Scans entrastern – Wie?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Semmelberg, 11. September 2006.

  1. Semmelberg

    Semmelberg New Member

    Hi @ all!

    Beim Scannen von Vorlagen die schon mal gedruckt wurden kommt es ja zu diversen unerwünschten Moiree-Effekten. Wie bzw. mit welchen Einstellungen bearbeitet ihr gescannte Bilder nach um diese zu reduzieren?

    Ich scanne bislang immer in deutlich zu hoher Auflösung, lass dann in Photoshop ein paar Filter wie Kratzer entfernen drüberlaufen und rechne das Bild anschließend kleiner.

    Macht das Sinn so oder gibt's bessere Möglichkeiten (SilverFast SE)?
     
  2. azzzum

    azzzum New Member

    meines wissens gibts es bei silverfast im scandialog die option zum entrastern. sitz gerade leider nicht davor und auswendig weiss ich nicht, wo du diese option wählen kannst.
     
  3. Semmelberg

    Semmelberg New Member

    ich schätze mal dass das meine version nicht kann da ich nichts gefunden habe. aber abgesehen davon hat mich mal interessiert wie das andere so machen. evtl. gibt's ja mehrere möglichkeiten...
     
  4. Semmelberg

    Semmelberg New Member

    Ein ehemaliger Berufschullehrer meinte beispielsweise dass es Sinn machen würde den Bild-Modus vorübergehend in den Lab-Farbbereich umzuwandeln, dort dann nur den LAB-Helligkeits-Kanal stärker mit dem Weichzeichner zu bearbeiten als die anderen beiden Kanäle und dann das Bild im Anschluss wieder in RGB umzuwandeln...
     
  5. juenger_gutenberg

    juenger_gutenberg Active Member

    Hallo Semmelberg,

    ich arbeite beim Scannen immer mit dem Filter "Entrasterung" (siehe Screenshot) und bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Ich habe allerdings eine AI-Version und kann Dir nicht sagen, ob es diese Funktion auch in Se gibt. Deine zuerst beschriebene Methode ist allerdings auch nicht verkehrt. Umständlich zwar, aber effektiv. Du kannst es auch mal mit dem Gaußschen Weichzeichner probieren. Ist vielleicht einfacher.

    Viele Grüße aus AB
    J_G
     

    Anhänge:

  6. kolben

    kolben New Member

    gibts auch bei der version se

    lg
    kolben
     
  7. Giacomo Seingalt

    Giacomo Seingalt New Member

    Die besten Erfahrungen habe ich mit dem folgenden Verfahren gemacht:

    1. Bild in doppelter Auflösung oder in doppelter Größe einscannen, als es später benötigt wird.
    2. Mit Gaußschem Weichzeichner weichzeichnen. Die Pixelgröße so einstellen, daß das Raster soeben verschwindet. Diesen Wert merken. Idealerweise liegt er zwischen 1-2. Größer als 2 sollte er keinesfalls werden.
    3. Dann das Bild auf die halbe Größe herunterrechnen (= die Endgröße, die es haben soll).
    4. Evt. noch vorhandene Raster mit "Störungen entfernen" killen.
    5. Nun das Bild mittels "Unscharf maskieren" wieder scharf rechnen.
    Einstellungen: Stärke: 100%, Schwellenwert: 0, Radius: Die Pixelgröße aus 2.

    Im Allgemeinen funktioniert dieses Verfahren sehr gut. Scheitert es, dann liegt das meistens daran, daß das Raster zu grob oder die Skalierung zu hoch ist. Man kann dann einfach nichts mehr machen. Mehr Information hat das Bild eben nicht.
     
  8. juenger_gutenberg

    juenger_gutenberg Active Member

    Habe das gerade mal angewandt. Das ist eine tolle Lösung. Einfach, schnell und das Ergebnis ist einwandfrei :nicken:
    Stell das doch mal ins How To!
     
  9. dirkkuepper

    dirkkuepper New Member

    Vom Prinzip her ja: Jedoch sollte man auch berücksichtigen: Was ist ein Raster und warum ist das da? Aus der Erfahrung ist es sinnvoller das schon beim Scanvorgang mit entsprechender Software zu "entrastern"
    Es gibt viele Wege das über PS zu machen. Ist aber nur ein Notbehelf. Denn fehler addieren sich und sind später im Druckprozess hin und wieder da!
     
  10. friedrich

    friedrich New Member

    Das Entrastern in PS ist nichts anderes als das Entrastern in Silverfast: erst kommt der Scan, dann der Entrasterungsfilter (das eher mittelmäßig geeignete "Störungen entfernen"; man sieht sogar die gleichen wabenartigen Filter-Artefakte).

    Nur ist der Filter in SF nicht für jedes Bild optimiert - ist insofern schlechter, aber einfacher.

    Wer also bessere Ergebnisse will, bastelt in PS herum, bis es stimmt. Und zwar genau so, wie Giacomo es beschreibt.
    Der Vorteil bei dem Verfahren ist, daß man den Grad der Weichzeichnung sehr präzise auf den optimalen Wert stellen kann. Das schafft ein automatsicher Filter einfach nicht.
     

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