Schulsoftware verkaufen? Was ist legal?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Eddy13, 2. Juni 2004.

  1. Eddy13

    Eddy13 New Member

    Hi, bevor iuch seitenweise EULAS durchgrase, vielleicht weiß einer von euch ja genaueres aus dem Stand.
    Unter welchen Bedingungen darf/kann man Schulsoftware verkaufen? Reicht der Hinweis, dass es sich bei dem Produkt um eine Software für Lehrer/Schüler/Studenten handelt? Dürfen nur solche die Software nach dem Kauf legal verwenden?
    Danke für die Hilfe.
    Gruß
    Eddy
     
  2. starwatcher

    starwatcher New Member

    kurz und knapp bei www.cotec.de

    dort irgendwo ein hinweis auf lizenzbedingungen, da ist es recht gut beschrieben...
     
  3. Eddy13

    Eddy13 New Member

    Hi,
    danke für den Link, aber da hab ich nix gefunden. Da wird zwar erklärt, was sich hinter den veschiedenen Lizenzformen vebirgt, aber wie das mit dem Weiterverkauf von z.B. einer Microsoft SSL Version ist, hab ich nicht gefunden.
    Gruß
    Eddy
     
  4. starwatcher

    starwatcher New Member

    ja, hast recht.
    Normalerweise sind diese versionen nicht für kommerzielle nutzung erlaubt, sondern
    dürfen nur vom beschriebenen personenkreis benutzt werden.
    Wenn du also weiterverkaufst, müsstest du dich überzeugen, dass der käufer diese bedingung erfüllt.
    Aber wer prüft das?
    Ich könnte mir folgendes scenario vorstellen: du hast die software registriert, verkaufst sie weiter und der käufer nutzt sie kommerziell. Bei einer betriebsprüfung fliegts auf und beim recherchieren stösst man auf dich als verkäufer. Wenn du dann den nachweis nicht hast, dass der käufer zum besagten kreis gehört, könnte es teuer werden.
    Ist zwar arg konstruiert aber vorstellbar...
     
  5. Tham

    Tham New Member

    Ebay hat dies ausgeschlossen!


     
  6. Eddy13

    Eddy13 New Member

    Ja, so ungefähr stelle ich mir das auch vor. Aber es wäre ja schon in Ordnung, wenn ich an den berechtigten Personenkreisverkaufen dürfte. Dann würde ich halt z.B. bei eBay neben dem Hinweis auf die Bezugsberechtigung auch vor Versand einen Nachweis verlangen.
    Die Frage bleibt ob man überhaupt verkeufen darf, bzw. ob eine Einschränkung dieses Rechts rechtens wäre.
    Gruß
    Eddy
     
  7. fruitcompany

    fruitcompany New Member

    Ich glaube nicht, dass Du einen Nachweis der Nutzungsberechtigung brauchst - es müsste reichen, wenn der Käufer Dir dies ausdrücklich (!) versichert... wenn es denn nicht stimmen sollte, dann hat der Käufer Dich angelogen und Du kannst das auch nachweisen...

    Aber, wie Du weißt, bin ich kein Anwalt (kannst doch den nach R verzogenen mal fragen...) Was Du allerdings nun weißt, ist, wie ich zu so vielen Beiträgen in so kurzer Zeit kommen konnte :D
     
  8. Eddy13

    Eddy13 New Member

    tatsächlich?
    Wo doch sonst nur original Taschen, DVDs etc. bei denen angeboten werden...;(
    Gruß
    Eddy
     
  9. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Das Rätselraten mag noch ne Weile weitergehen.

    -
    Soviel EDU-Software gibt es nun nicht am Markt.

    Ich tippe drauf , das es sich in diesem speziellen Fall um EDU Office handeln soll und da beschleicht mich ein Gefühl, das die Softwarefirma aus Redmont für solche Überlegungen schon Vorsorge getroffen hat, das man die EDU-Ware nicht so einfach weiterverkaufen kann, ohne nicht in ein gewisses rechtliches Abseits zu geraten.
     
  10. starwatcher

    starwatcher New Member

    hab mal gegurgelt mit "EDU software weiterverkauf" und folgendes gefunden:

    http://www.microsoft.com/germany/ms/originalsoftware/softwareeinkauf/ratgeber.htm


    schaut mal rein...., ganz unten...

    wenn Sie Ihre Schul-/Hochschulversion weiterverkaufen möchten, müssen Sie sicherstellen, dass der Käufer gemäß dem Endnutzerlizenzvertrag auch für eine solche Version berechtigt ist und dieser den Lizenzbestimmungen zustimmt. Ein Weiterverkauf an nichtberechtigte Personen außerhalb des definierten Bildungsbereiches ist nicht erlaubt.
     
  11. Sunshine

    Sunshine New Member

    Es könnte recht schwierig sein nicht gegen die Lizenzbestimmungen von MS zu verstossen (sofern man davon ausgeht, dass der Käufer nicht ganz ehrlich ist).

