Schlieren auf Negativscans

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von CChristian, 15. Mai 2002.

  1. CChristian

    CChristian New Member

    Hallo,
    habe einen Agfa Snapscan e50, der über eine Durchlichteinheit im Deckel verfügt, mit dem man Dias und Negative scannen kann.

    Leider stellen sich bei Negativscans immer wieder Schlieren ein (vergleichbar mit Ölschlieren in Wasserpfützen). Liegt das an der Entwicklung der Negative (alte Lösungen oder Wasserbad), an der Software (Scanwise 2.0) oder am Nichtprofi-Durchlichtscanner?

    Und natürlich: wie kann ichs beheben?

    Gruß
    CChristian

    PS: Beispiel => http://people.freenet.de/der_homepageordner/schlieren.jpg
     
  2. MacJoerg

    MacJoerg New Member

    Das sind keine Schlieren, sondern Newton-Ringe.
    Wenn das Negativ(oder Dia)beim scannen die obere
    oder untere Glasflaeche beruert kommt es zu diesem Effekt.
    Bastel Dir zwei Pappmasken zwischen die Du das Negativ
    legst. dann sollte es weg sein.
    Bin da selbst schon mal bei 9x12 Dia's fast verzweifelt.

    Gruss
     
  3. GigaSven

    GigaSven Anhalter

    Hallo CChristian!
    Bei dem von Dir geschilderten Problem handelt es sich um sogenannte Newtonringe, die immer dann entstehen, wenn die Vorlage auf einem Glasträger nicht plan und luftdicht aufgelegt ist.
    Dabei werden die emittierten Lichtstrahlen durch Luftblasen gebrochen und es entsteht der Regenbogeneffekt.
    Ich gehe davon aus, daß Du die beim e50 mitgelieferte Glasplatte zum Scannen benutzt und die Vorlage rauflegst oder mit Tesa festklebst. Die beste Lösung, Newtonringe zu vermeiden ist die Verwendung von Scanfluid oder speziellem Öl. Du mußt die Vorlage sozusagen in Öl legen, eine Transparente Folie drauflegen, das Öl sehr sorgfältig zum Rand hin abrakeln (Ölblasen dürfen nicht sein!)und dann die Folie auf der Glasplatte festkleben. Danach sollten die SSchlieren nicht mehr auftreten.
    Gruß und viel Erfolg
    Giga
     
  4. MacJoerg

    MacJoerg New Member

    Da war mal wieder einer schneller :)
    Die Loesung funktioniert natuerlich auch,
    ist allerdings veryglitschiundsabber.

    Gruss
     
  5. CChristian

    CChristian New Member

    Danke Euch Beiden!
    Es war wirklich so, dass durch statische Aufladung das Negativ nach dem Scannen immer am Glas der Durchlicheinheit des Deckels geklebt hat. Vermute mal, dass sich der Effekt dadurch verstärkt hat, oder?

    Zu der mitgelieferten Schablone:
    bei mir waren das zwei Kunststoffschablonen, die sich schon nach wenigen Wochen derart verbogen hatten (zwei nicht voll verklebte Kunststoffflächen), dass ich mir tatsächlich Schablonen aus Pappe geschnitten hab! Elend das...
    @macjoerg: Ich glaube, Du meintest 2 Pappschablonen mit Negativ dazwischen?

    Ich glaub, die Saubabbapfui-Variante werd ich erst mal nicht ausprobieren. Klingt recht umständlich, oder? Und wie kriege ich die Negative wieder folgenlos sauber?

    Gruß
    CChristian

    PS: Weiss nicht mehr, wers eben geschrieben und wieder gelöscht hat:
    ist kein Barockengel, sondern eine 220er Mercedeslimousine, Baujahr 1951-54.
    http://people.freenet.de/der_homepageordner/220-W187.jpg
     
  6. MacJoerg

    MacJoerg New Member

    Stimmt, zwei Masken. Die duerfen auch ein bisschen dicker sein
    da die Scanner einen relativ grossen Schaerfentiefen-Bereich haben
    (natuerlich keine 5cm, aber ein paar mm sind's schon).
    Nach einem "feuchten" Scann werden die Negative gewaessert und getrocknet.

    Gruss
     
  7. GigaSven

    GigaSven Anhalter

    Tja, wer Profi sein will, muß leiden...;-D
    Aber im Ernst: Ist wirklich ne Sauarbeit. Du bist echt am rumplanschen und alles ist glitschig. Aber die Scans werden wirklich perfekt! Ich benutze auch einen Agfa-Scanner, den DuoScan T2500, der hat 6 Schablonen aus Hartplastik mitgeliefert, in die nahezu jede Vorlage passt. Diese Ölnummer konnte ich bisher immer vermeiden.
    Giga
     
  8. CChristian

    CChristian New Member

  9. Florian

    Florian New Member

    Ich war das mit dem Barockengel; Fehler bemerkt und (peinlich, peinlich) schnell wieder gelöscht.
    Aber es bleibt halt nichts unbemerkt . . .

    Danke für die Aufklärung,
    Florian
     
  10. CChristian

    CChristian New Member

    Ach Quark. Nix peinlich! ;-)
     
  11. Tambo

    Tambo New Member

  12. 2112

    2112 Raucher

    Immerhin denkt noch jemand an mich !

    Gruß 212 :) :) :)
     
  13. Affenfett

    Affenfett New Member

    Hallo Christian,
    ohweh, welch leidiges Problem zum Haareraufen, habe es folgendermassen umgangen:
    Für die älteren Dia-Scanner von Microtek und Polaroid gab es Kunststoffschien in die man einen Negativstreifen mit 6 Bildern
    einlegen konnte: aufgeklappt - reingelegt und justiert (sich rollende
    Streifen werden auch gebändigt - und ab auf das Scannerglas, ist
    eine enorme Zeitersparnis und eine saubere Lösung.
    Vielleicht gibt es dieses Teil noch im Zubehörhandel der entsprechenden
    Hersteller.
    Schöne Grüße
    Uwe.
     
  14. friedrich

    friedrich New Member

    Heidelberg/Linotype-Hell hat seine Scanner mit Metallrahmen für Dias/Negative ausgeliefert, die verbiegen bestimmt nicht so schnell - vielleicht bekommst Du noch welche, die haben ja die Low-End-Scanner rausgeworfen aus dem Programm, aber im Fachhandel gibts bestimmt noch die Rahmen...
     
  15. Tambo

    Tambo New Member

    das waren die umax-scanrahmen, die von heidelberg vertrieben wurden....
     
  16. friedrich

    friedrich New Member

    waren das nicht auch Umax-Scanner, die von Heidelberg vertreiben wurden ;-)

    Ich machs eh lieber mit nem Microtek mit glasloser Schublade unten - keine Störquelle zwischen Dia und Scanzeile.
     
  17. CChristian

    CChristian New Member

    Das Problem wird wahrscheinlich sein, dass sich in den Scanmasken von Agfa Öffnungen (rechteckig im unteren Scanbereich) befinden, die es dem Scanner ermöglichen, sich zu kalibrieren (oder so?).
    Sind solche Öffnungen auch bei anderen Herstellern zu finden?

    Gruß
    CChristian
     
  18. Tambo

    Tambo New Member

    AFAIK "kalibrieren " sich die scanner beim jeweiligen Einschalten, d.h. wenn der Einschaltknopf gedrückt wird...
     

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