schabernack mit steuernummer?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von goaconmactor, 14. Oktober 2004.

  1. goaconmactor

    goaconmactor New Member

    hallo zusammen.

    neulich hat mir das finanzamt mitgeteilt, dass ich ab sofort eine neue steuernummer zu benutzen hätte. ok. mach ich. der finanzamt-typi sagte mir dann noch, ich solle am besten die steurer-id benutzen, die wäre nämlich sichererer!!!

    SICHERER???

    auf meine frage, was man denn mit der steuernummer denn so für schabernack veranstalten könnte, wurde er sehr zurückhaltend und wollte nicht damit herausrücken. und ob ich den kein tv schauen oder zeitungen lesen würde. da würd dann alles drinstehen.

    meine steuerberaterin ist momentan im urlaub, und jeden, den ich bisher gefragt habe, konnte mir keine antwort geben.

    es ist mir auch wirklcih völlig unklar, was man damit machen kann. auch meine kontonummer darf doch gerne jeder haben ... mehr als geld darauf zu überweisen geht nicht.

    also: wenns da geld zum verdienen gibt, dann möcht ichs gerne wissen. oder birgt das steuernummer-angeben auf rechnungen wirklich so imense gefahren? wär wichtig für mich - ich mach das schon n paar jahre so.
     
  2. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Einige Sachbearbeiter nehmen`s mit ihren Vorschriften nicht ganz so genau und geben bei Anrufen gegen Nennung der Steuernummer auch schon mal die eine oder andere Auskunft zum Steuerfall.

    Die Gefahr besteht also darin, dass so ein Dritter mit deiner Steuernummer irgendwelche Dinge über deine betrieblichen/steuerlichen Angelegenheiten erfahren kann, die ihn eben nichts angehen.

    Dieser Gefahr kannst du aus dem Weg gehen, indem du auf deinen Rechnungen statt der Steuernummer die UStID-Nr. abdruckst.

    Wenn du noch keine hast, kannst du sie formlos - einfacher Brief ohne Begründung genügt - beantragen, auch wenn du nur im Inland Geschäfte machst.
     
  3. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Hier noch die Adresse, wo die UStID vergeben wird:


    Bundesamt für Finanzen
    Industriestraße 6
    66740 Saarlouis
    Telefon 06831-456-444
    Telefax 06831-456-120
    E-Mail poststelle-zu@bff.bund.de
    Internet www.bff.bund.de

    (Steuer-Nummer und Betriebs-Anschrift angeben)
     
  4. goaconmactor

    goaconmactor New Member

    na, das hätt er mir doch auch sagen können.

    ok. ich werd umsteigen.
     
  5. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Wer gibt schon gerne die Sicherheitslücken im eigenen System zu.

    Äh, goaconmactor ... verrätst du mir deine Steuernummer? :klimper: :cool:
     
  6. goaconmactor

    goaconmactor New Member

    da gibts nichts zu holen.
    aber bitte: 77665/30455

    (ob die wohl stimmt? finds heraus)
     
  7. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member


    Sekunde ...
     
  8. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Glatte Fälschung!

    Es sei denn, du residierst in der Ecke Bernkastel-Wittlich. :cool:
     
  9. teson

    teson New Member

    Hallo,

    mit bekanntem Kontoinhaber und Kontonummer kann Dir erstmal jeder ziemlich einfach das Konto abräumen. Vom Konto einer Bekannten hat mal ihr -insolventer- Arbeitgeber, statt ihr das fällige Gehalt zu überweisen, einfach einen nicht unerheblichen Betrag auf sein Konto eingezogen. Auch wenn Du´s rechtzeitig merkts, heisst das nicht, dass Du die Kohle automatisch zurückbekommst. Ist das Schuldnerkonto dann nähmlich schon leer, musst Du Dich in die Reihe der Gläubiger einreihen und da stehen die vorne, denen am meisten zusteht...
    Ähnlich verhält es sich mit bekannter Steuernummer. Da seit einigen Jahren auf jeder Rechung die Steuernummer aufgeführt sein muss, können böswillige Zeitgenossen damit beim Finanzamt gefakte Rechnungen einreichen und damit schön Ihre Umsatzsteuererklärung und Einnahme-/Überschussrechnung frisieren. Auch dazu hab´ich ´ne nette Geschichte: Der Lebengefährtin meines Chefs flatterte Anfang des Jahres ein Brief des Finanzamtes mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehnung wegen Nichtangabe von Einkünften ins Haus, sie möge sich bitte zu diesem Vorgang äußern. Die Nachfrage ergab, das sie angeblich bei einem Telefonsexdienst :embar: als freie Mitarbeiterin tätig war und einen Eurobetrag im hohen fünfstelligen Bereich verdient haben sollte...das Verfahren läuft übrigens noch. Gott-sei-Dank konnte sie ihre Unschuld einfach beweisen, da sie mehrheitlich in Spanien arbeitet und nur wenige Wochenende im Jahr zu Hause ist.

    Gruss, teson
     

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