    Wenn jemand das Paket haben will, dann kommt er wohl auch an den entsprechenden Nachweis ohne das er zur berechtigten Personengruppe gehört (Schülerausweis vom Sohn oder der Tochter; Immatrikulationsbescheinigung von den Kindern; oder wenn man keine eigenen Kinder hat, dann halt eben die entsprechenden Nachweise von Bekannten).

    Wie will man denn in einem solchen Fall nachweisen, dass der Käufer das Paket nicht im Auftrag der berechtigten Person erwirbt (bzw. dürfte jemand das Paket auch im Auftrag einer dritten Person erwerben ???) ????

    Wenn man die strenge MS-Lizenz zu Grunde legt, wieso kann denn dann jeder bei z. B. Amazon die SSL-Version vom MS Office ohne Nachweis kaufen ???

    Wenn man die o. g. Punkte betrachtet, dann sollte man das Paket vielleicht besser nicht verkaufen, da ja der Verkäufer im Zweifelsfall nachweisen müsste, dass er arglistig getäuscht wurde.
     
  12. starwatcher

    starwatcher New Member

    dieser kommentar ist vollkommen überflüssig. Er beantwortet die ursprüngliche frage nicht und fordert indirekt zu illegalem handeln auf. Übrigens ein verstoss gegen die forumsbedingungen.
     
  13. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    richtig , sunshine

    -
    Wenn man eine oder gar zwei dieser Pakete erwirbt und diese weiterverkauft, wird es keinen jucken
    Schon gar nicht, wenn man solche Weiterverkäufe nicht über das inet abwickelt.

    Eddy hat aber um den rechtlichen Grundsatz bei diesem Verfahren gefragt

    Es wäre also falsch ihm zu sagen , das er auf rechtlich sicheren Boden ist, wenn dem nicht so ist

    ------
    Diese ganze Lizenzsache der Sotfwaregiganten ist sowieso ein Thema für sich.
     
  14. Sunshine

    Sunshine New Member

    @starwatcher, greatfulmac

    Entschuldigt bitte, aber ich wollte hier keineswegs zu illegalem Handeln auffordern. Wenn es so rübergekommen ist, dann tut es mir leid.

    Mir ging es nur darum, dass man doch nie genau wissen kann, ob der Käufer wirklich zum berechtigten Personenkreis gehört. Die Möglichkeiten an einen entsprechenden Nachweis zu kommen sind absolut unbegrenzt. Zur Not kann ich mir schnell selbst eine Immatrikulationsbescheinigung bauen, die kaum vom Original zu unterscheiden ist.

    Wenn es also wirklich um die rechtliche Handhabung geht, dann kann man nur einen Tipp geben: Er sollte die Software auf keinen Fall verkaufen, da im Zweifelsfall der Verkäufer die Schuld trägt (wie aus den Lizenzbestimmungen von MS zu ersehen ist).

    Es liegt mir wirklich absolut fern, jemandem zum illegalen Verkauf von Software zu animieren, vor allem schon deshalb nicht, da ich mich für legal erworbene Software dauernd dumm und schusselig bezahle. So und jetzt werde ich meine erste Antwort überarbeiten.

    Nochmals Sorry !!!!
     
  15. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Hmm.

    Wir sind ja nicht im Babara Salesch-Forum. ;-))

    -

    Das Thema ist halt wie Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem Auto.
    Ein bischen mehr ja, aber Extremrasen nein.
     
  16. fruitcompany

    fruitcompany New Member

    Meinst Du? Manchmal hatte ich schon den Eindruck...! :party:
     
  17. gratefulmac

    gratefulmac New Member

  18. Tham

    Tham New Member

    Setze doch die Software bei Amazon als gebrauchte rein. Dort kann man doch genau bei der Schulsoftware diese als gebrauchte anbieten.
    Das sollte doch legal sein?????
     
  19. starwatcher

    starwatcher New Member

    hast recht, Gratefulmac, so war's auch nicht gemeint...
    aber ab einem bestimmten punkt werd' ich sehr ernst.

    Sunshine,

    alles klar, wer ohne schuld ist, der werfe den ersten stein.
    Nimm's nicht übel, mir war nach klartext...
     
  20. Eddy13

    Eddy13 New Member

    Danke für die vielen Beiträge. Besonders interessant natürlich der Hinweis, dass in den MS-EDU-EULAs (das Leben ist kurz es kebe die Abkürzung!) ein Passus ist, der den Verkauf nicht prinzipiell unterbindet. Ich denke man müsste dem Verkäufer da dann schon grobe Fahrlässigkeit nachweisen. DA sehe ich nicht das große Problem. Aber wie war das? eBay erlaubt den Handel mit EDU Lizenzen nicht? Oder habe ich da was falsch verstanden?
    Das Problem tritt eh nur wg. Platz im Schrank auf. Da versauern inzwischen Office '98, 2001 und vX. Alle grav in der SSL Version gekauft. Jetzt schon wieder ein neues Office? Da muss erstmal Platz her...
    Gruß
    Eddy
     

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