2. frisco68

    frisco68 New Member

    das wort rückgabeRECHT ist an sich schon falsch.
    es besteht an sich kein RECHT. ist immer von der kullanz des händlers/herstellers abhängig!
     
  3. schnitzel.de

    schnitzel.de New Member

    Der Händler kann nachbessern (reparieren). Allerdings bist Du natürlich nicht gezwungen, irgendwelche Aktivboxen quasi als Ersatz zu akzeptieren.

    Wenn das Ding auch nach mehrmaliger Reparatur noch flackert, dann muss der Händler unter Umständen ein Neugerät rausrücken.

    Ansonsten schau mal in die Garantiebedingungen, da steht vielleicht noch mehr drin.
     
  4. Borbarad

    Borbarad New Member

    Ja!

    Das Rückgaberecht, was du meinst, gibts nur beim onlinekauf.

    1) MonitorProblem. Tja hier haste keine andere Wahl. Muss repariert werden

    2) Flimmern wegen Musik. Ist normal. Das liegt daran, dass die internen Lautprecher vibrationen erzeugen.

    B
     
  5. schnitzel.de

    schnitzel.de New Member

    naja: ich meine das stimmt nicht mehr (und mein posting oben ist daher auch nicht völlig up to date): Der Käufer kann Nacherfüllung verlangen (§ 439 BGB). Und zwar nach Wahl des Käufers Beseitigung des Mangels oder Lieferung einer mangelfreien Sache. Gilt natürlich nur in Deutschland.

    Kucke hier: http://www.pnn.de/archiv/2002/01/04/ak-wi-ve-5510718.html

    Das Kaufrecht ist seit einiger Zeit neu geregelt. Und die Position der Käufer wurde da ziemlich gestärkt

    Also: Ohne hier eine Rechtsberatung vornehmen zu wollen würde ich dem Verkäufer eine Frist setzen, den § 439 BGB unter die Nase halten und im Zweifel eínen Anwalt nehmen.

    naja: ich meine, auch der Verkäufer oder ein Dritter (Versicherung o. ä.)kann eine Garantie abgeben (gibts ja von verschiedenen Anbietern). kommt also darauf an, ob der verkäufer das gemacht hat. daher: Erstmal den Papierkram checken.
     
  6. Duc916

    Duc916 New Member

    Also irgendwie verstehe ich das Problem nicht.
    Es wurde ein Gerät gekauft, daß offensichtlich einen Fehler hat.
    Der Händler hat angeboten es zu reparieren.
    Was soll er bitte anderes machen?
    Wenn er den eMac zurücknimmt kann er das nur auf eigene Kosten.
    Dann kann er ihn zwar Reparieren lassen und nochmal verkaufen, aber nicht mehr als Neuware und mit einem deutlichen Preisabschlag.
    Er würde also Verlust machen, und wer will das schon.
    Ein Recht auf Wandlung besteht nur nach mehrmaligen erfolglosen Reparatur Versuchen.
    Und auch dann nur wenn es sich um einen erheblichen Mangel handelt.
     
  7. schnitzel.de

    schnitzel.de New Member

    Die Frage im Eingangsposting war:

    Und nach deutschen Kaufrecht lautet die Antwort:

    Nein.
    Wenn die Kaufsache einen Sachmangel hat, gibt es einen Rechtsanspruch des Käufers auf Nacherfüllung. Nacherfüllung meint Nachbesserung ODER Nachlieferung. Der Käufer kann zwischen Nachlieferung und Nachbesserung wählen und die Kosten trägt sogar der Verkäufer.

    Das ist die (deutsche) Rechtslage seit dem 1.1.2002. Um auch akiem zu überzeugen hier ein Link:
    Und wenn der Mac (Verbrauchsgüterkauf) noch kein halbes Jahr alt ist gibt es sogar eine gesetzliche Vermutung dafür, dass der Mangel schon bei Übergabe vorhanden war. Laut Eingangsposting wurde der Mac vor 2 Wochen gekauft, also gilt hier die Vermutung zugunsten des Käufers. Verjährung der Gewährleistungsansprüche: 2 Jahre.

    Garantie und Rücktritt lasse ich mal weg sonst wirds zu komplex. Nur, akiem, vielen Dank für den gut gemeinten Ratschlag in Deinem freundlichen Posting:

    Aber bist Du Dir da sicher? Ich sehe das etwas anders, spielt hier aber keine Rolle, wenn der Verkäufer keine Garantieerklärung abgegeben hat.

    @ BdB: Viel Spass mit Deinem Verkäufer. Vielleicht checkt er ja, dass ein zufriedener Kunde mehr Wert ist als ein verlorener.
     

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